wieweiter - Was tun?

  • Da gebe ich Dir schon recht aber bei meinem xy gab es in der Kindheit ein traumatischen Erlebnis das er nie aufgearbeitet hat. Das ist keine Entschuldigung vielleicht eine Erklärung.

    Millionen Menschen hatten traumatische Erlebnisse und sind nicht süchtig geworden. Für mich gibt es keinen Grund mit dem Saufen anzufangen weil dies oder das passiert ist. Traumatische Erlebnisse kann man verarbeiten und überwinden, sie prägen zwar oft das Leben und die Persönlichkeit aber z.B. mir wäre nie der Gedanke gekommen zu saufen.

    Manchmal denke ich das reden sich die Betroffenen oft ein um nicht aufhören zu müssen. Häufig ist die Sucht auch stärker als jede Psychotherapie. Wenn es nicht "klick" macht ist jede Therapie sinnlos und das "Ich arme Sau-Syndrom" wird die Suchtspirale und auch die Depressionen immer weiter verschlimmern.

    LG Marie

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • da kannst du jetzt noch 50 mal erklären das es ihm in der kindheit schlecht ging. ändert an den fakten nichts. und du kannst schon mal gar nicht für ihn trocken werden. das mußt du jetzt mal verstehen, denn dafür bist du doch hier oder?

    Ich weiß nicht, warum ich immer so angegriffen werde. Anscheinend liest Du hier nur was Du lesen willst ohne den Zusammenhang.

    Darf ich meine Gedanken zu dem Thema Alkoholismus am Beispiel von xy nicht äußern? Vielleicht hilft es ja andere Betroffenen weiter. Mir helfen jedenfalls die Beiträge der anderen Betroffenen sehr. Man muss mir nichts 50 mal erklären, ich bin nicht doof.

  • ich will dich in keinster weise angreifen, ich will dir nur aufzeigen das du dich im kreis drehst. im wahrsten sinne des wortes. deine gedanken kreisen nur um die probleme deines partners. es sind nicht deine und daher kannst du sie auch nicht lösen. so einfach so schwer das auch ist. du suchst nach entschuldigungen rechtfertigungen für sein saufen. aber die sucht ist nicht so einfach zu erklären, ich kenne viele die damals mit mir zusammen gesoffen haben, teilweise mehr als ich, die sind nicht süchtig geworden und konnten irgendwann mit dem zeug umgehen. ich nicht. warum weiß kein mensch. das ist es was du verstehen und akzeptieren mußt. er muß die schritte machen um seine probleme anzugehen und du solltest die schritte machen um deine anzugehen. und das meine ich nicht böse, was hätte ich denn davon? schau was du tun kannst damit es dir besser geht, ist nun mal leider so das jeder nur für seien eigenen müll zuständig ist.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Wenn Du meine Beiträge gelesen hast, dann würdest Du wissen, dass meine Gedanken nicht nur um die Probleme meines Partners kreisen.

    Es ging mir um die Frage ob es richtig ist, dass Alkoholiker keine Psychotherapie bekommen, wenn die Depression vorher da war. Aber lassen wir das.

    Ich kann hier im Alkoholiker Forum auch über Kochrezepte schreiben wenn das Thema Alkohol nicht erwünscht ist.

    Keine Angst, ich kümmere mich um mein Wohlergehen, ich habe heute einen schönen Spaziergang in strahlendem Sonnenschein gemacht und liebe Bekannte getroffen.

    In diesem Sinne

  • Hallo wieweiter,
    verstehst du es so, daß deine Gedanken hier nicht erwünscht sind? Darum geht es doch, daß du hier aufschreibst, was dich beschäftigt.
    Dir gefallen nur die Antworten nicht immer. Ich wollte dir noch sagen, daß ich es gut finde, daß du wieder hier bist, zwischendurch war hier ja immer mal wieder die Tür zu...

    Zum Thema Alkohol und Depression habe ich mir auch schon viele Gedanken gemacht, als es xy letzten Winter so schlecht ging und ich nach Mittel und Wegen gesucht habe, wie ich ihn unterstützen kann. Ich habe eine Zeitlang geglaubt, wenn ich nur alles in Bewegung setze und ihm helfe, die Baustellen zu bearbeiten, die ihn zum Trinken brächten, dann würde es ihm a) besser gehen b) hätte er keinen Grund mehr zum Trinken. Es gab in meinem Umfeld leider auch einen depressionsbedingten Suizid, sodaß ich sehr alarmiert war, als er mir von seinen Suizidgedanken erzählte. Allerdings, jetzt mit etwas Abstand zu den Geschehnissen würde ich sagen, er war auch überemotional wenn er getrunken hatte. Einen ersten Schritt zu meinem eigenen Frieden damit war, daß ich mir gesagt habe, wenn er das wirklich durchziehen will mit dem Selbstmord, sei es durch den Strick, oder durch die Flasche, oder beides, dann soll er es durchziehen. Daß ich das verhindern könnte, ist Selbstüberschätzung und überfordert auch unsere Freundschaft. Mir den Gedanken zuzugestehen, hat mir dann einige Monate später die Kraft gegeben, hart zu bleiben, und auf seinem Auszug zu bestehen.

  • Liebe Kodak,

    So sehe ich das auch. Mein xy hat auch öfter von suizid gesprochen aber den Schuh ziehe ich mir nicht an.

    Was mich nervt ist diese Einteilung in co abhängig oder nicht. Bei einem Alkoholiker ist es klar. Entweder trocken oder nicht. Ich glaube da auch nicht an kontrolliertes Trinken. Das können nur Gesunde.

    Das so schwarz oder weiß auf die Angehörigen zu übertragen finde ich nicht in Ordnung. Nur weil ich einen Schwerkranken Alkoholabhängigen nicht auf die Straße setze bin ich noch lange nicht co abhängig. Ich habe vieles erkannt und meine Konsequenzen gezogen.

    Ich darf mir aber trotzdem Gedanken über Alkoholabhängigkeit, Ursachen und mögliche Hilfen machen. Was ist daran falsch?

  • Hallo,

    eigentlich habe ich in diesem Bereich gefühlt nichts zu suchen. Und vielleicht ist das was ich schreibe auch überhaupt nicht hilfreich.

    Ich bin Alkoholiker und noch nicht lange hier in der SHG.

    Vorweg ich möchte das was ich jetzt schreibe nicht als Grund,Rechtfertigung oder Entschuldigung für meinen Alkoholismus verstanden wissen.

    Ich bin aber auch EKA, hatte eine traumatische Kindheit und frühe Jugend, hatte eine Angsterkrankung, wiederkehrende schwere Depressionen und zuguter letzt habe ich von meiner letzten Therapeutin noch eine Persönlichkeitsstörung attestiert bekommen.

    Und irgendwann auf diesem jahrezehntelangen Weg habe ich mich dann wieder besseren Wissens und Fühlen in den Alkoholismus gesoffen.

    Ich habe niemand anderen in meine Alkoholsucht mit reingezogen.

    Vieleicht auch weil ich irgendwann nur noch sehr sehr wenige enge Freunde hatte.

    Ich hatte einige längere Klinikaufenthalte, einige ambulante Therapien und zwei abgeschlossene Therapien bei für mich sehr sehr guten Therapeutinnen.

    Im Ergebnis konnte ich meine Angsterkrankung überwinden, meine Depressionen teilweise überwinden und Wege gelernt wie ich mir selber helfen kann und meine Traumata konnte ich zumindestens erkennen und habe Wege gefunden ich in Kontakt mit den traumatiserten Teilen meines Ichs treten kann und mir etwas helfen kann. Überwinden konnte ich sie bis jetzt nicht.

    Ich habe an mir gearbeitet, weil ich leben will.

    Ich schreibe das weil es vielleicht die Perspektive auf einige Themen in diesen Faden verändert.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Aus aktuellem Anlass weiß ich, das selbst bei Personen, die ganz klar auch über die Suchterkrankung hinaus psychisch erkrankt sind, zunächst die Entgiftung im Vordergrund steht. Wünschenswert und sinnvoll ist dann eine direkt anschließende Reha mit klarem Focus auf Psychotherapie. Leider ist das in der Praxis nicht immer umsetzbar. Hier schrieb mal eine Alkoholikerin, dass sie die Entgiftung extra hinausgezögert hat, bis ein platz für die Reha im Anschluss frei war. Bis dahin hat sie kontrolliert weiter getrunken,

    Aber sie wollte das von sich aus und hatte einen klaren Plan- das ist immer die Voraussetzung. Ohne das geht gar nix.

  • Ach so, wenn ich meine co Abhängigkeit überwunden habe, habe ich im Forum nichts mehr zu suchen

    Dann.

    Das hat nichts mit co Abhängigkeit zu tun sondern mit Menschlichkeit.

    Man ist entweder co-abhängig oder nicht, es gibt keine Abstufungen für gewisse sehr schmerzliche und menschliche Situationen. Das ist zwar menschlich gesehen ganz toll, was du machst, rechtfertigt jedoch nicht plötzlich, kein Co-Abhängiger zu sein.

    Höchstens gibt es ein kontrolliertes Co-Abhängigkeitsverhalten.

    Wenn Du meine Beiträge gelesen hast, dann würdest Du wissen, dass meine Gedanken nicht nur um die Probleme meines Partners kreisen.

    nun bin ich nicht dorothea

    Da möchte ich widersprechen es dreht sich alles um ihn, und dann kannst du nicht so weit wegwohnen und glauben, du hättest etwas gegen deine Co-Abhängigkeit getan. Das ist pure Selbsttäuschung, wie bei einem Alkoholiker, der immer wieder sagt, er sei es nicht.

    Und wie schon erwähnt .Es ist zwar (bedingt) löblich , dass du schon mehrmals den Notarzt gerufen hast und weiter daran hältst, das immer wieder zu tun. Jedoch denke ich das die menschliche Seite nicht von deinem Co-Verhalten abgetrennt werden kann Es ist für mich ein Bestandteil.

    Lies doch mal unabhängig von jeglichen Posts und Gegenargumenten oder der Notrufgeschichte deinen Thread durch. Es geht gefühlt nur um ihn, und die Antworten von dir haben mehr Raum für Rechtfertigungen seines Verhaltens als es das Ausziehen und sich Abtrennen von ihm wettmachen.

    Es ist nicht schlimm, CO-abhängig zu sein, jedoch muss man, wie ein nasser Alkoholiker es erkennen , "trocken zu werden"

    Ich denke, du siehst es nicht, weil dein Gefühl von der CO-Sucht getrieben wird und das realistische Denken in den Hintergrund rückt. Denn es gibt mehr Fakten in deinem Thread für eine CO-Abhängigkeit als Fakten, die dagegen sprechen.

    Auch das Argument, du könntest mit deinem Post hier anderen CO-Abhängigen helfen, ist nicht ganz richtig; du drückst höchstens alle CO-Knöpfe und die User beteiligen sich aufopferungsvoll, um dir Rede und Antwort zu geben, was den Alkoholiker betrifft.

    Es ist jedoch deine Sache, es zu erkennen. Dein Anmelden hier ist ja schon ein Indiz das da was nicht ganz stimmt.

    Nun denke ich wie auch erwähnt , dass es wichtig ist, den Notruf zu rufen, aber wenn ich das mehrmals im Jahr mache, kann ich darüber nachdenken, ob es meine Aufgabe ist, wenn ich mich getrennt habe. Zudem sollte einem auch bewusst sein, dass das langsame Begleiten eines Menschen bis zu seinem Tod sehr belastend ist.

    Dir wünsche ich alles Gute und dem Partner, dass er es schafft. Ich weiß, was Sucht auslöst und wie sie endet.

    Nachsatz: Wenn du alles als Angriff hier siehst, wenn User versuchen dir aufzuzeigen, was ein CO-Verhalten ist, dann hast du es nicht verstanden.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Auch das Argument, du könntest mit deinem Post hier anderen CO-Abhängigen helfen, ist nicht ganz richtig; du drückst höchstens alle CO-Knöpfe und die User beteiligen sich aufopferungsvoll, um dir Rede und Antwort zu geben, was den Alkoholiker betrifft.

    Es geht mir wie wahrscheinlich den meisten Angehörigen hier. Würde eine Freundin mir meine Geschichte als ihre erzählen, würde ich ihr klar zur Trennung raten.

    Ich denke dass es einen Unterschied in meinen Beiträge bei anderen Usern gibt, da kann ich, so denke ich jedenfalls, Ratschläge geben.

    In meinem Faden schreibe ich halt eher über meine Ängste und Sorgen und die haben halt mit xy zu tun.

    Ich habe ganz klar erkannt, dass ich mich schon viel früher hätte trennen müssen. Zu einem Zeitpunkt, als er noch einigermaßen klar kam.

    Hätte, hätte Fahrradkette.

  • Ich denke dass es einen Unterschied in meinen Beiträge bei anderen Usern gibt, da kann ich, so denke ich jedenfalls, Ratschläge geben.

    Nein, kein Unterschied und ich bitte dich, von Ratschlägen Abstand zu nehmen, insbesondere was Co-Abhängigkeit bedeutet. Da hast du, sei mir nicht böse, noch Nachholbedarf. Da hängst du gedanklich noch zu tief drin, zumindest hier in deiner Außenwirkung.

    In meinem Faden schreibe ich halt eher über meine Ängste und Sorgen und die haben halt mit xy zu tun.

    Und da liegt doch das Problem: Ich verstehe deine Ängste, und ich kann nachvollziehen, dass sie schlimm und traurig sind. Aber du benutzt sie als Rechtfertigung, um dich nicht von der Co-Abhängigkeit lösen zu können. Du denkst, du musst jetzt für ihn da sein, und so drehst du dich immer wieder im Kreis. Ziehst du den Joker "Menschlichkeit"

    Er ist für dich der Suchtstoff wie bei den Alkoholiker der Alkohol.

    Ich weiß, dass es schwierig ist, besonders jetzt, wo er im Krankenhaus liegt und um sein Leben kämpft. Ist das noch so? Es ist auch verständlich, dass du dich um ihn sorgst. Aber das, was du machst, ist eben ungesund für dich.

    Du suchst ständig nach Lösungen für ihn, bevor du überhaupt Lösungen für dich selbst gefunden hast. Es ist nicht das erste Mal, dass das passiert. Es gab bereits eine Vorgeschichte, bevor du hier angekommen bist, und das hat damals nicht funktioniert. Verstehst du, was ich meine?

    Und ich werde auch nicht zu einer Trennung raten . Denn ich stecke ja da nicht drin. Ich nehme auch dem Alkoholiker nicht seine Flasche weg, aber ich sehe es als Möglichkeit, sich von seinem eigenen Leid zu befreien.

    Und eines muss ich dir hoch anrechnen, und das mache ich nicht oft: Du zeigst uns ungeschönt, wie das Ende einer Co-Abhängigkeit aussehen kann, wenn der Alkoholiker um sein Leben kämpft. All deine Bemühungen und Anstrengungen haben nicht ausgereicht, um ihm ein 'trockenes' Leben zu ermöglichen. Ihn Trocken zu legen.

    Das spiegelt wider, was wir hier immer predigen. Ja, predigen. Ein Alkoholiker kann sich nur selbst helfen und retten. Der Co-Abhängige ist leider nur das Beiwerk, das er mit in den Abgrund zieht

    Dir /Euch weiterhin alles Gute.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ich weiß nicht warum Du Dich so auf mich eingeschossen hast, aber egal ich werde hier weiterlesen weil das mir sehr viel bringt.

    Ich erwarte nicht gebauchpinselt zu werden, aber eine Selbsthilfegruppe ist dafür da sich auszutauschen. Anscheinend dürfen das aber nicht alle.

    Schreiben werde ich nicht mehr, da mir alles verdreht wird.

    Einmal editiert, zuletzt von wieweiter (18. Januar 2025 um 19:10)

  • Du zeigst uns ungeschönt, wie das Ende einer Co-Abhängigkeit aussehen kann, wenn der Alkoholiker um sein Leben kämpft.

    Ich wollte zwar nicht mehr schreiben, aber das ist mir noch wichtig.

    Es tut so weh einen Menschen, den man lieb hatte so zu sehen. Ich weiß nicht was ich wünschen soll, dass er es nochmal schafft oder gehen darf.

  • Ich wollte zwar nicht mehr schreiben, aber das ist mir noch wichtig.

    Es tut so weh einen Menschen, den man lieb hatte so zu sehen. Ich weiß nicht was ich wünschen soll, dass er es nochmal schafft oder gehen darf.

    Ich wollte zwar hier nicht mehr schreiben, aber das ist mir noch wichtig:

    Welche Lebensstrategie hast du bisher für dich gelebt? Was war dir in deinem Leben wirklich wichtig und hat dir Freude bereitet – etwas, das dich selbst betraf? Und was wünschst du dir für deine Zukunft?

    Möchtest du vielleicht mehr für dich selbst leben, dich auf deine eigenen Wünsche und Träume konzentrieren? Oder siehst du dich vor allem in der Rolle, für etwas oder jemanden aus deiner Vergangenheit da zu sein?

    Könnte es sein, dass es noch eine Zukunft gibt, die für dich da ist – etwas oder jemanden, der noch gar nicht Teil deines Lebens ist, aber darauf hoffst? Oder hast du dich von deinen eigenen Wünschen und Träumen verabschiedet, weil du glaubst, dass nichts mehr kommen wird?

    Täuscht der Eindruck, dass du viel von dir gibst und dich selbst dabei aus den Augen verlierst. Könnte es sein, dass da eine leise Stimme in dir ist, die sich nach etwas anderem sehnt – etwas Neuem, vielleicht sogar nach dir selbst? Aber sie wird übertönt von einem inneren Durcheinander oder der Angst, loszulassen.

    Was wäre, wenn es dir erlaubt wäre, deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse für deine Zukunft wichtiger zu nehmen – ohne Schuldgefühle, ohne schlechtes Gewissen? Einfach, weil du es möchtest, noch einmal glücklich sein, ganz egal, was hinter dir liegt.

    Einmal editiert, zuletzt von Ste55 (19. Januar 2025 um 01:30)

  • Das sind interessante Fragen.

    Ich bin 67 und glaube mir, ich hab mein Leben gelebt und vieles erlebt.

    Ich war beruflich erfolgreich, habe zwei Erwachsene Kinder und Enkelkinder.

    Zwei Ehen und xy war oder ist meine letzte Liebe. Vielleicht.

    Ich war immer neugierig und Veränderungen aufgeschlossen.

    Ob das alles toll ist oder war, ich weiß es nicht. Irgendwie war ich immer auf der Suche nach der großen Liebe.

    Xy habe ich durch meinen Ex Mann kennengelernt. Er ist viel jünger als ich und ich mochte ihn vom ersten Kennenlernen. Ich hätte nie gedacht, dass wir einmal eine Beziehung haben würden.

    Mehr will ich dazu nicht sagen. Ich habe einige Freundinnen, die ihre Männer aus unterschiedlichen Gründen verloren haben. Krebs, Herzinfarkt oder Alkoholkrankheit. Ich komme alleine klar, ich durfte lieben, trotzdem tut es furchtbar weh.

    Suchen werde ich nicht mehr.

    Einmal editiert, zuletzt von wieweiter (19. Januar 2025 um 02:29)

  • Hallo wieweiter,

    Schreiben werde ich nicht mehr,

    weshalb begrenzt du dich jetzt selbst? Wenn du das Bedürfnis hast zu schreiben, dann schreib'. Wenn nicht, nicht.

    Wenn was verdreht wird, dann musst du dich auch nicht unbedingt erklären. Solange es für dich selbst stimmt ist es doch gut. Unabhängig zu sein (im Gegenteil von Co-abhängig) bedeutet für mich auch, dass ich es nicht allen recht machen muss, dass ich nicht von allen die Zustimmung brauche.

    Als ich neu hier um Forum war und auch noch sehr lange Zeit danach, hat mich auch vieles was mir geschrieben wurde sehr getroffen. Und glaub' mir, ich hab schon viel Kritik einstecken müssen. Manches konnte ich sofort annehmen, manches verspätet, manches gar nicht. Immer habe ich mich mit den Antworten intensiv auseinander gesetzt. Heute kann ich sehr gut bei mir selbst bleiben. Das liegt daran, dass ich innerlich viel stabiler geworden bin. Anfangs war ich so verletztlich und auch so "verwundet" durch den ganzen Stress, den ich erlebt hatte. Ich hatte gar nicht diesen inneren Puffer, um mit Konfrontation gut umzugehen. Wollte ja auch so gerne in dieses Forum "aufgenommen" und respektiert werden.

    Ich erlebe dich durchaus als starke, eigenständige Frau. Ich habe mich daher über deine letzte Antwort gewundert. Immer auf der Suche nach der großen Liebe? Ich wünsche dir, dass du nun bei dir selbst an kommst. Dich selbst liebst und dir genug bist.

    Während dein xy im Koma liegt und vermutlich entweder stirbt oder ein Pflegefall wird (also ich hab natürlich keine Ahnung, ich entnehme das deinen Schilderungen) stelle ich mir vor, dass durch die Konfrontation mit dem Tod viele Fragen auftauchen, wieso, was wenn, hätte... Gleichzeitig kommst du mir vor wie ein pragmatischer Mensch. Es ist wie es ist. Und jetzt Fokus voll auf dich.

    Du wirst wahrscheinlich denken: na toll, das will ich doch. Aber organisatorisch geht das nicht. Und damit dreht sich alles wieder in Kreis. Glaubst du, du kommst nur als Witwe aus der Nummer raus? Zerrissen zwischen Trauer und Erleichterung.

    Was sich gut anhört ist deine eigene Wohnung, deine Spaziergänge, Freundinnen, Kammerkonzert. In diese Richtung geht es. Auch im Kopf. Was will ich für mich? Wie komme ich da hin?

    Wenn ich dir das schreibe, dann schreibe ich das auch für mich selbst.

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

  • Ich weiß nicht warum Du Dich so auf mich eingeschossen hast,

    Es ist gut, dass du weiterhin schreibst. Einiges muss auch erst einmal sacken lassen.

    Es lag nicht in meiner Absicht, dich persönlich anzugreifen. Meine Gedanken waren nicht auf dich allein gerichtet; jede andere Person mit ähnlichen Ansichten hätte dieselbe Reaktion von mir erhalten.

    Ich wollte lediglich durch deine Beiträge und meine Erfahrungen verdeutlichen, wie eine Co-Abhängigkeit aussieht .

    Ich gebe zu, dass der Zeitpunkt, insbesondere angesichts der Situation mit deinem Partner im Krankenhaus, unglücklich gewählt war.

    Alles Gute weiterhin

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

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