Beiträge von Hartmut

    un Versuch ich das von Tag zu Tag , es ist beängstigend wie stark dieses Thema mich den ganzen Tag beschäftigt , also nicht das ich jetzt was trinken muss sonder allgemein das Thema Alkoholiker

    Nein, es ist nicht beängstigend – es ist ein Prozess. Ein Weg, den auch ich selbst durchlaufen durfte.

    Lange Zeit drehte sich beim Trinken alles darum, wie ich an den nächsten Schluck komme: organisieren, besorgen, planen. Vieles im Leben wurde plötzlich von der Frage geprägt, wo und mit wem getrunken wird.

    Und ganz ehrlich – ich behaupte mal: Jeder, der ein problematisches Trinkverhalten entwickelt hat, kennt genau diese Gedanken. Das ist nichts, was einfach so nebenbei passiert. Es nimmt Raum. Viel Raum.

    Der Alkoholismus bleibt auch beim Trockenbleiben ein Thema, und man muss erst einmal für sich selbst klarstellen, dass es keine Schwäche war, die einen in die Sucht geführt hat, sondern eine Stärke, diese zu erkennen und sich davon zu befreien.

    Es wird schon.

    Weiter machen, 24 Stunden denken, und wenn du dir sukzessive ein alkoholfreies Umfeld schaffst und dich darin zurechtfindest, wird es auch zur Routine, die sich dann positiv auf die Gedanken im Kopf auswirkt.

    Wenn jedoch Zweifel herrschen, ob man das Richtige getan hat, oder tief im Inneren etwas sagt: "Ich war eventuell nicht soweit," dann wird es immer schwierig bleiben.

    Aus der Notwendigkeit heraus handeln und aus Überzeugung trocken bleiben.

    Wenn ich mich in einem Alkoholikerforum anmelde und schon bei der Vorstellung anfange, mich herauszureden und Ausflüchte zu suchen, an den Haaren herbeigezogene Süchte mit meiner zu vergleichen und darüber nachzudenken, dass man dort etwas nicht so sagt wie hier, dann weiß ich eigentlich:

    Ich lenke bewusst von mir selbst ab. Statt ehrlich hinzuschauen, investiere ich all meine Energie darin, irgendwelche Argumente zu finden nur um mich nicht wirklich mit mir selbst auseinandersetzen zu müssen.

    Und das bedeutet wohl, dass ich noch nicht so weit bin. Dann muss ich eben noch ein paar Runden drehen, bis ich bereit bin.

    Sucht funktioniert unabhängig von Gefühlen, Stress oder äußeren Ereignissen. Sie nutzt jede Gelegenheit, jede Situation, um sich als scheinbare Lösung zu präsentieren. Deshalb ist es wichtig, Grenzen zu setzen, sich selbst zu schützen – notfalls auch sich einfach mal in Sicherheit bringen.

    Kennst du den Notfallkoffer?

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Ich habe gerade nicht den gesamten Gesprächsverlauf im Kopf, aber wie sieht dein alkoholfreies Umfeld aus? Ein Rückzugsraum, in dem kein Alkohol griffbereit ist? Sonst bleibt es immer nur bei Absichtserklärungen, und alle guten Vorsätze laufen ins Leere.

    Hallo Tom,

    Respekt an jeden, der sich hier nach einem Rückfall meldet. Hut ab!

    Aber warum nicht vorher? Der Weg vom Saufdruck zur Flasche dauert – da wäre doch Zeit gewesen, sich hier zu melden. Was hat dich da gehindert? Dieses Forum ist nicht nur zum Nachbesprechen, sondern gerade für die Momente, in denen es kritisch wird.

    Nach dem Saufen auch die übliche Reue. Viele reagieren mit neuen Vorsätzen und suchen erneut weitere Hilfe. Aber wenn ich deinen Beitrag lese, wirkt das eher wie ein Rückzug in die Opferrolle statt wie echte Motivation zur Veränderung.

    Hilfe allein bringt nichts, das hat in der Vergangenheit auch nicht geholfen. Trocken wirst du nicht durch Wissen, Therapie oder Selbsthilfegruppen. Trocken wirst du, wenn du selbst aktiv wirst und es wirklich willst.

    Und da muss ich mich eben, wenn ich wackelig bin, erstmal selbst schützen – zu Hause wie draußen. Ein alkoholfreies Umfeld schaffen und vieles mehr.

    Aber erstmal die Frage: War dein Rückfall nur am Dienstag? Und danach hast du nichts mehr getrunken?

    ch habe über 15 Jahre Abstinent gelebt und habe da Erfahrung gesammelt. Die vielen guten Ratschläge sind gut,ist nur nicht so einfach diese zu befolge

    Dann hast du wohl nicht alles falsch gemacht. Aber was hat den Rückfall ausgelöst? Welche Tipps lassen sich im Alltag schwer umsetzen?“

    Nach meinem anfänglichen Rückfall wurde mir klar: Es gibt keinen wirklichen Grund, warum ich mich nicht vor Alkohol schützen sollte – außer, dass ich es selbst nicht ernst genug nehme. Ich musste lernen, mich wichtiger zu nehmen als die Leute um mich herum, die mich gern wieder in ihrer Runde hätten.

    Auf Feiern mit Trinkenden zu gehen, ist nicht nur wegen eines möglichen Rückfalls schwierig. Es ist ja auch so , dass ich mich dort unglaublich allein fühle – wie der einsamste Mensch am Tisch. Betrunkene sind keine guten Gesprächspartner da kann ich mir besser etwas suchen, das mir guttut.

    Ich habe vorher ziemlich regelmäßig Alkohol getrunken, fast täglich 2,3 Bier. Ich denke zwar das ich Alkoholiker bin, aber ich glaube nicht, das ich körperlich abhängig bin.

    Herzlich willkommen in unserer Alkoholiker-Online-Selbsthilfegruppe!

    Es ist ein guter Schritt, das eigene Trinkverhalten zu hinterfragen. Den Alkohol ohne ärztliche Begleitung einfach wegzulassen,war allerdings nicht ganz so prall – das sollte man nicht unterschätzen. Ist aber wie du schreibst, nach 10 Tagen fast durch

    Zu sagen „Ich denke, ich bin Alkoholiker“ – das reicht nicht. Für mich gilt. Entweder ich bin es, oder ich bin es nicht. Eine Grauzone gibt es da nicht. Körper und Psyche sind für mich auch untrennbar – sie funktionieren nur zusammen, als Einheit. Alles andere wäre Selbsttäuschung.

    Ich habe nicht gesagt, das ich keinen Alkohol mehr trinke…..

    Das hättest du jedoch tun sollen, dafür sind Ärzte schließlich da. Ich verstehe, dass die Scham noch sehr groß sein kann.

    Nun zurück zum Thema: Hier tauschen sich ausschließlich bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben. Geh noch einmal in dich und überlege, ob du das für dich ebenfalls sagen kannst.

    Für die Notfall-Tipps bei Craving bin ich sehr dankbar.

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40


    Und hier mal Grundbausteine für ein nüchternes Leben.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    keine ahnung wieviel erfahrung ihr in der problematik habt aber ausgemachte experten seit ihr auf dem gebiet der sucht nicht der "neurodiversität" hinsichtlich "autismus"

    Das mag ja alles stimmen, aber wir sind eben keine Therapieeinrichtung oder Berater bei Autismus. Das gehört, wie du selbst sagst, in professionelle Hände.

    Deswegen ist es nicht unsere Aufgabe, jemandem helfen zu wollen, wo eventuell die Hilfe, die wir hier selbst erfahren haben, nicht ausreicht. Auch eine Selbsthilfegruppe hat eben ihre Grenzen.

    Hier ist nichts maßgeschneidert, hier gibt es nur von der Stange.

    ch sehe mich als Alkoholikerin, aber ich gebe zu, dass ich lange gebraucht habe um diesen Begriff für mich verwenden zu können oder zu wollen.

    Dass es nicht einfach ist, aber auch zur eigenen Erleichterung beitragen kann, wenn es ausgesprochen wird, ist ein normaler Prozess.

    Hast du mit deinem Arzt gesprochen oder deinen neuen Weg eigenständig begonnen? Und wie hast du dich körperlich entgiftet – mit Hilfe oder allein? War es ein abrupter Alkoholentzug?

    Um den weiteren Austausch zu starten, klicke einfach auf den Bewerbungslink und bitte um Freischaltung für die entsprechenden Bereiche. Der nächste Moderator wird sich dann darum kümmern.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Ich fühle mich noch ziemlich nackt in meinem Prozess der Trockenhe

    Dann wollen wir mal schauen, dass wir gemeinsam dich anziehen können.:whistling:

    Willkommen bei unserer Online-Alkoholiker-SHG.

    Deine Geschichte ist ähnlich wie bei vielen anderen, aber dennoch einzigartig für dich selbst.

    Bevor wir weitermachen, ein paar Infos: Das ist ein Forum, in dem sich bekennende Alkoholiker austauschen, die eine lebenslange Abstinenz anstreben. Dass du immer wieder in Trinkpausen kamst und der Versuch, kontrolliert zu trinken, scheiterte, zeigt, dass eine lebenslange Abstinenz nun deine Wahl ist? Liege ich da richtig?

    Und nun zu etwas Wichtigem: Siehst du dich als Alkoholiker?

    Zum Thema wie man mit unserer Krankheit in der Öffentlichkeit/Freundeskreis umgeht muss ich sagen das ich es genauso wie Carl Friedrich halte, nur ein kleiner Kreis weiß bescheid, für alle anderen trinke ich keinen Alkohol mehr wegen meiner gesundheitlichen Probleme, bis jetzt hat keiner mehr nachgefragt...

    Ich habe längst aufgehört zu glauben, dass etwas im „kleinen Kreis“ bleibt. Jeder kleine Kreis hat seinen eigenen Kreis – und schon verbreitet sich das Gerede in großem Stil. Die Vorstellung, dass Schweigen selbstverständlich ist, habe ich aufgegeben. Es wird immer geredet. Immer.

    Und die berühmte Hand für jemanden ins Feuer zu legen hätte nur dem Hersteller von Handprothesen Umsatz gebracht, aber nicht mir.:mrgreen: Wichtig für mich war ,wie ich mit dem Gerede umgehe, denn es gibt ja auch dumme Menschen da draußen, die nicht den geistigen Horizont haben, um zu beurteilen, was Alkoholismus überhaupt ist.

    Vielleicht sollten wir den Thread wieder Franko überlassen und uns auf tatsächliche Erfahrungen konzentrieren, anstatt mit hypothetischen Annahmen um uns zu werfen. Andernfalls gerät der Thread noch "out of order"

    Franko , sollte dir der letzten Beiträge nicht zusagen, gib mir einfach Bescheid, und ich werde sie editieren.

    Würdest du mir zustimmen, dass trockene Alkoholiker mitunter zu Egoisten werden können?

    Ja, bedingungslos. Zumindest in dem Bereich, der die Krankheit betrifft. Ein Alkoholiker muss seiner Gesundheit zuliebe egoistisch sein, denn sonst stellt er das Wohl anderer über seine Abstinenz und riskiert damit alles.

    Wer sich ständig nach anderen richtet, gefährdet seine Trockenheit. Deshalb hat bei mir die eigene Gesundheit immer oberste Priorität. Denn: Wenn ich meine Sucht nicht ernst nehme, wird es auch niemand sonst tun.

    Wenn ich es vorher ehrlich mit den Menschen bespreche, die mir nahe stehen, wie bei anstehenden Geburtstagsfeiern oder anderen Veranstaltungen, werden sie es mir nie übel nehmen, wenn ich mal nicht erscheine.

    Und das Beste daran: Wenn ich auf ein Fest überhaupt keine Lust habe, ist es die perfekte elegante Ausrede! :saint::whistling:

    Manchmal pauschalisierst du mir zu viel Hartmut. Du gehst von dir aus, kritisierst und bindest deine Worte als allgemein ein.

    Nun, nicht einfach mal etwas in den Raum werfen, was nicht greifbar ist. Ich würde es begrüßen, wenn du im Text antwortest, wo du eine Pauschalisierung siehst. Ich kritisiere doch nicht, wenn ich Risiken, Fallstricke oder Stolperfallen aufzeige. Zumidnste she ich das nicht so.

    Wenn ich mich nicht ausreichend dazu in der Lage fühle, dann kann ich da nicht hingehen. Deine Worte.

    Ja klar, die Mutter bleibt der Hochzeit fern. Bestimmte Situationen im Leben erfordern bestimmte Maßnahmen. Halbes Jahr später die Taufe meiner Enkeltochter. Das gleiche Problem.

    Die Umstände ändern nichts an meiner Sucht.

    Wenn ich mich für eine Feier entscheide, dann ist das meine persönliche Entscheidung – keine äußere Verpflichtung. Emotionale Bindung mag ein Grund sein, aber es ist immer meine Wahl und damit nehme ich das Risiko bewusst in Kauf.

    Was wäre passiert, wenn ich auf der Hochzeit meiner Tochter rückfällig geworden wäre? Die psychische Belastung, die sie möglicherweise hätte tragen müssen, wäre immens gewesen. Sie hätte sich eventuell verantwortlich gefühlt – und das, obwohl die Verantwortung allein bei mir liegt.

    So etwas überschattet ein Fest, das eigentlich zu den schönsten Momenten ihres Lebens zählen sollte.

    Es gibt immer zwei Seiten der Medaille – und ich habe die Wahl, auf welcher ich stehen möchte. Ich bestimme, wohin ich gehe und was ich meiner Genesung zumute. Jeder Schritt, jede Entscheidung trägt Konsequenzen – nicht nur für mich, sondern auch für die Menschen, die mir wichtig sind.

    Ich weiß gar nicht, wo da jetzt ein Problem sein soll. Du magst vielleicht meine Art des Austausches nicht, das ist dir gegönnt, aber Fakten und Erfahrungen sind doch nicht wegzudiskutieren.

    Keiner zwingt mich hinzugehen, und keiner zwingt mich, zu Hause zu bleiben.

    Aber jegliche Konsequenzen muss ich eben selbst tragen. Da kann auch die Frage in den Raum geworfen werden: "Was ist mir meine Trockenheit wert?"

    Und wenn es dir so wichtig war oder ist, dann mach es doch, aber es ändert trotzdem nichts am Risiko. Wo soll ich denn anfangen zu selektieren, welches Fest ich muss, welches ich kann und bei welchen Festen es mir nicht möglich ist?

    . Da muss man Kompromisse eingehen, auch wenn man trockener Alkholiker ist.

    Genau, und jeder Alkoholiker bestimmt, welche Kompromisse er eingeht. Ich muss das aber nicht, ich mache es wenn dann schon freiwillig.

    Und was heißt schon "Mehrheit"? Die Mehrheit wovon?

    Das bezog sich auch auf den Satz "Das macht doch keiner!". Keiner gibt es nicht :whistling: Mir ist es egal, ob es sich um die Minderheit oder Mehrheit handelt, denn die Mehrheit wird ja auch rückfällig, und da bin ich gerne bei der Minderheit.

    Und ja, Dagmar , "Nein" ist auch für mich ein vollständiger Satz. Allerdings stimme ich Disziplin zu: Ganz am Anfang gibt es mehr Verunsicherung als Stabilität, da wird dann schon mal herumgedruckst, gerade wenn Nachfragen kommen.

    Und nicht jeder hat die Schlagfertigkeit gepachtet. Zudem ist ein nasses Umfeld sicherlich nicht der geeignete Raum, um solche Diskussionen zu führen.

    Natürlich bin ich ein alter Hase, aber es gibt ja Gründe, warum ich ein alter Hase bin. Das habe ich nicht dadurch erreicht, alles leichtfertig anzunehmen, was mich umbringen kann.

    Der ist doch noch so was von unsicher in solchen "nassen Bereichen" und ist wahrscheinlich froh ungeschoren da raus zu kommen.

    Nun wäre es mir lieber, wenn du für dich selbst sprichst und deine eigenen, selbst erlebten oder gemachten Erfahrungen teilst, anstatt für andere zu sprechen, denn in die Köpfe anderer kann niemand schauen.

    Aber das macht doch keiner, der erst ein paar Monate oder ein Jahr trocken i

    Erstmal ist es mir egal, ob das jemand macht oder nicht – von mir aus können sie sich auch zu Tode saufen. User ziehen sich sowieso nur das raus, was sie brauchen. Und die, die am Anfang stehen, neigen eben dazu, alles anzunehmen, was keine Veränderung braucht.

    Und ich führe nicht sanft ihre Händchen raus aus der Sucht. Nee, ich bin Alkoholiker und kein Therapeut.

    Zu hart? Nein, das passiert eben, wenn etwas abgeschwächt umschifft wird, weil meine Scham größer als mein Verstand ist. Und ich möchte nicht die Triebfeder für einen hilfesuchenden Alkoholiker sein, der lächelnd abnickt, wenn einer sehenden Auges in eine laufende Kreissäge rennt.

    Aber wer bitte schön ist denn "keiner"? Da bin och auch nicht bei dir. Ich kenne viele, die das schon von Anfang an so machen. Sie haben jetzt den Vorteil, dass sie nicht mehr nachgefragt werden oder herumdrucksen müssen.

    Und nur weil sich hier Einzelne dagegen aussprechen und es nicht tun, lieber umschreiben, herumdrucksen und in Erklärungsnot geraten wollen, sollen sie das tun. Aber das bedeutet nicht, dass sie die Mehrheit sind.

    Das kommt doch erst alles mit der Zeit

    Nicht jeder hat die Zeit, sich nach weiteren Rückfällen wieder aufzurappeln. Wird das bewusst ignoriert? Du siehst doch an deiner Geschichte, was es bedeutet zu warten und was passiert, wenn man zu lange wartet.

    Und wenn ich unsicher bin, irgendwo hinzugehen, bleibe ich lieber mit meinem Allerwertesten zu Hause oder mache etwas anderes.

    es gibt nun mal Veranstaltungen, Einladungen, Feiern die man nicht absagen kann oder auch will.

    Ich werde nicht mit Gewalt gezwungen, irgendwohin zu gehen. Es sind meine eigenen emotionalen Ausreden, die als Rechtfertigung dienen. Alkohol ist nur dann allgegenwärtig, wenn ich ihn bewusst suche , aber das ist hier nicht das Thema.

    Wenn ich eine Einladung nicht absagen will, sind Begründungen irrelevant. Die Entscheidung steht ja kopflastig fest, und ich nehme die Risiken in Kauf. Ich kann sie auch nicht immer strategisch vorbereiten. Das wäre Unsinn, sonst gäbe es keine Rückfälle.

    Denn der Verstand wird oft vom Suchthirn überlagert und man vergisst da und da , wie stark emotionale Augenblicke alles aushebeln können. Sucht lässt sich nicht kontrollieren – nur gestoppt halten.

    Und wenn die Frage aufkommt, warum ich nicht mehr trinke, genügen vier Worte: Ich bin trockener Alkoholiker.

    Ich muss mich nicht einsperren oder rechtfertigen, wenn ich mich in einem nassen Umfeld bewege. Ich muss nur ehrlich zu mir selbst sein – ich bin Alkoholiker. Der nächste Rückfall könnte mein letzter sein. Alles, was dazwischenliegt, ist meine bewusste Risikobereitschaft, um eben nicht rückfällig zu werden

    Ich sehe gerade, das ist ja Fankos Thread, und somit auch ein herzliches Willkommen von mir!:saint::mrgreen:

    Als EKA mit einem alkoholkranken Elternteil aufgewachsen, wusste ich schon früh, wie der Hase läuft, dass etwas nicht stimmt und es manchmal peinlich wurde, weil ein Elternteil getrunken hatte.

    Kinder sind doch nicht bescheuert , und sie müssen auch nicht alles bis ins Detail erklärt bekommen. Sie fragen nach, wenn nicht direkt, dann bei anderen, oder sie erkundigen sich auf ihre Weise und sprechen es je nach Verhältnis vielleicht noch mal direkt an.