Beiträge von Aurora

    Hey Cassey,

    schwups und schon bist du angekommen. Du kannst dich hier überall austauschen, mit einer Ausnahme, schreibe bitte die ersten 4 Wochen noch nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Du erkennst sie daran, dass die Nicknamen noch in roter Schrift erscheinen.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch, wir lesen uns.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Cassey,

    herzlich willkommen.

    Was du beschreibst habe ich ähnlich erfahren. Gerade auch die Scham darüber, dass mir sowas passiert war, dass ich einen alkoholabhängigen Mann hatte. Und ich hatte Schuld oder das Wetter war es oder Stress oderoderoder. Diese Ausreden kennen wohl die meisten Angehörigen.

    Dabei hat keiner Schuld außer die Sucht.

    Der Austausch hier kann dir gut dabei helfen, alles loszuwerden ( natürlich unter Berücksichtigung der Anonymität). Unsere Angehörigenabteilung ist groß und voller Erfahrungen. Hier ist der Link für den Austausch:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du klickst einfach drauf, bittest um Freischaltung und dann verschieben wir dein Thema von hier in den Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Mom,

    Darf ich fragen, wie geht es deinem Exmann heute?

    Mein Exmann hat als er gemerkt hatte, dass ich diesmal mit der Trennung ernst gemacht hatte, einen Entzug gestartet. Und hat ca 4 Jahre nicht getrunken. Ich hatte aber kein Vertrauen mehr. Er war auch völlig anders mit seiner Nüchternheit unterwegs als die trockenen Alkoholiker hier. Er hat es nicht wirklich ernst genommen.

    Ich hab dann meinen 2. Mann kennen und lieben gelernt und als ganz klar wurde, dass ich nicht mehr zurückkommen würde ( ich hab dann die Scheidung eingereicht) hat er nach einiger Zeit wieder angefangen zu trinken und sich schlussendlich 2018 totgesoffen.

    Aurora

    Hallo,

    im August sind ja Sohn und Schwiegertochter in ein anderes Land umgezogen. Und ich hab Angst vor'm Fliegen. Hatte darüber hier geschrieben.

    Und nun... Nächste Woche wird meine Enkelin 18 und da auch Herbstferien sind haben Sohn und Schwiegertochter sie und ihren Freund zu sich eingeladen. Und angekündigt als Geschenk zum 18ten für die Enkelin bzw Nichte einen Teil des Fluges zu bezahlen.

    Und wat macht dat Enkelin... "Oma, ich möchte lieber dass DU mitkommst und nicht der Freund!"

    Und war macht Oma... Natürlich steckt sie ihre Flugangst weg und sagt " okay". Hui. Also werde ich heute in 2 Wochen um diese Zeit im Flieger sitzen, Enkelin meine, sie wäre dann völlig gechillt und würde mich beruhigen. Und dann werden wir 6 Tage dort sein, wo noch Sommer ist.

    Und ja, das ist das Tolle an meinem Leben jetzt. Ich war vor ca 25 Jahren mit meiner Freundin in Rom. Und als ich zuhause anrief war der erste Mann schon am Vormittag so besoffen, dass er kaum noch reden konnte. Das hat mich nicht gerade erheitert.

    Ich hab mir Sorgen gemacht, war wütend, hatte Angst, der Tag war überschattet, alles sowas.

    Das Leben ohne einen nassen Alkoholiker als Partner hat viele Vorteile, das ist einer davon. Einer von tausenden gewissermaßen. Ich kann da hinfliegen, frei sein, genießen und wiederkommen und alles ist okay.

    Aurora

    Hallo Mom,

    ich weiß jetzt nicht ob du schonmal über eine Trennung nachgedacht hast. Für mich war damals irgendwann eine Grenze erreicht und ich hab das. Aber gemacht hab ich es nicht. Ich habe meine Grenze immer wieder verschoben bis ich im Grunde genommen keine mehr hatte.

    Es wurde aber noch schlimmer mit meinem Exmann. Und da konnte ich wieder eine Grenze erkennen. Und da bin ich erst einmal zu einem Anwalt gegangen. Ich hab Teilzeit gearbeitet und mein Verdienst war nicht so hoch. Ich hatte aber keine kleinen Kinder mehr zu versorgen, die waren da schon erwachsen.

    Das Gespräch mit dem Anwalt hat mir viel Klarheit gebracht. Auch wegen meiner finanziellen Lage, die garnicht mehr so aussichtslos war. Ich hatte Infos über meine Rechte und Pflichten und das hat mir Sicherheit gegeben. Getrennt habe ich mich aber auch nicht sofort, das hat dann nochmal 1 Jahr gedauert.

    Was ich damit sagen möchte, ich hab sehr lange alles hingenommen und meine Grenzen nicht akzeptiert. Aus sehr vielen verschiedenen Gründen. Als ich psychisch am Ende war konnte ich zum Glück handeln. Und dieses Handeln hat mir Sicherheit gegeben.

    Du kannst auch handeln. Zumindest kannst du dich informieren über deine Rechte. Es gibt Sicherheit etwas zu tun. Das gibt dir das Gefühl Kontrolle zu haben, das ist ein gutes Gefühl.

    Du musst nicht gleich zum Anwalt gehen, es gibt einige Anlaufstellen. Zum Beispiel wie Tabsi geschrieben hat kannst du zu einer Suchtberatungsstelle gehen. Zur Caritas, Diakonie. Du kannst googeln was es in deiner Nähe für Beratungsstellen gibt.

    Ich wünsche dir Mut etwas zu tun, zu handeln. Für dich und deine Kinder.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Mom,

    das ist ja eines der großen Probleme im Zusammenleben mit einem Abhängigen. Du kannst nichts machen, ihn nicht ändern oder vom Trinken abhalten oder so. Wenn er es selbst nicht will. Machen kannst du nur was für dich selbst und für die Kinder.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Ehefrau,

    Habe halt gelesen ,das wen Alkoholiker trocken werden das sie egoistisch sein müssen

    Wenn Alkoholiker trocken werden wollen, wenn sie es wirklich ernst meinen, ist es für sie wichtig, ihre Abstinenz zu schützen. Grenzen zu setzen. Wieder am ( Familien)leben teilzunehmen, Entscheidungen zu treffen usw. Also einen geordneten Alltag zu leben. Das ist dann gesunder Egoismus, wie es so schön heißt.

    Das ist für viele Angehörige schwer weil sie es oft über Jahre gewohnt waren den Alltag alleine zu meistern, alleine Entscheidungen zu treffen usw. Weil der abhängige Partner irgendwann nicht mehr immer dazu in der Lage war.

    Was du beschreibst liest sich für mich anders. Eher so, dass er sein altes Leben hinter sich lassen möchte, eine andere Frau kennengelernt hat und seine Abstinenz ein Vorwand für die Trennung ist. Das ist aber nur das, was ich bei der kurzen Beschreibung denke, ich kenne weder dich noch deinen Mann und eure Gesamtsituation und - geschichte.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Ehefrau, willkommen zurück.

    Dass dein Mann Alkoholiker ist, ist eine Sache. Wie er sich gerade verhält eine andere. Das hat mit seiner Persönlichkeit zu tun nicht mit seiner Suchterkrankung.

    Nur mal kurz, das möchte ich dir hierlassen. Ich muss jetzt leider los, hab einen Termin.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Leonore,

    herzlich willkommen. Ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Mit einer Ausnahme, bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, erkennbar an den roten Nicknamen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo releaseme,

    ich denke dass das nicht die Sucht ist, die ihn keine Hilfe annehmen lässt. Die Gründe dafür, dass er sich nicht helfen lassen möchte sind andere, persönliche, innerliche. So wie es auch Menschen gibt die zum Beispiel trotz großer Schmerzen nicht zum Arzt gehen wollen.

    Ich habe meine Gedanken, ihn im Stich gelassen zu haben, mein Mitleid, meine Schuldgefühle mit Gegengedanken zum Stillstand gebracht. Mich damit selbst beruhigt.

    Und zwar so in etwa: er ist erwachsen, er hat alle Möglichkeiten, die andere Menschen auch haben. Wie eben zum Arzt zu gehen, es gibt so viele Anlaufstellen , er kann rausgehen um wieder Schönes zu erleben, er muss mit seinem Leben selbst fertig werden, das geht allen Menschen so, er hat die Möglichkeit sich zu entscheiden... sowas eben.

    Und dass ich selbst auch das Recht dazu habe mein Leben in neue Bahnen zu lenken. Glücklich zu sein. Er hat mir nicht mehr gutgetan und das darf ich ändern. Ich brauche mich nicht schlecht behandeln zu lassen, das hab ich nicht verdient. Ich darf das beenden. Es darf mir gutgehen. Ich lebe nur einmal.

    Vielleicht bringen dich meine Gedanken auf viele eigene. Du bist erwachsen und hast gehandelt, damit es dir und den Kindern gutgeht. Das ist erwachsenes Handeln. Und genau das kann er für sich auch tun wenn er möchte. Auch ohne dich.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Sunny,

    Er hat eine Kiste Bier besorgt, jedoch hat niemand eine Flasche getrunken. Es wurde außer von ihm nichts getrunken. Er hat es geschafft die Kiste an zwei Tagen alleine zu trinken. Sowas muss man doch merken, vor allem da wir im Frühjahr bereits kurz vor der Trennung gestanden habe.

    Natürlich merkt er das. Wenn ich hier bei den inzwischen trockenen Alkoholikern lese dann steht da eigentlich immer, dass es ihnen bewusst war, dass da was aus dem Ruder gelaufen ist.

    Ich kann es einfach nicht verstehen.

    Das ist eben das Ding. Als Nichtsüchtige kannst du dir das nicht vorstellen, was da im Süchtigen vor sich geht. Was ihn antreibt, wie es sich anfühlt.

    Ich hab damals so oft gedacht dass er sich doch nur mal zusammenreißen müsste. Mir zuliebe, den Kindern zuliebe. Ich hatte lange keine Ahnung dass er abhängig geworden war und ich wusste schon erst recht nicht, dass die Sucht in ihm das Kommando übernommen hatte und was das wirklich bedeutete.

    Es also auch nicht, wie oft von ihm behauptet, an mir gelegen hat, dass er trinken musste. Oder dass es am Wetter, dem quersitzenden Pups oder sonstwas lag. Er musste trinken weil er süchtig war, ganz einfach.

    Als Partnerin ist da halt immer die Überlegung, wie du damit umgehst. Denn seine Sucht beeinflusst nicht nur sein sondern auch dein Leben, das Leben der Angehörigen. Und Sucht kennt, wenn sie nicht gestoppt wird, nur eine Richtung nämlich abwärts.

    Und du kannst nichts dagegen tun, das kann nur der Abhängige selbst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Numb,

    die Angst die du vor diesem Gespräch hast, ist nicht unbegründet. So ist meine Erfahrung. Ich hab es mit meinem ersten Mann so erlebt und auch hier bei den Angehörigen oft gelesen. In solchen Gesprächen hat mein erster Mann alle meine " Co-Knöpfe" gedrückt.

    Ich war Schuld, er wäre ein armes Schwein jetzt, am Boden zerstört und alles wegen meiner Rumzickerei. So hat er meine Trennung genannt. Das ist nur ein Auszug von allem, was da kam. Da wurde gejammert, manipuliert und beschuldigt. Und ich hab mich gerechtfertigt, mich schlecht gefühlt. Es war ein Drehen im Kreis.

    Immer wieder, bei jedem Versuch im Gespräch was für mich zu klären. Hinterher ging es mir immer schlecht und ich war verunsichert ob ich nicht doch Schuld hatte, ob er doch garnicht so böse gewesen wäre, ob die Trennung falsch war. Ich war immer im Rechtfertigungsmodus, wollte mich erklären.

    Geholfen hat da nur das Stopp. Wenn es was zu klären gab und wir reden mussten und er sofort wieder mit seinem Gerede anfing hab ich entweder Stopp gesagt oder bin aus dem Raum gegangen. Oder hab aufgelegt. Aber ich hab mich immer wieder in Gespräche verwickeln lassen.

    Bis es irgendwann bei mir " Klick" gemacht hat. Da hab ich ihn rausgeschmissen und den Kontakt auf ein Minimum reduziert. Wir hatten 2 ( zu dem Zeitpunkt schon erwachsene) Kinder und 1 Enkelin und dadurch gab es Berührungspunkte.

    Sonst nicht.

    Da du weder Kinder mit ihm hast noch eine gemeinsame Wohnung dürfte es doch keine Dinge, die geklärt werden müssten, geben. Also warum braucht ihr noch Gespräche? Zumal er auch übergriffig werden könnte, werden wird. Das war er ja schon oft. Möchtest du das wirklich?

    Ich weiß gerade nicht, was ich machen soll.

    Nach meinen Erfahrungen, die ich heute habe, kann ich dir raten, ihn zu blockieren. Auf allen Kanälen. Du wirst sonst nur immer wieder verletzt werden. Das, was er macht mit seinen Äußerungen, dem dich Lächerlichmachen gegenüber anderen usw ist eine Form von Gewalt.

    Das meine ich ernst. Bei Gewalt denkt man erstmal an Schläge oder so aber auch das, was dir passiert ist Gewalt. Und davor darfst du dich schützen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo pippi,

    nicht wundern, ich habe den Beitrag, den du im Vorstellungsbereich bei Weisserose gepostet hast, getrasht. Unsere Regeln sagen, dass neue User die ersten 4 Wochen, die sie hier sind, dort noch nicht schreiben sollen.

    Wenn Weisserose freigeschaltet ist wird ihr Fädchen hier in diesem Bereich sein und dann kannst du dich ganz normal hier mit ihr austauschen. Vielen Dank für dein Verständnis.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Numb,

    vertuschen, sich mit anderen Leuten zu vergleichen und von wegen " das machen alle, die trinken viel mehr, die spinnen, du spinnst, iiiich hab doch kein Problem" , das habe ich auch jahrelang von meinem ersten Mann gehört.

    Und genau wie du war ich dann verwirrt und hab meinen Wahrnehmungen immer weniger vertraut. Weil ich eher ein unsicherer Mensch war und prinzipiell eher den anderen Menschen geglaubt habe als mir selbst.

    Der Austausch mit anderen Mitbetroffenen ist daher sehr gut geeignet, was zu sortieren. Hier ist der Link dafür:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klick einfach drauf und schreibe, dass du um Freischaltung bittest. Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige wieder.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Sunny,

    Hat er ein Problem oder habe ich ein Problem mit seinem "Bierchen". Das ist alles nicht so einfach.

    Doch, es ist einfach. Denn wenn du kein Problem mit seinem Trinkverhalten hättest, wärst du nicht hier. ER hingegen hat für sich wohl kein Problem mit seinem Trinkverhalten sonst würde er es ändern.

    So einfach ist das.

    ja du sagst es, es ist ein Hamsterrad ohne Ausstieg.

    Hamsterrad, das beschreibt es gut. Du drehst und drehst dich und verausgabst dich damit. Aber auch Hamsterräder haben einen Ausstieg. Der ist sogar recht groß. DU entscheidest ob du ihn nutzen möchtest oder lieber noch weiter darin rumrennst und dich verausgabst und gewissermaßen keine Sonne siehst.

    Ich hab ja selbst lange genug darin rumgedreht. Aus meiner Perspektive die ich jetzt haben, nach dem Absprung vor gut 19 Jahren, kann ich sagen, ich hätte eher abspringen sollen. Ich hab viel dadurch für mich versäumt. An gutem Leben. Und war dann erschöpft und depressiv.

    Das Leben ist zu kurz um es in einer unglücklichen, unzufriedenen Beziehung zu leben. Egal ob es um Sucht geht oder um andere Dinge. Wozu soll ich was festhalten was nicht ( mehr) passt?

    Liebe Grüße Aurora