Beiträge von Hartmut

    Denn meine Frau sieht nicht ein, wegen mir die Flache Wein am Wochenende aufzugeben. Versteh ich auch.

    Warum? Ist sie selbst süchtig? Weiß sie überhaupt, dass das für dich gefährlich werden könnte? Hat sie einen realistischen Einblick, wie Sucht funktioniert, oder lebt sie noch in der Illusion von „ein bisschen Kontrolle“?

    Und die unbequeme Frage zuu m Schluß . Wäre es ihr am Ende egal, wenn du wieder trinken würdest?

    Ich glaube, alleine drehe ich mich im Kreis. Letzte Woche saß ich mit Leuten in der Kneipe, mit denen ich sonst gesoffen habe. Ich habe die ganze Zeit Ingwer Tee getrunken und war gut drauf. also kein Gedanke daran, mitzutrinken. Was meint ihr? Was sind eure Erfahrungen?

    Wir empfehlen nicht aus Willkür, bestimmte Feste oder Situationen und vor allem Sauffreunde zu meiden, bei denen gesoffen wird oder früher gesoffen wurde. Gerade im ersten Jahr ist es sinnvoll, solche Anlässe bewusst zu lassen und sich ein alkoholfreies Umfeld aufzubauen.

    Denn was du da machst, ist ein Ritt auf der Rasierklinge.

    Erfahrungsgemäß bist du schneller wieder am Saufen, als dir lieb ist. Dein Suchtgehirn nimmt alles wahr: Reize, Situationen, Rituale. Es speichert das ab. Und irgendwann stellt es nur noch eine Frage: Wo bleiben meine Getränke?

    Dann sitzt du in der Kneipe, eine Armlänge vom Glas entfernt. Ein Spruch von der Seite: „Komm schon, eins geht doch.“ Oder dein eigener Gedanke: „Ich bin stark genug, ich will ja dazugehören.“ Genau da kippt es. Das sind Erfahrungswerte. Ungeschönt, direkt, vielleicht ruppig aber ehrlich.

    Wer solche Situationen unterschätzt, steht näher am Rückfall als an stabiler Trockenheit. Hier bekommst du keine Strategien, wie man sich im nassen Umfeld „irgendwie hält“. Hier werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie man trocken lebt.

    Wie sieht dein Zuhause eigentlich aus? Ist alles entsorgt, steht da kein Alkohol mehr rum, hast du dir einen sicheren Rückzugsraum geschaffen? Welche Hobbys hast du – oder hättest du gehabt, wenn du nicht gesoffen hättest?
    Und was machst du zu genau den Zeiten, an denen früher immer getrunken wurde?

    Alles andere ist keine Veränderung. Nur das Glas wegzustellen oder „einfach nichts zu trinken“ reicht nicht. Wenn sich am Umfeld, am Alltag und an den Gewohnheiten nichts ändert, bleibt die Sucht, wo sie ist – sie wartet nur.

    Ist es nicht „normal“ dass man Alkoholikern helfen will?

    Die erste Frage wäre für mich. Will ich wirklich jedem Alkoholiker helfen oder nur dem, dessen Sucht mein eigenes Leben direkt beeinträchtigt? Die zweite Frage. Was mache ich, wenn es mir nicht gelingt, genau diesem „eigenen“ zu helfen?

    Genau hier entscheidet sich es. Ob meine Hilfe gesund bleibt oder in Co-Abhängigkeit kippt. Wenn ich "Scheitern" mit noch mehr Einsatz, Kontrolle oder Ersatz-Hilfe kompensiere, verliere ich mich selbst. Hilfe darf kein Ersatz für eigene Ohnmacht werden.

    Co-Abhängigkeit beginnt für mich da, wo Helfen krankhaft wird. Solange niemand zwanghaft retten will, der sich nur selbst retten kann, ist alles im Rahmen. Kritisch wird es, wenn sich Tagesablauf, Bedürfnisse und das eigene Leben nur noch ums Retten drehen und man dabei selbst untergeht.

    Unterstützung ist nur dann Unterstützung, wenn sie freiwillig angenommen wird – sichtbar durch Handlungen, nicht durch leere Sätze.

    Ich denke . Hilfe ohne Selbstaufgabe ist Unterstützung. Hilfe mit Selbstaufgabe ist Co-Abhängigkeit.

    Ich denke nur, dass jemand, der so intelligent ist wie mein Mann, vielleicht in abstinenten Phasen das Problem auf intellektueller Ebene erfassen könnte.

    Intelligenz schützt nicht vor Sucht. Der IQ interessiert die Sucht überhaupt nicht. Sie arbeitet nicht logisch, nicht moralisch und schon gar nicht vernünftig. Sie setzt nicht im Denkzentrum an, sie übernimmt es. Der Intellekt wird dabei nicht ausgeschaltet, sondern benutzt. Zweckentfremdet. Zynisch betrachtet: Die Sucht hat eine Vorliebe für intelligente Menschen, sie liefern ihr das perfekte Werkzeug.

    In der Sucht gibt es genau ein Ziel: den Stoff zu bekommen und ihn zu sichern. Alles andere ist Beiwerk. Die üblichen Rechtfertigungen – „Ich hab’s im Griff“, „Ich verstehe das“, „Ich bin reflektiert“ – klingen gut, bedeuten aber nichts. Das sind nur Sätze, mit denen sich die Sucht tarnt.

    Das Absurde ist ja, dass sieht man bei den COs . Gerade die „normal gesund Denkenden“ glauben, sie könnten die Sucht des anderen austricksen , den Säufer motivieren, gut zureden, diskutieren, streiten, einfühlsam sein. Und genau daran erkennt man, wie sehr sie selbst schon von der Sucht in ihrer Helferrolle vereinnahmt wurden.

    Ich komme nicht aus der Co-Ecke, deshalb nur eine kurze Stippvisite.

    Dir einen hilfreichen Austausch

    Vielleicht noch etwas aus dem jahrelangen Austausch hier: Die meisten trinken „alkoholfreies“ Bier nicht für sich selbst, sondern damit es andere sehen ,mitten im alten, "nassen" Umfeld. So nach dem Motto: „Schaut her, ich bin noch dabei.“ Von außen erkennt ja niemand, ob da Alkohol drin ist oder nicht.

    Das ist auch nichts Ungewöhnliches. In den Jahren, in denen getrunken wurde, hat man sich fast nur in "nassen "Kreisen bewegt, in denen Saufen normal war und einfach dazugehörte. Das ändert sich ja nicht einfach so, nur weil man die Flasche wegstellt, das braucht seine Zeit.

    Danke, Ihr habt recht.

    Finde ich gut, die Reaktion. Ohne zu wissen, was du nun daraus machst. Es geht hier nicht um richtig oder falsch. Es geht nur um zwei Dinge, trocken zu bleiben oder an der Sucht zu verrecken.

    Deshalb ist es auch wichtig, den Tagesablauf, so banal er auch sein mag, kurz festzuhalten. Damit diejenigen mit Erfahrung die typischen Fallstricke sichtbar machen können, die am Anfang fast immer da sind.

    Weiter gutes Gelingen

    Herzlich willkommen bei uns.

    Habe eben eine 0,0 % Alk.Bierflasche, weg geext. Komisch, jetzt kehrt Frieden ein. Damit weiß ich.: Ich bin Alkoholiker

    Die meisten „alkoholfreien“ Biere haben bis zu 0,5 % Alkohol. Das ist technisch erlaubt, aber es bleibt Alkohol. Wer so etwas trinkt, ist nicht trocken. Dazu kommt. Es sieht aus wie Alkohol, erinnert wie Alkohol, schmeckt ähnlich wie Alkohol. Alle Sinne springen im Kopf an. Da fehlt nur der Alkoholgehalt aber genau dieses „Etwas fehlt“ ist gefährlich. Auf Dauer löst das Saufdruck aus.

    Es gibt genug Alternativen. Such dir welche. „Alkoholfreies Bier“ ist kein cleverer Kompromiss, sondern ein schlechter Gedanke.

    Hast du dir die Grundbausteine schon angeschaut?

    Da könnte ich mit dem Kopf auf den Tisch hämmern.

    Was kann da der Tisch dazu? Lass den mal ganz. :whistling:;)

    Was mir auffällt, wenn ich mich betrachte, dann merke ich tatsächlich, dass der Suchtteufel gerade in dieser Jahreszeit vermehrt anklopft

    Ich kenne das aus meinen Anfängen, ähnliche Stressabläufe, Meetings, Routinen, Weihnachtszeit und Jahresendanalysen. Saufgedanken sind mir deshalb nicht fremd. Diese Muster sind ja eingebrannt, und egal wie oft ich sie überschrieben habe, sie kamen wieder, sobald ich mich in alten Bahnen bewegte.

    Damals hatte ich jedoch das Glück, selbst entscheiden zu können, ob ich dabei bleibe oder mich entziehe, und so habe ich mir ein alkoholfreies Umfeld geschaffen , zu Hause, unterwegs und in mir selbst. Das brachte Stabilität, und später konnte ich auch wieder an solchen Meetings teilnehmen, aber am Anfang war das für mich ein klares No‑Go.

    Das "Gute" daran ist doch , dass der trocken werdende Alkoholiker weiß, woher diese Gedanken kommen, sie einordnen und gegensteuern kann. Aber da bin ich eben auch überzeugt, nur darüber nachzudenken, sich Luft zu machen oder darüber zu reden, reicht nicht. Es braucht konkrete Alternativen, die man aktiv umsetzt. Viel Erfolg dabei.

    Dann gebe ich dir schon mal einen Artikel zur groben Orientierung, alles andere passiert dann im Austausch.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    So schnell kann es gehen, wenn vernünftig und zielgerichtet gehandelt wird, um aus der Sucht herauszukommen.;)

    Du bist jetzt freigeschaltet und kannst dich überall austauschen, aber bitte meide in den ersten vier Wochen den Vorstellungsbereich.

    Einen hilfreichen Austausch wünsche ich dir.

    Ich bin mir absolut sicher, dass ich in einem Jahr ein Alkoholiker bin, der ein Jahr keinen Alkohol getrunken hat.

    Das ist schon mal ein mutiges Versprechen. Nur reagiert Sucht eben nicht auf den reinen Willen sonst wäre ich ja nie süchtig geworden. Der Wille ist hilfreich, klar, aber er reicht allein nicht. Da gehört mehr dazu.

    Damit ist ja fast alles geklärt, und der eigentliche Austausch läuft dann an anderer Stelle. Das hier ist erstmal der Vorstellungsbereich.
    Und wir haben hier eine einfache Regel , wer einen kalten Entzug macht , der normalerweise 7 bis 10 Tage dauert, bleibt zumindest 7 Tage im Vorstellungsbereich.

    Wer einen überwachten Entzug macht, also ärztlich begleitet, wird sofort freigeschaltet. Jetzt weiß dein Werksarzt ja Bescheid.
    Die Frage ist nur: Hat er das wirklich so abgesegnet, als du mit ihm gesprochen hast? Wenn das so ist, kannst du den Link unten nehmen und kurz um Freischaltung bitten.


    Wenn nicht, dann warten wir die zwei Tage noch ab.

    Hier der Link.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Willkommen hier in unserer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker.

    Danke für den Hinweis. Ich gehe jetzt eh erstmal ins Bett, hatte Nachtschicht.

    Du hast schon einiges unternommen und gut reagiert. Nur eins ist nicht so ideal. Ein kalter Entzug ist wirklich nicht zu empfehlen. Der kann übel enden – mit Delir, Krampfanfällen und im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich sein.

    Deshalb sollte immer ärztliche Begleitung dabei sein. Ob dein Werksarzt sich damit auskennt, kann ich nicht beurteilen, aber „einfach mal machen“ kann sehr gefährlich ausgehen.


    Hier tauschen sich nur bekennende Alkoholiker aus, die sich selbst auch so bezeichnen. Das ist die Grundlage. Siehst du dich selbst als Alkoholiker? Weil genau das lese ich bei dir bisher nicht raus. Alkoholsucht ja, aber Alkoholiker nicht.

    Getrunken habe ich nicht aber ich würde gerne.

    Denke ich mir, sonst würden solche Gedanken gar nicht erst auftauchen.

    Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass jemand seinen Abgang hier ankündigt und dabei schon trinkt. Das ist nichts Neues, erlebe ich hier immer wieder. Vertrauen gehört zwar auch dazu, aber die Frage muss eben auch gestellt werden.

    Übrigens sind es nicht die Gedanken, die dir sagen, du sollst jetzt saufen oder dich wegbeamen, sondern dein Suchtzentrum, das mit dir spricht. Aber dazu werde ich dir nichts Neues erzählen.

    Was hast du für dich selbst als Notfallkoffer parat? Was machst du , oder hast du früher gemacht ,um die „nassen Gedanken“ zu überbrücken?

    Hartmut, kannst du mir kurz helfen?

    Wenn jemand etwas geändert haben möchte , verweise ich immer auf die 24‑Stunden‑Regel. Das heißt: abwarten und danach noch einmal überprüfen. Wenn du dann immer noch keinene Bock mehr hier hast , schreib mir eine PN und ich erledige das Nötige. Ist das so in Ordnung?

    Oder du trinkst gerade wieder , was in einem Alkoholiker‑Forum ja nicht unwahrscheinlich ist , dann kann ich das sofort erledigen.

    Außerdem kann ich empfehlen, etwas herunterzufahren – also den PC auszuschalten, dir eine Alternative zu suchen und etwas Schönes zu gönnen.

    Außerdem hast du andere mit reingezogen – deinen Bruder, deine Frau und weitere. Das ist der Wiedererkennungswert, echt jetzt. Bitte schreibe weiter in deinem Thread.

    Jetzt komme ich mal direkt zu dir. Diskussionen über mich und meine Vorgehensweise gehören nicht in andere Threads. Das trenne ich sauber. Es ist völlig okay, wenn du dich überall beteiligst und mitschreibst, aber eines möchte ich klarstellen.

    Zum Thema Wiedererkennungswert: Wir weisen im Team immer wieder darauf hin, dass es dazu kommen kann. Wenn ein User sagt, das ist ihm egal, dann wird das akzeptiert. Das ist seine Entscheidung, da greifen wir nicht ein. Das ist nicht unsere Sache.

    Anders beurteilen wir es, wenn andere Personen mit reingezogen werden, die mit der eigenen Entscheidung nichts zu tun haben. Zum Beispiel dann, wenn jemand so detailliert über Familie schreibt, dass einzelne Personen erkennbar werden. Nicht jeder Partner, Verwandte, Freunde, Brüder, Schwestern oder nahestehende Menschen finden es gut, wenn sie mit einem alkoholkranken Familienmitglied in Verbindung gebracht werden.

    Und genau da ziehen wir eine Grenze. Vielleicht verstehst du jetzt besser, worum es uns dabei geht?

    Ich gebe auch keine Ratschläge darüber, was passieren könnte, wenn sich jemand zu erkennen gibt. Schon gar nicht bei Menschen, die ich nicht kenne, deren Umfeld ich nicht einschätzen kann und über die ich nur spekulieren würde.

    Erst recht nicht bei Dingen, mit denen ich selbst keine Erfahrungen gemacht habe. Vielleicht ist das im jeweiligen Umfeld längst bekannt – ich weiß es ja nicht. Genau deshalb halte ich es für richtig, ausschließlich über eigene Erfahrungen zu schreiben, über das, was man selbst erlebt hat und wie es bei einem selbst war.


    Wenn ich auf Gefahren hinweise, die mich selbst nie betroffen haben, die ich von hören sagen her nur kenne , setze ich ein Gerücht in die Welt. Das verselbstständigt sich schnell, und daraus entsteht ein Bild, das niemandem hilft. Der Alkoholiker versteckt sich, schämt sich, fühlt sich stigmatisiert.

    Wer sagt das? Wo steht das es nicht erwünscht ist?

    Ich hatte es auch in deinem Profilfoto nicht gesehen und dachte, es wäre schon weg. Dann war es wohl im Titelbild.

    Scroll nach unten da steht es unter Bilder und Urheberrechte.

    Das Forenteam
    14. Oktober 2023 um 12:27

    Aber es ist, wie es ist. Jetzt die Frage: Wie läuft es gerade bei dir?

    R/no Hör doch mal auf, alles ausdiskutieren zu wollen, das ist nicht dein Thread.

    Wenn ein User vorher sagt, es stört es nicht, dann ist das so. Da braucht es kein Nachtreten – so einfach ist das.

    Kazik ist Kazik, er kann selbst sprechen, das musst du nicht für ihn übernehmen. Außerdem hast du andere mit reingezogen – deinen Bruder, deine Frau und weitere. Das ist der Wiedererkennungswert, echt jetzt. Bitte schreibe weiter in deinem Thread.

    Sind wir hier im Beratungs- oder Helfer-Modus, in dem jede Entscheidung eines Users infrage gestellt wird?

    Stellen wir jetzt Ferndiagnosen, und denkt plötzlich jeder, er wüsste, was für andere gut oder schlecht ist? Oder sind wir eine Selbsthilfegruppe, in der jeder für sich selbst entscheidet?

    Ein kleiner Hinweis: Eigene Erfahrungen, die man selbst gemacht hat, reichen völlig aus. Alles andere ist ein Griff ins Blaue. Wir sind hier unter Erwachsenen, nicht unter Kindern. Und niemand ist hier entmündigt.

    Chapa , Hat sich dein Saufdruck und deine Saufgedanken gelegt?


    Und noch eine Info: Du schreibst hier immer nur eine einzelne Zeile und schickst sie ab. Dass das hier kein Chat ist, weißt du? Es kommt nur zeitversetzt etwas an. Du kannst ruhig mehr zusammenhängend schreiben, es wird gelesen.

    Ob ich jetzt trinke oder nicht, ist meine Entscheidung, nicht die meiner Sucht.

    Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind und jahrelange Stabilität erreicht wurde, würde ich sagen, so in etwa.;) Kein Freispruch, eher Bewährung. In deinem aktuellen Zustand ist das jedoch Unsinn, da bist du noch zu nah dran.

    Was du mit dem Rückblick nicht machen kannst, ist etwas verändern. Das ist vorbei. Das ist kaputt. Das lässt sich nicht reparieren, egal wie lange man sich noch dem Selbstmitleid hingibt.

    Was ich aber kann. Aus dem, was die Sucht angerichtet hat, Konsequenzen für die Zukunft ziehen. Alles dafür tun, trocken zu bleiben, um nie wieder in diesen Zustand zu kommen.

    Dass du sehr kopflastig bist und Dinge anders denkst, vielleicht auch berufsbedingt, mag sein. Für viele andere sieht es von außen eben anders aus. Zu zeigen, was mit einem los ist, hilft oft nicht, weil niemand das gleiche Maß an Selbstreflexion, Einfühlungsvermögen oder emotionale Tiefe mitbringt wie man selbst.

    Trocken bleiben ist der Schlüssel. Für das Hier und Jetzt und für die Zukunft. Alles andere ist alter Film, schon gesehen, kein gutes Ende.

    Ich wirke da manchmal emotionslos, ja. Aber nicht, weil ich keine habe. Sondern weil ich aus Erfahrung weiß, dass die Sucht keine kennt. Sie nutzt jede Emotion als Anlass, ihr Spiel wieder zu spielen. Genau deshalb halte ich Abstand. Nicht aus Kälte, sondern aus Selbstschutz.