Zunächst einmal, alles, was mit Alkoholismus zu tun hat, gehört hierher. Wenn nicht hier, wo sonst? Es ist ja deine Gruppe. Du hast sie ausgesucht und bist auch weiterhin trocken. Aber nicht unseretwegen, sondern allein für dich.
Ich zolle jedem Respekt, der hier so offen seinen Weg zeigt , trotz, des Wissens, dass es manchmal zu gegenseitigen unangenehmen Diskussionen kommen kann. Ich bin auch nicht gerade zimperlich , was das betrifft.
Ich bin auch nicht wegen des Forums trocken geworden, sondern mit.
Du äußerst zunächst Meinungen, was präventiv ist. Dann kommen andere Meinungen dazu, aber auch Erfahrungen, und die Kunst besteht darin, das eine vom anderen zu unterscheiden. Es ist kein Wunschkonzert, trocken zu bleiben; es sind Notwendigkeiten, sich vor der Sucht zu schützen. Ich muss mich bestimmten Sucht Regeln unterordnen.
Übrigens kenne ich zwei Wege: deinen, der bei mir zum Rückfall führte, und den, den ich eingeschlagen habe und heute noch trocken bin. Was ich im Laufe der Zeit aufgegeben habe, sind Rückblicke darauf, wie viel und warum ich gesoffen habe.
Wäre ein Eintauchen in die nasse Zeit. Mit der Zeit neigt man dazu, vieles zu beschönigen, was auch bei vielen anderen Erinnerungen fern der Sucht passiert. Es war ja nicht so schlimm.
So wie du geschrieben hast, hattest du deinen Konsum halbwegs unter Kontrolle, was jedoch im Widerspruch zur Sucht steht. War das vor der Sucht, oder warst du bereits süchtig? Nach dreißig Jahren des Saufens kann ich jedenfalls nicht mehr genau sagen, wann es zur Sucht wurde. Daher betrachte ich auch Rückblicke sehr vorsichtig.
Ich schaue wie ich trocken bleibe, anstatt mich zu fragen, was nass los war. Nasses Denken ist für mich auch, was nach einem Rückfall mit mir passiert. Denn da befinde ich mich schon gedanklich wieder in der nassen Welt.