Beiträge von Numb

    Was gäbe es denn noch zu besprechen, was nicht schon hundertmal gesagt wurde - und was soll das bringen?

    Kennst Du schon den den Notfallkoffer für Cos?

    Hallo Rennschnecke,

    Weil du vorhin den Notfallkoffer erwähnt hattest.

    Aktuell bin ich krank zu Hause und das wird wahrscheinlich auch noch dauern, bis ich wieder arbeitsfähig bin.

    Der vierbeinige Mitbewohner ist fertig geknuddelt, ich war bestimmt schon 3x spazieren.

    Leider hab ich noch Phasen, wo ich mich legen muss (postoperativ bedingt und Nebenwirkungen von Medikamenten).

    Ansonsten notwendiger Papierkram mit Krankenkasse.

    Morgen mal mit einer Freundin treffen, dann noch 2 Termine diese Woche.

    Das Wichtige ist erst mal die Gesundheit bei mir. Vielleicht sind die ganzen Komplikationen auch ein Wink von oben.

    Hallo orangeblau,

    Genau aus diesem Grund habe ich mich hier angemeldet.

    Um Gedankenanstösse zu bekommen und für mich eine Entscheidung zu treffen.

    Ich bin wirklich froh, dass wir nicht zusammen wohnen. So habe ich einen für mich geschützten Raum. Vor der Tür kann er auch nicht so einfach stehen, da er die Öffentlichen nutzt.

    Ich bin dankbar für eure Unterstützung und Antworten.

    Und ja, es gibt da wirklich bei mir noch Themen zu heilen. Ich bin zu loyal und halte leider zu lange an Menschen fest, die mir nicht gut tun. Das ist aber nicht nur auf den Herrn bezogen.

    Hallo Aurora,

    bei mir sind die Mitteilungen auch ähnlich. Ihm geht’s so schlecht wegen mir, ich lass ihn hängen. Er möchte gerne wissen, wie er dran ist.

    Am Telefon hieß es (bei mir gibt’s gesundheitliche, postoperative Probleme, auch im Krankenhaus gab es zum Teil traumatische Erlebnisse für mich) er verliert die Geduld und ich würde ihn nur verarschen.

    Mir kommt das vor, wie bei Dr. Jekyll und Mr. Hide.

    Der Mensch, der einfach so abtaucht bin ich nicht, sondern ich hätte ihm gerne meinen Entschluss von Angesicht zu Angesicht mitgeteilt.

    Mir geht so viel durch den Kopf. Vermutlich ist das bei mir tatsächlich die dysfunktionale Familie in der Kindheit und das vom Nervensystem vertraute Muster, da ein Elternteil von mir da sehr ähnlich ist.

    Das Geben und Nehmen ist zu unausgeglichen.

    Eigentlich wünsche ich mir doch nur einen Menschen, der mich einfach nur mal in den Arm nimmt.

    Willst Du denn diese Beziehung überhaupt noch?

    Wenn Du Zeit brauchst, dann nimm sie Dir und lasse Dich nicht unter Druck setzen.

    Es gäbe nur eine Chance, und die wäre dauerhaft nüchtern.

    Was ich aber bei ihm als schwierig empfinde, da so gar keine Krankheitseinsicht da ist.

    Selbst als ein Arzt das Thema angesprochen hatte, wurde es auf Medikamente vom Krankenhaus geschoben.

    Meine Tendenz geht zum Nein.

    Hallo Hartmut,


    ich finde deine Fragen immer sehr interessant und auch berechtigt.

    Heute endlich doch angemeldet, nachdem ich öfter und viel hier gelesen habe.

    Persönlich orientiere ich mich an denjenigen, die es raus geschafft haben.

    Und ich finde es hier im Forum einfach angenehmer als im Familien- oder Bekanntenkreis.

    Ich hab vorhin die Aussage von jemandem aus der Familie gehört: „seit 38 Jahren keinen Alkohol mehr getrunken“. Wer anderes aus meinem Umfeld hat dieses Jahr 17 trockene Jahre gefeiert.

    Beide Menschen können stolz auf sich sein.

    Ich für mich hab wahrscheinlich zum Einen mein Helfersyndrom. Und zum Anderen ist es bei mir wahrscheinlich auch die Prägung aus einer dysfunktionalen Familie. Ich musste von klein auf darum kämpfen, dass mich wer gern hat, seit der frühen Jugend funktionieren.

    Zudem noch viel zu viel Empathie und dazu der Versuch, auch die Hintergründe beim Gegenüber herauszufinden (auch bei anderen Süchten). Ist es zb Betäubung von Schmerz?

    Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich der Warnung eines Elternteils in früher Jugend mehr als dankbar bin: Wenn du jemals Probleme hast, lass die Finger vom Alkohol, der löst deine Probleme nicht. Und am Besten auch von anderen Drogen, denn viele die früher in meinem Kreis waren und Drogen konsumierten, leben schon lange nicht mehr.

    Diesen Rat hab ich bis heute berücksichtigt und bin gut damit gefahren.

    Naja, vom Glimmstängel endgültig die Finger lassen, fällt mir manchmal auch schwer

    Ich weiß gerade nicht, was ich machen soll.

    Seit dem Tag letzter Woche wo ich im Gespräch aufgelegt habe, versuchte er ja mehrmals mich zu erreichen, telefonisch und per Messenger.

    Ich hab ihm später geschrieben, dass ich mich sortieren muss und derzeit nicht reden möchte.

    Es kam auch die Frage, ob es nicht langsam mal Zeit wäre, dass ich mich melde.

    Einerseits würde ich zu gern die Stimme hören, andererseits sind viele Dinge bei mir hochgekommen, die zum Teil für mich traumatisierend waren.

    Ein persönliches Gespräch würde ich bevorzugen, aber dazu brauche ich noch ein bisschen Zeit. Und ich hab Angst, dass wieder jede Menge vorwürfe kommen, sollte ich schreiben oder anrufen.

    Ich bin gerade sowas von hin- und hergerissen ;(

    Hallo pippi83,

    ja du sagst es, es ist ein Hamsterrad ohne Ausstieg.

    Wir streiten nicht mehr. Ich zähle keine Flaschen mehr. Ich halte ihn nicht mehr ab, außer wir sind auswärts und er ist der Meinung sich im Minutentakt das Bier in den Kopp zu hauen, weil ich zu Hause keine Lust mehr auf seine Diskussionen habe.

    Hallo Sunny,


    irgendwie gleichen sich die Geschichten alle sehr.

    Ok, ich bin mit meinem Partner noch nicht so lange zusammen und wir wohnen auch getrennt.


    Das mit dem Hamsterrad habe ich aktuell auch. Nur ich bin auf der Suche nach dem Ausstieg.

    Auch bei mir hat sich in der Zeit seit Anfang des Jahres nichts geändert.

    Du schaffst das

    Ich kenne das elterlicherseits. Habe so einige Themen von früher noch aufzuarbeiten und es scheint, dass es ein mir vertrautes Muster ist.

    Eigentlich möchte ich nur ein ruhiges, friedliches Leben.

    Es wurde meinerseits auch kommuniziert ihm gegenüber, dass ich einfach derzeit nur noch müde, leer und ausgebrannt bin, auch aufgrund der immer noch andauernden Komplikationen nach meiner OP und Stress im familiären Bereich.

    Das ist nicht Dein Problem, Numb!

    Er säuft ohne Dich oder mit Dir. Ein Alkoholiker findet immer wieder einen Grund zum Saufen. Und nach den Schilderungen von Dir, deutet alles auf Alkoholismus hin.

    Wieso lässt Du Dir dieses respektlose Verhalten gefallen?

    Ich vermute, dass es bei mir wahrscheinlich ein Großteil Prägung aus der Kindheit ist.

    Seit geraumer Zeit bin ich dabei, vieles aufzuarbeiten und die Tendenz geht dazu, dass ich es wahrscheinlich mit einem Elternteil zu tun habe/hatte, der sehr stark narzisstische Züge zeigt/e und der andere Elternteil auch hoffnungslos überfordert war. Nach der Trennung der Eltern war ich trotzdem auf mich allein gestellt und musste mein komplettes Leben selber bewältigen.

    Wahrscheinlich ist es, weil der Partner dem Elternteil mit den stark narzisstischen Zügen sehr ähnlich ist. Ich möchte hier keinesfalls eine Diagnose stellen, sondern das ist das was ich empfinde. Ich denke, dass es meinem Nervensystem ein vertrautes Muster ist und dass ich immer noch in mir drinnen stecken habe, dass ich mir Liebe oder Zuneigung verdienen muss.

    Danke Elly.

    mir fällt das alles so schwer. Am Anfang war es lustig, leicht und locker.

    Hat sich aber irgendwann sehr gedreht.

    Er ist wenn er gefühlt „nüchtern“ ist ein ganz anderer Mensch.

    Retten kann ich ihn nicht.

    Und mit meinem aktuellen Rückzug kommt er so gar nicht klar und versucht mich dahin zu manipulieren, dass ich ein schlechtes Gewissen bekomme und quasi zu Kreuze krieche.

    Ich hab aktuell auch einfach das Problem, dass er sich komplett zu Grunde säuft, sollte ich die Beziehung beenden. Irgendwo unter dieser Sucht steckt ein sehr sensibler Mensch, der zudem sehr krank ist.

    Liebe Aurora,


    Danke für deine Nachricht.

    Ich schau selber nicht auf andere. Wenn jemand saufen will - soll er das tun.

    Die Kontrolle von alkoholischen Getränken in seiner Wohnung habe ich seit langem aufgegeben.

    Ich weiß, dass er trinkt. Es gab letztes Jahr auch schon großes Drama, weil ihm jemand aus seinem Umfeld versucht hat, aufzuwecken und wachzurütteln, damit er vielleicht umdenkt und sein Leben rettet.

    Alles von sich gewiesen. Er hat kein Alkoholproblem - schwankt aber nachmittags beim pinkeln im Wald beim spazieren gehen massiv und denkt ich bekomme das nicht mit.

    Er scheint auch mit Durchfall zu tun zu haben und diesen nicht mehr halten zu können. Im Sommer auf einem Fest hatte er sich „anscheinend wo reingesetzt“ und das starke Schwanken auf dem Rückweg bzw. das nicht mehr laufen können lag an den Bierbänken und seinem Rücken. Der vorherige Bierkonsum wurde einfach unter den Tisch gekehrt.

    Also, dich angreifen, beschimpfen und kleinmachen geht unabhängig vom Alkoholkonzum gar nicht. Warum solltest du dir das bieten lassen?

    Ja das frag ich mich auch.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, nichts mehr richtig machen zu können bei ihm.

    Er selbst ist pingelig ordentlich und sauber - zumindest oberflächlich.

    Bei seinem letzten Aufenthalt bei mir war es ihm aber nicht sauber genug. Der Boden ist dreckig. Und ich muss dringend öfter lüften.

    Mein Vollzeitjob wird da nicht gewürdigt. Und schon gar nicht, dass ich nach der Arbeit heim gehetzt bin, meine Wohnung durchgeputzt habe und dann noch eingekauft.

    Auch wurde - im Suff - bei Freunden von mir sich über meine körperliche Einschränkung lustig gemacht.

    Und grundsätzlich bin ich an allem schuld.

    Er war sehr angefressen, dass ich kurz vor einem Konzert operiert werden musste (OP war sehr dringend notwendig). Um ihm eine Freude zu machen, habe ich für seine Lieblingsband noch zwei Karten organisiert zu einem Zeitpunkt vor meinem Aufenthalt im Krankenhaus. Zwei Tage vorher hieß es, er sei krank um einen Abend vorher abzusagen, weil er wie „Grippe“ habe und es ihm nicht gut geht.

    Und jetzt bekomme ich am Telefon gesagt, natürlich vollgesoffen - dass ich ihn nur verarschen würde.

    Interesse an meinem Befinden? Wenig bis gar nicht. In vier Wochen im Krankenhaus war er nur einmal da.

    Oder der Spruch: für 8 Wochen zusammen sein schaust du schon ganz schön schwanger aus.

    Ich bin aktuell wirklich dabei, alles zu sortieren.

    Ein wohl großer Vorteil ist, dass wir nicht zusammen wohnen und ich für mich sein kann.

    Die Zeichen für seine Krankheit waren von Anfang an da, aber für jemand, der nicht wirklich Erfahrung mit Menschen, die unter einer Alkoholerkrankung leiden, hat, bin ich ziemlich blind in diese Beziehung gestolpert.

    Persönlich trinke ich selten bis gar keinen Alkohol.

    Er hat seine Beschwerden immer vertuscht, und jegliche Andeutungen bzw. auch klare Ansprache aus seinem familiären Umfeld tut er ab, dass das alles nicht wahr ist und die alle nur „rumspinnen“. Und er hat ja definitiv kein Alkoholproblem, das haben nur andere Personen im Umfeld.

    Mir fällt es schwer, meiner Wahrnehmung zu vertrauen, wenn er es massiv abstreitet.

    Ich hab auch Anfang des Jahres sehr klar kommuniziert, dass es für mich nicht geht, dass er mich angreift, beschimpft, klein macht etc. und er mich damit sehr verletzt.

    Hallo,

    Ich bin neu hier.

    Seit etwas über einem Jahr bin ich mit meinem Partner zusammen.

    Meines Erachtens liegt bei ihm ein massives Alkoholproblem vor und noch schaffe ich es nicht, dass ich ganz den Abschied schaffe.

    Nachdem er mich letzte Woche bei einem Telefonat betrunken massiv angegangen hat, ich selber aber aktuell nach einer Operation im Krankenstand und dadurch auch psychisch belastet bin, habe ich aufgelegt.

    Er nimmt keine Rücksicht auf meine Beschwerden und ich soll funktionieren bzw. nach seiner Pfeife tanzen.

    Ich habe seitdem den Kontakt auf ein Minimum reduziert und ihm am Wochenende erst einmal mitgeteilt, dass ich nicht reden möchte und mich sortieren muss.

    Interessiert aber nicht, er versucht öfter anzurufen und mich per WhatsApp zu einer Reaktion zu verleiten.

    Ich würde mich über Austausch freuen, damit ich meine Zweifel loswerde.