Beiträge von Aurora

    Hallo Aniva,

    herzlich willkommen.

    Ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Du erkennst sie daran, dass die Namen in roter Schrift erscheinen .

    Nüchtern liebe ich Ihn, da ist er ein absoluter Traummann, darum habe ich auch so lanhe gekämpft. Er wäre kein schlechter Mensch.

    Das ist einer der Punkte, weswegen wir Angehörigen oft so lange an der Beziehung festhalten. Nüchtern ist er okay, der liebenswerte Mensch, betrunken ist er der, den die Sucht steuert. Wobei - nüchtern steuert ja auch die Sucht den Menschen.

    Deshalb sind die nüchternen Zeiten immer kürzer. Und dann ist die Sache ob der Abhängige seine Sucht stoppen will oder kann. Denn das kann nur der Abhängige selbst. Da kannst du dich, wie du selbst merkst, kopfstellen.

    Das mit dem Urlaub ist blöd. Ich stand damals vor dem gleichen Problem aber hatte das Glück, da ohne Kosten rauszukommen. Aber es war auch innerhalb Deutschlands ( weiß ja nicht, wohin es gehen soll) , an der Nordsee und ein privater Vermieter. Der meinte, er kriegt seine FeWo gut wieder vermietet.

    Vielleicht kannst du den Urlaub alleine antreten oder eine Freundin mitnehmen. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass das nicht so einfach ist.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Eloed,

    erstmal herzlich willkommen.

    Diese ganzen Zweifel kenn ich gut und du kannst davon hier überall lesen. Es ist schwer, sich aus einer Beziehung zu trennen, den Kindern gefühlt das Zuhause, das Familienleben wegzunehmen. Den suchtkranken Partner gefühlt im Stich zu lassen.

    Aber es ist der Weg, der da rausgeht. Je eher desto besser. Ich hab zum Beispiel viel zu lange ausgehalten und alles versucht, meinen ersten Mann aus der Sucht rauszuholen. Natürlich ohne Ergebnis denn das geht nicht. Es muss immer vom Betroffenen selbst ausgehen.

    Deine Kinder sind noch klein, trotzdem bekommen sie mehr mit als du denkst. Darum ist es gut, dass du sie da rausholst, dich trennst. Auch für dich ist das besser. Denn die Suchtkrankheit macht auch die Angehörigen krank. Im Laufe der Jahre.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Potterzauber,

    dass sie schon entgiften hatte war mir nicht klar. Da hab ich nicht aufmerksam gelesen.

    Deine Tochter macht sich und euch was vor. Das ist bei Alkoholikern ganz oft so. Sie ist schwer krank aber die Sucht fordert immer weiter. Sie kann das nicht stoppen.

    Ich hab sowas selbst erlebt, im Familienkreis. Das mit anzusehen ist kaum auszuhalten. Da kommt große Wut hoch, Unverständnis, ganz viele Gefühle. Und es geht ja um einen nahestehenden Menschen, der sich da zugrunde richtet. Und du kannst nichts, rein garnichts für ihn tun.

    Meine Tochter ist doch nicht dumm. Sie hat Realschulabschluss und Fachabi. Wie kann sowas passieren? Und ja selbst wenn es jetzt so ist,wie kann man so ignorant sein?

    Das hat nichts mit Intelligenz zu tun. Sucht kann jeden treffen und verläuft immer wieder ähnlich. Deine Tochter ist nicht absichtlich abhängig geworden, sie hat missbräuchlich getrunken und irgendwann war es Sucht. Das ähnelt sich bei allen, die abhängig geworden sind.

    Und genauso ähnelt sich ihr Verhalten und leugnen mit dem anderer Abhängigen. Hinzusehen, die Abhängigkeit anzunehmen, den Weg da rauszugehen, das schaffen ganz viele Abhängige nicht. Sie reden es sich schön um den eigenen Schmerz, die Scham, das Gefühl des Versagens nicht spüren zu müssen.

    Jetzt ist es halt so, dass du nichts machen kannst, du kannst sie nicht an die Hand nehmen und da rausziehen. Und das ist das ganz, ganz Schlimme dabei. Du stehst hilflos davor. Was hilft ist totale Abgrenzung, Kontaktabbruch.

    Aber mach das mal als Mutter, das ist eine der schwersten Dinge. Dass du deinen Umgang damit finden kannst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Potterzauber,

    Zu ihrem Bruder hat sie tatsächlich gesagt. Bis zum Entzug kann ich ja noch trinken.

    Auch wenn es irgendwie völlig schräg erscheint, so hat sie aber Recht. Würde sie plötzlich aufhören zu trinken, ohne ärztliche Überwachung, wäre es lebensgefährlich, sie käme in einen kalten Entzug und das ist brandgefährlich.

    ich habe jetzt eine WhatsApp geschrieben, dass ich sie weder besuchen abholen werde, da sie schon wieder getrunken hat. Belogen .

    Das finde ich gut dass du ihr deine Grenzen aufzeigst. Das ist Selbstschutz, du nimmst dich zurück weil du es nicht ertragen kannst. Ich drück weiter die Daumen dass deine Tochter den Entzug macht und dann auch den Willen zur Abstinenz hat.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Lenethu,

    herzlich willkommen.

    Ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet sind. Nicknamen sind dort noch rot.

    Ja, es tut gut, wenn man sich alles von der Seele schreiben kann. Vor allem in einer Selbsthilfegruppe wie hier in unserer Co-Gruppe, in der wir alle mehr oder weniger ähnliche Erfahrungen ( gemacht) haben. Ich bin seit 2007 hier und weiß aber noch sehr gut wie erleichtert ich war. Weil die Leute wussten, wovon ich schreibe.

    Im eigenen realen Umfeld ist es sehr oft schwierig, auf Verständnis zu stoßen, wie du ja selbst schreibst.

    Sucht ist eine Erkrankung, das stimmt. Aber anders als bei anderen Erkrankungen kann der Betroffene sich selbst helfen. Wenn er will. Du hast da ja eigene Erfahrungen mit und weißt das.

    Wenn dieser Wunsch Hilfe anzunehmen und was zu verändern nicht aus dem Betroffenen selbst kommt, kann das Umfeld nichts machen. Außer sich ( erfolglos) zu kümmern, sich selbst oft aufzugeben, auf ein eigenes, glückliches Leben verzichten.

    So hab ich es erlebt, deshalb sehe ich deine Trennungsgedanken nicht als schäbig an. Sondern als gesunde Eigenverantwortung.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Potterzauber,

    das tut mir sehr leid.

    Suchterkrankungen sind für Angehörige sehr, sehr schwer zu verstehen. Vor allem wenn es so ist wie bei deiner Tochter. Die sich jetzt schon so körperlich ruiniert hat. Wo der Verfall schon so sehr sichtbar ist. Und sie ist dein Kind.

    Ich war schon einige Jahre von meinem ersten Mann geschieden, er hatte irgendwann wieder zu trinken angefangen. Und ab und an hab ich ihn getroffen, auf Familientreffen mit den ( erwachsenen) Kindern oder umme Ecke. Wir haben ja dicht zusamme gewohnt.

    Und irgendwann hab ich ihn getroffen und er sah so schlecht aus. Gelb und aufgedunsen und zitternd stand er vor mir. Und es hat mich getroffen, wir waren ja lange zusammengewesen. Ich seh ihn noch heute vor mir.

    Ich drück die Daumen für deine Tochter, dass sie es schafft.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Andreas und herzlich willkommen,

    Elly hat dir den Link gegeben, ich hab dich jetzt freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen. Mit einer Ausnahme, bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Du erkennst sie an den Nicknamen, die sind noch rot.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Trudy,

    Einer von den Mönchen sagte, der größte Feind des Menschen wäre seine eigene Angst. Ich habe einige Tage darüber nachgedacht und glaube, da ist viel wahres dran.

    oh ja, das kann ich bestätigen. Angst hat mich viele Jahre festgehalten, in meiner ersten Ehe mit dem Abhängigen. Und durch verschiedene Schicksalsschläge ist sie ein fester Bestandteil von mir geworden.

    Inzwischen kann ich sie schon immer öfter zur Ruhe bringen. Ich akzeptiere sie immer mehr als Bestandteil meines Lebens.

    Angst lähmt und macht unfrei. Und das meiste spielt sich im Kopf ab, ist irrational. Meine Angst spielte und spielt sich so gut wie immer in Zukunftsdingen ab. Also dort, wo es ungewiss ist und nicht kontrollierbar. Deshalb ist es wichtig, im Jetzt zu bleiben. Heute geht es mir gut.

    Das einzige, was ich für meine nahe Zukunft derzeit konkret weiß ist, dass mein Mann und ich am Freitag in die Oper gehen.

    Shaolin Mönche, wow, das interessiert mich auch, ich kann mir gut vorstellen, dass das faszinierend ist.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Trudy,

    An vielen Tagen gelingt es mir ganz gut die freie Zeit zu nutzen. An einigen Tagen fehlt mir aber auch ganz doll ein Alltag. Vorher habe ich einfach funktioniert, jetzt habe ich Zeit darüber nachzudenken, was ich machen möchte und das ist manchmal garnicht so einfach zu beantworten :/

    Klingt komisch, ist aber tatsächlich so...

    Das habe ich damals nach meiner Trennung auch ähnlich erlebt. Plötzlich war es ruhig um mich rum und der einzige Mensch um den ich mich kümmern musste war ich.

    Das war komisch. Das war gut auf der einen Seite aber auch irgendwie ungewohnt. Und ich hab mich manchmal auch verloren gefühlt.

    Und das ist ja tatsächlich oft so. Ich zumindest hatte mich in all den Jahren verloren. " Was haben sie denn für Hobbies", wurde ich mal gefragt. Ohhhh, uuuuppssss... Das wusste ich garnicht. Da musste ich überlegen und war plötzlich ganz traurig.

    Wahrscheinlich muss ich mich selbst erstmal wieder neu kennenlernen.

    Ja, das ist so. Und das ist auch spannend.

    Ich wusste dann auf einmal, dass ich so gerne mal eine Oper sehen wollte und da konnte ich anknüpfen. Und seither habe ich schon etliche gesehen. Am Freitag gibt es auch wieder eine.

    "Belshazzar" von Händel, von der Oper hab ich vorher noch nie gehört. Bin mal gespannt.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Anbi,

    hab gerade gesehen, dass du dich schon beworben hattest. Jetzt bist du freigeschaltet und in unserer Online-Selbsthilfegruppe angekomme , du kannst dich nun überall austauschen. Nur bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, das erkennst du daran, dass die Nicknamen noch in roter Schrift erscheinen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Anbi, herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe,

    dass du ihn rausgeworfen hast, war eine Konsequenz seines Handelns und deine Reaktion darauf. Du hast dich damit geschützt, es ging dir ja sehr schlecht mit seinem Alkoholkonsum.

    Nun bist du wieder konfrontiert, auf eine andere Weise. Das stelle ich mir sehr schwer vor, im I-Net verbreitet sich sowas schnell und keiner prüft, was dahintersteckt. Du weißt doch garnicht, wie es ihm wirklich geht, oder? Dass du da sehr hilflos und aufgewühlt bist ist ganz klar.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/ wenn du auf diesen Link klickst kommst du auf die Seite, wo du dich für den Austausch bewerben kannst. Schreib kurz was dazu und dann wirst du freigeschaltet. Dein Thema verschieben wir dann von hier in den Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo joline, herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Dein Partner ist von mehreren Substanzen abhängig. Und darum zwingt die Sucht ihn, immer wieder zu konsumieren. Dagegen kommt kein Mensch außer er selbst an. Du kann machen, was du willst, solange es nicht ganz tief aus ihm kommt, das zu stoppen, sich Hilfe zu suchen, wird sich nichts verändern.

    Gefährlich finde ich, dass du teilweise auch konsumierst. Ich hab damals auch oft mitgetrunken und war schon kurz davor, selbst abhängig zu werden.

    Ich habe schon länger das Gefühl, mich trennen zu müssen. Nicht, weil ich ihn nicht liebe, sondern weil ich einfach merke, wie mich das selbst zerstört.

    Dieses Gefühl ist wichtig, es ist im Grunde genommen lebenswichtig. Mal ganz krass gesagt. Um dir über alles klar zu werden, kannst du dich gerne hier austauschen.

    Das ist der Link zur Freischaltung: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klick da drauf, schreib kurz was dazu und dann schalten wir dich für den Austausch frei. Dein Thema wird dann von hier in den Bereich für Angehörige und Coabhängige verschoben.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Lynx, herzlich willkommen.

    Du bist ja schon einige Jahre trocken, das ist super.

    Du schreibst, dass du coabhängig bist mit Fragezeichen. Erklär doch mal bisschen, wie du das meinst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Sweppes,

    Dante , mein 2. Mann, kommuniziert seine Suchterkrankung offen. Er trägt kein Schild um den Hals aber er verheimlicht es auch nicht. Zum Beispiel weiß sein Arbeitgeber darüber Bescheid, die Familie, Freunde. Und wir reden auch darüber. Als wir zusammengekommen sind ziemlich oft, da war er 2 Jahre trocken, also noch recht frisch, und ich noch nicht sooo lange getrennt vom 1. Mann. Jetzt ist es Alltag und nur selten Thema.

    Ich rede mit Menschen darüber wenn es zufällig aus irgendeinem Grund in das Gespräch passt. Auch, dass ich lange coabhängig war. Aber ich posaune das nicht rum.

    Liebe Grüße Aurora