Hallo aionic star,
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ich möchte wissen ob es ähnliche fälle wie den unseren gibt, wo der mann nicht aufhört aber kooperativ ist und sich eine langfristige langsame besserung abzeichnet.
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Bei ihm geht diese heilung und dieser zuwachs an innerer kraft recht langsam vonstatten, sodass er vl irgendwann kein bier mehr braucht.
Dazu schreibe ich dir mal was. Wenn ein Alkoholiker nicht aufhört zu trinken und dauerhaft abstinent lebt, gibt es keine Besserung. Es gibt nur den Weg nach unten, Ende mit Schrecken, Exitus.
Und wenn er abhängig ist, wenn er süchtig ist, gibt es keine Heilung! Sucht kann nicht geheilt werden, sie kann nur gestoppt werden.
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ja mein mann war auch nach 10 entzügen und viel bemühungen nach 5 jahren ganz auf null, aber es hat nix gebracht und er hat dann doch wieder mehr getrunken. einfach nach erfahrungswerten fragen.
Ja, mein Exmann war nach vielen kalten Entzügen und einer qualifizierten Entgiftung 4 Jahre lang ohne Alkohol. Er hat aber nix weiter gemacht, nur nicht getrunken. Jetzt trinkt er wieder... Willst du das hören? Das ist meine Erfahrung.
Aber deine Gedanken drehen sich nur um ihn. Du schreibst
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ich hab an sich ein recht schönes leben mit ihm gerade
und
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ich glaub ohne ihn ginge es mir jedenfalls nicht schlechter.
Hm,
.
Dann ist doch alles in Ordnung. Anscheinend bist du zufrieden so, wie es ist. Oder nicht? Oder doch?
Du möchtest nichts verändern. Redest dir die Situation immer wieder auch schön. Du möchtest, dass er was verändert. Aber dazu muss er auch bereit sein, es wirklich alleine wollen. Es wird nichts bringen, ihn zu zwingen. Das jedenfalls weiß ich aus Erfahrung. Denn ich habe viele Jahre lang versucht, meinen Exmann zu verändern. Ihn zu überreden, nicht mehr zu trinken.
Ich habe alles versucht. Ihn erpresst, ihn umschmeichelt, ihn angebrüllt, all sowas. Weil ich wollte, dass er so lebt, wie ich es mir gedacht hatte. Nach seiner eigenen Vorstellung von Leben habe ich ihn nicht gefragt. Und er hat teilweise gemacht, eine Zeit lang, was ich wollte. Hat weniger getrunken, all sowas. Um mich zu beruhigen. Aber im Endeffekt hat er gelebt, wie er es wollte und ich habe versucht, ihm meine Vorstellung aufzuzwingen.
Das war ein Kampf. Ich habe mein eigenes Leben darüber ganz vergessen. Bis ich irgendwann aufwachte und dachte, soll es das gewesen sein? Wo bin ich denn eigentlich? Und da fing ich an, mich um meine eigenen Bedürfnisse zu kümmern. Nicht mehr um seine, nicht mehr darum, ihm was aufzudrängen, was er garnicht wollte.
Was erwartest du denn von deinem Leben? Ist es für dich ok, wenn es so weitergeht, wie bisher? Ist es das ganz wirklich?
Viele Grüße
Aurora