Johanna, wie sieht es mit anwaltlicher Beratung aus? Bitte mach das. Es gibt die Möglichkeiten der Wohnungszuweisung, über die Du Dich informieren solltest. Ich will hierzu nicht näher ausführen, da dies kein juristisches Forum ist und Rechtsberatung insoweit auch untersagt ist, aber ich rate Dir zum Fachanwalt für Familienrecht.
Beiträge von Somadi
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Releaseme, vor dem Jugendamt musst Du keine Angst haben. In den meisten Fällen wird dort professionell beraten und unterstützt. Ich sehe in Deinem Fall auch Beratungsbedarf, wenn es möglicherweise zu einer Beeinflussung der Kinder kommt. Es ist wichtig, dass Du darauf adäquat und zum Wohle der Kinder reagierst. Das schafft man nicht intuitiv, sondern benötigt dafür „Coaching“. Entsprechendes bekommst Du beim Jugendamt oder einer Erziehungsberatungsstelle. Hab keine Angst davor.
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Johanna, könnte Dein Bruder nicht dabei sein, wenn Du abfährst und Deinem Mann das sagst?
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Oh nein… was willst Du jetzt tun? Kannst Du Dich wenigstens zurückziehen?
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Arbeit lenkt ab und gibt Struktur. Das wird Dir gut tun. 👍
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Schlaf gut, Sternie.
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Ach, Sternie… Ich verstehe Dich gut.
Vielleicht kannst Du heute einfach noch was schönes machen. Einen Film, den Du magst, oder Musik einschalten. Eine Freundin anrufen oder ein Bad nehmen. -
Hallo Sternie.
Ich fühle mit Dir, weil ich diese Situation kenne. Mein Mann schweigt auch… Ich weiß jedoch, dass er auch deswegen schweigt, weil er mir objektiv Recht geben müsste. Er müsste aussprechen, was er ist, nämlich ein Alkoholiker. Er müsste aussprechen, was er tut, nämlich nicht nur sich selbst, sondern auch mir zu schaden. Das ist sicher ein schwerer Schritt. Genauso schwer, wie der Schritt für uns, für uns selbst Verantwortung zu übernehmen und uns abzugrenzen.
Ich befinde mich auch gerade in diesem Prozess und habe es plötzlich mit Hilfe meiner Mitstreiter und Mitstreiterinnen hier das erste Mal geschafft, mich aus belastenden Situationen rauszunehmen und Verantwortung „abzugeben“. Ich hoffe sehr, dass ich diesen Weg -mag es auch in kleinen Schritten sein- weiter beschreiten kann.
Das wünsche ich Dir auch von Herzen.
Pass auf Dich auf.
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Hallo 123,
danke der Nachfrage. Die Migräne dauert bei mir immer nur einen Tag und danach habe ich noch 1-2 Tage so ein dumpfes Gefühl im Kopf. Das ist aber okay, denn es ist kein Schmerz. Ich war gestern auch arbeiten und durfte feststellen, dass es einigen meiner Kollegen wetterbedingt so ging. Bei uns ist heute Feiertag, was mir ganz recht kommt.
Ansonsten hat sich die Lage wieder beruhigt, kein Alkohol sichtbar und mein Mann seit 2 Tagen auch wieder nüchtern. Ich weiß auch gar nicht, ob er sich am Samstag abgeschossen hat, denn ich bin ja sofort mit der Bitte, mich in Ruhe zu lassen, ins Gästezimmer gegangen, als ich Bier gesehen habe, und habe ihn erst am Sonntag wieder wahrgenommen. Mag sein, dass gar nichts passiert ist, ist mir aber auch egal. Hauptsache, ich erlebe das nicht mit. Ich will auch nicht anfangen, nach Alkoholverstecken zu suchen. Das habe ich nie getan und will es auch nicht tun. Es ist sein Leben. Und ich versuche, mit Eurer Hilfe, mich abzugrenzen. Da wirds noch viele Rück- bzw. Tiefschläge geben, aber ich arbeite dran.
Seit Sonntag ist mein Mann wieder sehr lieb und kümmert sich um mich. Er hat sich auch vorbildlich um den Hund und den Haushalt gekümmert. Natürlich weiß ich, dass das nicht dauerhaft ist. Dennoch kommt mir jede ruhige Phase gelegen.
Heute werde ich einen faulen Tag einlegen. Rumlungern im Jogginganzug. Den Feiertag muss man genießen.
Der Hund ist bei unserer Dog-Sharing-Partnerin, mein Mann arbeitet im Homeoffice und ich bin einfach nur faul.
Jetzt gibt’s erst mal den ersten Kaffee nach der Migräne.
Bis bald.
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Ja, Wichtelmama, ich blieb im Gästezimmer und habe durchgeschlafen bis heute Morgen.
Tatsächlich triggert Stress auch meine Migräne. Das Wetter ist bei uns aber auch perfekt dafür. Kam wohl alles zusammen.
Ich habe bis jetzt auch meine Ruhe und liege im abgedunkelten Zimmer. Da bleib ich auch erst mal.
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Du solltest ihn mal auf Video aufnehmen und wenn er nüchtern ist zeigen. Er wird sich SO erschrecken!! Und das wiederholst du dann. Dann WEIß er was los ist
Nein, so etwas mache ich nicht. Abgesehen davon, dass es eine Straftat ist, ist so etwas unwürdig.
Die Nacht war gut, nur bin ich leider mit schlimmer Migräne aufgewacht. Heute bin ich zu nichts fähig. Voll blöd. Wenigstens ist mein Mann wieder nüchtern und kümmert sich um den Hund. -
Danke, Aurora, ich hoffe, dass das so kommt und ich mich behaupten kann, was meine eigenen Bedürfnisse betrifft. Heute jedenfalls versuche ich, einfach zu schlafen und mir zu denken: „Nicht mein Problem, was da drüben passiert!“ Und kein Besoffener kann mir durch Geschrei oder Geschnarche meinen Schlaf rauben.
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Hallo Ihr Lieben.
Ich muss mich mal wieder melden. Heute war es nach 1,5 Wochen wieder so weit - mein Mann ist betrunken, laut und verletzend. Während ich abends mit dem Hund spazieren war, hat er sich die Kante gegeben. Ich hab mich jetzt im Gästezimmer eingeschlossen und schaue TV. Eigentlich wollte ich sofort wegfahren, wenn es so weit ist, aber es schneit gerade wie verrückt und es ist ziemlich glatt. Das wäre gerade sehr gefährlich und unvernünftig… trotzdem komme ich mir gerade wieder so schwach vor…
Ich sehe es aber als kleinen Schritt, dass ich nicht mehr zu diskutieren versucht habe, sondern mich sofort aus der Situation rausgenommen habe. Ich hoffe, dass er nicht wieder nach mir ruft, wenn er volltrunken in seinem Arbeitszimmer sitzt oder dort am Boden liegt und nicht mehr aufstehen kann. Ich will ihm nicht helfen in seinem Suff, habe aber Angst, dass ich dann Angst bekomme und mein schlechtes Gewissen oder die Angst mich dazu bringt, doch nachzusehen.
Jedenfalls liegen der Hund und ich jetzt ungestört vor dem Fernseher und schauen „unsere“ Serie weiter. Und morgen früh fahren wir erst mal in die kleine Wohnung…Es tut mir leid, dass ich nicht stärker bin…
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Mir geht’s genauso, Gitti.
Melde Dich, wenn Du jemanden zum Reden brauchst. Hier ist eigentlich immer jemand. Mir tut das auch sehr gut, dass immer jemand ansprechbar ist.
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Releaseme, Du brauchst jetzt erst mal einen Anwalt. Fachanwalt für Familienrecht. Du musst jenseits aller Emotionen vorbereitet und aufgeklärt sein. Auch ein Stück der Kommunikation kann der Anwalt für Dich übernehmen.
Rechtliche Beratung ist jetzt ganz, ganz wichtig. -
Puh, das ist teils ja ein ganz schön harscher Ton hier. .....Edit...... Es geht aber auch um gegenseitigen Respekt - insbesondere dafür, dass jeder von uns andere Sichtweisen, Probleme und ein anderes Tempo hat. Und möglicherweise auch ein individuelles Bedürfnis, über bestimmte Themen, die einen beschäftigen, ausführlicher zu reden. Auch wenn es andere gar nicht interessiert, sollte man dennoch versuchen, das Bedürfnis des Betroffenen zu akzeptieren. Dass das hier so wäre, sehe ich leider gerade gar nicht. Das betrifft aber nicht nur die Geschehnisse in diesem Faden.
So eine Diskussion möchte ich nicht. Ich klinke mich daher erst mal einige Tage aus.
Jump!, Dir möchte ich aber danken für Deine Empathie, die Du mir in meinem Faden entgegengebracht hast. Ich verstehe auch völlig, was Du hier in Deinem Faden geschrieben hast… der Ton Dir gegenüber war aus meiner Sicht nicht in Ordnung.
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Hallo Du Liebe.
Ich fühle mit Dir, aber vielleicht ist das jetzt Deine Chance auf ein glückliches und befreites Leben.
Eins möchte ich Dir aber dringend ans Herz legen. Mach schnell einen Termin bei einem Anwalt. Es sollte ein Fachanwalt für Familienrecht sein. Dieser berät Dich und wird die Korrespondenz mit der Seite Deines Mannes übernehmen.
Lass Deine Kinder zur Ruhe kommen und pass auf, dass Dein Großer nicht denkt, er müsste jetzt Verantwortung übernehmen. Deine Schilderung seiner Worte hat mich gerade etwas erschreckt.
Alles Liebe.
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Hallo Ihr Lieben.
Danke für Eure motivierenden Worte.
Silvester verlief trocken und harmonisch. Wir sind daheim geblieben, was gut war, weil ich meinen Hund nicht zu meinen Eltern bringen wollte. Das war auch wichtig, denn er hatte arge Angst und wir haben ihn gemeinsam festgehalten und beruhigt und dabei ein Sherlock-Holmes-Hörspiel aus den 60er-Jahren gehört.
Dabei kam dann die Feststellung: „Du verlässt mich, wenn ich wieder trinke, nicht wahr?“ Ich habe gesagt, dass das stimmt, aber er es in der Hand hat. Ich werde zudem auch immer aus der Wohnung gehen, wenn da nur eine Flasche Bier steht. Und alkoholfrei zählt nicht. Zwar hat er dazu nur genickt und gefragt, ob Redbull okay sei, aber es war das erste Mal, dass er überhaupt was in diese Richtung gesagt hat. Es arbeitet in ihm. Weihnachten war einfach zu heftig…
Seit einer Woche ist also alles in Ordnung, auch wenn ich nicht glaube, dass es das so einfach war, aber ich habe fest vor, meine Strategie durchzuziehen.
Schwer fällt mir nur, meinen Plan umzusetzen, mit meiner Schwester zu reden. Der erste Anlauf ist gescheitert, ich hab kalte Füße bekommen und es mir selbst schön geredet, indem ich mir sagte, das mache man ja nicht am Telefon… Aber ich versuche es wieder…
Jetzt mache ich meinen Jungs mal ein Frühstück. Hab beim ersten Gassigehen frische Brötchen ergattert.
Euch allen wünsche ich ein gesundes, glückliches und zufriedenes neues Jahr 2026.