Beiträge von Hartmut

    Mal eine Verständigungsfrage: wie klappt das mit dem alkoholfreien Bier?

    Es sieht aus wie Bier, riecht wie Bier und schmeckt auch so. Der Rausch setzt aufgrund des niedrigen Alkoholgehalts später ein, und wenn es nicht genügt, saufen einige heimlich zwischendurch hochprozentig. Natürlich heimlich, um beim Partner nicht aufzufliegen.

    Mit der Zeit holen Alkoholiker alles nach und suchen zunächst nach einem Schuldigen. Die üblichen Schuldzuweisungen erfolgen, doch es wird auch Besserung gelobt – und somit wieder Zeit gewonnen.

    Du hast zwei Möglichkeiten. Du machst dich weiter zum Spielball seiner Sucht oder schaust mal genauer auf dich. Ist dein Leben.

    Die Lebenssituationen, die mich treffen, unterscheiden sich nicht von denen in nassen Zeiten, sei es bei guten oder schlechten Momenten. Sie bleiben unverändert, unabhängig davon, ob ich trinke oder nicht.

    Das Entwickeln von Strategien für bestimmte Situationen würde bedeuten, dass ich die Sucht unter gewissen Umständen kontrollieren könnte. Wäre das nicht eine Hintertür, die ich öffne, indem ich mir unbewusst ein Szenario schaffe, wieder saufen zu müssen? Oder es Situationen, die es rechtfertigen?

    Meine Strategie ist die tägliche Trockenarbeit, anlehnend an den Grundbausteinen. In emotionalen Ausnahmesituationen wende ich schon mal die alte Methode an: "Heute trinke ich nicht." Manchmal muss man einfach durchhalten. Das waren mal die kalten, trockenen Fakten.;)

    Nun hatte ich in den letzten 17 Jahren einiges zu verkraften, aber bei keinem Schicksalsschlag kam mir in den Sinn, etwas trinken zu müssen.

    Hallo,

    da das Thema immer wieder aufkommt, habe ich diesen Thread ins Leben gerufen, um zu diskutieren, ob es sinnvoll ist, Strategien oder ein Verhalten für Schicksalsschläge zu entwickeln. Ist es dadurch möglich, das Suchtverhalten präventiv zu beeinflussen? Kann man es ruhig stellen, um sich sicherer zu fühlen?

    Die Erfahrungen von Menschen, die Schicksalsschläge überwunden haben, sind natürlich von hohem Wert.

    Aber im Ernst, was war da los?

    Nebenwirkungen der Sucht.

    Sie schläft nicht, und macht ihren Job. Je häufiger sie sich zeigt, und je besser du damit umgehen kannst, desto seltener wird es vorkommen. Es wird einfacher werden, sodass du es als positive Erfahrung verbuchen kannst, nie wieder trinken zu müssen.

    Jetzt wo das geklärt wäre ;):)

    Glückwunsch zum ersten halben Jahr.

    Das tut im ersten Moment schon relativ weh, da ich ein Mensch bin, der eh nie viele Kontakte hatte.

    Und die Kontakte, die Du hattest, waren sucht orientiert? Wenn man mittrinkt oder kifft, gilt man als Freund, wenn nicht, stört man das Gefüge. Das war bei vielen meiner Bekannten der Fall.

    Obwohl mir eine dominante Persönlichkeit zugeschrieben wird, bin ich dennoch freundlich und offen. Ich habe keine Schwierigkeiten, Kontakt zu knüpfen . Allerdings sehe immer mehr die Notwendigkeit, mich auf Menschen zu konzentrieren, die wirklich zu mir passen – Qualität statt Quantität. Wenn ich das mal so nett umschreiben darf..:whistling:

    Ich möchte auch nicht mehr der Hans Dampf in allen Gassen sein, der Partylöwe, der vor keinem Getränk zurückschreckte und auf jeder Feier den Entertainer heraushängen ließ , nur um die Aufmerksamkeit zu erlangen, die nur im Rausch möglich war.

    ch weiss schon was ich machen könnte um neue Leute kennenzulernen. Aber dazu muss ich mich halt bewegen.

    Und gleichzeitig trittst Du auf die Bremse.

    Wenn der Zeitpunkt dafür erreicht ist, werde ich es schon merken.

    Versuche es mal mit "Tun muss man tun". Das habe ich mal hier im Forum von einem Neunmalklugen gelesen.:mrgreen::)

    Leider fühle ich mich seit ein paar Tagen gar nicht mehr gut damit, habe plötzlich Verzichts- und "Vielleicht geht ja doch noch irgendwann mal ein bisschen was"- Gedanken

    Entweder befindest du dich gedanklich bereits mitten im Rückfall, oder ist es lediglich Alarmstufe Rot? Was nicht viel besser ist. Aber Hut ab, du hast dich mitgeteilt, und nun können wir gemeinsam schauen, ob wir die Kuh wieder vom Eis bekommen.

    Solche Gedanken sind oder waren mir nicht fremd, und es ist ein Prozess, den viele Alkoholiker durchlaufen. Gerade, wenn man am Anfang nicht sicher war, Alkoholiker zu sein.

    Wie sah es bei dir aus?

    Ich habe vermutet, dass es daran liegt, dass ich mal wieder mein Antideoressivum zu unregelmäßig genommen habe.

    Oder es ist einfach ganz banal. Es ist einfach nur die Sucht, die aus dir heraus schreit.

    Unsere Einschätzung ist nicht wichtig, da online nicht ins Detail gegangen werden kann. Wenn er jedoch ein Alkoholiker ist, dann bewegst du dich in die richtige Richtung.

    Ich habe mich entschieden, räumlich etwas Abstand zu bekommen, ich werde die nächsten Tsge mal mit mal ohne Kinder wo anders verbringen, weil ich den Kopf hier nicht frei bekomme.

    Genau da geht es für dich weiter.

    Ich würde das tatsächlich auch nicht so ausführlich auf der Arbeit erzählen.

    Ich kenne ja die Chefs nicht und es reicht da manchmal auch aus nur zu sagen.

    "Ich habe im Moment private Probleme und das wirkte sich wohl aus. Danke das sie mich darauf aufmerksam gemacht haben" wäre mein Nachsatz. Ich muss ja kein Buch erzählen, nur soviel, dass es im Moment durch den Wind bin gibt.

    Nur ist nicht jeder ich und muss seins machen.

    Mir liefen gestern einfach nur die Tränen bei dem Gespräch.

    Dafür sind sie da.

    Eigentlich war ich immer ein Zugpferd.

    Und da kommst du wieder hin. Denn du hast es ja drauf. Sonst wärst du es nicht gewesen.

    Ich habe Angst, dass ich dann als nicht "normal" eingestuft werde.

    Fühlst du dich nicht normal? Was ist das eigentlich? Nun das es sich auf die Arbeit auswirkt, ist natürlich nicht gern gesehen.

    Wenn jedoch der Hintergrund dem Chef nicht klar ist, wie soll er dann Verständnis zeigen? Sollte nochmal was vorkommen, ein vertrauliches Gespräch suchen und gut ist. So würde ich vorgehen.

    Ich verrate dir mal ein Geheimnis. Chefs haben auch private Probleme:mrgreen:

    Ich brauche den Job, da ich Alles alleine finanziell stemmen muss.

    Glaube ich, aber ist es der einzige Job im Umkreis oder gibt es da auch noch andere Arbeitgeber? Ich gehöre zu den Menschen, die immer ein Plan B haben. Umschauen heißt ja sich nicht bewerben.

    Lass dich nicht herunterziehen, es geht weiter.

    Erstmal gut, dass du ausgestiegen bist.

    Auch wenn du niemanden explizit ansprichst möchte ich schon noch loswerden dass ich die letzten 5 Jahre wirklich nicht als bequem empfunden habe. Und sich zu lösen ist harte Arbeit.

    Nun habe ich deine Geschichte mal kurz überflogen.

    Ganz unbedarft bist du ja nicht und hattest jahrelang selbst Therapien. Was mir nicht ganz klar ist oder ich es überlesen habe. Bist du selbst Alkoholiker oder waren die Therapien für etwas anderes?

    Ich kenne übrigens kaum ein Alkoholiker, der Trocken geworden ist, der keine CO Anteile hat. Selbst ich wollte die Welt um mich herum retten. Bei dir gehe ich jetzt von Erfahrungen aus, die jemand, der hier das erste Mal aufschlägt, nicht hat.

    Hast du dir mal die Frage gestellt, warum du 5 Jahre lang gebraucht hattest? Ihn hattest du in Therapie kennengelernt. Hat man da nicht schon signalisiert, dass sich zwei ertrinkende nicht retten können und jeder seinen eigenen Weg gehen muss?

    Ist jetzt für mich nur mal als Information, da ich nie eine Therapie machte, 17 Jahre trocken bin. Nicht durch gefühlte harte schwere Arbeit, sondern ich musste das tun, was notwendig war.

    Du hast den Absprung geschafft und ich wünsche dir schneller zu rennen als die Co-Abhängigkeit laufen kann. Halte durch und gehe dein Weg für dich. Ich schreibe meist direkt und ohne Schnörkel und lasse bewusst Gefühle zum Partner außen vor. Sucht kennt sie auch nicht.

    Manche schaffen es sich sehr schnell und klar zu distanzieren, andere brauchen Jahre, andere Jahrzente und manche schaffen es nie auszusteigen.

    Und die bequeme Art ist, sich dahinter zu verstecken und es als Schutzschild für die eigene Untätigkeit zu nehmen. Oder? Da meine ich keinen spezifisch. Und es mag auch hart klingen, jedoch sind das meine Erfahrungen aus 17 Jahren Forentätigkeit.

    Es hilft dem CO und dem Alkoholiker nichts, sich immer wieder etwas vorzumachen.

    Übrigens ist es jedem überlassen, was er macht. Nicht dass der Verdacht aufkommt, hier wird jemand zu etwas gedrängt.

    Wer saufen will, säuft weiter und wenn ein Co sich in seiner Opferrolle wohlfühlt und damit sein eigenes Leid verlängert, ist es seins.

    Begründungen suchen ist Stillstand, für sich handeln ist Fortschritt.

    Nun kann dir keiner eine Ferndiagnose erstellen, inwieweit das Saufen deines Panters schon an Alkoholismus grenzt oder ob er schon Alkoholiker ist. Das weiß nur dein Partner. Und er weiß auch was zu tun ist, sollte es so sein, so bescheuert ist keiner.

    Ich weiß auch, dass so eine Anfrage hier im Forum meist der letzte Hoffnungsstrohhalm ist. Aber da muss wir dich enttäuschen.

    Wo Hilfe zu bekommen ist, zudem er es schon mal sich geholt hat, weiß er auch. Also hat das alles nichts mit dir zu tun. Auch dem Irrglauben eine Therapie rettet den Alkoholiker und zeitgleich die Beziehung ist nur ein Wunschdenken. Das funktioniert so nicht.

    Eine Wohlfühloase für einen Alkoholiker ist immer der Partner, wenn dieser sich mehr Gedanken um ihn, als um sich selbst macht.

    Wenn ich das alles mal kurz zusammenfasse. Du kannst nur dich retten, wie, kannst du hier bei den zig tausend ähnliche gelagerten Geschichten nachlesen.

    Mein Tipp. Lass ihn laufen, saufen und seine eigene Entscheidung für sich treffen.

    Okay...ich höre mal auf, bevor ich noch mehr Unsinn schreibe.

    Die größte Verwirrtheit zeigt das ganze Übel. Hier schreibst du nichts Verkehrtes, du hast dich ja speziell deswegen in einem CO Forum angemeldet. Hier bekomst du Unterstützung .

    Es ist jetzt wie es (meist) ist und die Realität löst nun die Hoffnung ab.

    Ich habe im Moment wenig Zeit und wenig zu hinterfragen und zu durchdenken in Sachen Nüchternheit.

    Ich hatte mein Tun nicht immer hinterfragt, durchleuchtet oder bis ins Klein-Klein durchdacht. Das macht ja kirre und öffnet weitere Fragen.

    Ich habe die Grund-Basic des Trockenwerdens befolgt und zu einem Ritual wie Zähneputzen werden lassen. Da nehme ich zwar auch schon mal eine andere Zahnpasta, aber putze trotzdem weiter.

    Sonst schleicht sich da was ein, was außerplanmäßig zum Zahnarzt führt. Und wer geht da schon gerne hin? Passe ich da auf und mache jedes Jahr ein bis zweimal eine Zahnreinigung, bin ich wieder auf den neusten Stand.

    Trockenwerden ist keine Wissenschaft, höchstens ich denke, bei mir ist alles anders. Es sind meist nur die äußerlichen Umstände anders, die ich jedoch nach den Grundbausteinen abändern kann. Ich muss es nur tun.

    Jedoch in mir bin ich allein süchtig und die Sucht läuft immer gleich ab.