Beiträge von Hartmut

    Um ehrlich zu sen. Eine erklärende Antwort erwarte ich mittlerweile auch nicht mehr, offensichtlich gibt es einfach keine

    Verstehe ich nicht. Die Erklärung ist doch eindeutig. Beckenende Alkoholiker, dann Austausch.

    Vielleicht anderes rum. Ich kaufe, mir doch keine Eintrittskarte für ein Handballspiel und renne dann auf das Spielfeld und sage vor der Tür sehen noch ein paar Fußballer, die mit spielen wollen.

    Verstehst du, was ich meine? Wir können nicht das ganze Spektrum abdecken. Es gibt Grenzen, um einen qualitativen Austausch weiterhin zu gewährleisten. Der Vorstellungsbereich dient doch auch dafür, dem User die Möglichkeit zu geben sich zu orientieren und zu schauen, ob es für sich richtig ist.

    Wenn ich kein Alkoholiker bin und „nur“ mal über die Stränge geschlagen habe, ist das doch was ganz anderes als Suchtkrank.

    „Du bist noch nicht soweit" ,wäre eine Unterstellung.

    Nun geht es im Austausch für mich im Alkoholiker-Forum darum, eine klare Sprache zu sprechen. Heißt auch anzusprechen was an Erfahrungswerte da sind. Gerade hier werden auch direkt, manchmal ungeschönt, irgendwelche Ungereimtheiten angesprochen. Nicht immer so sensibel, wie sich der eine oder andere es sich wünscht.

    Es kommt doch darauf an, wie ich damit umgehe. Antworte ich, „es ist eine Unterstellung“, kann das auch eine Schutzbehauptung sein, wie ich es jahrelang als nasser Alkoholiker praktiziert habe Ich hatte mal (anderes Thema) jemand gefragt, ob er wieder trinkt. Er war empört, aber ich frage mich da, wenn nicht hier, wo dann?

    Mir ist es wichtig, auch mal was unterstellt zu bekommen. Jeder geht jedoch da anders mit um.

    Vielleicht mal von mir. Ich bin fast seit 16 Jahren mit diesem unmöglichen Wort. „Alkoholiker“ trocken. Warum wohl?

    Ich gab und gebe diesem Wort nichts Negatives. Es ist für mich die Krankheitsbezeichnung. Wer darüber negativ denkt, sollte sich mal fragen, warum das so ist. Da geht es doch nicht mehr um ihm selbst, sondern wie er gerne gesehen wird.

    Wie ich mich nach außen zeige, ändert doch nichts daran, was ich bin. Wir sind hier in diesem Forum doch keine Freizeittrinker oder die mal verzichten wollen. Nein, wir sind stinknormale, ehemalige Säufer und vornehmer ausgedrückt ,Alkoholiker, die eines im Sinn haben. Nicht mehr saufen zu müssen. Nicht daran verrecken.

    Wenn hier eine sich als abhängig bezeichnen, als suchtkrank, dann ist er für mich und dem ganzen Umfeld, den ich kenne, eben ein stinknormaler, stigmatisierter Alkoholiker. Da muss ich doch durch, um mir die Grundlage zu schaffen, nicht mehr trinken zu müssen. Ich muss mich doch mit den Gegebenheiten anpasen und nicht an Begrifflichkeiten aufhängen.

    Ich kann mich doch nicht durch irgendwelche Begriffe trocken machen oder streicheln. Ändert aber nichts, dass es eben ein Alkoholiker Forum ist. Dazu muss ich mich hier bekennen.

    Das einige CO das anders sehen und ausdiskutieren wollen, kenne ich doch aus der nassen Zeit. Hatte doch selber meine Co und wusste damit umzugehen. Das ständige Diskutieren in der nassen Zeit hat mich jedoch nicht trocken gemacht, sondern nass gehalten.

    Dass ein CO keinen Alkoholiker gerne um sich hat, ist doch verständlich. Da ist es doch angenehmer zu sagen. Er ist ein wenig suchtkrank oder hat es ein wenig übertrieben. Jedoch gibt es kein Alkoholiker Light. Sowie es kein bisschen schwanger gibt.

    Wird nun nur noch diskutiert, um des Diskussionswillen? :)

    Es ist logisch, dass man an einer Abhängigkeitserkrankung nur etwas komplett geändert bekommt, wenn man vorbehaltlos akzeptiert, dass man sie hat.

    Mehr ist doch dann nicht zu diskutieren. Wir sind ein Alkoholiker-Forum, die bekennende Alkoholiker ein Austausch anbieten. Der erste Schritt ist eben die Erkenntnis. Das Herumdoktern an Begriffe macht niemanden trocken.

    Schmälert es den Wert der Selbsterkenntnis, wenn man bei seiner Wortwahl auf den Begriff "Alkoholiker" verzichtet, vielleicht auch, weil es ja schon im Forennamen steht? Wo genau liegt der qualitative Unterschied?

    Dazu ist alles geschrieben.

    Davon ab garantiert das Schlüsselwortbekenntnis ja für sich genommen noch keinen größeren Abstinenzerfolg.

    Bei aller Liebe und Diskussionsbereitschaft. Das wird mir jetzt willkürlich zusammengewürfelt. Abstinenz und Weg steht auf einem anderen Platz.

    Wer sich am Anfang des Weges an solche Begrifflichkeiten stört, hat es noch nicht verstanden, um was es ankommt, trocken werden zu wollen. Er ist eben noch nicht so weit. Er hat die Ernsthaftigkeit seiner Erkrankung noch nicht ganz erkannt.

    Das ist meine Erfahrung, keine Meinung oder es könnte doch auch anders sein, weil ich es anders sehe :mrgreen:

    Beim Namen dieses Forums ist also die Selbstbezeichnung „Alkoholiker“ der Schlüssel, um das Forum als aktiver Teilnehmer für sich öffnen zu dürfen und der passt?

    Nein, aber warum melde ich mich explizit in einem Alkoholiker-Forum an, wenn ich keiner bin? Komme ich hier her, um das Forum des Wortes wegen zu verändern oder weil ich etwas gegen meinen Alkoholismus, meine Sucht oder Abhängigkeit zu tun?

    Das Forum heißt ja “ Selbsthilfe für Alkoholiker und Co Abhänge“

    Sich als Alkoholiker zu bezeichnen ist doch der Schlüssel für sich selbst.

    Und als ich das erste Mal, vor versammelter "Mannschaft" ausgesprochen habe, dass ich Alkoholiker bin, ist das bei mir eingeschlagen, wie eine Bombe.


    Ab da war mir klar, dass da jetzt was gehen muss. Ich was machen muss. Ohne Wenn und Aber. Ohne Ausflüchte, oder sonstiges.

    Lese doch mal die Berichte von Alkoholiker, warum es für die Mehrheit der Schlüssel für den weiteren Verlauf ist.

    warum ist dieses eine Wort "Alkoholiker" so wichtig? Es scheint ja für die Krankheitsbezeichnung nicht zeitlos zu sein.

    Ich persönlich kann mit "alkoholabhängig" genauso viel anfangen oder mit "suchtkrank" obwohl das ja eigentlich doppelt gemoppelt ist.

    Wenn sich jemand als alkoholabhängig outet, (obwohl ich das Wort outen auch nicht für richtig erachte) ist er doch Alkoholiker und doppelt gemoppelt. Das ist richtig, aber warum sagt er dann nicht gleich Alkoholiker? Es verbindet doch das eine mit dem anderen unweigerlich. Ich kenne niemanden, der das nicht verbindet.

    Gerade Alkoholiker, die jahrelang Leid für sich und andere angetan haben, und nicht gerade sensibel damit umgegangen sind, setzen nun ein Maßstab wie sie sich nennen wollen? Zumindest für mich nicht nachvollziehbar.

    Hallo Croissy

    ich frage mich, warum echauffierst du dich als CO denn so? Das geht doch nur den Alkoholiker erstmal was an. Es mag dir gegen den Strich gehen, wie Alkoholiker sich dazu äußern, aber was hat das denn mit dir zu tun?

    Auch wenn ich aus dem Angehörigenbereich komme ,kann ich für mich trotzdem beurteilen

    Natürlich kannst du das für dich beurteilen, jedoch ist es was anderes, wenn es den Alkoholiker betrifft.

    Es geht hier erstmal um die Anmeldung, das Eingestehen Alkoholiker zu sein, nicht mehr und nicht weniger. Aus der Co Sicht erscheint vieles anders.

    Es geht auch nicht um den weiteren Weg. Es geht nicht um schwarz oder weiß. Deine Interpretation ist deswegen verkehrt.

    Das Forum ist voll mit andern Begrifflichkeiten und User die andere Wege gehen. Ich finde es unnötig und daneben so ein Fass aufzumachen und alles infrage zu stellen, was das Forum jeden Einzelnen auch CO für Hilfe gegeben hat.

    Nach dieser Diskussion hier ist mir klar geworden, dass ich mich hier abmelden möchte.

    Wenn es heute noch dein Wunsch ist, melde dich einfach nochmal. Wir haben hier auch die 24-Stunden-Regel. Darüber nachdenken, alles noch mal in Ruhe durchlesen, sacken lassen, dann sieht es eventuell anders aus. Wenn nicht, einfach melden.

    Off Topic

    es gibt Alkoholiker, die es anders machen, wir werden auch nie alle erreichen. Das ist auch nicht das Ziel. Wir haben uns seit Anbeginn des Forums und einer Rückfallquote von mehr als 95 % auf die Fahne geschrieben, die größtmögliche Risikominimierung anzubieten. Die der Grundbausteine. Wer was daraus macht, ist seins.

    So einfach ist es eben nicht.

    Doch es ist so einfach. Wer kein Alkoholiker ist, der tauscht sich hier nicht aus. Wer sich nicht als Alkoholiker sieht, auch nicht. Wenn die Erkenntnis nicht da ist, dann ist das Forum eben nicht für ihn geeignet. Es gibt ja nicht nur uns, die sich diesem Thema widmen.

    Und keine Sorge. Wenn jemand hier für sich zu den Ergebnis kommt, kein Alkoholiker zu sein, wird er, wie hier schon geschehen, gerne wieder gehen.

    Wo ist denn bitte das Problem

    Es geht nicht um Sorgen, sondern um die Ernsthaftigkeit des Themas.

    Im Vorstellungsbereich kommen ja erstmal alle an und da stellt sich heraus, wer für den weiteren Austausch geeignet ist. Dass da für den einen oder anderen grenzwertige Entscheidungen dabei sind, ist auch normal. Aber solche Entscheidungen treffen wir im Team und gleichen es auch nach Erfahrung jeweils ab.

    Warum werden diese Unterschiede hier gemacht??

    Ganz Einfach. Weil das ein Alkoholiker Forum ist. Wenn jemand hin und wieder säuft, aber noch kein Alkoholiker ist, ist hier verkehrt.

    Der Alkoholiker kann nie wieder saufen. Ein anderer Ausgangspunkt, als ein Missbräuchler der nur eine Pause macht, um seinen Alkoholkonsum Herr zu werden oder zu drosseln.

    Wir zeigen hier Wege auf, die zu einer lebenslangen Abstinenz führen kann, und zwar mit der größtmöglichen Risikominimierung.

    Ich denke, wer die führt, sollte sich ernsthaft fragen, ob er schon so weit ist.

    So seh ich es auch.

    Wer sich hinter Begrifflichkeiten versteckt oder versucht sie auszudiskutieren oder mit anderen Begrifflichkeiten ersetzt, weil sie angenehmer klingen, ist eventuell noch gar nicht so weit, sich dem Thema eigener Sucht zu stellen.

    Diese Erfahrungswerte haben sich hier im Forum seit über 18 Jahre bewährt.

    warum ist dieses eine Wort "Alkoholiker" so wichtig? Es scheint ja für die Krankheitsbezeichnung nicht zeitlos zu sein.

    Ich persönlich kann mit "alkoholabhängig" genauso viel anfangen oder mit "suchtkrank" obwohl das ja eigentlich doppelt gemoppelt ist. Weil Sucht ja schon für sich Krankheit bedeutet.

    Wie du beschreiben hast, es „scheint“ nicht zeitlos zu sein. Es scheint nur so. ;) Mit Alkoholiker kann jeder sofort was anfangen. „Man“ sieht es an dem Aufschrei. Das andere hat sich mit meiner obigen Post überschnitten.

    Doch in jedem Forum gilt: der Hausherr hat das Sagen.

    Es geht nicht um den Hausherrn. Es geht um die jahrelange Erfahrung mit dem Begriff.

    Jeder, der rhetorisch bewandert ist, kann sein für und wieder so ausdrücken, dass es schlüssig für den einen oder anderen erklärt wird.

    Was ist denn an dem Begriff Alkoholiker so schlimm? Warum wird hier schon versucht, etwas Anrüchiges daran zu finden? Es geht hier nur mal um die Anmeldung und sein Sortieren zu wem er gehört.

    Welches Wort wäre denn das Richtige dafür? Wir sind hier nicht da um jeden, der ankommt zu erraten, was er ist. Es ist seine Sache, sich zu erklären, warum er hier bei uns seine Hilfe sucht.

    Hallo Croissy

    Wie gut ,dass es Meinungsfreiheit gibt.

    Es geht nicht um Meinungsfreiheit. Alkoholiker sein ist keine Meinung, es ist ein Eingestehen erkrankt zu sein. Endet eben ungestoppt tödlich, egal wie, wer oder was darüber denkt. Ich kenne keine Krankheit, die unter Meinungsfreiheit geschlüsselt ist.

    Mich stört es ,dass sich jeder erst einmal als Alkoholiker bezeichnen muss,um „anerkannt " zu werden.

    Das darf dich stören, aber es sind die Regularien des Forums. Wie ich gelesen habe, bist du Angehörige, was es schwerer macht, sich in den Alkoholiker reinzuversetzen.

    Vielmehr kommt es doch auf die innere Haltung an und weniger auf einen Begriff.

    Natürlich kommt es darauf an, aber der Begriff sagt es aber erst aus, um was es geht. Warum herumdrucksen, was offensichtlich, mich hier hertreibt? Hier sind sie doch, die Alkoholiker in gesammelter Form. Hier kommen doch die wenigsten an, die „nur“ ein Problem, mit Alkohol haben.

    Aber wie erwähnt. Co und Angehörigen sind eine andere Schublade.

    Hallo zusammen,

    Wenn ich mich hier um schaue, welche Anstrengungen unternommen wird, um Umschreibungen für das böse Wort Alkoholiker zu finden, sehe ich mich in die tiefsten nassen Zeiten zurück. Am Stammtisch war keiner Alkoholiker, da wurde gelogen, betrogen, sich selbst verarscht, obwohl der Großteil es längst für sich wusste.

    Dann möchte man trocken werden, sucht sich eine gleichgesinnte SHG und es geht weiter. Anstatt da wo alle Alkoholiker sind, wird weiter herumgedruckst. Wenn nicht da, wo dann?

    ´Der Satz „ich bin Alkoholiker“ steckt voller Missverständnisse. Es kommt nicht darauf an, ein Schild um sich zu hängen und durch die Straße zu marschieren. Das ist Blödsinn. Es kommt eben darauf an wie ich mich sehe, ob ich es verstanden habe, und wenn ich es in der Gruppe wo eh alle ex Säufer sind sage , ist das wie eine Unterschrift unter einem Vertrag. Ich stehe dazu.

    Vorteil, aus der Nummer komme ich nur noch nüchtern raus.

    Meine Frau hat ein Alkoholproblem. Zweimal habe ich sie "trocken" gelegt --> im Krankenhaus.

    Leider hatte sie anschließend das Gefühl, sie könne kontrolliert weitertrinken.

    Da siehst du doch das Ergebnis. Sie hatte es nicht eingesehen, sonst wäre sie nicht den Versuch erlegen kontrolliert zu trinken. Was soll denn beim nächsten Mal anders sein?

    Ich weiß, wie schwer gerade Angehörige darum kämpfen, dass der Gegenüber aufhört zu saufen. Nur ist da der eigne Wunsch größerer als die Einsicht des Trinkenden.

    Bei uns hat sich etwas getan: Meine Frau ist so zittrig geworden, das sie Angst hat, die Treppen zu laufen. Jetzt sitzt sie oben und packt sich einen Koffer für das Krankenhaus. Oder die Rheinhessenfachklinik.

    War das ihr eigener Wunsch in die Klinik zu gehen?

    Hallo Bratznack

    willkommen hier bei uns. Wir sind hier eine selbständige, unabhängige Selbsthilfegruppe und haben nichts mit der AA zu tun. Es gibt auch ein ungeschriebenes Gesetz aus den verschiedensten Gruppen. Nichts soll herausgetragen werden.

    Nun mal zu dir. Nur du kannst wissen, ob du ein Alkoholproblem hast. Genauso verhält es sich mit deiner Frau. Deine ganzen Bemühungen sie „trocken“ zu legen werden scheitern so lange sie es nicht möchte. Du kannst nur was für dich tun. Das ganze Forum ist voll mit diesen Geschichten.

    Hast du dich schon mal eingelesen?