Hallo sassi,
die offenen Fragen, die ihn betreffen, die kann auch nur er beantworten! Er hat die Verantwortung für sein Leben, wenn es so in Ordnung für ihn ist, dann musst du und jeder andere das akzeptieren.
Du hast dich entschieden, ihn aus deinem Leben raus zu kicken, das ist dann ja auch ok so.
Natürlich machen dir noch Gedanken zu schaffen. Die zerplatzten Träume, das tut schon erstmal auch weh. Aber es waren eben Träume. Wie es in Wahrheit ausgegangen wäre, weiß niemand. Oder - halt.
Das Leben mit einem abhängigen Alkoholkonsumenten ist schon voraussehbar. Denn der Untergang ist immer wieder ziemlich gleich. Für den Abhängigen vom Stoff genau so wie für seine Angehörigen. Noch war er ein guter Vater - noch! Das ändert sich aber im Laufe der Zeit, wenn die Sucht immer allesbeherrschender wird. Garantiert. Noch war er vielleicht auch irgendwie liebenswert zu dir. Aber auch das schlägt im Laufe der Zeit um. Denn was ist liebenswert an jemandem, der in seinem Erbrochenen liegt, mit nassen Hosen, weil er sich eingemacht hat? Der unzuverlässig ist, alles Geld in den Stoff steckt. Der dich beschuldigt, für alles Mögliche, dich beschimpft, schlägt. All sowas. Und die Angehörigen? Eiern um ihn rum, vertuschen, lügen für ihn, übernehmen Verantwortung, lassen geschehen. Nehmen in Kauf, denken nur noch an ihn. Haben Angst, Wut, Hass. Leben ihr eigenes Leben nicht mehr. Das ist anstrengend...
Glaub mir, das Leben dann ist sehr viel kräftezehrender, als jetzt die Gedanken und zerplatzten Träume zu zu lassen und dann los zu lassen.
Wie du dich vor dir schützen kannst?
Indem du dir klar machst, was du willst und was nicht. Indem du dir überlegst, wie für dich ein lebenswertes Leben aussehen soll. Indem du deinen Gefühlen vetraust, genau so wie deinem Kopf, deiner Vernunft. Indem du zu deinen Entscheidungen stehst und dich achtest. So in etwa.
Viele Grüße
Aurora