Ja, um den Faden wieder aufzunehmen: Ich habe jetzt viel reflektiert und verstehe besser in welchen Situationen ich den Wunsch verspüre Alkohol zu trinken und in welchen nicht. Mein Problem ist, dass ich durch das Trinken viele Verbindungen zu "normalen" Menschen verloren habe und die Leute mit denen ich Kontakt habe, selbst Suchtprobleme haben. Ich bin von Beruf Sozialpädagoge, daher habe ich immer versucht zu helfen. Habe auch meinen besten Freund an den Drogen verloren, daher fällt es mir schwer Menschen abzuweisen. Aber ich merke auch, dass es mir selbst nicht gut tut, diese Kontakte zu halten. Jetzt bin ich aber an einem Punkt an dem ich Menschen bräuchte, da ich Angst davor habe in diese Leere zu fallen. Ich hatte schonmal eine Entgiftung gemacht und bin dann wieder "in die Freiheit", dann habe ich mein Studium gemacht und war auch soweit glücklich, aber ich habe mir kein "normales" soziales Umfeld aufgebaut. Jetzt in meinem Alter (nächstes Jahr 40), haben die meisten schon Familie bzw. eben dieses soziale Umfeld. So kommt es mir zumindest vor. Mein Lebensziel, Familie und Kinder, kommt mir immer unrealistischer vor und ich finde irgendwie keinen Anschluss an das Leben hier in meiner Stadt. Ich denke auch über einen Umzug nach, aber mit 40 nochmal neu in einer anderen Stadt anzufangen macht mir irgendwie Angst. Hat jemand Erfahrungen mit dem Anschluss an ein normales Leben? Also mit normal meine ich nüchtern.
theel, Erfahrungen gesucht :)
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theel -
28. November 2025 um 10:37 -
Geschlossen
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Hallo, habe mitgelesen. Super. Ohne den Alkohol wird es dir besser gehen. Bin jetzt bei fast 4 Wochen. Geht schon viel zu lange die scheiß Sauferei. Sehr sehr viel zerstört, wird immer schlimmer und schlimmer. Wie bei allen Süchtigen. Wünsche dir ganz viel Kraft, es lohnt sich!!
Danke dir. Ich merk schon, dass es mir besser geht, aber der psychische Entzug macht mir zu schaffen. Hab jetzt beschlossen mich das Wochenende wirklich nur daheim einzusperren. Bisher hatte ich noch viel unternommen, aber ich merke, dass mir die Auseinandersetzung mit mir selbst fehlt. Macht mir auch Angst, da ich dann in diese Verzweiflungsgedanken gerate. Ich schaff es irgendwie nicht, mir diese Trennung zu verzeihen, da ich in dieser kurzen Beziehung schon den Entschluss gefasst hatte, aber den letzten Schritt nicht gegangen bin. Bin mir auch nicht sicher, ob ich nicht ein Trauma habe.
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und die Leute mit denen ich Kontakt habe, selbst Suchtprobleme haben.
Ich habe oder musste sämtliche Suchtkontakte abbrechen, anders geht es nicht. Aus den Augen aus dem Sinn
aber ich habe mir kein "normales" soziales Umfeld aufgebaut. Jetzt in meinem Alter (nächstes Jahr 40), haben die meisten schon Familie bzw. eben dieses soziale Umfeld.
Fitnessstudio, reale Selbsthilfegruppen, Sauna ohne Alkohol gibt es trockenem abstinente Leute. Es ist nie zuspät eine Partnerin zu finden, selbst mit 70 geht das noch. Suche dir reale Selbsthilfegruppen raus, ruf an, geh hin. Dort lernst du tolle nüchterne, cleane Leute kennen. Mit denen kannst du was unternehmen oder eine Frau finden. Bei uns in der Selbsthilfegruppe haben sich auch schon Pärchen kennengelernt und sind zusammen.
Ich kenne dieses Problem zu gut wenn alle Säufer co. verbannt wurden...
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Hab jetzt beschlossen mich das Wochenende wirklich nur daheim einzusperren.
Lange Spaziergänge im Wald oder so tun mir immer sehr gut. Da überlege ich dann wie mein Leben verlief, was alles passiert istm wie es jetzt ist
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Ich schaff es irgendwie nicht, mir diese Trennung zu verzeihen, da ich in dieser kurzen Beziehung schon den Entschluss gefasst hatte, aber den letzten Schritt nicht gegangen bin. Bin mir auch nicht sicher, ob ich nicht ein Trauma habe.
Was ist den genau Vorgefallen. Klingt so das die Frau in guten Zeiten da war in schlechten direkt weg.?!
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Was ist den genau Vorgefallen. Klingt so das die Frau in guten Zeiten da war in schlechten direkt weg.?!
Ich hatte Eifersuchtsprobleme, die ich durch den Alkohol nicht unter Kontrolle hatte. Wenn ich betrunken war, hab ich ihr Vorwürfe gemacht und das ist immer wieder passiert. Hab mich zwar erklärt und entschuldigt, weil ich es wirklich bereut habe, so wie nun auch, aber es war eben zu oft für sie und sie wollte sich das nicht mehr antun. Muss auch sagen, dass ich sie verstehe. Sie hat mir mehrere Chancen gegeben, aber es ist trotzdem wieder passiert. Und jetzt glaubt sie mir natürlich nicht mehr. Wir waren auch nicht so lang zusammen (etwa 7 Monate), damit wir hätten eine Basis aufbauen können. Sie hat mir gesagt, dass sie ihre Gefühle verloren hat und ein anderes Leben will und das ist endgültig für sie.
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Lange Spaziergänge im Wald oder so tun mir immer sehr gut. Da überlege ich dann wie mein Leben verlief, was alles passiert istm wie es jetzt ist
Ja, momentan zieht mich halt alles runter, weil ich es noch mit ihr und der Beziehung verbinde. Ich will mich grade auch nicht mehr ablenken, also ich hab das Gefühl mich jetzt damit konfrontieren zu müssen. Hatte natürlich auch noch an ein Happy End geglaubt, aber ich muss mir bewusst machen, dass das nicht mehr kommt was diese Beziehung angeht. Aber wenn ich jetzt z.B. durch den Wald laufe oder trainieren gehe, denke ich immer wieder daran, weil ich diese Veränderung mit ihr verbinde. Ist halt eine echt blöde Situation grade.
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Sie hat mir gesagt, dass sie ihre Gefühle verloren hat und ein anderes Leben will und das ist endgültig für sie.
Man soll niemals "Nie" sagen.
Deine Aufgabe und Verantwortung ist deine Abstinenz, für dich und niemand anderen.
Die Menschen werden dich anders wahrnehmen und daraus ergeben sich Chancen, und das sind Menschen, die du schon kennst, oder erst noch kennenlernen wirst. -
Ich habe oder musste sämtliche Suchtkontakte abbrechen, anders geht es nicht. Aus den Augen aus dem Sinn
Fitnessstudio, reale Selbsthilfegruppen, Sauna ohne Alkohol gibt es trockenem abstinente Leute. Es ist nie zuspät eine Partnerin zu finden, selbst mit 70 geht das noch. Suche dir reale Selbsthilfegruppen raus, ruf an, geh hin. Dort lernst du tolle nüchterne, cleane Leute kennen. Mit denen kannst du was unternehmen oder eine Frau finden. Bei uns in der Selbsthilfegruppe haben sich auch schon Pärchen kennengelernt und sind zusammen.
Ich kenne dieses Problem zu gut wenn alle Säufer co. verbannt wurden...
Ja, die Suchtkontakte breche ich gerade ab. Ich merk auch, dass sich meine Einstellung zum Alkohol verändert. Also der Entschluss steht. Habe auch noch andere Kontakte, aber eben recht wenige. Und die haben dann meist schon Familie, also die Leben sind einfach unterschiedlich. Grade zieht mich das auch noch runter, wegen der Trennung.
Ja, sollte das vielleicht konkretisieren. Ich hab halt noch einen Familienwunsch. Aber mir ist klar, dass ich halt auch 40 werde und ich nicht mehr der Idealpartner bin für eine Frau mit Kinderwunsch. Natürlich werd ich es nie sein, wenn ich wieder trinke, aber dieser Gedanke ist natürlich da, wegen dem psychischen Entzug. Dreht sich eben alles ein wenig im Kreis bei mir grade.
Und wo hast du dann Anschluss gefunden?
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Man soll niemals "Nie" sagen.
Deine Aufgabe und Verantwortung ist deine Abstinenz, für dich und niemand anderen.
Die Menschen werden dich anders wahrnehmen und daraus ergeben sich Chancen, und das sind Menschen, die du schon kennst, oder erst noch kennenlernen wirst.Ja, an dem Punkt bin ich leider noch nicht. Ich muss das von ihr lösen, aber ja, ich muss mich halt noch von ihr lösen. Ich sollte mir da keine Hoffnung mehr machen.
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Dein Blickwinkel wird sich verändern,mit jedem abstinenten Tag/Woche/Monat.
Die Zeit ist dein Verbündeter.Mit 41 oder 42 kannst du immer noch eine Familie gründen.
Das geht nur wenn du weiter abstinent bist.
Komm erstmal hier an,lies dich ein und bleib dran
LG Bolle
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Aber mir ist klar, dass ich halt auch 40 werde und ich nicht mehr der Idealpartner bin für eine Frau mit Kinderwunsch
Hallo theel und herzlich willkommen,
Ich bin mit 43 zum ersten Mal Papa geworden, voll in meiner nassen Zeit. Du bist jetzt 39 und machst gerade einen riesen Schritt in Richtung glückliches leben, gerade Du wenn du durchziehst, bist der Idealmann für eine Frau mit Kinderwunsch. Lass dir Zeit, Vater wirst du wahrscheinlich schneller als du denkst wenn es dein Wunsch ist.
LG R/no
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Sie hat mir gesagt, dass sie ihre Gefühle verloren hat und ein anderes Leben will und das ist endgültig für sie.
Von mir haben sich wegen der Sauferei schon mehrere Frauen getrennt. Ich kenne diese Situation. Wenn du weiter säufst passiert das wohl immer wieder. Deswegen abstinent sein, der Rest klappt dann auch.
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Und wo hast du dann Anschluss gefunden?
Selbsthilfegruppe, Fitnesstudio, Sauna
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Ich hatte Eifersuchtsprobleme, die ich durch den Alkohol nicht unter Kontrolle hatte. Wenn ich betrunken war, hab ich ihr Vorwürfe gemacht und das ist immer wieder passiert. Hab mich zwar erklärt und entschuldigt, weil ich es wirklich bereut habe, so wie nun auch, aber es war eben zu oft für sie und sie wollte sich das nicht mehr antun. Muss auch sagen, dass ich sie verstehe. Sie hat mir mehrere Chancen gegeben, aber es ist trotzdem wieder passiert. Und jetzt glaubt sie mir natürlich nicht mehr. Wir waren auch nicht so lang zusammen (etwa 7 Monate), damit wir hätten eine Basis aufbauen können. Sie hat mir gesagt, dass sie ihre Gefühle verloren hat und ein anderes Leben will und das ist endgültig für sie.
Kenn ich auch irgendwoher. Die Nummer ist durch, was Dir jetzt hilft ist abstand und den Kontakt komplett abbrechen. Jede kleinste Kontakt verlängert das "Leiden". Aber weißt Du, am Ende war es auch ein Geschenk. Denn Du bist jetzt hier und bereit dir dein Leben zurück zu holen. Ich bin relativ Jung geworden. Mein Vater hat es sogar mit 50 noch vollbracht meine kleine Schwester zu zeugen. Du hast noch Zeit. Aber die läuft Dir ganz sicher weg, wenn Du jetzt nichts änderst.
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Selbsthilfegruppe,
Guten Abend. Hier möchte ich gerne einen Satz einbringen, der mir mal geschrieben wurde.
"Zwei nasse Lappen machen sich nicht trocken".
Direkt mit einer ebenfalls frisch nüchternen anbandeln kann schiefgehen. Beim Rückfall zieht ein Ertrinkender den anderen mit runter.
Wenn beide schon länger stabil sind, hat es z. B. den Vorteil, dass beide nicht trinken und die Trigger des anderen verstehen. Also wäre in diesem Fall, sich Zeit lassen angesagt.
Und an jetzt denken. Dein Plan, dieses Wochenende daheim zu bleiben, finde ich gut. Denn es weihnachtet sehr. Da ist leider Alkohol noch präsenter als sonst.
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Hallo theel und herzlich willkommen,
Ich bin mit 43 zum ersten Mal Papa geworden, voll in meiner nassen Zeit. Du bist jetzt 39 und machst gerade einen riesen Schritt in Richtung glückliches leben, gerade Du wenn du durchziehst, bist der Idealmann für eine Frau mit Kinderwunsch. Lass dir Zeit, Vater wirst du wahrscheinlich schneller als du denkst wenn es dein Wunsch ist.
LG R/no
Hallo R/no, ja ich hör auch immer wieder, dass das Leben noch nicht vorbei ist und es noch möglich ist. Ich glaub auch daran, aber bin auch realistisch. Ob ich ein Idealmann bin weiß ich nicht, dazu hab ich m.M.n. zu viel Zeit verschwendet. Aber freut mich zu hören, dass es bei dir noch geklappt hat.
Zu der Beziehung muss ich noch sagen, dass sie nicht grade gewöhnlich war. Sie kam aus Kenia und wir hatten uns durch Zufall im Internet kennengelernt. Sie wollte nach Dtl. zum studieren kommen. Bin dann im letzten Frühjahr zu ihr geflogen und wir sind zusammen gekommen. Sie war wie ein Traum für mich und ich hätte damals niemals gedacht, dass das so endet. Ich war mir wirklich sicher, dass ich für diese Frau alles ändern würde und sie hatte wirklich viel Geduld mit mir. Mir fällt es halt schwer mir das zu verzeihen und dran zu glauben, dass ich so eine Chance nochmal bekomme im Leben. Daher ist das nicht so der normale Liebeskummer.
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Kenn ich auch irgendwoher. Die Nummer ist durch, was Dir jetzt hilft ist abstand und den Kontakt komplett abbrechen. Jede kleinste Kontakt verlängert das "Leiden". Aber weißt Du, am Ende war es auch ein Geschenk. Denn Du bist jetzt hier und bereit dir dein Leben zurück zu holen. Ich bin relativ Jung geworden. Mein Vater hat es sogar mit 50 noch vollbracht meine kleine Schwester zu zeugen. Du hast noch Zeit. Aber die läuft Dir ganz sicher weg, wenn Du jetzt nichts änderst.
Ja, hab leider schon Erfahrung mit Liebeskummer. Ich weiß, dass der Kontakt nicht gut ist, aber hab auch schlechte Erfahrungen damit gemacht, wenn wirklich alles vom einen auf den anderen Tag weg ist, ohne weiteren Kontakt. Aber ich versteh wie du es meinst. Ich kann es manchmal so sehen wie du sagst, dass es ein Geschenk war, aber denk mir auch, dass ich es hätte schaffen können, während noch alles gut war. Klar bringt das nichts, aber ist schwer das zu trennen. Positive Gedanken sind grad schwer für mich aufrecht zu erhalten.
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Guten Abend. Hier möchte ich gerne einen Satz einbringen, der mir mal geschrieben wurde.
"Zwei nasse Lappen machen sich nicht trocken".
Direkt mit einer ebenfalls frisch nüchternen anbandeln kann schiefgehen. Beim Rückfall zieht ein Ertrinkender den anderen mit runter.
Wenn beide schon länger stabil sind, hat es z. B. den Vorteil, dass beide nicht trinken und die Trigger des anderen verstehen. Also wäre in diesem Fall, sich Zeit lassen angesagt.
Und an jetzt denken. Dein Plan, dieses Wochenende daheim zu bleiben, finde ich gut. Denn es weihnachtet sehr. Da ist leider Alkohol noch präsenter als sonst.
Ja, war jetzt eher so gedacht, dass ich mich nicht mehr von meinen Gefühlen ablenke und das mal aushalte bis es OK ist. Also auf die Trennung bezogen jetzt. Glaub aber egal was ich mach, das wird mich noch eine Weile beschäftigen.
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Selbsthilfegruppe, Fitnesstudio, Sauna
Ja, ins Fitnessstudio gehe ich. Macht es auch einfacher die Ruhe wieder zu finden durch den Sport. Bin leider nicht sehr talentiert was die Kontaktanbahnung zu anderen Menschen angeht. Je mehr ich drüber nachdenke merke ich, dass ich mich vor Enttäuschungen schützen will. Ich hab meinen besten Freund an Drogen verloren (Überdosis) und auch sonst viele Freunde verloren, weil mein Lebensstil nicht mehr passend war bzw. ich eine Depression hatte über mehrere Jahre, die ich mit dem Alkohol genährt habe.
Andererseits sagen mir die Menschen die ich kenne, dass sie mich schätzen für bestimmte Eigenschaften, aber das kommt in meinem Kopf nicht an. Fühl mich so als ob ich mein Leben verpasst hab und jetzt wo ich es merke, ist es zu spät. Wenn ich mich mit anderen Menschen in meinem Alter vergleiche sehe ich, dass ich an die 15 Jahre geschlafen habe und jetzt da bin wo andere mit 25 sind. Ich weiß, dass man das nicht machen sollte, also sich mit anderen vergleichen, aber realistisch gesehen hab ich mir mein Leben dadurch ziemlich verbaut. Hab auch irgendwie Angst davor jemandem meine Lebensgeschichte zu erzählen, da ich selbst nicht stolz darauf bin und mich dafür irgendwie selbst verachte.
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