Vorstellung Micha (Quartalstrinker)

  • Mir geht es heute ganz gut. Habe mich wieder aufgerafft von dem ganzen. Und auch das Forum hier macht mir Mut.


    Heute ist Tag 19 ohne Gift.

    Alkohol löst Partnerschaften, Finanzen, den Arbeitsplatz, die Fahrerlaubnis auf...nur Probleme löst er nicht...

  • War heute beim meiner örtlichen SHG. Die Hälfte der Leute kennt mich noch von früher. Würde sehr herzlich aufgenommen. Hat mir gefallen und werde mich da wieder beteiligen.

    Alkohol löst Partnerschaften, Finanzen, den Arbeitsplatz, die Fahrerlaubnis auf...nur Probleme löst er nicht...

  • Vielleicht eine Idee wie ich es hinkriege auch aus unerwarteten Situationen heile rauszukommen ? Die beiden letzten Rückfälle war ich alleine (mußte mich quasi vor meinem verantworten) und es waren Situationen auf die ich nicht vorbereitet war (Sektglas in die Hand gedrückt bekommen auf einem Schiff und Kleiner Schluck in der Post). ?

    Alkohol löst Partnerschaften, Finanzen, den Arbeitsplatz, die Fahrerlaubnis auf...nur Probleme löst er nicht...

  • Alkohol ist ein Nervengift, weswegen solltest Du Dir das antun und Alkohol trinken?

    Wenn Du es so siehst, wird es bestimmt leichter für Dich, solche Situationen zu meistern, ohne zu trinken.

    Ein Glas kannst Du von vornherein ablehnen und "Geschenke" in den Müll werfen.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Da ich den Alkohol und Drogen auch nicht kontrollieren kann, ist das erste Glas der Anfang vom Ende. Habe kein Ende gefunden, immer soviel das viel Scheiße passiert ist in allen Bereichen! Dachte das wäre normal oder es ist halt so bei mir. Nein, es ist ein Teil der Sucht dieser kontrollverlust.

    Lasse ich das erste Glas stehen ist alles super.

    Grundbausteine, HALT, Notfallkoffer sind sehr sehr wichtig.Seit ich das anwende hat sich etwas verändert.

    Bin ca. 3 Monate trocken, zähle es nicht mehr wie früher, da mein Saufhirn dann sagt du hast sooooooo lange nicht mehr, 1 Mal kannst du wieder etc., hast du dir verdient.

    War schon 5,4,3,2,1 Monate abstinent. Hoffe jetzt für immer. Ich gebe mein bestes

    Heute trinke ich nicht

  • Bin ca. 3 Monate trocken, zähle es nicht mehr wie früher, da mein Saufhirn dann sagt du hast sooooooo lange nicht mehr, 1 Mal kannst du wieder etc., hast du dir verdient.

    War schon 5,4,3,2,1 Monate abstinent. Hoffe jetzt für immer. Ich gebe mein bestes

    Vielleicht tatsächlich ein guter Ansatz nicht die Tage zu zählen - so mache ich es. Ist ja irgendwo Quatsch, wenn man für immer aufhören möchte.

    Alkohol löst Partnerschaften, Finanzen, den Arbeitsplatz, die Fahrerlaubnis auf...nur Probleme löst er nicht...

  • Servsus Micha,

    auf solche unerwarteten Situationen kann man sich nie zu 100 % „perfekt“ vorbereiten. Deshalb habe ich meine Krankheit damals auch nicht wissenschaftlich seziert oder daraus eine Strategie-Doktorarbeit gemacht. Ich habe einfach die Arschbacken zusammengebissen und im ersten Jahr konsequent auf Risikominimierung gesetzt.

    Es gibt aus meiner Sicht nicht die eine Strategie, die einen trocken hält. Oft ist es sogar genau die Strategie, die einen irgendwann wieder saufen lässt. Warum? Weil das Suchthirn anders funktioniert. Es kann aus allem einen Anlass zum Saufen bauen.

    Und genau deshalb war für mich erstmal die pragmatische Hilfe wichtig. Nicht endloses Kopfkino, keine Dauer-Ursachenforschung und keine Crime-Story über mein ganzes Leben.

    Gefühle und Emotionen gehören natürlich dazu. Aber wenn das Suchthirn aktiv ist, kann es selbst daraus wieder Saufdruck und Rechtfertigungen basteln. Genau das ist ja das Problem bei der Suchtkrankheit.

    Deshalb hieß es für mich am Anfang erstmal. Diät halten und die Saufgedanken abspecken lassen.;)

    Mein Fundament im ersten Jahr war simpel und klar. Zuhause wie draußen ein alkoholfreies Umfeld. Nicht freiwillig in Richtung Alkohol marschieren. Und wenn Alkohol Thema oder präsent war: Abstand, weggehen, raus aus der Situation.

    Ohne dieses Fundament hätte bei mir keine „Strategie“ der Welt funktioniert.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Danke. Ich bleibe am Ball. Später bin ich arbeiten. Überlege ob ich rausgehen soll, aber warum sollte ich mich da triggern lassen von den Vatertagsgesellen heute. Vielleicht morgen besser. Heute lese ich noch etwas hier im Forum.

    Alkohol löst Partnerschaften, Finanzen, den Arbeitsplatz, die Fahrerlaubnis auf...nur Probleme löst er nicht...

  • Hallo Hope,

    Du machst das gut, finde ich!! Höre auch Deine innere Stimme. Wenn die Dich warnt und Du Dich eventuell getriggert fühlst von den Vatertagsschnapsdrosseln, würde ich das lassen. Ich bin in den letzten Wochen auch nur zu ausgewählten Einladungen gegangen und habe manche auch ausgeschlagen wo ich ahnte, dass die mir nicht guttun. Nach wie vor viel Kraft aber auch Lebensfreude wünsche ich Dir, denn das nüchterne Leben ist viel schöner.

  • Überlege ob ich rausgehen soll, aber warum sollte ich mich da triggern lassen von den Vatertagsgesellen heute.

    Genau richtig! ich wurde gestern nicht mal getriggert und trotzdem hat mein Saufhirn praktisch den ganzen Tag gedacht, Saufen saufen. Heute trinken alle und du nicht!!! Selbst Hartmuts Tipp- sehe es als einen normalen Tag hat nicht wirklich was gebracht, ich war erstaunt.

    Froh das der Tag vorbei ist- ich bin trocken, das freut mich sehr!!

    Heute trinke ich nicht

  • Böse Falle…hast Du es als Neid empfunden?

    Ich denke Ich nicht. Ich will nicht Saufen, ich bin doch trocken. Es lohnt sich NIE. Und die ganzen negativen Folgen. Wieder von vorne. Von daher NEIN.

    Mein Saufhirn auf jeden Fall. Es nimmt doch alles zum Anlass. Das ist doch das einzige was es will

    Heute trinke ich nicht

  • Auch Gedanken können triggern. Es sollte dir egal sein, wer wann wo und aus welchem Anlass trinkt. Zuhause sitzen und darauf warten, dass ein Tag vorbei geht, ist ja nicht Sinn einer zufriedenen Abstinenz oder wie siehst du das?

  • Wie gesagt, mir ist es egal. Ich will davon nichts wissen. Sonst würde ich ja nicht größtmöglichen Anstand zum Alk halten. Aber meinem Saufhirn ist es nicht egal.

    Ich habe nicht gewartet das der Tag vorbei geht. Ich habe schöne Sachen für mich gemacht. Ich war nur froh das der Tag vorbei ist.

    Heute trinke ich nicht

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