Beiträge von Hartmut

    Ergänzung

    Es wird schon einen Sinn haben, wenn das in Kliniken und Ratgebern so empfohlen wird.

    Ist das so? Welchen Sinn? Warum gibt es dann so eine horrende Rückfallquote? Es werden Möglichkeiten aufgezeigt und alles, was der Alkoholiker zu tun hat, diese für sich herunterzubrechen und zu nutzen.

    Und wenn ich aufhöre etwas, was angeblich Sinn macht, infrage zu stellen, habe ich aufgehört Trockenarbeit zu leisten.

    Das ist nur interessehalber nicht das hier eine meint, dass ich wieder mal etwas herumzicke

    was war daran falsch zu verstehen?

    Ich frage mich immer wieder mal, wenn ich das

    lese, inwieweit es etwas bringt,

    solche Fragen zu stellen.

    Du musst dich nicht fragen, es sind meine und nicht an dich gerichtet. Für dich ist eh alles anders. Du musst dich auch nicht, als der allwissenden Regulator hier aufspielen, du kannst dich beruhigt deiner Trockenheit widmen.

    Aber es scheint dich doch irgendwie zu beschäftigen. Deswegen meine Frage mal an dich . Hast du auch Telefonnummern und war es bei dir so? Oder wieder mal nur aus dem Blauen heraus argumentiert?

    Für mich ist es den Sinn zu erfassen, ob es jemand die notwendige Sicherheit gibt. Was passiert, wenn er sie nicht dabei hat. Saufe ich dann wieder. Ist das so abwegig?

    Ich bin eben ohne Therapie und Reha trocken geworden. Habe keine Ansprechpartner oder sonstiges im Geldbeutel. Brauche/Brauchte ich für mich nicht.

    Deswegen war die Frage an Eddi gerichtete, er hat die Erfahrung und nicht diejenigen, die denken, sie brauchen keine, zum Argumentieren.

    Stellst den Notfallpass in Frage, verweist aber auf den Notfallkoffer, das ist doch ein Widerspruch in sich.

    Für mich ein Unterschied. Notfallpass scheinen Adressen zu sein. Ich habe keinen. . Mein Notfallkoffer sind eigene Strategien, mit Suchtdruck umzugehen. Das Wissen über die Krankheit reicht mir aus. Alles, was im Notfallkoffer im Forum steht, sind Möglichkeiten.

    Dachte du bist CO,oder gibt es da auch sowas?

    Hallo Eddi

    Oder ein Notfallpass, den ich in der Geldbörse habe. (Wurde innerhalb der Reha angefertigt, mit meinen persönlichen Fällen und wichtigen Rufnummern.)

    Ich frage mich immer wieder mal, wenn ich das lese, inwieweit es mir etwas bringt sowas dabei zu haben. Wenn ich saufen will, dann tu’ ich es und kündige es nicht an. Wenn ich Suchtdruck habe, dann hilft mir da auch nur mein "Notfallkoffer". Also was man so bei Suchtdruck macht.

    Ich selbst fände es auch nicht gut, irgendjemand meine Verantwortung zu überlassen.

    Das ist nur interessehalber nicht das hier eine meint, dass ich wieder mal etwas herumzicke :mrgreen: Ist das mehr oder weniger nur für den Anfang oder auch wenn länger trocken bist?

    Auch das Denken will ich lassen, aber die Gedanken sind nun mal da. Warum bist du so gemein zu mir? „Wenn du überhaupt einen gehst“, „die scheinen dich nicht sonderlich zu interessieren“. Das ist jetzt nicht wirklich hilfreich

    Natürlich sind die Gedanken da.

    Auch heute kommen sie bei mir, zwar selten, aber ich sortiere sie anders (als am Anfang)ein. Sie erinnern mich daran, dass ich immer süchtig, und zwar endgültig süchtig, bleibe. Ich kämpfe da auch nicht mehr an, sondern bin dankbar, dafür. Das ist so ein Hallo Wach Ruf. Die Voraussetzung für mein Denken war jedoch die Akzeptanz, nie wieder normal saufen zu können.

    Ob was hilfreich oder nicht ist, entscheidet jeder für sich selbst. Jetzt bin ich nicht der Wortgewandteste, auch nicht jemand, der irgendetwas lange umschreibt. Deswegen verstehe ich auch, dass das eine oder andere gemein herüberkommen kann. Ist aber nie meine Motivation.

    Und bitte jetzt nicht, dass man es nur wollen will und eigentlich nix dafür tut.

    Das hat bei mir nichts mit Wollen zu tun, es war die notwendige Überzeugung auch süchtig ein zufriedenes Leben führen zu können. Wenn ich meine nasse Zeit und die ersten Versuche daraus zu kommen, mit den Geschichten, von den "Neuen", die hier aufschlagen, vergleiche, sehe ich mich im Spiegel.

    Mir ist deswegen fast nichts fremd. Ich habe über 30-35 Jahren nasse Zeiten hinter mir und das einzige, was mich abgehalten hatte, zufrieden trocken zu werden war das ständige sich nicht abfinden wollen, dass es beim Trocken werden, eben Strukturen gibt, die nicht meinem Denken entsprachen.

    Ganz vergessen, dass man dann seine Sucht sofort los ist.

    Auch wenn ironisch. Da musst dir keine Sorgen machen . Die bleibt dir. ;) Kontrollieren kann ich sie aber nur trocken. Ist einfaches Denken, mehr brauche ich aber als Süchtiger eigentlich nicht zu wissen. Oder?

    Eine Frage noch, wie weit siehst du dich gerade vor einem Rückfall?

    Beim Lesen einiger Threads (und beim eigenen) ist mir aufgefallen, dass, wenn man auch nur einen Millimeter von den hier postulierten Dogmen abweicht und einfach nur weitere sowie vielleicht eigene Aspekte auf den Weg in die Trockenheit einbringen möchte bzw. diese einfach mit betrachten will, es dann zum Teil schnell heißt, man wolle "offenbar nur sein Ding machen" oder "man wisse wohl, wie der Hase läuft". Frei nach dem Motto: "Entweder es wird nach meinen Erfahrungen gemacht oder es wird sowieso nix.

    Uiiii, ein Rundumschlag. :mrgreen: Na ja, wenn mich schon ansprichst, kannst mich auch beim Namen nennen. Habe da kein Problem damit.

    Aus deiner Sicht sind es Dogmen, aus anderer Sicht eben ein erfolgreicher Weg, über den du eben nur sinnieren kannst, weil ihn noch nicht gegangen bist. Was regt dich da auf? Das daran, was richtig sein kann, aber du es nicht umsetzen willst, kannst oder es für dich bescheuert ist?

    Es gibt hier im Forum sehr viele andere Wege, aber die scheinen dich auch nicht sonderlich zu interessieren. Warum nicht? Dass es Alkoholiker gibt, die eben es ohne den tiefen Frust so geschafft haben?

    Dein Weg, wenn du überhaupt einen gehst, scheint ja nicht zu funktionieren und du stehst einmal mehr, näher an einem Rückfall, als an einer zufriedene Trockenheit. Lese ich das richtig? Falsch interpretiert? Vielleicht mal das Denken und das ständige analysieren sein lassen und einfach nur mal machen.

    Und ja, wir haben gemeinsam viel gemacht. Leider habe ich dabei zum Teil ans Saufen gedacht.

    Liegt eventuell daran, das du eben süchtig bist. (scherz) Aber mir auch heute nach über 16 Jahren nicht fremd.

    Hallo Nafino

    nun habe ich mal deinen ganzen Thread überflogen und lese sehr viel von deinem Tagesbefinden. Was wichtig und richtig ist, darauf zu achten.

    Aber wie schützt du dich pragmatisch?. Damit meine ich ein alkoholfreies Umfeld, Zeiten positiv besetzen, an denen du gesoffen hast. Eventuelle neue Hobbys und vieles mehr.

    Oder habe ich das Überlesen bei dir?

    Ich dachte, dass ich hier vielleicht Unterstützung dabei bekomme, es herauszufinden.

    Nein, hier melden sich nur bekennende Alkoholiker an. Ein Austausch für nicht Abhängige ist hier nicht angedacht . Zudem wir hier keine Diagnosen erstellen. Bei deinen ganzen Vorkenntnissen wundert es mich aber schon ein wenig, dass du da noch auf der Suche bist.

    Wenn dem nicht so ist, finde ich das wirklich schade (wissend, dass das nichts daran ändert, wie hier vorgegangen wird).

    Natürlich ist die Vorgehensweise bei Alkoholiker eine andere als bei Nichtsüchtige. Sind zwei paar Schuhe.

    Vielleicht liegt genau da dein Problem. Komme einfach wieder, wenn du es weißt. Alles andere bringt dir und uns nichts.

    Was könnte helfen?

    Nimm einen erfahrenen trockenen Alkoholiker mit :mrgreen: Nein, kleiner Scherz.

    Was könnte helfen? Wie kommt man am besten durch triggernde Abende, wenn die Gemütlichkeit oder Unruhe nervt

    Die Faust in der Tasche ballen, um den eventuell aufkommenden Saufdruck aushalten und einen unentspannten Urlaub erleben.

    Du stehst noch ganz am Anfang, da ist die nasse Zeit noch zu frisch um etwas zu empfehlen. Und den Notfallkoffer um sich hängen ist auch nicht das, was entspannt.

    Wenn ich heut noch mit Vorbehalte irgendwo hingehe, sind die ja nicht weg, wenn ich dort bin. Es mag sein, dass es mir dann in diesem Moment nichts ausmacht, aber ich nehme ja alle Sinne mit zurück. Saufdruck und Rückfälle passieren dann schon mal, erst nach Tagen, nach dem Ereignis.

    Da ich den Wohnwagen erst neu habe, verbinde ich kein Konsum damit.

    Bei dir so.

    Ich habe Sorgen vor der übernächsten Woche. Ich fahre in Urlaub, wohne in meinem Camper. Das ist eine sehr gewohnte Trinksituation, die ich noch nicht "umdeuten" konnte.

    Bei Sun so.

    Es geht nicht darum, sich einzusperren, aber im Vorfeld sollte man sich schon Gedanken machen, was ich früher und in welcher Situation, ich verstärkt gesoffen hatte. Das ändert sich ja nicht in der ersten Zeit. Nur, weil ich das Glas weggestellt habe. Dem Suchtgedächtnis ist das immer ein willkommener Anlass. Ist ja emotionslos.

    Und in der heutigen Zeit sollte die Akzeptanz, das man keinen Alkohol trinken möchte, bei den Leuten angekommen sein.

    Der war gut. :mrgreen: Ich würde es mal in meinen Worten sagen. Vergiss das. ;)

    Wäre löblich, aber die Welt um mich herum wird nicht trockener, nur weil ich nicht mehr saufe. Ich bin doch dann ein Fremdkörper dort. Entweder man versucht mich wieder ins Boot zurückzuziehen oder sie sorgen schon dafür, dass ich nicht mehr dazu gehöre, Ablehnung ist auch nicht so leicht wegzustecken. Oder?

    . Also gab es auch nie wirkliche Auseinandersetzung damit. Sie hat aber einen direkten Bezug zu ADS.

    Muss nur aufpassen, dass ich nicht alles darauf schiebe und nicht mehr verantwortlich sein muss.

    Nun gibt es viele Begleitumstände, die eine Sucht begünstigen, aber es ändert ja nichts am IST Zustand. Ich finde deine Schlussfolgerung daraus schon deswegen bemerkenswert.

    Das gehört in die Kategorie Suchtaufarbeitung, wenn es jemand braucht, möchte oder ihm ein besser Gefühl gibt, das Warum für sich zu finden.

    Jedoch am Anfang war es mir wichtig erstmal eine gewisse Stabilität aufzubauen und das mit der größtmögliche Risikominimierung, bevor ich mich diesem Thema widmete.

    Ich ging da recht pragmatisch nach Schema F vor, analog der Grundbausteine. Kennst du sie? Was mir Bauchschmerz bereitete, lies ich erstmal weg. Hat ja alles seine Zeit. Wollte ja trocken leben (lernen) und nicht schon in der ersten Zeit rückfällig werden.

    Mir stand da auch die eigene Überzeug manchmal im Weg, denn ich war im nassen Glauben hängengeblieben und dachte alles im Griff zu haben .

    Im ersten Jahr empfehlen wir unstabilen Situationen, wie Feste feiern, Urlaub gehen und vieles mehr zu unterlassen. Diese Zeit zu nutzen um nüchtern zubleiben und gleichzeitig ein neues trockenes Leben aufzubauen.

    Schaue dir mal die Grundbausteine an, falls noch nicht geschehen.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Hallo Sula,

    alles, was dir empfohlen wird, würgst du ab, alle Erfahrungen siehst du anders. Überheblich kommentierst du deine kurze Nüchternheit. Ist zwar Deins kannst du machen, eventuell auch deine Art und von mir aus kannst du auch wieder saufen.

    Aber es drängt sich da noch eine Frage auf. Was suchst du dann für eine Hilfe hier bei uns? Warum hast du dich hier angemeldet? Wir scheinen dir ja keine Hilfe zu sein. Weißt ja schon alles. Was ist deine Motivation hier? Rebellion?

    Dennoch wüsste ich keinen einzigen Grund, warum ich wieder anfangen sollte zu trinken.

    Ich schon. Sogar mehre. Mit deiner Einstellung und deinen Weg, den du eingeschlagen hast, sind schon mal zwei Gründe.

    Nutzt aber nichts, User etwas aufzuzeigen, wenn er die eigene Überheblichkeit über die Sucht stellt.

    Hallo Sula,

    Sie beruht auf DEINE Erfahrung.

    Du hast ja keine trockene Erfahrung. Deswegen bist Du doch hier um Hilfe zu bekommen oder weißt Du schon, wie es geht?

    Du musst es nicht annehmen, kannst machen, was Du möchtest, aber herumzicken und auf "Ich weiß wie der Hase läuft und auf dicke Hose machen" ist doch nicht zielführend.