wieweiter - Was tun?

  • Ihre Wohnung, sie zahlt….

    Davon mal ganz abgesehen, wäre es mir unter diesen Umständen herzerfrischend egal, ich würde den Zugang blockieren.

    Er kann dann ja sein „Bleibe-Recht“ einklagen….

    Aber damit könnten sich ja dann auch Anwälte befassen. Was ja gar nicht passieren wird, da sich das Karussell in diesem Falle wohl noch etliche Runden drehen wird.

    Meine Meinung: Hilfe hier durch das Forum im Grunde genommen nicht mehr möglich, solange am Zustand festgehalten wird.

    Deshalb ziehe ich mich hier auch zurück.

    Trotzdem wünsche ich ganz ehrlich alles Gute wieweiter und dass Du irgendwann den Schritt in ein Leben in Freiheit gehen kannst, indem Dein Maß voll ist und Deine (Wohnungs)-Tür geschlossen bleibt.

    LG Cadda

  • Ja er ist da gemeldet und zahlt auch die Hälfte der Miete.

    Er ist mittlerweile sehr krank aufgrund seiner Leberzirrhose. Ich versuche eine Lösung zu finden aber ich werde einen todkranken Menschen nicht auf die Straße setzen. Das hat nichts mit co Abhängigkeit zu tun sondern mit Menschlichkeit.

  • An den traurigen akuten Beispielen von Euch, Wieweiter und Jump, sehe ich gerade noch mal den Unterschied zwischen Theorie und Praxis - und vielleicht auch die Größe meiner eigenen Co-Anteile.

    "In Liebe loslassen" - scheint in der Theorie mit einiger Anstrengung verständlich und unumgänglich. In der Praxis, wenn am Ende der jämmerliche Tod des Säufers im Raum steht, stelle ich mir das höllisch schwer vor, wenn der jenige nicht gerade ein gewalttätiges A..loch ist.

    Es heißt ja, auch Cos müssen erst ihren persönlichen Tiefpunkt erreichen, an dem sie sich "erlauben" können, wenigstens sich selbst zu retten - wenn sie im tiefsten Innern verstanden haben, dass sie den anderen nicht nachhaltig (höchstens kurzzeitig) "retten" können.

    Das hattest Du ganz zu Anfang in Deinem Faden geschrieben, Jump:

    Ich muss oft an einen Psychiater aus der Notaunahme denken der vor Jahren zu mir gesagt hat: "Wenn Sie sich trennen stirbt einer, aber wenn Sie bei ihm bleiben sterben zwei".

    Jump! die geblieben ist

    Räumlich habt Ihr Euch inzwischen beide getrennt, aber emotional...?

    (Ich schreibe dies übrigens in der Ahnung, dass es mir irgendwann mit meinem Ex ähnlich gehen könnte, wenn ich nicht endlich mehr bei mir und nicht nur bei anderen genauer hingucke...)

    Ein letzter Gedanke zu Deiner Situation, Wieweiter, weiß nicht, ob der Vorschlag schon kam, konnte jetzt nicht noch mal den ganzen Faden lesen:

    So, wie er jetzt zusteht, müsste er mithilfe des Sozialen Dienstes im Krankenhaus einen vorläufigen Pflegegrad bekommen und damit nach dem KH in Kurzzeitpflege kommen können.

    Das Thema Betreuung hatten wir definitiv schon mal angesprochen, die könnte dafür sorgen, dass als längerfristige Lösung ein Pflegeheim für Alkoholiker o. Ä. gefunden wird.

    Aber das müsstest Du Dir eben auch zugestehen, Deine gefühlte Verantwortung in andere Hände abzugeben...und allen, die es nicht hören wollen, zu sagen: Ich kann nicht mehr, jetzt seid Ihr dran ...

  • Dann ist das hier das falsche Forum für dich?

    Ein Vermieter-Forum wäre evtl. sinnvoller?

    Was soll das?

    Ich lese viele Beiträge hier und es gibt einige, die es noch nicht geschafft haben sich zu trennen.

    Ich habe es geschafft in eine eigene Wohnung zu gehen und mein Leben an erste Stelle zu stellen. Ich habe meine Kinder, meine Freunde und viele Interessen, denen ich nachgehe.

    Wieso werde ich so angegriffen, weil ich einen todkranken Menschen nicht auf die Straße setze? Ich versuche alles um eine Lösung, ob Pflegeplatz oder betreutes Wohnen zu finden.

    Meine Mutter ist an einer Leberzirrhose gestorben obwohl sie in ihrem Leben äußerst selten Alkohol getrunken hat. Sie hatte eine chronische Leberentzündung und ich kenne die Symptome.

  • Es heißt ja, auch Cos müssen erst ihren persönlichen Tiefpunkt erreichen, an dem sie sich "erlauben" können, wenigstens sich selbst zu retten -

    Danke für Deinen Beitrag, er hat mir gut getan.

    Es geht nicht darum ihn zu retten, diesen Anspruch habe ich schon lange nicht mehr.

    Ich habe kein Problem damit ihn in professionelle Hände zu geben, im Gegenteil. Nur die professionellen Hände sind bestrebt ihn so schnell als möglich wieder los zu werden.

  • Es geht hier aber in erster Linie um dich und dein Leben. Wenn er zurück in deine Wohnung kommt, dann wird sich nichts mehr ändern, bis du ihn eines Tages tot auffindest oder ihn noch mit letzter Kraft versuchst wieder zu beleben.

    Wann endet deine Co-Abhängigkeit? Mit seinem Tod, der furchtbar anzusehen sein wird? Mit seinem Scherbenhaufen und seinem Untergang, seinem Überlebenskampf, der noch lange weiter andauern kann? Möchtest und kannst du das? Möchtest du deine eigene Abhängigkeit so lange noch durchziehen und deine Energie in Endlosschleifen bis zum Tag X weiter in ihn investieren? Warum kannst du ihn nicht loslassen und warum willst du ihm helfen, bei etwas wo du ihm nicht mehr helfen kannst?

    Du vermietest deine Wohnung an einen sehr kranken Alkoholiker, der nicht gesund werden will, für den du alles tust und jeder Zeit für ihn Abrufbereit stehst. Du kümmerst und sorgst dich, wie um ein Kind, dabei ist er dein Ex Parnter, der Alkoholiker, der erwachsene Mensch, der eine nicht endende Suchtproblematik hat, die dich schon lange mit runtergerissen hat und dich in eine Abhängigkeit zu ihm gebracht hat. Ja, du bist abhängig von ihm, bis du ihn loslässt und dich nicht mehr kümmerst. Du bist abhängig von ihm, solange du an ihn denkst und dich dabei wieder in den Hintergrund stellst. Willst du dich wirklich bis zu seinem Tod um ihn kümmern oder willst du selbst für dich nochmal "neu" anfangen und dich weiter distanzieren, damit du gesund wirst und bleibst und dein Leben wieder wertschätzt und dich selbst aufblühen lässt, ohne Sucht, ohne Abhängigkeit und ohne die permanente Angst und Sorge um ihn?

    Natürlich verstehe ich das du niemanden auf die Straße setzen willst, aber in deiner Wohnung kann er doch so auch nicht bleiben, das ist doch sinnlos. Und jemanden loslassen, der sich nicht helfen lassen will, damit du überlebst, hat nichts mit Unmenschlichkeit zu tun, das ist Selbstliebe. Du bist nicht unmenschlich, du hast für ihn mehr als genug getan, es reicht jetzt, du brauchst ihm nicht mehr helfen, du kannst wieder nur für dich selbst da sein und eines Tages wieder strahlen und sagen, ich habe alles getan, aber eine Sucht kann nur der Süchtige zur Heilung bringen, genauso wie: jemand der sterben möchte, dem kann man nicht mehr retten. Co-Abhänhigkeit ist überaus sozial und gütig, jedoch lässt sie den Abhängigen in furchtbare Untergründe schauen, die nichts mit gesunder Menschlichkeit zu tun haben und von denen man sich trennen muss, wenn man sich ein gesundes, bereicherndes Leben wünscht.

    Ich hoffe so sehr für dich, das du für dich eine gute Lösung in dieser Situation findest und das du nicht kaputt gehst an ihm. Liebe Grüße von mir

  • Ich habe kein Problem damit ihn in professionelle Hände zu geben, im Gegenteil. Nur die professionellen Hände sind bestrebt ihn so schnell als möglich wieder los zu werden

    Hast du schon mal überlegt, warum die professionellen Hände ihn abgeben?

    Sie müssen ihre Ressourcen einteilen und haben erkannt,dass sie dir die Aufgabe aufbürden können.

    Wehr dich dagegen. Ihr seid doch gar nicht verheiratet. Er ist ein Ex -partner . Da fehlt doch jede offizielle familiäre Verpflichtung.

  • müssen ihre Ressourcen einteilen und haben erkannt,dass sie dir die Aufgabe aufbürden können.

    Wehr dich dagegen. Ihr seid doch gar nicht verheiratet. Er ist ein Ex -partner . Da fehlt doch jede offizielle familiäre Verpflichtung.

    Ich hab alles versucht. Interessiert aber nicht.

    Das letzte Mal hat sich sogar ein junger Psychiater in der Klinik dafür eingesetzt, dass er nicht direkt wieder zurück kommt und ihm einen Platz in der Psychiatrie verschafft. Hat die dort aber nicht interessiert. Sie haben ihn am nächsten Tag entlassen. Obwohl sie beim letzten Mal gesagt hatten, dass er bei einem Rückfall sofort wieder kommen könnte. Alles Lüge

    Einmal editiert, zuletzt von wieweiter (10. Januar 2025 um 23:38)

  • Nach 6 Jahren mit einem Alkoholike, alles mitgemacht, möchte ich einfach nicht mehr. Es ist meine Wohnung und ich möchte dass er geht. Nur das tut er nicht. Wo bekommt man Hilfe?

    Meine Fragen waren einfach Fragen, mehr nicht.

    Das oben war damals dein erster Beitrag.

    Seit Mai letztes Jahres geht es rumd ums Thema Wohnung. Daher dachte ich an ein entsprechendes Forum, damit du konkrete Informationen bekommst.

    Hier im Angehörigenbereich geht es um Co-Abhängigkeit. Du siehst dich aber nicht als co-abhängig.

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hier im Angehörigenbereich geht es um Co-Abhängigkeit. Du siehst dich aber nicht als co-abhängig.

    Ach so, wenn ich meine co Abhängigkeit überwunden habe, habe ich im Forum nichts mehr zu suchen.

    Im Mai haben wir noch zusammen gewohnt. Mittlerweile habe ich eine weitere Wohnung. Trotzdem bin ich noch Mieterin der anderen Wohnung. Er bekommt Erwerbsunfähigkeitsrente und vielleicht kannst Du Dir nicht vorstellen, dass es bei uns keine bezahlbaren Wohnungen mehr gibt. Und im Mietrecht kenne ich mich sehr gut aus, da brauche ich keine Nachhilfe.

    Danke für nichts.

  • Ach so, wenn ich meine co Abhängigkeit überwunden habe, habe ich im Forum nichts mehr zu suchen.

    Habe ich das geschrieben?

    Und im Mietrecht kenne ich mich sehr gut aus, da brauche ich keine Nachhilfe.

    Schön für dich.

    Danke für nichts.

    Werd mal nicht pampig. Ich tu dir nichts.

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

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