Habe vorhin meinen alten Thread entdeckt, den ich geschrieben habe, als ich 4 1/2 Jahre trocken war.
Alles war so positiv - und jetzt sitze ich hier, und weiß nicht so recht, was ich mit mir anfangen soll.
Tue ich mir leid, weil es nun sooooo offensichtlich ist, dass nie und nimmermehr kontrolliertes Trinken möglich ist?
Nie hätte ich in meiner trockenen Zeit gedacht, dass ich nocheinmal dorthin komme, wo ich jetzt bin!
Ich bin älter geworden und der Körper macht nicht mehr so mit, wie ich es gerne möchte. Habe inzwischen begonnen, leicht zu sporteln -mit meiner Wirbelsäulenversteifung ist es echt mühsam. Ich will am Ball bleiben.
Mir macht momentan nichts Freude - alles ist mühsam.
Normalerweise sitze ich stundenlang in der Natur - nur bei demDauerregen macht es wirklich keinen Spaß.
Habe ein großes Puzzle vor mir liegen- kann mich nicht so richtig konzentrieren.
Obwohl ich weiß, dass ein Schluck zu viel ist, habe ich Suchtdruck. Das alkoholfreie Zuhause ist ein MUSS!
Ich hoffe von Tag zu Tag, dass der Suchtdruck nachlässt. Nach 16 Tagen ist es noch nicht soweit.
Lese viel im Forum- sehe auch, dass viele relativ schnell wieder abtauchen.
Vielleicht ist es ein gutes Zeichen, dass bei mir von Anfangseuphorie keine Rede ist. Ich weiß der Weg ist steinig mit vielen Stolperfallen.