Hallo Egon
erstmal eine allgemeine Information. Da hier viel über Depression geschrieben wird, möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass diese schwerwiegende seelische Erkrankung in professionelle Hände gehört. Jegliche Mutmaßungen schaden mehr als sie helfen. Wir sind ein Austauschforum Alkoholiker/ Co Abhängige. Da spielen Depressionen zwar mit rein, aber der Austausch sollte sich weitgehend auf die Sucht beschränken.
Nun mal zu deiner Überschrift.
Ich frage mich, wieso du ein unzufriedenes Leben mit Alkohol in Verbindung bringst? Was hat das eine noch mit dem anderen zu tun? Du schreibst ja explizit trockener Alkoholiker. Sollte es nicht unzufriedener Mensch heißen?
Du schreibst auch das du dich trocken siehst. Nach dieser Überschrift würde ich sagen, du bist erst auf dem Weg dahin. Ok, das ist zwar Wortklauberei, jedoch sind mir solche Verbindungen nur aus meiner nassen Zeit bekannt. Da sprach überwiegend die Sucht aus mir.
Zum Sinn des Lebens? Das ist für mich als pragmatischer Mensch einfach. Es ist das Leben.
Wenn ich es damals nicht geschafft hätte, aus der Spirale des ständigen Nachdenkens, philosophieren herauszukommen, wäre ich sicherlich auch unzufrieden. Aber nicht als trockener Alkoholiker, sondern als Mensch, der sich wieder auf dem Weg zu einem nassen Alkoholiker bewegt.
Jedoch ist das aus meiner Sicht, eines nicht depressiven Menschen, deswegen mein eindringlicher Hinweis am Anfang der Post.
Ich komme aus dem Hause "Tun muss man Tun" Ganz einfaches Prinzip.
Eigenes Beispiel. Ich nehme mir etwas vor, mache es und wenn ich auf die Schnauze falle, lasse ich es eine Weile. Ich hatte vor kurzen ein Fahrradunfall und kann nun eine Zeit lang nicht fahren. Der linke Arm, Ellenbogen und Handgelenk sind nur teilweise einsetzbar. Es bremst mich jetzt was aus, was ich eigentlich gerne mache. Nun habe ich meine Smartwatch auf Schritte eingestellt und das geht dann auch schon mal.