Ich kann Lolo sehr gut verstehen, ich bin selbst auch nicht für das komplette Fallenlassen eines Alkoholikers, dieses Umdrehen und Weggehen und Wegsehen, das viele, gefühlt die meisten, hier propagieren.
Nun diejenigen die es hier propagieren sprechen aus jahrelangen Erfahrungen heraus. Ist ein festhalten an einem nassen, unwilligen Alkoholiker die bessere Lösung? Ist das nicht auch ein festhalten an der Sucht aus eigenen Interessen heraus? Im Beisein des Co sich der Alkoholiker tot säuft?
Hart aber die Realität.
Was ich wichtiger finde, ist das Erlernen von Selbstschutz und der individuell notwendigen Distanz.
Wo fangt der Selbstschutz an und wo hört die notwendige Distanz auf? In den Jahren habe ich hier einige Co kennengelernt, die daran zerbrochen sind. Natürlich gibt es auch die es geschafft haben. Aber da muss der Impuls vom Süchtigen aus gehen.
ch glaube, dass man als Angehöriger nicht so streng über solche süchtigen Menschen urteilen sollte. Wir als gesunde Menschen, die nie eine solche Abhängigkeit erlebt haben, können diese Menschen nie wirklich verstehen. Unabhängig davon, wie lange man schon Erfahrungen miterlebt haben oder wie viel Wissen man darüber hat.
Ich mache da einen Unterschied zwischen Angehörige und Co. Der Co hängt ja mit seinem Verhalten selbst in der Sucht fest.