Beiträge von theel

    OK, ich begreife langsam, dass ich mir alles positive schlecht rede. Hat jemand Erfahrungen mit Antidepressiva in der Zeit des psychischen Entzugs? Will keine Benzodiazepine nehmen. Oder glaubt ihr ein Umbau des Gehirns ist einfach von der Zeit abhängig? Mir fällt es schwer da ein Ende zu sehen.

    Hmm, im Endeffekt alles :) Also kurz zu meinem Hintergrund. Ich hab erst 2020 meinen Bachelor (Soz. Päd.) gemacht und bin noch nicht lang in meinem Beruf. Daher hab ich auch keine Rücklagen oder hab gelernt mein Geld zu investieren. Der Job macht mir Spaß, aber man bekommt recht wenig Gehalt. Und ja, theoretisch sollte ich als Sozialpädagoge wissen, wie man wieder einen Weg ins Leben findet oder es zumindest stabilisiert, aber ich kann das irgendwie nicht was mich selbst angeht. Wenn ich mich jetzt als Klient sehe, würde ich sagen, dass ich mir Zeit geben soll und an der Veränderung von dem was mich stört Schritt für Schritt arbeiten soll. Und dann halt einen Plan machen und auch kleine Erfolge würdigen. Hauptsache daran arbeiten und nicht aufgeben.

    Aber in meinem Kopf klappt das irgendwie nicht. Hab dieses Jahr z.B. meinen Führerschein nach 12 Jahren wieder gemacht, den ich verloren hatte (natürlich auch durch den Alkohol) und ich dachte ich freu mich, aber als ich ihn dann hatte, hab ich irgendwie nichts empfunden oder eher gedacht, dass ich Depp das jetzt auch mal endlich hinbekommen hab. Aber ja, ich hoff ich kann das in der Psychotherapie irgendwie aufarbeiten und diesen Selbsthass irgendwie los werden.

    Ich denk die Beziehung hat mir auch gezeigt wo ich eigentlich stehe. Sie war eine Frau die in sich investiert hat, also gesund leben, Sport machen, Finanzen aufbauen (war aber verschuldet :) ), auf seine Psyche achten, ... Also kein Selbstzerstörungsmodus. Also will mich jetzt nicht mit ihr vergleichen, aber hab halt gesehen wie ein Lebensentwurf auch aussehen kann. Sie hat auch verlangt, dass ich mich ändern soll. Ich weiß das sowas eigentlich ein NoGo ist, aber es ging um positive Veränderungen, die ich selbst wollte. Also ins Fitnessstudio, abnehmen, fit werden, Geld auch mal sparen und für die Zukunft planen und kein Rauchen mehr. Und sie hat mir Zeit gegeben und hatte viel Geduld. Ich hab es aber nur halbherzig gemacht und dann irgendwann begriffen, dass der Alkohol das Problem ist. Dann hab ich versucht zu reduzieren, es aber immer noch nicht ganz begriffen und manchmal eben zu viel getrunken, was dann die Eifersucht unkontrollierbar gemacht hat. Warum ich so bescheuert war kann ich heute nicht mehr verstehen, aber ich war halt total vernebelt vom Trinken. Jedenfalls sehe ich jetzt halt noch deutlicher was ich verpasst hab und manches davon kann ich nicht mehr nachholen.

    das selbstwertgefühl kommt wieder. momentan hat dein kopf tausend sachen abzuarbeiten. eins nach dem anderen, ein tag nach dem anderen.lad dir nicht zuviel auf und schalt auch mal einen gang runter;)

    gruss eternal

    Kennst du Übungen wie man den Selbstwert aufbauen kann? Ich hab da echte Probleme. Hoff die Psychotherapie kann da helfen, aber ich weiß auch, dass das aus mir kommen muss.

    Ja, Fitness Studio hilft wirklich. Sport allgemein. Schüttet Dopamin aus und man baut die Anspannung ein bisschen ab. Ist wirklich zu empfehlen selbst wenn man nur wenig schafft am Anfang.

    Bin halt noch nicht durch den Liebeskummer durch denke ich. Ich sehe andere Frauen im Fitnessstudio, aber denk immer wieder dran was ich mir da verbockt hab. Und der Selbstwert ist bei mir halt echt im Keller nachdem was passiert ist.

    Selbsthilfegruppe, Fitnesstudio, Sauna

    Ja, ins Fitnessstudio gehe ich. Macht es auch einfacher die Ruhe wieder zu finden durch den Sport. Bin leider nicht sehr talentiert was die Kontaktanbahnung zu anderen Menschen angeht. Je mehr ich drüber nachdenke merke ich, dass ich mich vor Enttäuschungen schützen will. Ich hab meinen besten Freund an Drogen verloren (Überdosis) und auch sonst viele Freunde verloren, weil mein Lebensstil nicht mehr passend war bzw. ich eine Depression hatte über mehrere Jahre, die ich mit dem Alkohol genährt habe.

    Andererseits sagen mir die Menschen die ich kenne, dass sie mich schätzen für bestimmte Eigenschaften, aber das kommt in meinem Kopf nicht an. Fühl mich so als ob ich mein Leben verpasst hab und jetzt wo ich es merke, ist es zu spät. Wenn ich mich mit anderen Menschen in meinem Alter vergleiche sehe ich, dass ich an die 15 Jahre geschlafen habe und jetzt da bin wo andere mit 25 sind. Ich weiß, dass man das nicht machen sollte, also sich mit anderen vergleichen, aber realistisch gesehen hab ich mir mein Leben dadurch ziemlich verbaut. Hab auch irgendwie Angst davor jemandem meine Lebensgeschichte zu erzählen, da ich selbst nicht stolz darauf bin und mich dafür irgendwie selbst verachte.

    Manchmal macht er nachts einen Videoanruf, um mich zu kontrollieren. Ich versuche dann , ihn zu beruhigen und zu zeigen, dass hier niemand ist. Aus Angst ihn sonst noch wütender zu machen. Wie sollte ich deiner Meinung nach damit umgehen?

    Ist schwer zu sagen. Du könntest ihn fragen ob er das glauben will oder ihn etwas dazu bringt an sowas zu denken. Er muss halt begreifen, dass das Problem in ihm liegt. Aber muss auch sagen, dass ich das wusste und mir klar war, dass ich ein Problem habe. Als ich getrunken hatte konnte ich das nicht kontrollieren. Entweder ich war total betrunken und habe ihr Vorwürfe gemacht. Beim letzten Streit habe ich dann auch verlangt dass sie den Raum fotografiert in dem sie ist. Ich kapier bis heute nicht was mich dazu gebracht hat. Ich hatte an dem Tag noch daran gedacht genau das nicht zu machen und einfach schlafen zu gehen. Dann kam aber ein Kumpel und ich hab weiter getrunken und abends dann mit ihr gestritten und die Fotos verlangt. Also betrunken konnte ich das nicht kontrollieren. Und am nächsten Tag kommt dann der Entzug mit Depressionen, Selbstvorwürfen und Angstzuständen. Das ist wie Öl ins Feuer, wenn man nicht versteht, das die Gefühle nicht real sind.

    Ich bin mir nicht sicher, ob man das wenn man trinkt, überhaupt unter Kontrolle bekommt. Meine Konsequenz ist nicht mehr zu trinken, aber hat mehrere Beziehungen gedauert bis ich wirklich verstanden hab was da passiert.

    War heute bei der Suchtberatung, hat gut getan mal alles rauszulassen, habe aber das Gefühl nicht ernst genommen zu werden, die Therapieplätze sind schwer zu bekommen, ob stationär oder ambulant. Es gibt wohl weit aus härtere Fälle wie mich, als würde ich versuchen es zu früh anzugehen, da ich ja momentan alles im Griff habe und alles funktioniert.

    Bin jetzt seit gefühlt 5 Wochen erkältet, habe beim Arzt gestanden wieviel und wielange ich getrunken habe, kein Blutbild, keine Leberwerte nur die Adresse von der Suchtberatung bekommen.

    Keine Ahnung was ich machen soll, das wars wohl wieder mit der Suche nach Unterstützung, muss ich wohl alleine durch.

    Also ich will dir nicht raten deinen Arzt anzulügen, aber Blutwerte bringen nur bedingt was. Ich hab einen Ultraschall von der Leber machen lassen. Solltest du auch machen, damit du dir keine Sorgen mehr machst. Sag deinem Arzt, dass du dir Sorgen machst und gern wissen würdest wie deine Leber aussieht. Nicht über Blutwerte, da die nicht wirklich was aussagen. Also klar, wenn der Leberwert schlecht ist, ist das schlecht. Aber meiner war zum Beispiel gut und beim Ultraschall kam dann raus, dass ich eine Fettleber habe und schauen sollte, dass ich was in meinem Leben ändere. Ich hatte mich geöffnet und gesagt, dass ich mehrere Jahre viel zu viel Alkohol getrunken habe. Frag deinen Arzt nach einem Ultraschall, wenn du dir da Sorgen machst.

    Hallo Norex,
    ich denke dein Mann ist krankhaft eifersüchtig und der Alkohol verstärkt das. Ich kenne das von mir selbst. Also dieses Geschichten erfinden, die man dann glaubt. Ohne Alkoholstop kommt man da glaube ich nicht raus und wenn er dich 2 mal verletzt hat, solltest du auf Abstand gehen, solange er es nicht einsieht und sich helfen lässt. Ich bin mir bewusst, dass meine Eifersucht aus mir kommt, aber habe trotzdem erst vor kurzem eine Beziehung verloren, da ich auch getrunken hatte und meine Eifersucht mit mir machen konnte was sie wollte. Ich denke er merkt auch, dass er dich nicht glücklich macht, was das ganze verschlimmert. Ich hoffe ihr findet da einen Weg raus, aber solange er nicht einsieht, dass das Problem bei ihm liegt, würde ich Abstand von ihm halten.

    Guten Abend. Hier möchte ich gerne einen Satz einbringen, der mir mal geschrieben wurde.

    "Zwei nasse Lappen machen sich nicht trocken".

    Direkt mit einer ebenfalls frisch nüchternen anbandeln kann schiefgehen. Beim Rückfall zieht ein Ertrinkender den anderen mit runter.

    Wenn beide schon länger stabil sind, hat es z. B. den Vorteil, dass beide nicht trinken und die Trigger des anderen verstehen. Also wäre in diesem Fall, sich Zeit lassen angesagt.

    Und an jetzt denken. Dein Plan, dieses Wochenende daheim zu bleiben, finde ich gut. Denn es weihnachtet sehr. Da ist leider Alkohol noch präsenter als sonst.

    Ja, war jetzt eher so gedacht, dass ich mich nicht mehr von meinen Gefühlen ablenke und das mal aushalte bis es OK ist. Also auf die Trennung bezogen jetzt. Glaub aber egal was ich mach, das wird mich noch eine Weile beschäftigen.

    Kenn ich auch irgendwoher. Die Nummer ist durch, was Dir jetzt hilft ist abstand und den Kontakt komplett abbrechen. Jede kleinste Kontakt verlängert das "Leiden". Aber weißt Du, am Ende war es auch ein Geschenk. Denn Du bist jetzt hier und bereit dir dein Leben zurück zu holen. Ich bin relativ Jung geworden. Mein Vater hat es sogar mit 50 noch vollbracht meine kleine Schwester zu zeugen. Du hast noch Zeit. Aber die läuft Dir ganz sicher weg, wenn Du jetzt nichts änderst.

    Ja, hab leider schon Erfahrung mit Liebeskummer. Ich weiß, dass der Kontakt nicht gut ist, aber hab auch schlechte Erfahrungen damit gemacht, wenn wirklich alles vom einen auf den anderen Tag weg ist, ohne weiteren Kontakt. Aber ich versteh wie du es meinst. Ich kann es manchmal so sehen wie du sagst, dass es ein Geschenk war, aber denk mir auch, dass ich es hätte schaffen können, während noch alles gut war. Klar bringt das nichts, aber ist schwer das zu trennen. Positive Gedanken sind grad schwer für mich aufrecht zu erhalten.

    Hallo theel und herzlich willkommen,

    Ich bin mit 43 zum ersten Mal Papa geworden, voll in meiner nassen Zeit. Du bist jetzt 39 und machst gerade einen riesen Schritt in Richtung glückliches leben, gerade Du wenn du durchziehst, bist der Idealmann für eine Frau mit Kinderwunsch. Lass dir Zeit, Vater wirst du wahrscheinlich schneller als du denkst wenn es dein Wunsch ist.

    LG R/no

    Hallo R/no, ja ich hör auch immer wieder, dass das Leben noch nicht vorbei ist und es noch möglich ist. Ich glaub auch daran, aber bin auch realistisch. Ob ich ein Idealmann bin weiß ich nicht, dazu hab ich m.M.n. zu viel Zeit verschwendet. Aber freut mich zu hören, dass es bei dir noch geklappt hat.

    Zu der Beziehung muss ich noch sagen, dass sie nicht grade gewöhnlich war. Sie kam aus Kenia und wir hatten uns durch Zufall im Internet kennengelernt. Sie wollte nach Dtl. zum studieren kommen. Bin dann im letzten Frühjahr zu ihr geflogen und wir sind zusammen gekommen. Sie war wie ein Traum für mich und ich hätte damals niemals gedacht, dass das so endet. Ich war mir wirklich sicher, dass ich für diese Frau alles ändern würde und sie hatte wirklich viel Geduld mit mir. Mir fällt es halt schwer mir das zu verzeihen und dran zu glauben, dass ich so eine Chance nochmal bekomme im Leben. Daher ist das nicht so der normale Liebeskummer.

    Man soll niemals "Nie" sagen.

    Deine Aufgabe und Verantwortung ist deine Abstinenz, für dich und niemand anderen.
    Die Menschen werden dich anders wahrnehmen und daraus ergeben sich Chancen, und das sind Menschen, die du schon kennst, oder erst noch kennenlernen wirst.

    Ja, an dem Punkt bin ich leider noch nicht. Ich muss das von ihr lösen, aber ja, ich muss mich halt noch von ihr lösen. Ich sollte mir da keine Hoffnung mehr machen.

    Ich habe oder musste sämtliche Suchtkontakte abbrechen, anders geht es nicht. Aus den Augen aus dem Sinn

    Fitnessstudio, reale Selbsthilfegruppen, Sauna ohne Alkohol gibt es trockenem abstinente Leute. Es ist nie zuspät eine Partnerin zu finden, selbst mit 70 geht das noch. Suche dir reale Selbsthilfegruppen raus, ruf an, geh hin. Dort lernst du tolle nüchterne, cleane Leute kennen. Mit denen kannst du was unternehmen oder eine Frau finden. Bei uns in der Selbsthilfegruppe haben sich auch schon Pärchen kennengelernt und sind zusammen.

    Ich kenne dieses Problem zu gut wenn alle Säufer co. verbannt wurden...

    Ja, die Suchtkontakte breche ich gerade ab. Ich merk auch, dass sich meine Einstellung zum Alkohol verändert. Also der Entschluss steht. Habe auch noch andere Kontakte, aber eben recht wenige. Und die haben dann meist schon Familie, also die Leben sind einfach unterschiedlich. Grade zieht mich das auch noch runter, wegen der Trennung.

    Ja, sollte das vielleicht konkretisieren. Ich hab halt noch einen Familienwunsch. Aber mir ist klar, dass ich halt auch 40 werde und ich nicht mehr der Idealpartner bin für eine Frau mit Kinderwunsch. Natürlich werd ich es nie sein, wenn ich wieder trinke, aber dieser Gedanke ist natürlich da, wegen dem psychischen Entzug. Dreht sich eben alles ein wenig im Kreis bei mir grade.

    Und wo hast du dann Anschluss gefunden?

    Lange Spaziergänge im Wald oder so tun mir immer sehr gut. Da überlege ich dann wie mein Leben verlief, was alles passiert istm wie es jetzt ist

    Ja, momentan zieht mich halt alles runter, weil ich es noch mit ihr und der Beziehung verbinde. Ich will mich grade auch nicht mehr ablenken, also ich hab das Gefühl mich jetzt damit konfrontieren zu müssen. Hatte natürlich auch noch an ein Happy End geglaubt, aber ich muss mir bewusst machen, dass das nicht mehr kommt was diese Beziehung angeht. Aber wenn ich jetzt z.B. durch den Wald laufe oder trainieren gehe, denke ich immer wieder daran, weil ich diese Veränderung mit ihr verbinde. Ist halt eine echt blöde Situation grade.

    Was ist den genau Vorgefallen. Klingt so das die Frau in guten Zeiten da war in schlechten direkt weg.?!

    Ich hatte Eifersuchtsprobleme, die ich durch den Alkohol nicht unter Kontrolle hatte. Wenn ich betrunken war, hab ich ihr Vorwürfe gemacht und das ist immer wieder passiert. Hab mich zwar erklärt und entschuldigt, weil ich es wirklich bereut habe, so wie nun auch, aber es war eben zu oft für sie und sie wollte sich das nicht mehr antun. Muss auch sagen, dass ich sie verstehe. Sie hat mir mehrere Chancen gegeben, aber es ist trotzdem wieder passiert. Und jetzt glaubt sie mir natürlich nicht mehr. Wir waren auch nicht so lang zusammen (etwa 7 Monate), damit wir hätten eine Basis aufbauen können. Sie hat mir gesagt, dass sie ihre Gefühle verloren hat und ein anderes Leben will und das ist endgültig für sie.

    Hallo, habe mitgelesen. Super. Ohne den Alkohol wird es dir besser gehen. Bin jetzt bei fast 4 Wochen. Geht schon viel zu lange die scheiß Sauferei. Sehr sehr viel zerstört, wird immer schlimmer und schlimmer. Wie bei allen Süchtigen. Wünsche dir ganz viel Kraft, es lohnt sich!!

    Danke dir. Ich merk schon, dass es mir besser geht, aber der psychische Entzug macht mir zu schaffen. Hab jetzt beschlossen mich das Wochenende wirklich nur daheim einzusperren. Bisher hatte ich noch viel unternommen, aber ich merke, dass mir die Auseinandersetzung mit mir selbst fehlt. Macht mir auch Angst, da ich dann in diese Verzweiflungsgedanken gerate. Ich schaff es irgendwie nicht, mir diese Trennung zu verzeihen, da ich in dieser kurzen Beziehung schon den Entschluss gefasst hatte, aber den letzten Schritt nicht gegangen bin. Bin mir auch nicht sicher, ob ich nicht ein Trauma habe.

    Ja, um den Faden wieder aufzunehmen: Ich habe jetzt viel reflektiert und verstehe besser in welchen Situationen ich den Wunsch verspüre Alkohol zu trinken und in welchen nicht. Mein Problem ist, dass ich durch das Trinken viele Verbindungen zu "normalen" Menschen verloren habe und die Leute mit denen ich Kontakt habe, selbst Suchtprobleme haben. Ich bin von Beruf Sozialpädagoge, daher habe ich immer versucht zu helfen. Habe auch meinen besten Freund an den Drogen verloren, daher fällt es mir schwer Menschen abzuweisen. Aber ich merke auch, dass es mir selbst nicht gut tut, diese Kontakte zu halten. Jetzt bin ich aber an einem Punkt an dem ich Menschen bräuchte, da ich Angst davor habe in diese Leere zu fallen. Ich hatte schonmal eine Entgiftung gemacht und bin dann wieder "in die Freiheit", dann habe ich mein Studium gemacht und war auch soweit glücklich, aber ich habe mir kein "normales" soziales Umfeld aufgebaut. Jetzt in meinem Alter (nächstes Jahr 40), haben die meisten schon Familie bzw. eben dieses soziale Umfeld. So kommt es mir zumindest vor. Mein Lebensziel, Familie und Kinder, kommt mir immer unrealistischer vor und ich finde irgendwie keinen Anschluss an das Leben hier in meiner Stadt. Ich denke auch über einen Umzug nach, aber mit 40 nochmal neu in einer anderen Stadt anzufangen macht mir irgendwie Angst. Hat jemand Erfahrungen mit dem Anschluss an ein normales Leben? Also mit normal meine ich nüchtern.

    Hartmut Nimms mir nicht übel, aber ich find es ein wenig anmaßend zu meinen, dass du etwas über mich weißt außer dem was ich geschrieben hatte. Ich saufe nicht mehr und will dabei bleiben, deshalb dachte ich, ich kann mich hier austauschen. Aber wie bereits gesagt, ist das wohl der falsche Ort, daher sorry, dass ich es missverstanden hatte. Aber als kleiner Gedankenanstoß für deinen nächsten Ratschlag noch: Einem Menschen, der sich bereits vom Alkohol verabschiedet hat zu sagen, dass man es so eh nicht schafft, ist nicht grade förderlich und führt bei einigen wohl direkt zum Rückfall. Aber ich versteh was du sagen willst. Und nun schau ich mal wie es wird. Euch noch ein schönes WE.