Beiträge von Steevie

    Gestern war echt seltsam!
    Wir sitzen zusammen im Garten, alles schön und entspannt. Dann geht mein Freund rein und sagt, er kümmert sich mal um die Gurken(wir haben viele Gurken angepflanzt und die legen wir auch selber ein…) Aber ich kann ja in Ruhe bleiben! (Habe meine Nägel gemacht).
    Ich bin also entspannt.
    Danach bin ich reingegangen, habe ein kleines Training gemacht. Das ganze hat ungefähr 1h gedauert.
    Als mein Freund dann zu mir kam, sagte ich: das hat jetzt etwas länger gedauert bei mir, hättest du Hilfe gebraucht?

    Dann habe ich gemerkt wie total seine Stimmung gekippt ist… er war voll abweisend und ist dann wieder gegangen.
    Ich bin zu ihm gegangen und frag was los ist.
    Er ist dann aggressiv und laut geworden, und meinte dass er ja meine Hilfe gebraucht hätte … usw.
    Ich habe dann ganz aus dem Affekt( etwas zickig )reagiert und gesagt, dass es für ihn okay war und er mir jetzt nicht vorhalten soll dass ich nicht ihm geholfen habe! (Bei Dingen, die alleine eigentlich in 20 Minuten erledigt sind!) keine Ahnung, was er 1h gemacht hat..egal

    Jedenfalls gab es an dem Tag noch zweimal solche Situationen, in denen er mich oder die Situation ganz falsch wahrgenommen oder beurteilt hat.
    Ich sei zu sensibel und ich soll aufhören… Ich schau komisch…

    (Wie ihr euch wahrscheinlich denken könnt, hat sich nichts an seinen Trinkmengen oder Einstellung verändert. Ich bin mir auch garnicht sicher, ob er sich an seine Aussagen über seinen Konsum überhaupt erinnert(obwohl er eigentlich recht nüchtern war…)

    Solche Situationen gab es in der Vergangenheit auch schon, da habe ich aber sehr an meiner eigenen Wahrnehmung gezweifelt!
    Im Nachhinein frage ich mich, ob ich mir das immer einreden lassen habe…

    Es kommt mir manchmal schon vor, als ob er einen Streit künstlich erstellt..

    mittlerweile glaube ich, dass eher er mich verlassen würde, weil ich ihm indirekt sein Problem vorzeige, indem ich nicht mehr trinke.. als dass ich ihn verlassen würde, weil er trinkt.

    (Sorry für das lange Geschreibe.. musste ich los werden…)

    Heute war nichts besonders auffällig. Aber ich musste mich heute eh nicht soviel mit dem Thema auseinandersetzen. Liege mit Sommerlicher Grippe heute flach. (Gedankenkreisen kommen trotzdem leider)


    Ansonsten bin ich alkoholfrei! Tag 17.

    Ich selbst merke ja auch das ein Wunsch oder Versuch des ‚reduzierens‘ nicht geht! Selbst wenn Trinkpausen bei mir auch schon mal länger gehen, jedes Mal wenn ich doch wieder getrunken habe, und wenn es nur ein Glas oder ein Schnaps war etc. , löst es bei mir was aus. Deshalb: Nur noch völlige Abstinenz für mich.

    Und ja, mein Partner ist glaube ich auch, selbst wenn er es ernst meint und sich es wünscht , noch nicht soweit.
    Er äußerte auch den Wunsch, dass er wenn er vom täglichen Trinken wegkommt, trotzdem irgendwann am Abend oder zu anlässen mal was trinken will. Dann halt nur ein Bier…
    Naja, wenn ich es schreibe merke ich es schon selber…

    Es zeigt ja auch, dass er nach dem Gespräch wieder Alkohol getrunken hat. Da ist dann die Menge unerheblich. Er trinkt und hört nicht auf, wie er es sich vorgenommen hat.

    Er ist ganz klar Alkoholiker! Das weiß ich. Das weiß er.
    Aber muss nach der Einsicht sofortige Abstinenz sein, sonst klappt es nicht? Ich habe auch erstmal die Trinkmenge reduziert, sonst wäre es doch ein kalter Entzug! (?)

    Spielchen wie lass uns zusammen aufhören würde ich gar nicht mitmachen, denn was ist wenn einer rückfällig wird. Dann ist der Pakt gebrochen und der andere sehr gefährdet. Oder man unterstellt sich gegenseitig dauernd etwas und kontrolliert.

    Das denke ich mir eben auch… :/
    Ich bleibe aufjeden Fall bei mir, auf mich konzentrieren( sowie die letzten Wochen, das hat für mich gut geklappt!)
    Wenn er nur den Gedanken hat wegen mir, dann wird es für ihn nicht so einfach(ist es ja sowieso schon nicht!)und ich denke die jahrelange Routine nur mit Alkohol den Tag zu bestehen, kann nicht so schnell weggehen…
    Deshalb kann ich mich glaub ich auch nicht so freuen darüber.

    Ich bin ein anderer Mensch und hab mein Leben komplett geändert und das ohne Rücksicht auf meinen Mann welcher nasser Alkoholiker ist.

    wie hast du dein Leben komplett geändert, währen dein Mann noch weiterhin trinkt?

    Liebe Grüße an dich Lebensmut74

    Sollte ich denn garnichts zu seinem Versuch kommentieren? Oder sollte ich ihm zumindest Tipps geben, die vielleicht für ihn funktionieren könnten?

    So, gestern habe ich nochmal gesagt, wie ernst es mir ist keinen Alkohol mehr zu trinken.
    Mein Partner hat verstanden. Er akzeptiert meine Entscheidung und bewundert es. Dazu will er auch mitziehen. Es steht ja schon länger im Raum. Nachdem ich meinen Alkoholkonsum reduziert habe, habe ich ihn ja schon öfter darauf angesprochen, was aber meistens immer in Diskussionen und Streit endete. Diesmal war es anders.

    Mein Partner und ich haben uns sehr lange unterhalten, ich habe diesmal wirklich ausführlich über mich und mein Problem gesprochen. Dass ich süchtig bin, keine Kontrolle mehr übers Trinken habe und die auch niemehr erlangen werde. (Mich als Alkoholikerin bezeichnet, habe ich jedoch nicht, wollte nicht dass das Wort ihn abschreckt…)
    Wir haben auch darüber gesprochen, wie es dazu kam dass es so ausgeartet ist.
    Er hat gesagt, wie sehr er es bedauert nicht früher schon sich damit auseinandergesetzt zuhaben. Er wollte sich nicht die Zeit nehmen, da er ja weiterfunktionieren musste/wollte, etc.

    Es sagte auch, dass er nicht mehr kann und er das jetzt unbedingt verändern will/muss. Und er weiß, dass es schon längst überfällig ist. Wegen der Gesundheit, dem Schlaf, der Haut , dem Wohlbefinden und wegen/für mich auch…aber vorallem die Gesundheit.
    Ich glaube ihm auch…aber irgendwie kann ich mich nicht so richtig darüber freuen. Ich will mir keine Hoffnungen machen, die sich vielleicht doch nicht erfüllen. Ich muss einfach sehen , dass er es auch ernst meint.
    Meine Abstinenz steht für mich definitiv trotzdem im Vordergrund! Das wäre aber natürlich ein Bonus, wenn mein Partner auch zurück zu seiner persönlichen Freiheit von Alkohol kommt!

    Heute hat er zumindestens 4 Bier innerhalb von 10h getrunken, anstatt 8 Bier in 6h…
    Hhmm …abwarten…

    Was meint ihr dazu??

    Wir haben viel Minze im Garten und gestern meinte ich, wir könnten den Rest ja mal wegmachen… es ist nur noch einwenig von einer Sorte da.
    Mein Partner meinte dann , dass wir einen weißen Rum kaufen für Mojito. Ich sagte gleich, dass ich keinen Rum will. Ich kann ihn mit Wasser oder was anderem Trinken!
    Dann habe ich auch nach Ersatz im Internet geschaut.
    Ihm nochmal gesagt, dass ich was anderes als Rum will. Keinen Alkohol. Oder einfach nur Sprudelwasser!

    Naja, und dann hat er mich gefragt, ob ich jetzt nie mehr Alkohol trinke… ich sagte ihm nochmal: Ich will keinen Alkohol , ich kann es nicht, nicht damit umgehen und dass ich dann auch nicht mehr aufhören kann. Mir geht es so gut ohne!

    Da habe ich schon gemerkt, dass ihm das nicht so schmeckt. Er fragte nochmal, ob ich nie mehr mit ihm jemals was trinken werde. Ich sagte wieder Nein, ich möchte das nicht mehr, …

    Und ich meinte auch zu ihm, es soll kein Grund zum streiten sein, dass ich nichts trinke! Er stimmte mir zu und ich hatte echt den Eindruck, dass er es akzeptiert und verstanden hat.

    Wir sind dann zum Einkaufen gefahren. Er hat keinen Rum gekauft.

    Zuhause habe ich mich bei ihm entschuldigt, dass ich das Thema nicht vorher schon klarer ausgedrückt habe.

    Dann sagte er: Ach Schmarrn! Du trinkst mit, wenn ich einen Drink mach. Das machen wir ja nur einmal und nicht am nächsten Tag sofort wieder.
    Ich hatte dann auch keine Lust mehr auf das Thema weiter einzugehen…(habe mir aber den ganzen Tag noch Gedanken gemacht, wie ich es ihm endlich klar machen kann!-??)

    Heute will ich unbedingt nochmal ganz klar sagen, dass ich das Ernst meine und nichts mehr trinken werde, weil es mich kaputt macht!!! Ich will auch wirklich nicht jedes Mal so eine Art von Gespräch führen oder immer wieder ablehnen. Das muss aufhören.
    Er merkt ja selber dass es gut ist und es mir besser geht! Und das überhaupt alles besser funktioniert! (Oder merk nur ich das?!)

    Mal sehen…

    Die HALT-Regeln beachte ich möglichst! Auch für das allgemeine Wohlbefinden.

    Meinem Partner mache ich auch immer wieder (wenn es darauf ankommt) klar, dass ich keinen Alkohol trinken will, es nicht kann weil ich sonst wieder drin bin und es mir ohne so richtig gut geht! Weil das tut es wirklich.

    Ansonsten weiß ich nicht,
    wie oder was ich ändern kann, um das ich es endlich schaffe! Endgültig.
    Ich weiß nur, dass ich nie sicher sein werde.. das wird immer ein Thema bleiben, so wie ich es auch hier im Forum lese…

    Ja das stimmt, es sind Trinkpausen…

    Es ist mir sehr ernst abstinent zu sein und auch endlich mal zu bleiben!
    Die letzten 2-3 Jahre , also seit dem ich NICHT MEHR TÄGLICH trinke, war es mir tatsächlich nicht so ernst, ich war der Meinung, ich könnte damit umgehen und wenn ich ‚gefestigt bin‘ , kann ich auch ‚normal‘ mit Alkohol umgehen… Ich war zu sicher und zu übermütig, da ich es ja schaffte nicht täglich zu trinken. Manchmal kam mir das ganze auch wie eine Obsession vor, nicht zu trinken…Das war nicht die richtige Einstellung!!!

    Aber egal wie lange die Pausen gingen, die Konsequenzen waren immer da: Streit mit Partner wegen Stimmungsschwankungen, schlechter Schlaf, keine regelmäßigen Mahlzeiten, meine Aufgaben kann ich nicht erledigen, deshalb bin ich total unzufrieden usw…und die Person, die ich dann bin, mag ich überhaupt nicht!

    Ich will das nicht mehr! Nie mehr!

    Ich komm mir selbst schon unglaubwürdig vor! Aber ich will nicht aufgeben.

    Auch wenn es anonym ist, wollte ich mich nicht mit Vorwürfen auseinandersetzen, es war mir peinlich und ich hatte das Gefühl, dass es respektlos ist gegenüber allen anderen hier, die es so erfolgreich schaffen…

    Aber ich will hier wieder regelmäßig lesen und schreiben

    Status-Update:

    Im Mai habe ich mich aus den Augen verloren…
    13 Tage Alkohol getrunken, die letzten 2 Maiwochen haben sich angefühlt, als ob nichts passiert wäre; keine Entwicklung; total im Sog der Sucht gefangen! 5 von 7 Tagen in der Woche Alkohol getrunken…

    Im Juni waren es noch 7 Tage mit Alkohol; den Monat habe ich erstmal gebraucht um körperlich und geistig in die richtige Richtung wieder zu kommen…
    13.06.-23.06. kein Alkohol
    24.+25.06. : nicht viel, aber Alkohol!

    Ab dem 26.06. wieder Alkoholfrei!

    Aber keine Euphorie oder Freude darüber…
    Es ist mir so peinlich und ich schäme mich über meinen Übermut und das ich gedacht habe, mir kann nichts passieren und ich habe es ‚verrissen‘.. usw.(#Bullsh🤬)


    (Früher habe ich mir immer gedacht: Man muss ja nicht KOMPLETT auf Alkohol verzichten, wenn man ‚trockener Alkoholiker ist… Als ob ein Tropfen gleich jemanden zur Flasche greifen lässt.. und so weiter..
    HAHA.. es ist nicht der Tropfen, sondern die Einstellung zum Thema..)

    Ich habe Angst davor, wie es weitergeht… und ich weiß , nur ich kann die Verantwortung für mich übernehmen… kein anderer ist daran schuld, wenn ich trinke… aber ich habe so Angst , dass ich durch äußere Umstände zu schwach bin.

    Im Moment kann ich nur eines machen:
    Keinen Alkohol trinken!!!

    Hallo, was ich hier lese kenne ich.
    Mein Freund ist Alkoholiker. Er trinkt täglich zwischen 6 und 8 Bier. An extremen Tagen manchmal auch 10 Flaschen. ( Wie bei MoniSi auch zuhause) Er hat seit bestimmt über 6 Jahren keinen komplett nüchternen Tag mehr verbracht.
    Ich habe auch schon versucht ihm einzureden er solle sich ein Limit setzten , er selbst hat es sich auch schon vorgenommen. Alles erfolglos.
    Ich weiß auch, dass ich ihn nicht überreden kann, nicht kontrollieren kann oder irgendwas.
    Das Gefühl von Hilflosigkeit bzw. Hoffnungslosigkeit ist schrecklich.
    Wenn mein Freund zu laut oder aggressiv wird, und ich es noch rechtzeitig erkenne bevor es eskaliert, versuche ich mich mit der Stimmung nicht mitreißen zu lassen und gelassen ruhig zu bleiben im Gespräch . Manchmal kommt er dann selber etwas runter.
    Leider kann ich bis jetzt auch nicht wirklich Tipps geben , sondern bin hier eher auch auf der Suche nach Hilfe…

    „Vorteil“ ist echt schlecht ausgedrückt!!
    Ich meine nur, dass das Bier bei mir nichts auslöst…

    Mhmm…

    Ich weiß auch, dass ich mich in einer echt schwierigen Lage befinde, es ist auch nicht immer leicht, aber da geht es tatsächlich eher um Situationen beim Einkaufen, wenn ich an den Alkoholregalen vorbeilaufe ( immer steht der Alkohol da wo man zwangsläufig langläuft; wer kommt auf sowas!?)

    Hallo Stern

    Es ist ein bisschen Zeit vergangen…und es ist für mich nicht wirklich entspannt.

    Die ersten Tage konnte ich das alles gut ausblenden. Ich habe nicht darauf geachtet wieviel er trinkt. Das er trinkt weiß ich ja sowieso. (…) Mein Partner hat mir auch nichts mehr angeboten oder ähnliches.

    Mit dem ‚Wollen‘ ist das so eine Sache bei der Alkoholsucht. Da geht es nicht mehr um ‚wollen‘.
    ‘Gewollt‘ habe ich so viele Jahre…. Erst, als ich akzeptiert habe, dass ich als Alkoholiker keinen Alkohol mehr trinken kann, konnte ich endlich aufhören mit dem Alkohol.

    Da hast du echt total recht!!!
    Das habe ich nun für mich endlich auch begriffen, dass ich keinen Alkohol trinken ‚kann‘!


    Aufjeden Fall waren die kreisenden Gedanken um seinen Konsum die letzten Tage wieder sehr präsent . Ist ja auch klar, wenn ich jeden Tag am immer leerer werdenden Bierkasten vorbeilaufe.

    (Ich habe kein Bedürftnis nach Alkohol! Und die Tage, an denen ich Bier getrunken habe ist schon lange her, in den letzten Jahren bin ich auf Sekt umgestiegen, deshalb ist das Bier kein Trigger für mich! Beim Geruch vergeht es mir schon. Da habe ich zum Glück ein Vorteil was eben meine Trockenheit angeht, bzw. Beeinflusst mich das Bier zuhause zuhaben nicht. )

    Aber es ist irgendwie genauso anstrengend so zu tun als ob mir es nichts ausmacht , wie darauf aktiv zu achten, wie viel er trinkt.
    Jetzt hoffe ich eher wieder, dass er selbst darauf kommt, weil ich ja nichts beeinflussen kann. ..und weiß gleichzeitig das der Gedanke mir auch nichts bringt.

    …keine Ahnung!..

    Was ist denn deine Konsequenz, sollte er dir doch noch mal Alkohol anbieten? Hast du da eine klare Vorstellung?

    Ich habe keine klare Vorstellung! Hast du oder jemand da eine Idee oder Tipps für mich?

    Liebe Grüße und danke fürs lesen 😌

    Huhu, brauchst du so dringend ein Auto? Du arbeitest doch sogar von Zuhause.

    Ich habe meines vor einem dreiviertel Jahr verkauft. Spart ne Menge Geld. Meine Bahnanbindung ist aber recht gut. Und mit dem Fahrrad ist es nicht weit zum Einkaufen.

    Die regelmäßige Notwendigkeit besteht tatsächlich nicht, aber es ist so, dass ich in Situationen , wo es doch nötig wird dann auch fahren kann…( Notfall.., oder wirklich mal zum einkaufen, oder für mich selber mal wohin fahren) Wir wohnen ländlich und da gibt es keine Öffis. Ich glaube das Autofahren würde mich einfach an sich stärken.

    Aber du hast recht Alex_aufdemweg ! Das ist erstmal nicht so wichtig wie meine dauerhafte Abstinenz! ☺️

    Ich habe nun über das Wochenende in Ruhe mit meinem Freund sprechen können. Es hat sich in einem Gespräch sehr gut ergeben und garnicht schlimm, wie in meiner Vorstellung!

    Ich habe ausdrücklich gesagt, dass ich keinen Alkohol mehr trinken mag und ihn auch gebeten mir nichts anzubieten und ihm auch erklärt, dass ich mit Alkohol einfach nicht umgehen kann! Er hat dem sogar zugestimmt! Er selbst sagte, dass es für ihn jeden Tag ein Kampf ist…

    Es ist vorerst klargelegt und wenn nötig werde ich es auch wiederholen zu sagen!

    Wir haben uns geeinigt: wenn er es respektiert, dass ich keinen Alkohol trinke werde ich zu seiner Trinkerei auch nichts mehr sagen.
    Das hat die Situation sehr entspannt.
    Mal sehen, wie es weiter geht.

    Hallo Kazik ,

    Ja , das werden wahrscheinlich sehr viele sehen wie du. Und ich verstehe es auch, das dass für meine Abstinenz das richtige wäre und auch wichtig wäre .

    Das könnte ich tun, wenn ich vorher schon ein Selbstständiges Leben geführt hätte.
    Es ist jedoch nicht so einfach.
    Um es kurz zu erklären: ich bin mit 16 Jahren mit meinem Freund zusammengekommen ; das sind nun 13 Jahre. Meine Eltern haben mich rausgeworfen, weil ihnen (vorallem meiner Mutter) das nicht gepasst hat.(Die ersten Jahre waren überhaupt keine Drogen oder Alkohol im Spiel) Also habe ich bei meinem Freund und seinen Eltern gewohnt.
    Nachdem ich meine Ausbildung gemacht habe , habe ich auch den Führerschein gemacht. Danach hat sich das mit dem Alkohol aber immer mehr eingeschlichen. Somit bin ich bis jetzt insgesamt gerademal 3x circa im Auto gesessen, ganz kurze Strecken gefahren , und das auch mehr schlecht als recht.
    Naja, das ist auch ein Thema , was ich noch nachholen muss.(wahrscheinlich nochmal Fahrstunden nehmen) aber das ist ein anderes Thema. Aber soviel zur Selbstständigkeit… 😣

    Wahrscheinlich würden viele denken, dass ich total abhängig bin von dieser Beziehung. Was vielleicht auch so ist, aber selbst wenn das nicht da wäre, würde ich mich wahrscheinlich nicht trennen, selbst wenn es ‚nur‘ räumlich ist…

    In dem Haus in dem wir wohnen/welches wir ausbauen, wohnen wir mit seinen Eltern zusammen, aber in getrennten Wohnungen.
    Seine Mutter besorgt ihm immer die Kästen Bier. Das macht mich echt wütend! (…)Ich habe sie auch schonmal gebeten kein Bier mehr zu kaufen, weil ich finde das muss er schon selber, wenn er es braucht, dann würde er vielleicht auch merken wieviel er trinkt.
    Aber sie kauft fleißig weiter sein Bier. Wie soll ich damit umgehen?!

    Mir ist durch das Schreiben hier aufgefallen, dass ich ganz dringend mit meinem Partner nochmal sprechen muss. Ich muss ganz klar sagen, dass ich nichts mehr trinken will! Dafür werde ich ihn auch nicht mehr kontrollieren.
    Ich glaube aus falscher Vorstellung und Angst vor seiner Reaktion habe ich es immer vermieden Klartext zusprechen und aus Vermeidung, eher ihn dazu bringen zu wollen aufzuhören.

    Und auf die Frage von Rennschnecke

    Muss er denn gar nicht arbeiten gehen? Und seine Versuche, Dich wieder zum Trinken zu animieren ...

    Wir arbeiten beide von Zuhause aus und sind in der Zeiteinteilung ziemlich flexibel…wahrscheinlich auch einer der Gründe warum das soweit ging mit der Sauferei…

    Also er zwingt mich ja nicht oder so zum Trinken, ich denke ich habe wirklich noch nicht richtig mein Problem/oder meinen Plan kommuniziert…(wie Hera schrieb)

    Hallo liebe Leute!
    Vielen Dank erstmal für die Feedbacks und das Interesse!

    Das stimmt natürlich, dass die Vorraussetzungen für mich mehr als schlecht sind für eine Abstinenz.
    Jedoch würde ich meinen Partner nie wegen seiner Trinkerei verlassen. Er ist für mich ja nicht nur ‚der Alkoholiker‘.
    Und weil ich das Gefühl selber ja auch kenne würde ich ihn nie im Stich lassen. Ich will da sein wenn er meine Unterstützung braucht und möchte.

    Wenn ich nichts trinke streiten wir selten, und wenn sind es Kleinigkeiten (wahrscheinlich wie in jeder anderen Beziehung ;)
    Höchstens wenn ich ihn immer wieder auf den Konsum anspreche oder Andeutungen zum Thema mache usw…

    Nach dem lesen, auch von anderen Beiträgen,
    denke ich, ist es am Besten, wenn ich mich wirklich auf mich konzentriere. Ich möchte nichtmehr ihn kontrollieren oder versuchen zu überreden, denn das klappt nicht.
    Wenn ich mit ihm über das Thema spreche, werde ich in Zukunft nur noch von MIR sprechen.
    Es sollte normalerweise ja auch kein Streitthema sein, wenn ich nichts trinke…

    ….

    Ich machte ihm im Laufe der ersten Zeit klar, dass ich keinen Alkohol mehr trinken dürfe, da ich ansonsten sofort wieder im alten Alkoholkonsum sei,

    ….. aber vielleicht kannst du ihn zumindest für deine Alkoholsucht sensibilisieren, dass er wenigstens seine Fragen unterlässt.


    Ich denke, dass ist ein guter Ansatz, den ich (diesmal) ernsthaft ansprechen werde! Danke Kyra !

    Das kann man so nicht pauschal sagen aber es gibt grundlegende Spielregeln. Ich bin seit fast 9 Monaten trocken und mein Mann ist Alkoholiker. Bei uns ist es aber so, dass mein Mann stolz auf meine Abstinenz ist und mich niemals an meinem eingeschlagenen Weg hindern würde.


    Das macht mir Mut 😉 ! Das nehme ich jetzt mal als Vorbild.


    Ich werde weiter auf mich acht geben!
    Es tut aufjeden Fall gut hier im Forum zu schreiben! So kann ich meine Situation viel besser reflektieren, gerade weil ich sonst keinen hab, mit dem ich darüber sprechen kann.
    Kennen einige bestimmt.

    So habe ich das ehrlich gesagt noch nie formuliert.
    Er weiß, dass der Konsum..auch von ihm kritisch ist (bei ihm vorallem körperlich), aber wenn ich das Thema ‚Alkoholproblem/Alkoholsucht/Alkoholiker‘ anspreche, tut er es eher ab, für ihn ist der Gedanke unausstehlich und lächerlich, dass ich oder er als Alkoholiker gelten. (Ich glaube er versteht die allgemeine Definition davon nicht) Ich würde gern viel mehr mit Ihm sprechen darüber, aber z.B. wenn ich nur sage, dass er weniger trinken könnte (weil er schlecht schläft oder Muskelschmerzen hat), ist das gleich ein Streitpunkt.
    Sorry, ich schreibe hier mehr über meinen Partner, als über mich… Aber das beschäftigt mich gerade sehr…