Franko - Vorstellen, Franko 57 Jahre

  • es gibt nun mal Veranstaltungen, Einladungen, Feiern die man nicht absagen kann oder auch will.

    Ich werde nicht mit Gewalt gezwungen, irgendwohin zu gehen. Es sind meine eigenen emotionalen Ausreden, die als Rechtfertigung dienen. Alkohol ist nur dann allgegenwärtig, wenn ich ihn bewusst suche , aber das ist hier nicht das Thema.

    Wenn ich eine Einladung nicht absagen will, sind Begründungen irrelevant. Die Entscheidung steht ja kopflastig fest, und ich nehme die Risiken in Kauf. Ich kann sie auch nicht immer strategisch vorbereiten. Das wäre Unsinn, sonst gäbe es keine Rückfälle.

    Denn der Verstand wird oft vom Suchthirn überlagert und man vergisst da und da , wie stark emotionale Augenblicke alles aushebeln können. Sucht lässt sich nicht kontrollieren – nur gestoppt halten.

    Und wenn die Frage aufkommt, warum ich nicht mehr trinke, genügen vier Worte: Ich bin trockener Alkoholiker.

    Ich muss mich nicht einsperren oder rechtfertigen, wenn ich mich in einem nassen Umfeld bewege. Ich muss nur ehrlich zu mir selbst sein – ich bin Alkoholiker. Der nächste Rückfall könnte mein letzter sein. Alles, was dazwischenliegt, ist meine bewusste Risikobereitschaft, um eben nicht rückfällig zu werden

    Ich sehe gerade, das ist ja Fankos Thread, und somit auch ein herzliches Willkommen von mir!:saint::mrgreen:

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hartmut, du bist ein alter Hase und dir glaube ich aufs Wort, dass du das sagst. Aber das macht doch keiner, der erst ein paar Monate oder ein Jahr trocken ist. Der sagt doch nicht gleich in der Öffentlichkeit "Nein Danke, ich trinke nichts, ich bin Alkoholiker."

    Der ist doch noch so was von unsicher in solchen "nassen Bereichen" und ist wahrscheinlich froh ungeschoren da raus zu kommen.

    Das kommt doch erst alles mit der Zeit

  • Natürlich bin ich ein alter Hase, aber es gibt ja Gründe, warum ich ein alter Hase bin. Das habe ich nicht dadurch erreicht, alles leichtfertig anzunehmen, was mich umbringen kann.

    Der ist doch noch so was von unsicher in solchen "nassen Bereichen" und ist wahrscheinlich froh ungeschoren da raus zu kommen.

    Nun wäre es mir lieber, wenn du für dich selbst sprichst und deine eigenen, selbst erlebten oder gemachten Erfahrungen teilst, anstatt für andere zu sprechen, denn in die Köpfe anderer kann niemand schauen.

    Aber das macht doch keiner, der erst ein paar Monate oder ein Jahr trocken i

    Erstmal ist es mir egal, ob das jemand macht oder nicht – von mir aus können sie sich auch zu Tode saufen. User ziehen sich sowieso nur das raus, was sie brauchen. Und die, die am Anfang stehen, neigen eben dazu, alles anzunehmen, was keine Veränderung braucht.

    Und ich führe nicht sanft ihre Händchen raus aus der Sucht. Nee, ich bin Alkoholiker und kein Therapeut.

    Zu hart? Nein, das passiert eben, wenn etwas abgeschwächt umschifft wird, weil meine Scham größer als mein Verstand ist. Und ich möchte nicht die Triebfeder für einen hilfesuchenden Alkoholiker sein, der lächelnd abnickt, wenn einer sehenden Auges in eine laufende Kreissäge rennt.

    Aber wer bitte schön ist denn "keiner"? Da bin och auch nicht bei dir. Ich kenne viele, die das schon von Anfang an so machen. Sie haben jetzt den Vorteil, dass sie nicht mehr nachgefragt werden oder herumdrucksen müssen.

    Und nur weil sich hier Einzelne dagegen aussprechen und es nicht tun, lieber umschreiben, herumdrucksen und in Erklärungsnot geraten wollen, sollen sie das tun. Aber das bedeutet nicht, dass sie die Mehrheit sind.

    Das kommt doch erst alles mit der Zeit

    Nicht jeder hat die Zeit, sich nach weiteren Rückfällen wieder aufzurappeln. Wird das bewusst ignoriert? Du siehst doch an deiner Geschichte, was es bedeutet zu warten und was passiert, wenn man zu lange wartet.

    Und wenn ich unsicher bin, irgendwo hinzugehen, bleibe ich lieber mit meinem Allerwertesten zu Hause oder mache etwas anderes.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Öffentlichkeit "Nein Danke, ich trinke nichts, ich bin Alkoholiker."

    Es reicht ja zu sagen ‚für mich keinen Alkohol bitte‘. Wichtig ist, dass man möglichst erst gar nicht in so eine Situation kommt. Gerade am Anfang.

    Ich kann auch verstehen, wenn da Gedanken kommen wie ‚da kann ich mich auch gleich zu Hause vergraben‘. Solche Gedanken hatte ich am Anfang auch. Aber ich habe nachdem ich hier zur Vorsicht ermahnt wurde einerseits sehr viele Veranstaltungen abgesagt oder ‚minimiert‘. ABER. Inzwischen fühlt sich mein Leben gar nicht nach vergraben an, denn es sind ganz andere Aktivitäten dazugekommen.

    Nämlich solche, die nicht um Alkohol kreisen. Ich kann mich am Wochenende wieder zum Frühstücken oder zu einer langen Wanderung verabreden, weil ich keinen Kater habe!
    Ich treffe Freundinnen und muss keine Angst haben dass wir versacken oder dass ich peinlich werde. Ich kann auch abends zu Freunden zum Essen fahren die weiter weg wohnen- denn ich kann immer Auto fahren.

    Gegenüber der Tristesse, immer in den gleichen Kneipen mit den gleichen Leuten die gleichen besoffenen Gespräche zu führen ist mein Sozialleben echt bunter geworden.

    Allerdings hat sich der Freundeskreis ausgedünnt bzw. verschoben. Saufkumpane sehe ich gar nicht mehr, dafür einige enge Freunde, die in meiner Gegenwart nicht trinken- sehr sehr oft.

    Wenn ich heute mit dem Fahrrad nach einem schönen nüchternen Abend bei einer Freundin an meiner ehemaligen Stammkneipe vorbeifahre und die völlig besoffenen Leute sehe, bei denen ich früher an der Theke gesessen habe, bin ich total froh dass ich da nicht mehr sitzen muss.

  • Und wenn ich unsicher bin, irgendwo hinzugehen, bleibe ich lieber mit meinem Allerwertesten zu Hause oder mache etwas anderes.

    Dem stimme ich voll und ganz zu. Risikominimierung nennt sich das.

    Es gibt selbst heute noch Veranstaltungen, denen ich nach über 10 Jahren bewusst fern bleibe z.B. unserer letzten Weihnachtsfeier in einem Brauhaus oder einer Silvesterparty in einem bekannten Gastro-Betrieb.

    Und wenn die Frage aufkommt, warum ich nicht mehr trinke, genügen vier Worte: Ich bin trockener Alkoholiker.

    Ich bin schon ewig nicht mehr gefragt worden und wenn, dann gibt's meine Standartantwort: "Ich trinke keinen Alkohol, weil er mir nicht bekommt." Welchen Reim sich der Fragende darauf macht, ist mir wurscht. Weitere Nachfragen hat es bislang keine gegeben, aber wenn, dann bin ich schlagfertig genug, darauf adäquat zu regieren, ohne gleich mit der Tür ins Haus zu fallen.


    Und nur weil sich hier Einzelne dagegen aussprechen und es nicht tun, lieber umschreiben, herumdrucksen und in Erklärungsnot geraten wollen, sollen sie das tun. Aber das bedeutet nicht, dass sie die Mehrheit sind.

    Ich bin noch nie in Not geraten. Allerdings bin ich nicht der Typ Mensch, der sich zu intimen Dingen ausfragen lässt. Andere hier im Forum dürfen es gerne als "Herumeiern" bezeichnen, nur teile ich diese Einschätzung nicht. Für mich ist es mein Weg. Mit diesem Kurs bin ich bislang gut gefahren und sehe keinerlei Veranlassung, ihn zu ändern.

    Rückhaltlos offen bin ich mir selbst und ausschließlich Personen gegenüber, die es etwas angeht. Das sind nicht allzu viele.

    Und was heißt schon "Mehrheit"? Die Mehrheit wovon? Von allen Alkoholikern (zu denen ich selbstverständlich gehöre) im Forum, in Deutschland, der ganzen Welt? Wer hat denn die Mehrheit durchgezählt und festgestellt, natürlich gestützt auf valides Zahlen- und Datenmaterial?;)

    Letzteres nur am Rande, für mich gibt es keinen Kurs, der für gleichermaßen gut und gangbar ist. Entscheident ist wie immer das jeweilige Ergebnis und das lautet stabile, im besten Falle zufriedene Abstinenz. Und letzteres nehme ich für mich in Anspruch.

    Der ist doch noch so was von unsicher in solchen "nassen Bereichen" und ist wahrscheinlich froh ungeschoren da raus zu kommen.

    An Ereignissen, bei denen der heftige Konsum von Alk im Vordergrund steht, nehme ich nicht teil. warum auch? Dem Neuling rate ich ab, weil die Gefahr des plötzlichen Rückfalls zu groß ist. Ich gehe dort nicht mehr hin, weil mir die gesamte Atmosphäre auf den Geist geht und nicht, weil ich mich als gefährdet sehe.


    Wenn mir das Drumherum einer Veranstaltung nicht gefällt, bleibe ich gerne fern und vermisse nichts. Im Gegenteil, ich bin ein freier Mensch und frei in meinen Entscheidungen. Ich weiß, was gut für mich ist und was nicht. Das musste sich bei mir aber auch erst mit der Zeit entwickeln und kam nicht von jetzt auf gleich. In den ersten Jahren rate ich zur o.a. Risikominimierung.

  • Und was heißt schon "Mehrheit"? Die Mehrheit wovon?

    Das bezog sich auch auf den Satz "Das macht doch keiner!". Keiner gibt es nicht :whistling: Mir ist es egal, ob es sich um die Minderheit oder Mehrheit handelt, denn die Mehrheit wird ja auch rückfällig, und da bin ich gerne bei der Minderheit.

    Und ja, Dagmar , "Nein" ist auch für mich ein vollständiger Satz. Allerdings stimme ich Disziplin zu: Ganz am Anfang gibt es mehr Verunsicherung als Stabilität, da wird dann schon mal herumgedruckst, gerade wenn Nachfragen kommen.

    Und nicht jeder hat die Schlagfertigkeit gepachtet. Zudem ist ein nasses Umfeld sicherlich nicht der geeignete Raum, um solche Diskussionen zu führen.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Manchmal pauschalisierst du mir zu viel Hartmut. Du gehst von dir aus, kritisierst und bindest deine Worte als allgemein ein. Wenn dann andere Ansichten geschrieben werden, dann ist dir das schon auch mal egal und dann können " die sich von mir aus auch tot saufen." Fand ich daneben diesen Satz. Du kennst viele, die sich outen und damit keine Probleme haben und ich keine viele, die damit ein großes Problem haben. Wo wir wieder beim Thema jeder kennt einen .... wären.


    Ich war ein Jahr trocken, als eine meiner beiden Töchter geheiratet hat. Ich hab mich nicht wohlgefühlt. Es wurde mit Sekt abgestoßen, Mama mit Wasser. Keiner hat gefragt warum. Ich bin da durchgekommen.

    Wenn ich mich nicht ausreichend dazu in der Lage fühle, dann kann ich da nicht hingehen. Deine Worte.

    Ja klar, die Mutter bleibt der Hochzeit fern. Bestimmte Situationen im Leben erfordern bestimmte Maßnahmen. Halbes Jahr später die Taufe meiner Enkeltochter. Das gleiche Problem.

    Wir haben keine Alkoholiker in der Familie, ich war nie in Kneipen, hatte auch nie Saufkumpane oder musste meinen Freundeskreis auch nicht austauschen. Ich habe immer nur allein, heimlich und vor allem zu Hause getrunken.


    Was ich damit sagen möchte, dass jedes Leben nach der Abstinenz anders ist. Klar gibt es Bausteine zur Unterstützung der Abstinenz und bei Rückfällen, aber im Leben gehts es nicht immer nach Schema F. Da muss man Kompromisse eingehen, auch wenn man trockener Alkholiker ist.

    Und ein letztes noch. Ich habe hier meine Geschichte ehrlich und offen aufgeschrieben. Ich möchte bitte nicht als "Paradebeispiel" im Zusammenhang genannt werden, was passieren kann wenn man rückfällig wird oder zu spät etwas unternimmt.

  • Manchmal pauschalisierst du mir zu viel Hartmut. Du gehst von dir aus, kritisierst und bindest deine Worte als allgemein ein.

    Nun, nicht einfach mal etwas in den Raum werfen, was nicht greifbar ist. Ich würde es begrüßen, wenn du im Text antwortest, wo du eine Pauschalisierung siehst. Ich kritisiere doch nicht, wenn ich Risiken, Fallstricke oder Stolperfallen aufzeige. Zumidnste she ich das nicht so.

    Wenn ich mich nicht ausreichend dazu in der Lage fühle, dann kann ich da nicht hingehen. Deine Worte.

    Ja klar, die Mutter bleibt der Hochzeit fern. Bestimmte Situationen im Leben erfordern bestimmte Maßnahmen. Halbes Jahr später die Taufe meiner Enkeltochter. Das gleiche Problem.

    Die Umstände ändern nichts an meiner Sucht.

    Wenn ich mich für eine Feier entscheide, dann ist das meine persönliche Entscheidung – keine äußere Verpflichtung. Emotionale Bindung mag ein Grund sein, aber es ist immer meine Wahl und damit nehme ich das Risiko bewusst in Kauf.

    Was wäre passiert, wenn ich auf der Hochzeit meiner Tochter rückfällig geworden wäre? Die psychische Belastung, die sie möglicherweise hätte tragen müssen, wäre immens gewesen. Sie hätte sich eventuell verantwortlich gefühlt – und das, obwohl die Verantwortung allein bei mir liegt.

    So etwas überschattet ein Fest, das eigentlich zu den schönsten Momenten ihres Lebens zählen sollte.

    Es gibt immer zwei Seiten der Medaille – und ich habe die Wahl, auf welcher ich stehen möchte. Ich bestimme, wohin ich gehe und was ich meiner Genesung zumute. Jeder Schritt, jede Entscheidung trägt Konsequenzen – nicht nur für mich, sondern auch für die Menschen, die mir wichtig sind.

    Ich weiß gar nicht, wo da jetzt ein Problem sein soll. Du magst vielleicht meine Art des Austausches nicht, das ist dir gegönnt, aber Fakten und Erfahrungen sind doch nicht wegzudiskutieren.

    Keiner zwingt mich hinzugehen, und keiner zwingt mich, zu Hause zu bleiben.

    Aber jegliche Konsequenzen muss ich eben selbst tragen. Da kann auch die Frage in den Raum geworfen werden: "Was ist mir meine Trockenheit wert?"

    Und wenn es dir so wichtig war oder ist, dann mach es doch, aber es ändert trotzdem nichts am Risiko. Wo soll ich denn anfangen zu selektieren, welches Fest ich muss, welches ich kann und bei welchen Festen es mir nicht möglich ist?

    . Da muss man Kompromisse eingehen, auch wenn man trockener Alkholiker ist.

    Genau, und jeder Alkoholiker bestimmt, welche Kompromisse er eingeht. Ich muss das aber nicht, ich mache es wenn dann schon freiwillig.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Würdest du mir zustimmen, dass trockene Alkoholiker mitunter zu Egoisten werden können?

    Ja, bedingungslos. Zumindest in dem Bereich, der die Krankheit betrifft. Ein Alkoholiker muss seiner Gesundheit zuliebe egoistisch sein, denn sonst stellt er das Wohl anderer über seine Abstinenz und riskiert damit alles.

    Wer sich ständig nach anderen richtet, gefährdet seine Trockenheit. Deshalb hat bei mir die eigene Gesundheit immer oberste Priorität. Denn: Wenn ich meine Sucht nicht ernst nehme, wird es auch niemand sonst tun.

    Wenn ich es vorher ehrlich mit den Menschen bespreche, die mir nahe stehen, wie bei anstehenden Geburtstagsfeiern oder anderen Veranstaltungen, werden sie es mir nie übel nehmen, wenn ich mal nicht erscheine.

    Und das Beste daran: Wenn ich auf ein Fest überhaupt keine Lust habe, ist es die perfekte elegante Ausrede! :saint::whistling:

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • dass trockene Alkoholiker mitunter zu Egoisten werden können?

    Mag sein, dass es egoistisch wirkt, wenn ich einer Feier fernbleibe, aber genau das ist (manchmal) notwendig, um meine Abstinenz nicht zu gefährden.

    Für mich ist das auch kein Egoismus, sondern Selbsterhaltung.

    Um bei dem Beispiel mit der Hochzeit, der Tochter zu bleiben. Was hat sie davon, wenn ich hingehe, mich dort überfordere, abstürze und danach wieder saufe? Wenn ich dann nicht mehr für sie und die Enkel da sein kann. Sei es, weil ich seelisch oder körperlich nicht mehr dazu in der Lage bin oder weil ich mich zu Tode gesoffen habe?

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen, denen ich wirklich am Herzen liege, verstehen, dass meine Abstinenz absolute Priorität hat.

    Und die, die dafür kein Verständnis aufbringen, sind aus meiner Sicht oft die eigentlichen Egoisten. Und auf die kann ich gut und gerne verzichten…

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Ganz ehrlich: Auf die Hochzeit meiner Tochter wäre ich auch am Anfang schon gegangen. Schon allein weil ich sie ja zum Altar führen soll und will.
    Vielleicht hätte ich in Absprache die Feier danach weggelassen, aber das ist doch ein Meilenstein im Leben!

    Wobei es gerade meiner Tochter so elementar wichtig war und ist, dass ich nüchtern bin, dass ich ganz sicher nicht ausgerechnet zu diesem Anlass unvorsichtig geworden wäre.

  • Vielleicht hätte ich in Absprache die Feier danach weggelassen

    Ja, das wollte ich eigentlich oben noch dazu schreiben, also dass man dann zumindest auf den nassen Part der Feier verzichtet.

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Vielleicht sollten wir den Thread wieder Franko überlassen und uns auf tatsächliche Erfahrungen konzentrieren, anstatt mit hypothetischen Annahmen um uns zu werfen. Andernfalls gerät der Thread noch "out of order"

    Franko , sollte dir der letzten Beiträge nicht zusagen, gib mir einfach Bescheid, und ich werde sie editieren.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmunt, nee brauchts nicht zu editieren.Ich habe über 15 Jahre Abstinent gelebt und habe da Erfahrung gesammelt. Die vielen guten Ratschläge sind gut,ist nur nicht so einfach diese zu befolgen.Jedenfalls ist mein Ziel und darum habe ich mich hier angemeldet das ich bis zu meinen Lebensende Abstinet Lebe.

    Dein Slogan

    „Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!“

    Ist genau mein Credo

    Lg.
    Franko

  • ch habe über 15 Jahre Abstinent gelebt und habe da Erfahrung gesammelt. Die vielen guten Ratschläge sind gut,ist nur nicht so einfach diese zu befolge

    Dann hast du wohl nicht alles falsch gemacht. Aber was hat den Rückfall ausgelöst? Welche Tipps lassen sich im Alltag schwer umsetzen?“

    Nach meinem anfänglichen Rückfall wurde mir klar: Es gibt keinen wirklichen Grund, warum ich mich nicht vor Alkohol schützen sollte – außer, dass ich es selbst nicht ernst genug nehme. Ich musste lernen, mich wichtiger zu nehmen als die Leute um mich herum, die mich gern wieder in ihrer Runde hätten.

    Auf Feiern mit Trinkenden zu gehen, ist nicht nur wegen eines möglichen Rückfalls schwierig. Es ist ja auch so , dass ich mich dort unglaublich allein fühle – wie der einsamste Mensch am Tisch. Betrunkene sind keine guten Gesprächspartner da kann ich mir besser etwas suchen, das mir guttut.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Schicksalsschläge ,waren es die mich Rückfällig haben werden lassen. Diese Thematik hatte ich unterschätzt und mich unendlich traurig gemacht.Anfangs hat es auch geklappt mit dem „kontrollierten Umgang „ mit Allkohol aber des war ein Trugschluss.Als ich das erkannte holte ich mir Hilfe.
    Einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker da muss ich für mich Egoistischer werden.

    Lg.

    Franko

  • Einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker da muss ich für mich Egoistischer werden.

    Egoistisch ist ein negativ klingender Begriff. Ich achte auf meine Gesundheit und der wird alles andere untergeordnet. So einfach ist es.


    Du warst jahrelang clean, da müsstest Du doch genau wissen wie es geht;)


    Oder geisterte bei Dir in der letzten Zeit vor dem Rückfall der Gedanke durchs Hirn, Du seist geheilt und könntest mal wieder in Maßen was trinken?

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!