Beiträge von Hartmut

    Du steckst gedanklich schon mitten im Rückfall. Ist der Punkt schon erreicht, zur Flasche zu greifen?

    Hier wird dich niemand aufhalten können und eine Absolution bekommst du auch nicht – das kannst nur du selbst.

    Jeder Alkoholiker weiß, dass es dummes Zeug ist, aber es ist Deins.

    Ich wünsche dir Weitsicht für dein Tun.

    Mir ist natürlich klar, dass wohl viele trockene Alkoholiker dieses Problem der plötzlich reichlich vorhandenen Zeit haben - aber wie damit umgehen? Sich mit Freunden unterhalten, Hobbies nachgehen, was auch immer TUN - klar, aber geht das so einfach? Ist das nicht vielleicht auch ein Aspekt der psychischen Abhängigkeit? Diese Leere?

    Ging es früher einfacher?

    Hast du dich früher nicht mit -Sauf Freunden getroffen und etwas unternommen? Keinen Plan gemacht, ob da oder dort etwas zu trinken gab? Nicht dafür gesorgt, wenn Festivitäten selbst ausgerichtet hast, wer was trinkt, wer was isst und vieles mehr? Im Sport nicht darauf geachtet, dass man sich danach getroffen hat? Ferien, Feste, Zusammenkünfte geplant? Urlaub gemacht, sich erkundigen, sich mit anderen darüber ausgetauscht?

    Wenn ja, dann hattest du einen riesigen Einfallsreichtum, den du jetzt nur auf ein wenig trockeneres Umfeld umschalten musst.

    Wenn es jedoch bei dir ganz anders war und du nur rund um die Uhr im stillen Kämmerlein gesoffen hast, dann fange endlich an zu leben.

    Meine Einstellung überdenken, die Trockenheitsarbeit verstärken.

    Warum habe ich das Gefühl, dass du etwas in deinem Denken mit Gewalt umsetzen willst? Hyperaktivität ? Das dauert eben mal. Das Pragmatische ist wichtig, alles andere braucht seine Zeit, bis das Hirn auf trocken steht.

    Nebenwirkungen wie Saufdruck und Verizichtsgedanken sind Bestandteile der Sucht, die sich am besten mit Gelassenheit und dem Wissen, dass sie zeitbegrenzt sind, sowie mit etwas anderem zu ersetzen, am besten entgegenwirken lassen.

    Ein bisschen mehr Coolness entwickelt das eine oder andere und macht selbstbewusst. Das ist mal ein Tipp von mir.

    Aber wir im Forum.

    Ich habe gar nichts dabei.

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Mir schießen Gedanken durch den Kopf „für immer“ und „nie wieder“ auch so ein Glas Wein trinken zu können. Ich hadere echt rum und könnte die ganze Abstinenz an die Wand werfen. Boah bin wirklich kalt erwischt worden.

    Wenn nichts mehr funktioniert, greif zum Notfallkoffer – im Hier und Jetzt denken . Heute kein Alkohol – stark bleiben durchhalten eventuell einen Arzt aufsuchen. In der Selbsthilfegruppen teilnehmen, schreiben oder reden. Und die innere Suchstimme einfach schreien lassen.

    Du schaffst das!

    Denn die Alternative, nämlich wieder saufen und in alte Muster zu verfallen. Genau diese Alternative hat dich dazu gebracht, aufzuhören. Das 'Nasse' wird sich nie ändern, aber du hast es selbst in der Hand das trocken zu bleiben .

    Mir geht es gut. Ein bißchen Blues. Ein bißchen diffusen Saufdruck

    Wenn es mir gut geht, habe ich weder den Blues noch einen Drang zu trinken. Was auch immer diffus in dieser Situation bedeuten mag, ich nahm es ernst.

    Der Blues spielte immer wieder mal seine Musik, aber dem Saufdruck in welcher Form auch immer, habe ich versucht entgegenzuwirken. Mit etwas anderem besetzen, zum Beispiel etwas Alkoholfreies trinken, das das frühere Ritual des Trinkens umschreiben kann.

    Es ist der Kopf, der umprogrammiert werden muss, und dann folgt auch der Rest des Körpers.

    Als wäre es das normalste und selbstverständlichste von der Welt. Vorm kochen, auf der Terrasse, zu tiefgründigen Gesprächen.

    Statistisch gesehen gibt es mehr Menschen, die trinken, als solche, die damit Probleme haben. Für viele gehört der Alkoholkonsum zum normalen Verhalten. Auch wenn ich zu denen gehöre, die damit nicht mehr umgehen können, ändert das nichts an dieser Tatsache.

    Und was soll ich sagen, es war mir nicht wirklich egal und hat in leichter Form Verzichtsgedanken hervorgerufen 😔

    Dass es zu Verzichtsgedanken kommen kann, ist auf die eigene Sucht zurückzuführen. Aber was bedeutet eine leichte Form? Entweder es sind Verzichtsgedanken oder eben nicht. Ich habe versucht, sie durch andere Dinge zu ersetzen. Zum Beispiel habe ich alkoholfreie Getränke getrunken oder den Fernseher ausgeschaltet und etwas anderes gemacht.

    Zudem habe ich noch nie eine Frau gesehen, die nur ein bisschen schwanger war. Entweder sie ist es oder sie ist es nicht.;)

    Ich finde es gut da es aufschreibest . Weiter so!

    Ich weiß nicht warum Du Dich so auf mich eingeschossen hast,

    Es ist gut, dass du weiterhin schreibst. Einiges muss auch erst einmal sacken lassen.

    Es lag nicht in meiner Absicht, dich persönlich anzugreifen. Meine Gedanken waren nicht auf dich allein gerichtet; jede andere Person mit ähnlichen Ansichten hätte dieselbe Reaktion von mir erhalten.

    Ich wollte lediglich durch deine Beiträge und meine Erfahrungen verdeutlichen, wie eine Co-Abhängigkeit aussieht .

    Ich gebe zu, dass der Zeitpunkt, insbesondere angesichts der Situation mit deinem Partner im Krankenhaus, unglücklich gewählt war.

    Alles Gute weiterhin

    Hallo undee, genau das gleiche hatte ich auch, aber habe immer noch einen unsicheren Gang was aber auch schon deutlich besser geworden ist. Hattest du auch Gleichgewichts probleme oder probleme mit der Koordination der Beine?

    Da grätsche ich mal mit rein:;) Es ist nicht unüblich, dass die Nerven durch das jahrelange Saufen Schaden genommen haben.

    Sehr viele Alkoholiker, darunter auch ich, leiden an einem Restless-Legs-Syndrom oder einer Polyneuropathie, was genau die Symptome erklären würde. Jedoch mache ich ja keine Ferndiagnose.

    Wichtig ist, einen Arzt zu Rate zu ziehen. Zum Neurologen zu gehen, dann ist man auf der sicheren Seite.

    Bitte darauf achten nicht über Personen herzuziehen, die nicht anwesend sind. Dies ist ein öffentlicher Bereich und jeder kann mitlesen, auch ohne Registrierung.

    Es ist bekannt, dass es in Beziehungen mit nassen Alkoholikern Probleme gibt . Doch auch im nüchternen Zustand und selbst ohne Suchtgeschichte gibt es Beziehungprobleme.

    In diesem Forum für Alkoholiker liegt der Schwerpunkt auf den Auswirkungen solcher belasteten Geschichten was es mit den trocken werdenden Alkoholiker macht.

    Dies ist keine Beratungsstelle für Beziehungsprobleme. Zudem ist es mir selbst schleierhaft, wie jemand anhand weniger Posts beurteilen kann, wie es in der Beziehung wirklich aussieht. Und Tipps gibt, was der Gegenüber machen sollte.

    Das kann nur der User selbst tun, den es betrifft.

    R/no , Hast du Saufdruck oder meldet sich das Suchgedächtnis?

    Mach dich mal nicht "nässer", als du dich selbst siehst. :whistling::mrgreen: Bedenke, dass die Rückfallquote im ersten halben Jahr bei rund 85 % liegt und du weit über einem halben Jahr liegst.

    Wichtiger ist doch das Gefühl, ob ich zwanghaft mit einer geballten Faust trocken bin und nur etwas beweisen möchte oder ob die Trockenheit aus einer Einsicht besteht, die zu einer Zufriedenheit führt.

    Es ist jedoch kein Wettbewerb.

    Jeder, der hier ist, ob einen Tag oder über 20 Jahre Trocken , steht an der Theke nur eine Armlänge vom Alkohol entfernt, sofern Alkohol da steht.

    Ich denke dass es einen Unterschied in meinen Beiträge bei anderen Usern gibt, da kann ich, so denke ich jedenfalls, Ratschläge geben.

    Nein, kein Unterschied und ich bitte dich, von Ratschlägen Abstand zu nehmen, insbesondere was Co-Abhängigkeit bedeutet. Da hast du, sei mir nicht böse, noch Nachholbedarf. Da hängst du gedanklich noch zu tief drin, zumindest hier in deiner Außenwirkung.

    In meinem Faden schreibe ich halt eher über meine Ängste und Sorgen und die haben halt mit xy zu tun.

    Und da liegt doch das Problem: Ich verstehe deine Ängste, und ich kann nachvollziehen, dass sie schlimm und traurig sind. Aber du benutzt sie als Rechtfertigung, um dich nicht von der Co-Abhängigkeit lösen zu können. Du denkst, du musst jetzt für ihn da sein, und so drehst du dich immer wieder im Kreis. Ziehst du den Joker "Menschlichkeit"

    Er ist für dich der Suchtstoff wie bei den Alkoholiker der Alkohol.

    Ich weiß, dass es schwierig ist, besonders jetzt, wo er im Krankenhaus liegt und um sein Leben kämpft. Ist das noch so? Es ist auch verständlich, dass du dich um ihn sorgst. Aber das, was du machst, ist eben ungesund für dich.

    Du suchst ständig nach Lösungen für ihn, bevor du überhaupt Lösungen für dich selbst gefunden hast. Es ist nicht das erste Mal, dass das passiert. Es gab bereits eine Vorgeschichte, bevor du hier angekommen bist, und das hat damals nicht funktioniert. Verstehst du, was ich meine?

    Und ich werde auch nicht zu einer Trennung raten . Denn ich stecke ja da nicht drin. Ich nehme auch dem Alkoholiker nicht seine Flasche weg, aber ich sehe es als Möglichkeit, sich von seinem eigenen Leid zu befreien.

    Und eines muss ich dir hoch anrechnen, und das mache ich nicht oft: Du zeigst uns ungeschönt, wie das Ende einer Co-Abhängigkeit aussehen kann, wenn der Alkoholiker um sein Leben kämpft. All deine Bemühungen und Anstrengungen haben nicht ausgereicht, um ihm ein 'trockenes' Leben zu ermöglichen. Ihn Trocken zu legen.

    Das spiegelt wider, was wir hier immer predigen. Ja, predigen. Ein Alkoholiker kann sich nur selbst helfen und retten. Der Co-Abhängige ist leider nur das Beiwerk, das er mit in den Abgrund zieht

    Dir /Euch weiterhin alles Gute.

    Servius Dietrich

    Vorgestern war ich auf einer Party von einem Kollegen. Alle fragten mich ganz entsetzt: WIIIIEEEEEEEEE du trinkst heute nicht? Und ich sagte, nein Mann. Wieso muss ich mich rechtfertigen? Ich trinke nicht und fertig aus.


    Schön, dass du dich meldest, aber gleich wieder in die Vollen zu gehen, ist nicht so prall. Das ist nicht böse gemeint, jedoch das, was du machst, ist gerade am Anfang deines Weges ein Ritt auf der Rasierklinge.

    Wir empfehlen im ersten Jahr, auf Feste und Feiern, wo viel getrunken wird, zu verzichten und in dieser Zeit ein alkoholfreies Leben aufzubauen. Nur nicht trinken reicht nicht.

    Ist auch egal, hab die ganzen Flaschen ins Regal geräumt falls mal Gäste kommen.

    Egal ist es nicht .Warum lässt du es für dich griffbereit ? Warum behältst du es griffbereit? Wenn Gäste kommen, die kein Alkoholproblem haben, werden sie auch keinen Alkohol brauchen. Eine alkoholfreie Bude ist eine weiter wichtiger Grundsatz hier.

    Ich hab auch gar kein Bock mehr ständig die Gedanken um Alkohol kreisen zu lassen.

    Musst du nicht, aber wenn du drauf zusteuerst, dann provozierst du es förmlich. Deine bisherigen Aktionen haben das Potenzial, mit Verzögerung einen Suchtdruck auszulösen, was den Griff zur Flasche fast unaufhaltsam macht – vor allem, wenn der Stoff griffbereit steht.


    Kennst du unser Grundbausteine schon?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Ach so, wenn ich meine co Abhängigkeit überwunden habe, habe ich im Forum nichts mehr zu suchen

    Dann.

    Das hat nichts mit co Abhängigkeit zu tun sondern mit Menschlichkeit.

    Man ist entweder co-abhängig oder nicht, es gibt keine Abstufungen für gewisse sehr schmerzliche und menschliche Situationen. Das ist zwar menschlich gesehen ganz toll, was du machst, rechtfertigt jedoch nicht plötzlich, kein Co-Abhängiger zu sein.

    Höchstens gibt es ein kontrolliertes Co-Abhängigkeitsverhalten.

    Wenn Du meine Beiträge gelesen hast, dann würdest Du wissen, dass meine Gedanken nicht nur um die Probleme meines Partners kreisen.

    nun bin ich nicht dorothea

    Da möchte ich widersprechen es dreht sich alles um ihn, und dann kannst du nicht so weit wegwohnen und glauben, du hättest etwas gegen deine Co-Abhängigkeit getan. Das ist pure Selbsttäuschung, wie bei einem Alkoholiker, der immer wieder sagt, er sei es nicht.

    Und wie schon erwähnt .Es ist zwar (bedingt) löblich , dass du schon mehrmals den Notarzt gerufen hast und weiter daran hältst, das immer wieder zu tun. Jedoch denke ich das die menschliche Seite nicht von deinem Co-Verhalten abgetrennt werden kann Es ist für mich ein Bestandteil.

    Lies doch mal unabhängig von jeglichen Posts und Gegenargumenten oder der Notrufgeschichte deinen Thread durch. Es geht gefühlt nur um ihn, und die Antworten von dir haben mehr Raum für Rechtfertigungen seines Verhaltens als es das Ausziehen und sich Abtrennen von ihm wettmachen.

    Es ist nicht schlimm, CO-abhängig zu sein, jedoch muss man, wie ein nasser Alkoholiker es erkennen , "trocken zu werden"

    Ich denke, du siehst es nicht, weil dein Gefühl von der CO-Sucht getrieben wird und das realistische Denken in den Hintergrund rückt. Denn es gibt mehr Fakten in deinem Thread für eine CO-Abhängigkeit als Fakten, die dagegen sprechen.

    Auch das Argument, du könntest mit deinem Post hier anderen CO-Abhängigen helfen, ist nicht ganz richtig; du drückst höchstens alle CO-Knöpfe und die User beteiligen sich aufopferungsvoll, um dir Rede und Antwort zu geben, was den Alkoholiker betrifft.

    Es ist jedoch deine Sache, es zu erkennen. Dein Anmelden hier ist ja schon ein Indiz das da was nicht ganz stimmt.

    Nun denke ich wie auch erwähnt , dass es wichtig ist, den Notruf zu rufen, aber wenn ich das mehrmals im Jahr mache, kann ich darüber nachdenken, ob es meine Aufgabe ist, wenn ich mich getrennt habe. Zudem sollte einem auch bewusst sein, dass das langsame Begleiten eines Menschen bis zu seinem Tod sehr belastend ist.

    Dir wünsche ich alles Gute und dem Partner, dass er es schafft. Ich weiß, was Sucht auslöst und wie sie endet.

    Nachsatz: Wenn du alles als Angriff hier siehst, wenn User versuchen dir aufzuzeigen, was ein CO-Verhalten ist, dann hast du es nicht verstanden.

    Habe da so ein Frage: Ich habe doch morgen mein erstes Meeting bei den AAs.... darf ich dan trotzdem noch in diesem Forum bleiben?

    Natürlich, aber es gilt das ungeschriebene Gesetz, dass wir keine Informationen aus den AA-Meetings lesen wollen und auch umgekehrt, das sollte ein absolutes No-Go sein. Wir sind eine unabhängige Online-Selbsthilfegruppe (SHG).

    Jedenfalls spüre ich das ganz tief in mir, dass es Zeit wird, Frieden mit mir zu schließen. Mir selbst zu vergeben, zu verzeihen. Eben mit mir ins Reine zu kommen und diesen wunden Punkt abzuhaken und mich mit mir zu versöhnen.

    Warum und in welchem Kontext? Wegen des Alkoholismus?

    Ich stoße immer wieder auf solche ‚imaginären‘ Methoden und sage gleich im Voraus, dass ich wenig damit anfangen kann.

    Nur weil ich aufgehört habe zu saufen, bedeutet das nicht, dass ich plötzlich mit mir selbst Frieden schließen muss. Ich habe nie einen inneren Krieg geführt und muss mir selbst nichts vergeben oder einen Weg finden, mich zu lieben. Oder eine höhere Macht bitten das ich gesund werde. Da frage ich mich zuerst, wo die höhere Macht war, als ich süchtig wurde.

    Alkoholismus ist keine Kriegserklärung, es ist eine Krankheit.

    Es gibt sicherlich Methoden wie Achtsamkeit, Meditation oder progressive Muskelentspannung, die helfen können, innere Unruhe zu beseitigen. Das lasse ich mir noch angehen alles andere ist nicht meins.

    Vielleicht meinst du auch etwas anderes.