Beiträge von Steevie

    Heute“ war ja am Anfang nur der Zeitraum, den ich tatsächlich beeinflussen konnte. Mal so gesagt: Morgen kann ich heute sowieso nicht trocken bleiben. Wenn morgen da ist, ist es wieder heute. Das Suchthirn bekommt damit keinen späteren Termin im Kalender, sondern jeden Tag dieselbe geschlossene Tür.

    Das ist echt gut.

    Für mich bedeutet der Satz auch : „Heute trinke ich nicht!“
    dass ich mir heute die Freiheit rausnehme nicht zu trinken. Weil in der Zeit vom Saufen hatte ich diese Freiheit nicht und konnte sie mir nicht nehmen! Ich musste trinken.
    (…)


    Und zum Thema Rückfall:
    für mich ist es auf jeden Fall die Einstellung. Wenn man sich garkeine Grenzen setzt oder nach kürzerer oder längerer Zeit der Abstinenz, bzw. größeren Trinkpausen denkt, dass alles in Ordnung ist und man wieder ‚normal‘ trinken kann ….
    Für mich muss klar sein, ohne mich selbst zu belügen:
    Ich bin Alkoholiker , Ich trinke nie mehr!

    Ich bin dir noch eine Anwort schuldig Abstinenzler ;)

    Geht es deinem Partner denn nicht schlecht mit dem Saufen? Bei mir waren z.b. die letzten Jahre reine Suchtbefriedigung und meine ganze Familie wusste wie sehr ich drunter leide.

    Er leidet darunter. Er ist aber immer hin und her…
    Mal bereut er das Gesaufe und ist sehr motiviert mit Vorsätzen, und im anderen Moment, verteidigt und rechtfertigt er das Trinken mit allen Gründen, die zur Verfügung stehen.

    Er sagt auch, das er süchtig ist. Wann anders hat er wieder garkein Problem und es gibt ja ganz andere , die wirklich Alkoholiker sind…

    etc. etc. ….


    aber wie schon erwähnt, werde ich mich nicht länger auf SEINE Sauferei konzentrieren,
    sondern auf MEINE Abstinenz! 8o

    Hallo Rene72 !
    Vielen Dank für deine Worte!!!
    Das liest sich wirklich gut !

    Ja, ich habe mich sehr auf das Trinken meines Partners fokussiert. Mehr , als darauf
    wie ich abstinent bleibe, was ich für MICH tun kann und wie es mir überhaupt selbst geht.

    Das hat sogar letztens auch wirklich zum krassen Streit geführt.
    Ich habe Dinge gesagt, die man bestimmt keinem sagt, der betrunken und eh schon gereizt ist!
    Auch wenn es nur gut von mir gemeint war, verstehe ich, dass es total fehl am Platz war.

    Aber das hat mir auch gezeigt, dass ich das ‚umstimmen versuchen‘ endgültig sein lassen will!

    Es geht jetzt um mich!

    Dieser Raum ist dann eben vorerst Deine Burg. Schaff Dir Deine Ecke im Garten. Steevies Reich.

    Das klingt sehr schön!!
    Ich habe mir so viel Stress mit meinem Partner gemacht, dass ich mich garnicht um mich selbst gekümmert habe…

    Warum ich das so eiskalt schreibe? Warum ich mir das einfach mal anmaße zu sagen? Weil ich es 1:1 so selbst erlebe.

    Magst du davon mehr beschreiben und vielleicht, wie du damit umgehst?

    Allen eigenen Umständen zum Trotz.

    Ja! Genau!


    Danke für den Input! Muss das alles erstmal gründlich wirken lassen! Ich möchte euch auch nicht langweilen weil ich mich ständig wiederhole…;)

    Danke für eure Anreize dass ich mich mit meiner Situation ehrlich auseinander setzen kann.
    Ich nehme auch nichts böse!
    Ich bin ja hier und möchte Hilfe annehmen, es fällt mir nur sehr!schwer meinen Weg zu finden…

    Aber ich lese täglich hier und kann schon gar nicht ohne mehr!
    Viele Beiträge bringen mich sehr zum nachdenken.

    Ich bin sehr froh über das Forum!!!
    Ich melde mich wieder!

    Liebe Rennschnecke !

    Ich glaube ich hatte schon immer starke Empfindungen von Gefühlen. Ich war als Kind / Jugendliche auch sehr sensibel, habe vieles persönlich genommen. Konnte aber in anderen Momenten ach sehr impulsiv sein, beleidigend usw.
    (Zum Verständnis: Ich war als Jugendliche 7 Wochen in stationärer Psychiatrischer Behandlung, wegen Selbstverletzung und Alkohokonsum, danach noch 1,5 Jahre in Verhaltenstherapie; war alles nicht hilfreich-hat eher zu mehr Problemen geführt)

    Aber das zu ergründen warum…, ob Familiendynamiken dahinterstecken oder sonstiges, würde mir glaub ich nicht weiterhelfen.

    Dadurch, dass ich jetzt erwachsener bin und endlich mit klarem Verstand wieder durchs Leben gehen werde, hoffe ich bzw. werde ich daran arbeiten meine Gefühle und Gedanken noch besser zu verstehen und lernen zu regulieren.

    Und ja, ich bin gerade selbst erschrocken, aber du sagst es irgendwie schon richtig damit, dass ich mich nicht richtig traue zu sagen wenn mich was stört!
    Das ist auch etwas, was ich ändern möchte! Weil nur so weiß ich, ob die erwartete Reaktion wirklich kommt oder nicht!

    Der Konsum und die Ausfallerscheinungen werden beim nassen Alkoholiker immer mehr werden. Ist das das Leben, das Du Dir für Dich wünschst?

    Das ist nicht das Leben, was ich mir wünsche!
    Und Co möchte ich auch nicht sein! (Aber das bin ich anscheinend dann doch!X/)

    Ich weiß noch nicht wie sich die Beziehung entwickeln wird…
    Wenn er über zukünftige Familienplanung spricht, ist das einfach seltsam! Wenn sich bei ihm/seiner Einstellung nichts ändert, geht das einfach nicht. Macht mich traurig.

    Ein Auszug wäre bei uns aber mit Trennung gleichzusetzen…wir wohnen nicht nur 12 Jahre zusammen… es gibt in den Jahren keinen Tag, wo wir uns nicht gesehen haben, geschweige denn eine Nacht getrennt waren…!
    Es ist kompliziert zu erklären.. da müsste schon einiges passieren, ..

    Und was das Suchthirn angeht: Ist es wirklich so, dass egal wieviel Disziplin oder Wille vorhanden ist, es zwangsläufig passiert, wieder zu trinken? (Ernstgemeinte Frage)

    Es fühlt sich nicht wie ein Durchhalten an.
    Aber natürlich könnte es angenehmer ablaufen! Das ist klar!
    In den ersten 2 Wochen war es schon ein Kampf, aber das kannte ich ja schon…
    Mit den vergangenen Wochen hat sich der Gedanke immer mehr gefestigt, abstinent zu sein und zu bleiben!

    Es ist eine Lebensentscheidung geworden ,

    ohne: „Ich trinke jetzt erstmal nichts, irgendwann kann ich ja mal schauen wie es schmeckt“, „also komplett mein Leben lang verzichten will ich nicht“, usw….
    Solche Gedanken kommen nicht mehr!

    Meiner Meinung nach ist das ein Tanz auf dem Vulkan, fragt sich nur wann er ausbricht und ob du noch draufstehst.

    Eine interessante und nicht ganz unwahre Veranschaulichung !

    Danke liebe Gudi

    Ich bin aber auch noch am Anfang..
    und natürlich muss ich den erfahrenen Langzeit-Trockenen schon auch Recht geben, dass man jegliches Risiko aus dem Weg gehen sollte, welches zum Trinken verleitet!

    Ich hatte schon öfter eben Trinkpausen und gedacht: „Ach ich kann ja ohne Alkohol, jetzt kann ich mir schon mal wieder ein Getränk ‚gönnen‘.
    Das ist ein knallharter Selbstbetrug!
    Immer wieder bin ich dadurch in mein altes Muster zurückgefallen.
    Deshalb gilt für mich: kein Schluck Alkohol für den Rest meines Lebens!
    Das zu erkennen ist ganz wichtig für mich! Weil ohne diese Erkenntnis würde ich mir immer eine Tür offen lassen, und wohin das führt, weiß ich ja….

    Ob meine Disziplin zur Abstinenz meine Beziehung gefährdet, ist mir tatsächlich nicht mehr so wichtig!
    Denn Trinken würde auf jeden Fall die Beziehung kaputt machen!!!

    Zudem lese ich auch im Co-Bereich mit, um typisches Verhalten zu vermeiden…

    Dir wünsche ich alles gute für deinen Weg Gudi!

    Liebe Elara !

    Ich habe mir deinen Faden gerade von Anfang an und komplett durchgelesen…

    Erst einmal wünsche ich dir alles an Kraft auf der Welt, die man sich vorstellen kann für dich!!!

    Nach allem was du durchgemacht hast so ein Erlebnis mitzumachen, ist unvorstellbar! Das hast du nicht verdient!!!
    Und ich kann Lebenskuenstler nur zitieren:

    Wenn Du jemals Zweifel hast, ob Du genug getan hast, lies Dir Dein Thema noch mal durch.



    Ich hoffe sehr , dass du Unterstützung von allen Seiten bekommst, die du brauchst
    und die Liebe bekommst, die du verdienst…auch wenn sie von dir selbst ist! <3:!:

    Alles alles gute für dich!

    Wow, ihr habt ja richtig heftige Rezepte! ^^
    Ich habe mir Trinkjoghurt gekauft, zum Einstieg sollte es reichen.

    Hallo Abstinenzler
    Ja bin schon recht schlank. Viele haben mir auch nach meinem Abnehmen von vor 3 Jahren ( wegen meiner ersten Trinkpause habe ich ungefähr 10 Kilo abgenommen, die durch die sauferei zu viel drauf waren) immermal gesagt, ich wäre zu dünn etc.
    Nervt schon auch, weil ich eigentlich immer noch gesund aussehe und nicht zu mager! Mache eben auch regelmäßig Fitness seitdem.


    Heute war ich ziemlich gereizt. So ziemlich alles hat bei mir einen Überreiz ausgelöst.
    Habe schon fast eine richtige Aggressivität gespürt.
    Solche Gefühle kenne ich schon, die waren häufig in meiner Trinkzeit vorhanden. Um das Gefühl zu minimieren, habe ich dann ‚natürlich‘ zur Flasche gegriffen . Aber die Gefühle wurden meistens nicht unterdrückt, sondern wurden unkontrollierbar!
    Und ich will ehrlich sein: der Flachmann den sich mein Freund gestern gekauft hat und der geschlossen in der Küche steht, hat da auch nicht positiv beigetragen!

    Ich habe mich dafür entschieden mich dem ganzen Nassen auszusetzen, durch meinen Partner . Ja.
    Aber heute war ich schon auch innerlich wütend auf ihn, weil er einfach keine Rücksicht auf meine Abstinenz nimmt. Okay.. er hat statt eine ganze Flasche „nur“ einen Flachmann für sich selbst gekauft, weil er weiß, dass ich nichts trinke… Aber hat mich getriggert heute, auch der Alkoholgestank war extrem und widerlich heute!
    Und nicht dass ich einen Suchtler darauf gehabt habe, sondern dass ich das Ganze nicht sehen will , nicht riechen will und eigentlich in meinem nahen Umfeld Nichts damit zu tun haben will! Hat mich einfach echt angenervt!

    Dann kauft die Mutter für ihn wieder die Kästen Bier( obwohl sie es eigentlich nicht mehr machen wollte und es auch 2-3 Wochen reduziert hatte - ist wohl ein typisches Co-Verhalten…), er ist nach einer kurzen Dauer von ca. 4 Bier -schwups di wups- wieder bei regelmäßigen 8 Halben am Tag.

    Ich habe mich für Das entschieden, auch wenn es meinen Weg schwerer macht, als er sein müsste.
    Aber noch mehr habe ich mich für meine Abstinenz entschieden! Und da kann keiner mehr dran rütteln!!!


    „Heute war ich ziemlich gereizt. So ziemlich alles hat bei mir einen Überreiz ausgelöst.
    Habe schon fast eine richtige Aggressivität gespürt. „
    :arrow: Ohne Alkohol kann ich auf jeden Fall viel besser auf solche starken Gefühle reagieren und kann sievauch besser einordnen!
    Ich habe mich dann öfters mal kurz zurückgezogen, dann ist mir noch eingefallen, dass ich meinem Freund mal so Anti-Stress-Bälle gekauft habe. Da habe ich mir einen geschnappt und gleich in meinem Notfallkoffer mit aufgenommen!

    (45 Tage trocken)

    Hallo Leute!

    Dann ist das wohl normal, wenn es einpaar hier auch so geht!

    Danke Hannah für den Tip!
    Ehrlich gesagt für mich echt Goldwert, weil gerade feste Nahrung in der früh mir auch schwer fällt. Nüsse habe ich mir nun auch zugelegt. Da brauch ich nicht so viel und hab dennoch genug Energie um die Stunden zu überbrücken, bis dann doch Hunger kommt.
    Ich denke das wird ganz gut klappen.

    Die Träume von Alkohol haben sich nun verändert! Ich habe entweder garkeine mehr und wenn, dann lasse ich das Getränk stehen und bin glücklich und ausgeglichen im Traum.
    Somit geht es mir auch unter Tags besser und die Träume hängen mir nicht mehr so nach.

    Beim Einkaufen schaue ich nicht mehr automatisch auf die Alkoholregale, vorallem meide ich es an die Kasse zu gehen, die am nächsten dort ist. Das senkt bei mir beim Warten auch den Stressfaktor!

    Was mir gerade Schwierigkeiten macht: regelmäßige Mahlzeiten
    Nach dem jahrelangem Saufen checkt mein Körper und Hirn anscheinend nicht mehr, wann es Zeit ist was zu essen…

    In meiner Trinkzeit habe ich automatisch weniger gegessen, weil ich über den Alkohol ja schon soviel Kalorien zu mir genommen habe. Da war es Standard: den ganzen Tag
    (d.h. Von in der Früh ca. 6:00-ca.15:00) zu saufen und dann erst was Essen.
    Also eine Mahlzeit am Tag, die aber natürlich sehr üppig ausfiel!

    Frühstücken fällt mir jetzt total schwer. Mittlerweile bekomme ich es manchmal hin, bis mittags eine Kleinigkeit zu essen. Aber meistens ist es doch so, dass ich nur einmal am Tag was esse…
    das Hungergefühl kommt einfach nicht richtig oder viel zu spät, ich merke höchstens, wie ich immer schwächer/müder werde bei der Arbeit etc.
    Ich werde einfach meinem Körper noch mehr Zeit geben müssen…
    Es war schließlich eine jahrelange Ess-Gewohnheit , die ich wohl auch erst einmal wieder umtrainieren muss.

    Hallo JEB

    Tut mir Leid , dass es dir so geht!

    Mein Partner lässt mich auch manchmal so stehen..Aber da weiß ich woher es kommt… Ich bin auch gerade dabei trocken zu werden, während er noch weiter trinkt. Durch mein Nüchternheit fühlt er sich in die Enge getrieben. (…)

    Aber wie ich es lese, trinkt dein Partner keinen Alkohol.

    Wenn du schreibst: „Morgen sieht bestimmt alles schon anders aus“
    Meinst du das Verhalten von deinem Partner?
    Ich denke, Du solltest morgen schon nochmal mit ihm versuchen zu reden und herausfinden, ob das bei euch noch passt.
    Mir kommt es vor, als ob er jetzt deine Trockenheit genauso wie deine nasse Zeit vorschiebt, und als Grund nimmt, um dich und die Beziehung schlecht zu machen, obwohl es vielleicht ganz andere Gründe sind. Aber ich möchte nicht zu viel spekulieren!
    Oder Suchtdruck?
    Dann denke ich, ist hier schreiben und lesen schonmal ganz gut.
    ;)Auch die eigenen Worte:

    Wieso sollte ich meine Erfolge gerade jetzt kaputt machen? Wieso sollte ich wieder mich kaputt machen und noch dazu meinem Partner noch mehr Material liefern? Mach ich nicht. Es ist mein Leben. Ich bin nicht perfekt, aber zumindest meine Abstinenz wird immer fester.


    Und sonst Ideen aus dem Notfallkoffer anwenden!

    Ich wünsche dir viel Kraft!

    Hallo Bolle

    Ja, ich gebe dir recht, dass ich ständig davon träume und Angst habe, kommt wohl bestimmt von der täglichen Konfrontation.

    Ich möchte auch keine Erwartungen an meinen Partner mehr haben, weil er sie NICHT erfüllen KANN.

    Aber ich habe auch nochmal nachgelesen und Solche Träume und Ängste/Sorgen wegen Alkohol könnten ein Warnsignal sein.
    Ich befürchte nicht rückfällig zu werden, aber ich muss darauf sehr aufpassen!
    (natürlich auch vor allem weil meine Situation so ist wie sie ist…🫤)

    Hallo Rennschnecke

    Er trinkt nunmal von morgens bis abends (bzw. Nach 8-10h Trinkzeit, Bis zur ersten echten Mahlzeit).
    Wenn der Alk von meiner Nase weg muss, müssten wir uns wirklich (räumlich) trennen, wie ja auch schon öfter geraten wurde.

    Dass er ein Problem hat, weiß er und gibt es auch hin und wieder sogar zu.
    Wir haben seit meinem offiziellen ‚outing‘ , immer wieder mal darüber gesprochen.. eigentlich spricht er es immer wieder selbst an, dass er davon wegkommen möchte. (Ich nehme seinen Wunsch auch ernst, aber das Vorhaben nehme ich erst ernst, wenn er es auch umsetzt!)

    Aber ich habe mich auch schon gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, wo ich sein Trinken nicht unmittelbar mitbekomme, ohne das er sich ‚eingeschränkt’ fühlt.
    .. und ja ich sollte mir wieder nicht so viele Gedanken über ihn machen, sondern für mich schauen! ☺️
    Vielleicht schlage ich vor, dass der Bierkasten immer in der Garage stehen bleibt, wo ich nicht immer vorbei laufe.

    Habe die letzten Tage immer noch Albträume gehabt von Alkohol zu trinken. Ich spüre die Flüssigkeit deutlich in meinem Mund, habe schon ein schlechtes Gewissen dabei, spucke es aus und weiß dass es ein Rückfall war!
    Wenn ich aufwache, bin ich mir im ersten Moment garnicht sicher, ob es ein Traum war oder nicht…! Schrecklich !

    Es sind jetzt 31 Tage nüchtern! Ich glaube so lange war ich das noch NIE durchgehend , seitdem ich 15Jahre(?) alt war…

    Saufdruck habe ich nicht wirklich. In Situationen, wo ich ablehnen musste , habe ich mich bis jetzt noch nicht befunden..

    Ich lese zurzeit viel im Forum hier…dabei lese ich Beiträge, bei denen manche nach 8 Monaten, manche nach 2 Jahren und manche sogar nach 5 Jahren Abstinenz wieder rückfällig geworden sind :huh:. Es ist bewundernswert dass sie es trotzdem nochmal geschafft haben trocken zu werden…
    Aber es macht mir irgendwie echt Angst, dass es einfach so wieder passieren kann!

    Ich selbst habe ja schon öfter gedacht, nach Trinkpausen , jetzt kann ich wieder mal was trinken…Das kann ich kontrollieren…ich brauch ja nicht mehr täglich Alkohol, andere trinken ja auch einmal die Woche am Wochenende usw…
    Ja..und das hat mich 2-3Jahre rumeieren lassen… Und jedes Mal war es so verdammt schwer wieder davon „loszukommen“(richtig trocken wurde ich ja nicht) , aber die ersten Tage/1-2 Wochen war es immer so verdammt schwer!
    Ich glaube, wenn ich rückfällig werden würde, würde ich das ohne ärztliche Hilfe nicht nochmal schaffen.

    Ich habe die letzten Tage auch immer wieder so ängstliche Gedanken, was wenn ich doch einen Schluck trinke und das alles wieder zur normalen Gewohnheit wird?!
    Das ist eigentlich völlig absurd!! (Aber wahrscheinlich einfach sehr präsent durch die Albträume und weil 1 Monat einfach noch zu kurz ist…)
    Gerade dieses Mal nehme ich meine Alkoholsucht wirklich ernst! Ich will nicht nur eine Trinkpause machen! Ich mache mir auch nicht mehr vor, ich könne irgendwann wieder!


    Auch durch das Forum verstehe ich erst, dass es eine Krankheit ist, die nur durch Abstinenz eingedämmt werden kann.
    Ich verstehe auch, dass jeder Alkoholiker andere Schmerz-Grenzen zum Weitertrinken hat und andere Motivationen zum Trocken bleiben hat.

    (In Bezug auf meinen Partner , verstehe ich, dass auch wenn wir beide Alkoholiker sind , er weitertrinkt, obwohl ich eben aufgehört habe. Meine Erwartungen senke ich mittlerweile, wenn es um seinen Konsum geht.
    Und weil die Liebe einfach zu stark ist, habe ich für mich entschieden, die Beziehung nicht zu beenden aufgrund des Alkohols.)

    Soweit, Sogut…