Beiträge von Hartmut

    Ich frage mich auch manchmal, ob ich am Helfersyndrom leide, wenn ich hier von meinen Erfahrungen berichte oder meine Meinung kundtue und versuche vorsichtig, den Anderen zum Nachdenken, Erkennen zu überreden.

    zu welcher Antwort bist du für dich gekommen? Das mit Wurst und Metzger war auf weg schicken gemünzt

    Hartmut, nun gib es doch endlich zu, das Du auch ein hilfsbereiter Mensch bist! :P

    Kannst Du eh nicht leugnen, also gib auf und gestehe 8o

    sonst wäre ich ja nicht Moderator und mich seit 16 Jahren immer wieder denselben Fragen von User zu stellen :P Grundsatzdiskussionen zu führen.

    Grundtenor. Es ist Selbsthilfe, eigene Erfahrungen weiterzugeben und nicht, die ich, denke das es, hilft. Gegenseitiger Austausch und nicht dabei das Gefühl bekommen weg geschickt zu werden.

    Und mal in meinen Worten zu schreiben. Es ist doch keiner so bescheuert, dass er nicht weiß, dass es die verschiedensten Gruppen gibt, die er für sich nutzten, kann. Hier schlagen auch keine unmündigen User auf, die an die Hand genommen werden muss. Zumindest gehe ich mal davon aus, dass alle erwachsen sind.

    Zudem die Fluktuation im offenen Bereich eh groß ist, weil die Vorhaben sich von der Sucht zu lösen entweder scheitern oder gemerkt wird, dass „man“ für sich etwas tun muss .

    Ich bin hier auch wieder raus :)

    naja, du bist ja auch hier um anderen zu helfen, oder nicht? 😉 was steckt denn da dahinter?

    Das Team ist hier, um das Forum am Leben zu halten. Da gibt es eben auch gewisse Eckpunkte, die wir hier festlegen, um einen reibungslosen Lauf zu gewährleisten. Der Austausch beruht auf Selbsthilfe.

    Mir ist es wichtig, dass jeder die richtige Anlaufstation findet. Für viele mag das dieses Online Forum sein- einige brauchen aber vielleicht auch den RL Austausch, gerade auch am Anfang. Ich kann gerne in Zukunft auf die Forumsliste verweisen.

    Nun, das ist richtig, deswegen haben wir eine Liste eingeführt.

    Wieso ist es dir, wichtig das jeder die richtige Anlaufstation bekommt? Du bist doch deinetwegen hier oder sind das noch CO Anteile, andere „retten“ zu wollen? (mal überspitzt nachgefragt)

    Wenn ich hier aufschlage und bekomme ungefragt andere Anlaufstationen, frage ich mich erstmal, warum ich gleich wieder weg geschickt werde. Ich habe mich doch in einer Selbsthilfegruppe angemeldet. Wenn ich als User nach anderen Gruppen nachfrage, ist das was anderes.

    Oder anderes formuliert. Wer Hilfe sucht, findet sie auch. Wenn eine Hilfe nicht ausreicht, dann ist es dem Hilfesuchenden seine Aufgabe.

    Ich gehe ja auch nicht zum Metzger um die Ecke und frage nach anderen Metzgereien. Ich probiere doch erstmal die Wurst. :mrgreen:

    ab wann ist man denn wirklich nüchtern ?

    Das ist eine sehr gute Frage.

    Ich mache es nicht am Wegstellen des Glases fest, sondern wie „trocken“ jemand denkt. Viele Alkoholiker werden nur aufgrund der äußeren Umstände und nicht wegen der inneren Einstellung trocken.

    Nüchtern kann ich nur sein, wenn ich nüchtern denke. Dem Alkohol keinerlei positive oder negative Eigenschaften zuspreche.

    Und so ist auch Sucht individuell und dass, was einem raus hilft oder eben nicht

    Nö, die Sucht ist nicht individuell, nur die Wege daraus. Sucht ist Sucht. Die immer wieder betonte Individualität oder der Weg daraus dient nur als Rechtfertigung für seinen Weg. Ich vermenschliche nicht die Sucht oder schreibe ihr Individualität zu.

    Wie weit siehst du dich schon vor einem Rückfall? Wie nahe warst du schon am Glas? Kennt mich ja mittlerweile, dass ich nicht lange herumrede. Ist auch nicht provokativ gemeint, sondern rein aus meinen Erfahrungen heraus.

    Nun hatte ich das im letzten Oktober schon gefragt. Ja Abi Treffen, dann war irgendwas mit deinem Geburtstag mit Anstoßen der Kollegen. Verheimlichen, alkoholkrank zu sein. Irgendwas mit Urlaub? Mit Menschen die um dich herum gesoffen/ getrunken haben.

    Es summiert sich eben bis das Fass überläuft. Mir kann auch kein Alkoholiker erzählen, dass er in der Anfangszeit nicht ans Saufen gedacht hat, wenn er trinkende Menschen um sich hatte. Oder in ihm keine Verzichts-Gedanken hochkamen, weil man nicht mehr überall hin gegangen ist.

    Schon gar nicht jemand, der schon 20 Jahre Alkoholiker war.

    Aber bevor jetzt wieder eine Welle der Empörung kommt. Es ist normal. Es ist Sucht. Es kommt jedoch darauf an, wie nehme ich es für mich an und was kann ich dazu beitragen, dass es in Zukunft eben abgeschwächt auftaucht. Dazu ist die Basic Arbeit wichtig. Im ersten Jahr Ersatz für sich zu finden um sich dadurch zu stabilisieren.

    Hallo Hanseat,

    Meine größte Sorge ist, daß der ganze Zirkus jetzt wieder von vorne losgeht. Ich habe aber die Hoffnung, daß ich im letzten Jahr viel gelernt habe und daß ich das Gelernte jetzt anwenden kann.

    Wenn du die Basic kennst, warum machst du dir dann Sorgen?

    Nach einem Jahr wieder zu saufen, ist auch nichts Ungewöhnliches, zumindest in der Statistik nicht. Aber auch das hat ja Gründe.

    Ich glaube dir, wenn du schreibst, dass du ein unweigerliches Verlangen hattest, um es durchzuziehen. Jedoch kenne ich keinen Rückfälligen, der es nicht schon mal im Laufe seines Weges vorab im Kopf durchgespielt hatte. Oder an sich zweifelte oder eben es noch nicht ganz akzeptiert hatte. Sein Verhalten wieder an die nasse Zeit anpasste.

    Am meisten interessiert mich jetzt natürlich, was ich vielleicht in der Zukunft noch etwas besser machen kann. Ich war ja gut und habe schon einiges richtig gemacht, aber ich hatte diesem Saufdruck irgendwann am Ende einfach nichts mehr entgegenzusetzen. Ich

    Es zeichnet sich bei den Rückfälligen größtenteils dasselbe Muster ab. Ich empfehle dir mal in deinen Thread die Warnungen zu lesen. Was wir im ersten Jahr empfohlen haben und was mit eigenen Argumente dann abgeschmettert wurde.

    Sehe es mal nicht als Vorwurf. Sondern als Hilfestellung.

    Ich bitte, um Nachsicht, daß ich mich zu dieser unsinnigen Diskussion hinreißen ließ, Alkohol -ich bin abhängig.

    Jede Diskussion, egal welche Schlüsse daraus für sich gezogen werden, hilft immer. Wenn mal nicht für sich selbst, dann für jemand anderes. Alles gut. Du bist für dich da, und nur du, kannst für dich trocken bleiben.

    Ist ein trockener Alkoholiker abhängig? Braucht er seine Droge?

    Ein trockener Alkoholiker ist abhängig, sonst wäre er nicht trocken. Dieser Ausdruck gibt es nur bei Abhängigen.

    So fern man, den Ursprung des Satzes `in vino veritas` kennt, ist deine letzte Frage nicht gerade sehr intelligent.

    Ist das so? Nun löst der Wein die Zunge, die das Lügen schwer machen würde.(Zitat Ursprung-Kontext zur Sucht- nasses Denken) Bei Alkoholiker gibt der Rückfall die Antwort.

    Grundsätzlich schließe ich nichts aus.

    Dann noch viel Spaß bei deinem Hobby.

    Also doch abhängig. Sonst würde ja das wieder anfangen zu trinken nichts ausmachen.

    Für mich befindest du dich noch im Kampf und hast anscheinend noch nicht akzeptiert, Alkoholiker zu sein. Wer will denn schon als Säufer gelten, da wird dann schon mal für das eigene schlechte Gewissen etwas schön gemalt. Zumindest ist das meine Erfahrung aus dem jahrelangen Austausch mit Alkoholiker.

    Aber mal zu deiner Grundlage Forschung. Wenn du alles verstanden hast, schließt du dann einen Suchtdruck aus? Schließt du einen Rückfall aus?

    Liegt nun im Wein oder im Rückfall die Wahrheit?

    In einer realen SHG, fiel mir auf, daß daran kaum Interesse besteht ... alles zu kompliziert, zu weit hergeholt, nicht nachvollziehbar

    Kann ich nachvollziehen.

    Viel lieber wird über Suchtdruck geredet und wie man ihn bekämpfen kann, nicht wie man die Ursachen beseitigt, es zumindest versucht.

    Das beste Wissen / Verständnis/ Zusammenhänge nutzen mir nichts, wenn ich nicht weiß, wie ich mich bei Saufdruck verhalten muss.

    Was meinst du mit Ursachen beseitigen? Ursache ist die Sucht, die kann nur eingedämmt werden aber nicht beseitigt. Sie ruht nur in irgendwelche Hirnregionen.

    Doch bei einer Vielzahl vergeht es eben nicht, die kämpfen, wenn nicht täglich, zumindest wöchentlich und kommen sie in eine brenzliche (konfliktreiche) Situation, kündigt sich besagter Saufdruck an, als scheinbare Lösung.

    Was hat das mit dir zu tun?

    Wollte nur kurz Meldung geben, daß der Rückfall jetzt nach zwei erfolglosen Versuchen endlich gestoppt ist. Vier Tage nüchtern.

    Wie sieht es heute aus? Rückfälle sind das eine, wie es dazu gekommen ist, wäre das andere. Ich habe immer, so traurig es auch ist, davon profitiert, wenn jemand kurz beschrieben hat, wie es zum Rückfall kam.

    Es geht nicht um irgendwelche Schuldzuweisungen, sei es von einem selbst oder von anderen.