Beiträge von Hartmut

    Kurz nachdem ich hier aufschlug habe ich mich intensiv mit der alkoholfreien Zone auseinander gesetzt, mit den Ergebnis, meine alkoholfreie Zone ist in meinem Kopf und da fest installiert.

    Es gab Zeiten, das hätte ich mit dir darüber stundenlang diskutiert :saint: :mrgreen:. Du hast es aber bewiesen, dass es bei dir nur so funktioniert. Respekt dafür. ;)

    Ich denke, das Hauptproblem dabei ist, dass der Alkohol in der Gesellschaft als "gut und positiv" verankert ist.

    Das ist richtig, aber was hat das mit mir und meinen Schutz zu tun? Ich habe woanders mal geschrieben das der Alkoholiker der trocken werden oder bleiben will, erstmal ein Egoismus für sich und seinen Weg und darauffolgend Eigenschutz entwickeln solte/muss

    Auf der anderen Seite gibt es auch Leute, die vernünftig mit Alkohol umgehen können. z.B. meine Frau trinkt bzw. "genießt" ab und zu mal ein Glas Wein (Geschmack, aber auch die leicht entspannende Wirkung, die bei einem "Nichtgewöhnten" mit einem Glas einhergeht).

    Stimmt auch, aber ich kann es nicht und da ist es mir lieber, dass es nicht eine Handbreit vor mir auf dem Tisch steht.

    Das Hirn arbeitet beim Alkoholiker anderes als wie beim Nichtsüchtigen und beantwortet solche Situationen, wenn neben mir getrunken( gesoffen) wird, mit Verzichtsgedanken. Die sind ja nicht weg, wenn die Dame des Hauses ausgetrunken hat.

    Unterschied für mich ist:

    Im TV, Einkaufsregal u.a. kann ich schneller umschalten bzw. vorbeigehen.


    Auf einem Fest gehört schon etwas mehr dazu, zu entscheiden:

    Das tut mir gerade nicht gut, das möchte ich nicht „aushalten müssen“, ich gehe jetzt.

    Solange ich aktiv zum Alkohol zulaufe, macht es was mit mir. Begegne ich ihn "ungewollt" reagiere ich anders.

    Aber vielleicht helfen SHGs tatsächlich nur beim trocken bleiben und nicht, um trocken zu werden,

    da kann ich auch nur von mir schreiben.

    Bin hier trocken geworden und geblieben. Das seit 16 Jahren. Habe nichts, was geschrieben worden ist, als einen persönlichen Angriff gesehen, sondern als Möglichkeiten, die mir helfen "können" nicht müssen. . Andere Erfahrungen und die Lupe genommen.

    Ich halte nur nichts von irgendwelche hypothetischen Annahmen.


    Brettman - will nicht Alk.trinken , aber immer noch kleine Tür ist offen .Meine Meinung,

    Weiß ich nicht. Kann nur der Alkoholiker selbst, wissen, ob er damit endgültig abgeschlossen hat oder nicht.

    Genau so wie ich im TV wahrnehme, dass ein nackter Mann über den Bildschirm läuft

    Bist du auch von nackten Männern abhängig? :mrgreen:

    Ich versuche es mal anders. Ich sehe (unbewusst) den Alkohol in den Regalen, Fernseher, aber es löst in mir nichts aus. Nur wenn ich mir im Vorfeld ausmale, wie ich darauf reagiere, löst es was aus.

    Anderes sind Feste, Partys usw. das sind alle Sinne wach.

    Heute kann mir eine Flasche, welche bei mir im Regal steht, Unbehagen bereiten, morgen sehe ich sie evtl. garnicht.

    Alkohol begegnet mir überall, ich kann keinen Schritt gehen ohne mit ihm konfrontiert zu werden, kein Buch lesen, keinen Film sehen, er ist da und wenn ich nicht in der Lage wäre mit diesen täglichen Begegnungen zu leben, wäre mein Leben ein einziger Kampf.

    Darauf wollte ich heraus. Ich nehme jedoch diesen alltäglichen Alkohol drumherum gar nicht mehr wahr. Ob im Supermarkt, Fernsehen oder Zeitschriften

    Nur bei bestimmte nicht alltäglichen Situationen. Konzerte, Partys, Sauf oder Volksfeste mit Biergarten, Zelte. Grillen ist auch sowas, obwohl bei mir nur alkoholfrei gegrilt wird.

    Aber ich würde im Vorfeld nicht sagen, es mir nichts ausmacht, wenn ich darauf treffe. Natürlich habe ich alle Werkzeuge, die ich dazu brauche, Situationen zu überstehen, aber ich habe auch noch die geschädigte Areale im Hirn, die mir plötzlich ein ganz anderes Bild zeichnen.

    Off Topic.

    Ich hatte vor kurzen einen ehemaligen Saufkumpanen getroffen und da gingen alles Lichter im Hirn an und viele gemeinsame Sauferlebnisse waren sehr präsent. Greifbar. Wenn ich mich mit einem ähnlich langen trockenen Alkoholiker unterhalte, sind das mehr Beschreibungen, ohne dass es greifbar ist.

    Alkohol zu Haue, falls Gäste kommen oder ähnliches? Das sind doch nur Eigen Projektionen, dass es jemand braucht, wie man es selbst gebraucht hatte.

    Bevor nun die Diskussion wieder losgeht. Es macht mir nichts aus. Ich kann doch nicht nur, weil ich krank bin, andere es verbieten oder ähnliches.. Das ist Bullshit. Natürlich kann ich das. Kommt darauf an, wie ich meine eigenen Prioritäten setze.

    Servus

    das war deine Motivation und dann ging es auf das Konzert ;) . Die Vorhaben sind schon noch da? Oder mal etwas wieder in die Ferne gerückt?


    Zudem lese ich bei dir im groben nur ein Analysieren, was der Alkohol macht, was er bewirkt, wie es bei dir einschlägt. Was bringt dir das?

    Als ich trocken werden musste, konnte oder wollte, wusste ich ja genau, was der Alkohol mit mir machte. . Das ganze Analysieren brachte mir nichts, denn je länger ich mich damit befasste, schlich sich in den nassen Jahren immer wieder etwas Gutes mit ein. Dann hoch die Tassen, damit das alte Lied Saufen wurde wieder angestimmt.

    Nun gehöre ich nicht zu den trockenen Alkoholikern, die ihr ganzes Dasein oder die Saufzeiten aufgearbeitet haben oder sich immer wieder tiefenpsychologisch selbst analysierte. Mit warum, wieso, weshalb, wer ist schuld und was machte es mit mir konnte ich nichts anfangen.

    Ich war an dem Punkt angelangt, dass ich eben nicht mehr saufen kann. Dürfen ja, aber ich kann damit eben nicht mehr umgehen. Fertig! Kapitulieren und Akzeptieren. Egal welche Beweggründe da noch aufzuarbeiten wären.

    Ich hatte den Strich darunter gesetzt und mit pragmatisch an die Umsetzung solcher Sachen gemacht, wie du sie oben beschrieben hast ., Und zwar konsequent ohne Wenn und Aber, auch wenn ich da und da wie ein Bär im Käfig herumgestochert bin.

    Natürlich hat nicht alles Spaß gemacht, natürlich war da und da die Frage "bin ich bescheuert". Aber was war denn immer die Alternative? Nur das Saufen.

    Tun muss man Tun. Mein damaliger Spruch.

    mich würde Deine Definition von " Selbstsicherheit" interessieren.

    Beispiele.

    Bewusste Risiken, mit der Begründung, ich bin mir sicher das dort nichts passiert. Oder, ich bin mir sicher, dass mein Weg der Richtige ist. Ich bin mir sicher, dass die Flaschen zu Hause mir nichts ausmachen, weil ich das früher auch nicht getrunken habe.

    In dieser Richtung meinte ich das.

    Hallo zusammen

    hier mal ein Thema, was mich hin und wieder beschäftigt. Selbstsicherheit als trockener Alkoholiker. Mir macht es nichts aus, klingt es da und da, wenn sich jemanden in einem nassen Umfeld befindet. Ich kann mich vorbereiten und vieles mehr.

    Gibt es die überhaupt? Für mich ist sicher und unsicher eher ein Zeichen, dass ich mit dem Alkohol noch im Kampf bin. Kapitulation vom Alkohol ist ein Prozess, der Jahre dauert. Das nenne ich dann eine gewisse Stabilität, aber selbstsicher zu sein kann ich irgendwie nicht einordnen.


    Wie erlebt ihr das?

    chon klar. Es ging im ersten Beitrag um Soforthilfe, Reaktionen von Leuten, die die Situation kennen, einen Strohhalm.

    Um kurz mal die Regeln hier im Forum zu erläutern. Der Vorstellungsbereich, indem du dich gerade befindest, zeigt die ersten Schritte auf, bevor es so richtig ins Eingemachte geht. Heißt Arztbesuch - überwachte Entgiftung und dann ins Eingemachte. Mal grob umrissen.

    Unabhängig ob du früher schon mal beim Arzt warst uns schlechte Erfahrung machen musstest, kann jeder neuerliche körperliche Entzug gefährlich werden. Damit ist nicht zu spaßen und Eigendiagnosen fehl am Platz.


    Wieso hast du überhaupt Alkohol im Haus.? Ist dein Mann süchtig? Nicht verstecken, weg mit dem Zeug. Es dient als dein Schutzraum.

    Könnt ihr helfen?

    Wenn du Alkoholiker bist und den Weg in die Trockenheit suchst, können wir dich unterstützen, helfen musst du dir selbst. Selbsthilfe ist das A und O für den Alkoholiker. Keine Therapie, keine Selbsthilfegruppe wird dir helfen können, wenn du noch nicht so weit bist.

    Siehst du dich denn als Alkoholiker? Weiß das dein Arzt?

    Strategie für heute abend: früh schlafen gehen, vorher alte Urlaubsbilder gucken, das macht gute Laune.

    Immer die gleichen Strategien führen immer zu gleichen Ergebnisse. Machst du was anderes als Vorher?

    Nun spreche erstmal mit deinem Arzt darüber, dass du vernünftig aus der Sucht heraus starten kannst.

    Aber jetzt liegt es glasklar vor uns auf dem Tisch,

    wir sind vorläufig getrennt und nun müssen

    wir schauen, wie es weitergeht,

    wie sich jeder von uns weiter entwickelt.

    Mal ein paar Gedanken dazu .

    Ist es nicht besser, erstmal das WIR wegzulassen und auf sich selbst zu schauen? Bist du es dir alleine nicht wert, um für dich erstmal zu sorgen das es dir gut geht? Zeigt das WIR nicht, wie tief jemand noch in der CO Abhängigkeit steckt?

    Als ich trocken werden konnte. Nicht von außen hereingetragen, sondern von mir aus geworden, habe ich als Erstes lernen müssen, ein Egoist zu werden. Egoistisch mein Weg zu gehen. Auch hier im Forum habe ich mir die Unterstützung geholt, aber nur alleine meinen Weg gegangen.

    Ein "Wir" bedeutet in der Sucht immer ein Kompromiss einzugehen. Verantwortung abzugeben. Hintertür offenzulassen.

    Hätten wir sonst eine achtjährige Fernbeziehung überstanden?

    Hatte in der nassen Zeit auch Fernbeziehungen, was das Gute daran war, dass ich saufen konnte was ich wollte und beim Zusammentreffen habe ich mich, so weit wie möglich, zusammengerissen.

    Ich würde die Frage anders stellen wollen. Hätte es überhaupt 8 Jahre eine Beziehung gegeben, wenn es keine Fernbeziehung gewesen wäre?

    Ich werde natürlich weiter beobachten, ob er wirkliche Schritte unternimmt,

    wobei mir dieses Betrachten wie eines Affen im Zoo zuwider ist, und mein

    Misstrauen natürlich sehr groß ist, dass es nur wieder Sprüche sind.

    Warum? Fühlst dich verantwortlich für ihn?

    leider ist es so, dass manche Alkoholiker ihren Tiefpunkt niemals erreichen, egal ob sie unten angekommen sind oder wie oft sie aufgeschlagen sind.

    Ich schreibe mal aus eigener Sicht.

    Ich hatte viele Tiefs in meiner Saufzeit, aber nur einen Tiefpunkt. Der war so heftig, dass ich nur die Wahl hatte aufzuhören oder daran zu verrecken. Obwohl ich fast alles schon verloren hatte, kam noch so mancher Gedanke auf, weiter zu saufen. In Selbstmitleid zu baden und überall die Schuld zu suchen, half mir da auch nicht mehr weiter.

    Also blieb nur noch ich und der Suff übrig. Der Tiefpunkt hat mir die Verantwortung für mein weiteres Tun aufgedrückt. Die Erkenntnis, dass nur ich etwas dagegen tun kann.

    Aber eines bin ich mir ganz sicher . Jeder kann es schaffen, aber nur aus sich heraus.

    Was mir nach so langer Zeit vielleicht schwer fallen wird, ist mein Leben neu zu ordnen und Abstinenz nicht als Belastung zu sehen. Aber das dürfte auch ein Lernprozess sein, der sich mit der Zeit zur Routine entwickeln könnte

    Kennst du den Artikel schon? Haben Langzeittrockene jahrelang zusammen getragen, wie es funktionieren kann.

    Nur dazu muss auch der Alkoholiker bereit sein und seine Nüchternheit an erster Stelle zu setzen.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Hallo Brettmann

    lass diesen Blödsinn und lasse dich überwacht, entgiften. Was passieren kann, muss ich wahrscheinlich auch nicht erklären. Wir wollen hier auch von einem kalten Entzug lesen. Kannst nicht noch in die Notfallaufnahme KH ? Oder hast du einen Arzt der das überwacht?

    Gehe den geraden Weg .

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Alles andere folgt nach dem Entzug.

    Hallo Brettmann

    willkommen in unserer Online SHG . 24 Stunden um die Uhr offen und unabhängig.

    Nun scheinst du einiges hinter dir zu haben. Liest sich etwas verzweifelt.

    Mal ein paar Verständnisfragen vorweg , trinkst du noch oder bist du entgiftet? Wenn entgiftet, wann war diese und wenn nicht, wann hast du es vor. Diese Fragen dienen uns, dich etwas besser kennenzulernen.

    Servus

    Da jeder in seiner Psyche und evtl. auch im Trinkverhalten völlig anders ist, muss jeder für sich genau herausfinden was Ihn triggert.

    Diese Situationen muss der/ diejenige nach Möglichkeit meiden. Das können völlig unterschiedliche Reize sein, bestimmte Gerüche, ein bestimmtes Lied oder auch ein Anblick von was auch immer.

    Ist es nicht so das, was heute nicht triggert, morgen triggern kann? Kann ich das ausschließen? Ich kann es nicht. Ich mache es nicht an meinem Trinkverhalten fest, da ich rund um die Uhr gesoffen hatte. Ich kann nichts ausschließen und damit fahre ich ganz gut.

    Je länger man trocken ist, umso mehr lernt man sich so eine innere Liste anzulegen.

    Oder lernt damit umzugehen sollte was triggern.

    Ich möchte schon eine Feier, aber andersrum will ich mich nicht in Gefahr begeben, falls doch Alkohol auf den Tisch kommen würde.

    Wenn du es nicht verhindern kannst, die Feier ausfallen lassen und vom ersparten Geld einen schönen Urlaub machen. Warum sollten andere aufgrund das du 60 geworden bist, dir etwas vor Saufen?