Beiträge von Hartmut

    Hallo Sternchen

    wie füllst du die Zeit aus die zum Saufen verwendet hattest?

    Hast du dir da schon mal Gedanken gemacht wie die die Trinkzeit mit etwas sinnvolles ersetzen kannst? Das wäre sehr wichtig. Man hat ja gewöhnlich immer einen Grund gefunden warum gerade in bestimmten Situationen der Alkohol die Lösung war. Dies sollten anders besetzt werden .

    Verstehst du was ich meine?

    Habe bloß Hoffnung, dass dadurch dass ich ja jetzt die Konsequenzen ziehe er zur Einsicht kommt und hatte nur versucht, abzuschätzen, wie hart es wird / wie die Chancen auf eine gemeinsame Zukunft stehen, FALLS er sein Problem angeht. Sagt mir gerne, wenn ich da schon wieder in eine Falle tappe...

    Ich habe mich mal bei dir etwas eingelesen. Falls meine Interpretation verkehrt, ist sage es.

    Ja ja. die liebe Hoffnung das alles wieder mal gut wird hält schön in der eigen CO Abhängigkeit fest. Irgendwie blöd so eine Hoffnung. Oder?

    Nun bist du für mich ein Paradebeispiel für „CO Abhängigkeit“. Jahrelang hast du alles versucht um ihn trockenzulegen, früher mit direkten Ansprachen, mit Diskussionen und kleinere Maßnahmen, damit er es merkt. In letzter Zeit forcierst du nun die Maßnahmen. Du änderst jedoch nichts damit.

    Scheinst immer noch auf dem Trichter zu sein „Das schaffe ich schon irgendwie“

    Nach dem Motto "Wenn der Alkoholiker was getrunken hat, dann darf er das und das nicht", mit der Hoffnung das er es langsam kapiert. Und wenn er mal nicht wieder sauft, darf er als Belohnung wieder ins Schlafzimmer hüpfen?

    Kleine Anmerkung, ein Alkoholiker ist ja nicht bescheuert, um zu wissen, das sei Trinkverhalten nicht in Ordnung ist und für einen Zeit aussetzen kann um den CO ruhig zu stellen.

    Nein API, du tapst nicht in eine Falle, du hast sie noch gar nicht verlassen. Du steckst weiter mittendrin.

    Was schätzt du, was dir der ganze Austausch und die Erkenntnis für CO Abhängige für dich gebracht hat? Siehst du da für dich eigene Fortschritte? Die Situation hat sich nicht verändert. Es belastet dich weiter und er säuft fröhlich vor sich hin.

    Wissen alleine reicht nicht, sollten schon konsequente Handlungen für sich erfolgen. Es geht um dich und deine kleine Familie. Nicht für ihn. ER hat ja keine Interesse an der Familie. Sieh deine Versuche Beratungsstelle oder Paartherapie. Also wenn mir eine Partnerin erklärt es wird Zeit für eine Paartherapie dann ist doch spätestens schon 5 nach 12 . So naiv kann doch kein Partner sein.


    Ich kann einem Kind alles erklären, was mit 10 Jahren machbar ist. Ich kann ihm aber nie die Eindrücke, was ein Kind sieht, wegdiskutieren.
    Lese dich mal bei den EKA welche Eindrücke aus der Kindheit sie heute noch belasten, obwohl ihnen teilweise alles erklärt wurde.

    würdest du aus deiner Erfahrung her einem co Raten auf sich zu schauen oder sich einfach zu trennen weil der Weg der Abhängigkeit nicht gemacht ist für eine Ehe in der vieles war aber dennoch iwo Hoffnung ist??!

    Ich rate ungern jemanden etwas, was er dann als Vorlage nimmt, eine Entscheidung zu treffen, zu der er eventuell noch nicht bereit ist.


    Jedoch, wenn ich deine Eingangspost lese, hast du dich schon längst entschieden. Die Beziehung ist am Arsch, aber das schlechte Gewissen ihn allein zu lassen ist noch stärker. Oder interpretiere ich es verkehrt? Natürlich denkst du auch über das Wohl der Kinder nach, aber einen Alkoholiker als Grund davorzuschieben ist schon irgendwie irr rational. Findest du nicht?
    Du bist erwachsen und hast schon massive Probleme damit. Was meinst du, wie es auf die Kinder auswirkt? Lese dich mal bei den EKA ein.

    Ich kann dir nur aus Erfahrungen sagen, dass es garantiert nicht besser wird. Zudem du einen Säufer nie mit Argumente erreichen kannst. Also aus meine Erfahrungen sehe ich da keine Hoffnung, vielmehr Hoffnungslosigkeit. Ich würde erstmal mich und die Kinder retten.

    Danach genau beobachten was der süchtige Vater so macht. Alles andere ergibt sich.

    Entschuldigung das ich mich da mal einmische. Dass ich kein Freund der zarten Worte bin, hat etwas mit der Ernsthaftigkeit des Themas und meinem eigenen Erlebten zu tun. Deswegen etwas Verständnis dafür.

    Ich frage mich gerade. Ist das der CO Bereich, wo sich User dafür entschieden haben, ihr Leid zu mindern oder der Bereich wie kann ich den Alkoholiker um mich herum weiter, möglichst unauffällig, funktionierend in mein Leben einbauen?

    Upsidedown oder übersetzt "verkehrt herum".

    Ja da läuft noch einiges verkehrt, aber nicht bei dem saufenden Partner, der läuft nach Plan. Saufen, Pause und weiter unaufhaltbar die Rolltreppe abwärts.

    Wenn das Trinkverhalten, was du beschrieben hast, nur annähernd stimmt, brauche ich mich nicht mal aus dem Fenster zu lehnen, um Alkoholiker zu diagnostizieren. Ist aber nicht meins oder deins es festzustellen, es ist seins.

    Es ist auch Shit egal wo ich ihn gerne, als Co, einordne möchte. Ob psychisch, physisch, funktionierend , Quartaltrinker oder sonst was. Ab dem Punkt Alkoholiker ist es eben vorbei. Da gibt es auch nur eins. Er muss von sich aus trocken werden.

    Strich darunter, fertig.

    Was meint Ihr, was es mit einem Alkoholiker macht, der noch nicht so weit ist aufzuhören, wenn er hört. Er wäre funktionierend. Es wäre nur psychisch. Das sind Freifahrtscheine zum Saufen, bis der Arzt kommt. Das waren meine eigenen Erfahrungen als Langzeit-Alkoholiker.

    Aber hier soll es doch darum gehen wie ich mein Leben als CO leben kann, wie ich aus dieser Alkoholiker Falle rauskommen.

    Wird er trocken und das von sich aus, gibt es eine Chance. Wenn nicht, kann der Co mit der ständigen Ungewissheit, was so ein Alkoholiker mit sich bringt, arrangieren.

    Alles andere überlasse ich nun den CO Profis die es geschafft haben.

    Hallo Nudel Tante,

    mal paar Worte von mir als Langzeittrockener.

    für mich macht es keinen Sinn, ob nun ein Rückfall dazu gehört oder nicht. Rückfall ist für mich höchsten eine Nebenwirkung der Krankheit. Wie bei jeder anderen Krankheit, es auch Nebenwirkungen gibt.

    Ohne Krankheit keine Nebenwirkungen. Als Alkoholiker habe ich es jedoch selbst in der Hand entgegenzuwirken. Voraussetzung die unerschütterliche Erkenntnis ein Alkoholiker zu sein. Kein bisschen, kein halbwegs oder ein Alkoholiker Light. Sonst ist das "wieder trinken" kein Rückfall, sondern eine Beendigung von Trinkpausen.

    Ich verstehe auch nicht warum es einzelne „Therapeuten“ behaupten das Rückfälle dazu gehören. Welchen Zweck es dient? Beruhigung? Abschwächung? Hoffnung? Verständnis? Und dann noch das ein Rückfall der Auslöser sein kann, das der Alkoholiker es dann kapiert hat?

    Was wäre denn, wenn er es nicht kapiert hat? Die Folge wäre ins Grab saufen. Das ist für mich ein Irrglauben und würde nur unnötig Hoffnung erzeugen.

    Therapeuten können als Begleitung sehr wichtig für den Einzelnen sein, aber sind bei weitem nicht das Allheilmittel. Für mich sollte der betreuende Therapeut explizit für Sucht ausgebildet sein. Alle andere wären für mich als Alkoholiker nicht sinnvoll.

    Der Chef im Ring sollte dabei auch immer der Alkoholiker bleiben, sonst ersetzt er ja nur seinen CO von zu Hause.

    Es tut mir leid, aber wenn ich ein paar Wochen in Therapie bin, bekomme ich alle Werkzeuge in die Hand, um in Zukunft damit umzugehen. Vergesse es ja nicht beim Heimfahren. Da brauche ich auch keine ständige Begleitung, höchstens mal eine Nachsorge.

    Aber auch nur, wenn ich als Alkoholiker in „Sorge" bin und nicht der Angehörige, Therapeut oder sonst wer dafür ist. Hilfe annehmen soll kein Deckmantel sein und bedeutet auch nicht „Schutz“. Sie ist nur das Werkzeug um an sich selbst zu arbeiten.

    Ok, vielleicht habe ich mich nicht ganz klar ausgedrückt.

    Doch, das hast du. Es geht nicht darum die Familie zu enttäuschen, das ist ein verkehrter Ansatz. Das es hilfreich ist, wenn ich Unterstützung bekomme, spreche ich nicht ab aber mache sie nicht verantwortlich oder als Halt für mein trocknes Leben.

    Soll sich denn die „Familie" auf Kosten der eigenen Gesundheit weiter aufopfern und eine wie in diesem Fall eine geplante Reha absagen, damit jemand trocken bleibt, der es eventuell gar nicht möchte? Oder seit Jahren sein Saufen durch Manipulation der Familie aufrechterhalten hat.

    Ich möchte nur meine Bedenken bzgl. der anstehenden Reha äußern: wie bereits geschrieben, es wird der entscheidende Punkt sein, ob er in eurer Abwesenheit trocken bleiben kann.


    Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe da so meine Zweifel ob er dieses Ziel alleine erreicht, wenn er es euch zuliebe schon nicht schafft trocken zu bleiben.


    Mehr kann ich aus meiner frisch trockenen Sicht nicht sagen

    Aus meiner langjährigen Erfahrung würde er dann so oder so irgendwann wieder saufen . Sich eine "CO" zu halten um trocken zu bleiben wäre nur die Rechtfertigung für ein späteres Saufen. Die Hilfe anzunehmen heißt nicht, die eigene Verantwortung abzugeben.

    Hallo Nudeltante

    Nach vollen Verständnis meinerseits, wie es dir nun geht, bin ich etwas kritischer.

    Denn ich weiß nicht, ob er einen Rückfall hatte, denn das würde voraussetzen das er es auch von sich aus war der trocken werden wollte, er es war, der für sich erkannt hatte Alkoholiker zu sein und sich nicht vom Druck von außen dahintreiben lassen hat.

    Was jedoch Fakt ist, das er wieder säuft. Kann er ja, ist ja seins. Ist seine Krankheit auch wenn immer mal wieder von Familien Krankheit gesprochen wird.

    Aber dazu kannst du alle vorherigen Antworten in deinem Thread nochmal durchlesen. Am besten die von trockene Alkoholiker.

    Nun zu dir. Hast du selbst ein „Rückfall“ weil du wieder die Sache in die Hand nimmst? Eventuell kannst du dich auch mal fragen, was habe ich für mich getan damit du selbst aus dem Kreislauf, sich rundum um den „Alkoholiker kümmern“, rauskommst.

    Manchmal muss man sie nur erstmal verdauen, um sie dann zu verarbeiten.

    Da hast du natürlich recht. Meine Antworten sind nicht immer leichte Kost. Aber bevor ich antworte, schaue ich mir nicht nur die „Momentaufnahme“ an, sondern den ganzen Weg. Das war bei dir sagen wir mal „schwankend“

    Ich hatte auch mehrmals Versuche um trocken zu werden. Der letzte vor meinen trockenen Weg war näher am Tod als am Leben.

    Nun schaue ich auf fast 15 Jahre zurück, weil ich bereit war „pragmatisch" zu handeln, ohne groß darüber nachzudenken. Angefangen mit dem Abbau des nassen und mit gleichzeitigen Aufbau des alkoholfreien Umfeldes. Den Empfehlung der Langzeittrockene gefolgt. Ein Jahr alle Feste zu meiden was mit dem Saufen zu tun hatte. Zumindest größtenteils ist mir das gelungen. Hatte da und da auch Stolpersteine.

    Ich hatte keine Therapie, aber auch da läuft es ja so ähnlich ab.

    „Man“ wird erstmal für paar Wochen „weggesperrt“ und somit ist schon für das alkoholfreie Umfeld gesorgt. Keine Partys, keine Geburtstage oder sonstige Feste. Sich auf sich konzentrieren und den trockenen Weg erlernen. Im Alkoholiker Jargon heißt es „Käseglocke“ Die Umsetzung für den privaten Bereich folgt erst danach.