Das Thema mal wieder hervorgeholt.
Selbsthilfe ist nicht gleich Selbsthilfe oder doch?
Selbsthilfe bedeutet nicht einen Weg zu übernehmen, sondern den Sinn des Weges mit der Zeit zu erkennen. Nur wie erkenne ich den Weg? Jahrelanges Saufen hatten doch Spuren hinterlassen. Von Wesensveränderungen über das immer wieder betonte vom Suchthirn eingepflanztes nasses Denken, war ja alles noch da.
Einfach aufhören und so weiter machen wie bisher hat ja nicht funktioniert. Jetzt stand ich vor dem Problem. Welche Hilfe nehme ich an, welche bin ich bereit umzusetzen. Was kann ich für mich verantworten, was sind die Auswirkungen? Diese Fragen stellen sich womöglich viele.
Was ist dir richtige Selbsthilfe für mich? Mich an denen orientieren, die hier mit mir neu aufgeschlagen waren? Nö, da hätte ich auch am Stammtisch bleiben können, und zusammen im Chor singen. „Morgen hören wir auf.“
Aber auch nicht der Weg eines Einzelnen abpausen war das Richtige. Ich brauchte einen, Weg, der die Masse aller Einzelne und deren Erfahrungen beinhaltet und die Aussicht lange zufrieden trocken zu werden. Ja werden. Am Anfang war ich nicht zufrieden, kannte ja nur nasse Begebenheiten.
Dieser Weg wurde hier im Forum von Langzeit trockenen Jahrzehnte lang zusammengetragen, verfeinert und als Richtlinie angegeben. Die Grundbausteine. Ich gebe diesen Weg auch in meiner netten empathischen Weise
ungeschönt weiter, denn ich bin ihn gegangen.
In meiner Welt auf meine Person runtergebrochen und eigen Erlebtes angepasst. Was ich nicht angepasst hatte, war die Risikominimierung. Das wäre ein Aushebeln aller Erfahrungen gewesen. Die Risikominimierung standen und stehen heute noch an erster Stelle.
Dass ich dies nie vergesse, bin ich fast 16 Jahre hier. Was ich noch alles zu meiner Selbsthilfe zusätzlich annehme, ist individuell und bei Zufriedenheit wohl die richtige Selbsthilfe. Zufrieden sein mit seiner gestoppten Sucht ist noch lange kein zufriedenes Leben.
Da muss ich die Selbsthilfe /Hilfe woanders suchen.