Jetzt bin ich strenger dabei, die Ursachen für die Rückfälle zu ergründen.
Ich frag mich gerade ,wenn du die Ursachen ergründet hast – was dann? Hilft dir das wirklich, Rückfälle zu vermeiden? Oder ist es nicht ehrlicher zu sagen. Die Sucht bietet in jeder Lage dieselbe „Lösung“ an – Saufen
Ob ich emotional oben oder unten bin, das gehört zum Alltag, wie die normale Begleitmusik. Den Takt, wann die Sucht etwas auslöst, gibt allein die Sucht vor. Deshalb hab ich angefangen, anders draufzuschauen.
Trigger hatte ich in all den Jahren auch, die verschwinden ja nicht einfach. Und du warst zehn Jahre trocken, da gab es sicher welche.. Die Frage ist doch eher, wie ich damit umgehe.
Vielleicht lohnt sich ein anderer Blick darauf. Trigger verschwinden nicht einfach, die sind da. Entscheidend ist, wie man damit umgeht. Rückfälle kommen selten aus dem Nichts. Die schleichen sich ein,. Meist wenn die eigene Trockenarbeit nachlässt,
wenn alte Muster wieder durchrutschen, wenn kleine Kompromisse gemacht werden und man es laufen lässt.
Und ja, bei einigen Alkoholikern gibt es auch dieses „Ich will wieder trinken“. Mit den üblichen Begründungen: „Ich war noch nicht so weit“, „nach den Jahren kann ich’s ja mal probieren“, „vielleicht diesmal kontrolliert“.
Fühlt sich an wie ein eigener Wille. Ist aber oft nichts anderes als das Suchthirn, das wieder anklopft.
Nur mal meine ersten Gedankengänge bei dir.