Beiträge von Hartmut

    Ich wünsche mir eigentlich, dass niemand in so eine Situation gerät und wenn doch, darin verharrt, wo sowas potentiell möglich ist!

    Nun geht es mit den Wünschen nicht immer, wenn Krankheiten dahinterstecken. Der eine CO Krank, der andere Alkoholiker. Das schaltet das vernunftgeleitetes Denken aus. Es gibt da kein Eintrichtern, überzeugen oder die Erkenntnis hineinprügeln.

    Ich selbst in einem Alkoholiker Haushalt aufgewachsen kenne auch das Leid als Kind. Die Wut, der Zorn projiziere ich jedoch nicht mehr auf andere Alkoholiker /CO die meiner Geschichte ähnlich sind. Das hätte nichts mehr mit Verarbeiten meines Leid zu tun.

    Ich würde mich wieder in den Kreislauf einfügen und am Leid , Wut ,Zorn festhalten.

    Was mir geholfen hat, war eine Selbsthilfegruppe zu suchen-in natura, nicht nur online (nicht abwertend gemeint). das persönliche treffen mit anderen war sehr lehrreich für mich (bin noch in einer gemischten SHG - Abhängige und Angehörige).

    Das ist Ok. Alles was hilft sollte in Anspruch genommen werden.

    WENN SIE NICHT MIT TRINKEN AUFHÖREN WILL, DANN WILL SIE NICHT

    Nicht immer hat das was mit Willen zu tun, es kann auch sein, das sie es noch nicht kann.. Es braucht erst den Point of Return. Oder wie wir es sagen . Einen eigenen Tiefpunkt.

    Hallo Borussia,

    danke für den Mut und deine Offenheit.


    Hier im offenen Bereich tauschen sich jedoch nur trockene oder trocken werdende und entgiftete Alkoholiker aus. Aus diesem Grund und aus Schutz schließe ich vorsorglich bis auf Weiteres diesen Thread und hebe gleichzeitig die Freischaltung auf. Er kann auch jederzeit wieder geöffnet werden.

    Du kannst Dich jedoch wieder, wenn Du so weit bist, im Vorstellungsbereich melden.
    Wir werden Dich, wenn es Dein Wunsch ist, auch in Zukunft weiter unterstützen.

    Ich wünsche Dir alles Gute bis dahin.

    Hallo Lisa

    Die anfänglichen Gefühle und Gedanken sind die gleichen. Sucht ist Sucht. An

    Sucht ist eben nicht Sucht. Ich halte diese Gedankengänge für gefährlich. Ein Rückfall ins Rauchen ist weitaus anders zu bewerten als ein Rückfall ins Saufen. .

    Ne, testen will ich es nicht. Aber früher oder später wird irgendwo jemand Alk trinken.

    Klar, das ist unvermeidlich, dass du irgendwann wieder damit konfrontiert wirst. Ich muss jedoch auch nicht direkt drauf zulaufen. Deswegen ist es auch erstmal wichtig sich zu stabilisieren, sich drauf vorbereiten, sollte es der Fall sein. Deswegen ist auch so ein Austausch mit Erfahrenen hier so wichtig.

    Alkoholsucht und Nikotinsucht und auch die Sucht nach Zucker kann ich vergleichen: jeder Stoff wirkt anders, aber bei jedem dieser Stoffe ist schon die Vorstellung vor einem möglichen Entzug zumindest "unbehaglich", weil man weiss, daß es nicht einfach wird.

    Nun das sehe ich etwas kritischer, sondern halte es auch für gefährlich. Nicht jeder „Nasse“, der hier aufschlägt, erkennt dann die Unterschiede.

    Natürlich kann ich alles an Süchten vergleichen, aber wie sinnvoll ist es im eigenen Fall aus dem Weg aus der Sucht? Deswegen sind wir doch hier im Alkoholiker und nicht in einem allgemeinen Suchtforum.

    Ich selbst hatte in den nassen Jahren aufgehört zu rauchen und Jahre später mit dem Saufen. Hätte ich den Maßstab wie ich es für das Rauchen genommen, hätte ich einen unverantwortlicher kalten Entzug mit lebensbedrohlichen Auswirkungen durchgeführt.

    Nach dem Motto „Beim Rauchen, beim Zuckerentzug „funktioniert“ es ja auch.

    Hallo Brigitt

    st es eigentlich so falsch einen Menschen, den man mal sehr geliebt hat zu helfen? Sicher ist, das man als aller erstes sich selber schützen muss, aber wenn man denkt das man das Gefühlstechnisch in den Griff bekomme, ist es dann falsch einen ertrinkenden zu unterstützen?

    Nein das ist nicht falsch, auch verständlich. nur ist es bei der Sucht so, dass die beste „Hilfe“ bei Alkoholikern die „Nichthilfe“ ist.

    Ich spreche damit nicht nur trockene Alkoholiker an, sondern auch den fast ganz normalen Otto-Normal-Trinker. Ich kenne das von meinem Bekanntenkreis das einige ihr Limit zB im Urlaub nicht kennen.

    Trockene Alkoholiker ansprechen das Alkohol schädlich ist? Hast du dich da nicht verschrieben?

    Das würde ja implizieren, es gebe nach dem Trocken werden wieder einen Anfang. Das ist natürlich Humbug. Da gibt es kein Zurück . Aber ich denke mir, das du dich da nur unglücklich ausgedrückt hast. ;) Es wird auch keinen nassen Süchtigen von irgendwelche Schädigungen abhalten weiter zu saufen. Da ist die Prophylaxe schon von der Sucht ausgehebelt worden.

    Alex07 , da du dich als Nichtsüchtiger damit beschäftigst und deinen Erfahrungen mitteilst ist löblich und vielleicht für den einen CO oder an der Grenze stehend zum Alkoholiker noch mal etwas zum nachdenken.

    Jedoch bei uns Alkoholiker ist der Zug abgefahren.

    „Ausrutscher“ ist und er bald wieder aufhört? Schmeiße ich die Flinte zu früh ins Korn? Wieviele Ausrutscher sind zu verzeihen?

    Ich würde mich fragen, wie jemand ausrutschen kann, wenn er sich auf einen trockenen Weg befindet? Es gibt für mich auch keine Ausrutscher. Er wollte wieder saufen und da ist es unerheblich, ob es aus Suchtdruck oder ein gezieltes Saufen war. Rückfall dann auch nur, wenn es keine Trinkpause war, sondern aus vollem Herzen ein Versuch da rauszukommen.

    Aber das ist nur das was er wissen kann und nicht mit dem geleichzusetzen was er dir gesagt hat.


    Eine Frage interessiert mich jedoch sehr. Warum musst du etwas verzeihen?