Beiträge von Aurora

    Hallo Delicious,

    Coabhängigkeit geht ja mit vielen Einschränkungen einher. Die dich betreffen und dir dein eigenes Leben stark einschränken. Und da ist eben die Sache, wieweit bzw wie lange du das weiterhin so leben möchtest.

    Bei mir war es so, dass ich durch die vielen Jahre schon psychisch und physisch sehr angeschlagen war. Ich hab mich schuldig und unfähig gefühlt, hatte Ängste aber auch sehr große Wut auf meinen 1. Mann. Und da ich etliche Jahre wegen der Kinder nicht berufstätig gewesen war und dann in Teilzeit gearbeitet hatte, war ich auch finanziell stark eingeschränkt.

    Hab mich da von ihm abhängig gefühlt. Zumal er mir, wenn ich mal wieder von Trennung gesprochen hatte, da auch immer große Angst gemacht hatte. Dass ich gewissermaßen untergehen würde.

    Ich hab mir dann irgendwann als der Trennungsgedanke immer konkreter wurde, einen Termin bei einem Anwalt für Familienrecht gemacht. Einfach um mal zu sehen, was mir im Falle einer Trennung zustehen würde und welche Verpflichtungen auf mich zukommen würden.

    Das hat mir sehr geholfen um zu erkennen, dass es machbar war mich zu trennen. Auch wenn ich dadurch finanziell nicht in Saus und Braus leben konnte aber ich konnte leben. Und das wollte ich ja.

    Vielleicht kann es dir auch helfen, dich einfach zu informieren. Wenn du eine Trennung in Erwägung ziehst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Jacky,

    herzlich willkommen.

    Ich kann einiges von dem, was du schreibst, nachvollziehen. Weil es ganz oft so ähnlich in Beziehungen mit Alkoholikern abläuft. Und wahrscheinlich überhaupt mit süchtigen Menschen, wir haben hier aber den Themenschwerpunkt Alkoholabhängigkeit.

    Ich habe auch mehr und mehr Verantwortung übernommen, mich bemüht ihm keinen Anlass zum Trinken zu geben. Ich hab geredet, geheult, geschrien. Und umgekehrt hat er mir die Schuld gegeben, mich oft abfällig behandelt, mich sitzen gelassen usw.

    Ich hab mich irgendwann nicht mehr geliebt und wahrgenommen gefühlt. Und irgendwann gemerkt, dass ich ihn auch nicht mehr liebe.

    Du bist getrennt, das ist in Grunde genommen gut. Auch wenn es immer wieder noch wehtut.

    Möchtest du denn hier am Austausch teilnehmen? Dann sag Bescheid, du bekommst dann den Link für die Freischaltung.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Mala,

    mein Exmann hatte sich auch in einen Wahn ( anders als der, wonach du fragst) gesteigert. Das war für mich noch der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Denn da wurde meine Würde massiv angegriffen und die wollte ich dann doch behalten und hab mich getrennt.

    Was mich interessiert ist, was genau zieht dich da eigentlich immer wieder hin? Zu einem Mann der dich missbraucht. Psychisch, emotional auf alle Fälle, körperlich weiß ich nicht. Fühlst du dich so minderwertig, dass du dir nicht mehr wert bist?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo helianthus,

    das ist echt schlimm, was da von der Dame und ihrem Sohn abgezogen wird.

    Den Sohn würde ich blockieren, was hat der damit zu tun?

    Ich bin bestimmt sonst nicht so aber in diesem Fall würde ich mit Anzeige wegen Verleumdung und Anwalt drohen. Wenn ihr Schwestern euch da einig seid. Das Geld für die Bestattung, ich weiß nicht, ob das aus einer Versicherung oder vom Konto kommt, sollte doch auch dafür genommen werden.

    In solchen Fällen werden Menschen zu ichweißnichtwas. Als mein erster Mann verstorben ist, da waren wir schon lange geschieden, hat die Partnerin, mit der er nicht sooo lange zusammen gewesen war und sie auch nicht zusammen gewohnt hatten, auch einen Aufriss gemacht. Beim Bestattungsinstitut rumgepöbelt, meinen Sohn schlecht gemacht usw. Über Gelder bestimmen wollen, über die sie garkeine Rechte hatte.

    Sie war auch heimlich in der Wohnung und wird so manches haben mitgehen lassen. Sie hat aber auch etliche Dinge geschenkt bekommen, vom Sohn, zum Beispiel das Auto.

    Mein Sohn und Bruder vom Ex und Schwägerin waren fassungslos. Mein Sohn hat dann dem Bestattungsinstitut gesagt, dass die Dame keinerlei Auskünfte oder so mehr erhalten darf und die Bestattung auch im Wohnbezirk meines Exmannes stattfinden sollte.

    Und nicht dort, wo die Frau das wollte. Und sie sollte auch keinerlei Auskunft mehr erhalten, wann der Bestattungstermin war. Weil Sohn, Bruder und Schwägerin meinten, die Frau hätte auch bei der Bestattung noch einen riesen Aufstand gemacht und rumgeschrien.

    Mag sich gemein anhören aber war in diesem Fall die beste Lösung.

    Ich drück die Daumen, dass ihr Schwestern was geregelt bekommt, dass ihr die Kraft und den Mut habt, als "Wand" aufzutreten und dem üblen Spiel ein Ende setzen könnt.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Co-Pilot,

    Ich bin doch kein Einzelfall, das Forum ist voll von diesen Konstellationen, mal ganz abgesehen von der Dunkelziffer, welche hier überhaupt nicht unterwegs ist.

    Du bist kein Einzelfall. Das hat keiner behauptet. Und Cos kotzen sich auch mal über ihre Partner aus. Aber ich lese bei dir nichts anderes als dass du über deine Frau hier schreibst, bei mir kommt es verächtlich an, dauernd. Dazu ist halt Selbsthilfe nicht gedacht. Und viele Cos hier erleben es ähnlich, diesen körperlichen Abwärtstrend, das brauchst du nicht dauernd hier auszubreiten.

    Keiner zwingt dich, das mit anzusehen, genau, das heißt aber nicht, dass es hier von weiterem Interesse ist, was du armer Mann da erduldest, voll Verachtung mit Blick auf deine Frau. Und auf nasse Alkoholiker allgemein. Das ist nicht Thema der Selbsthilfe für Angehörige.

    Ich stelle keine Ferndiagnose. Was du über den Zustand deiner Frau hier im www ausbreitest ist Teil der Alkoholkranheit. Dass sie keine Hilfe möchte steht auf einem anderen Blatt. Deine Belehrungen kannst du dir sparen, echt.

    Aurora

    Hallo Co-Pilot,

    ich hab es bis jetzt nicht verstanden warum du dich nicht getrennt hast. Wenn du soviel Ekel und wasweißichnoch empfindest. Und sie für dich nur ein " Mehraufwand" ist. Eine Geräusch- und Geruchsbelästigung.

    Was du über deine Frau schreibst ist der Absturz und das qualvolle Sterben eines abhängigen Menschen. Wer zwingt dich denn dazu, das mit anzusehen?

    Gru§ Aurora

    Hallo Ella,

    Ich muss Abstand bekommen. Hab ihn jetzt blockiert.

    Gut gemacht 👍

    Er ist ja krank - in dem Gedanken haben wir uns bide eingerichtet. Schlimmer noch, ich nutze seine stetige Bedürftigkeit als Erklärung, dass ich nicht endgültig gehen kann. Was soll dann aus ihm werden? Die Frage stellen sich ja Viele hier, ...

    Das ist eines der großen Probleme der Angehörigen. Grundsätzlich ist Fürsorge ein wichtiges Glied im Zusammenleben. Aber es darf dich halt nicht kaputtmachen weil es einseitig ist. Im Fall einer Suchterkrankung des Angehörigen.

    Denn wenn der Abhängige nicht bereit ist oder es nicht schafft was zu ändern, hängst du da mit drin. Und er benutzt dich als Anker, als für ihn Verantwortliche, als Sündenbock. Das bedeutet nicht, dass du schuld daran bist und ihn in der Sucht festhältst. Dafür ist und bleibt der Abhängige selbst verantwortlich.

    Aber er hat eben immer jemanden an dem er seine Dinge abladen kann. Und das ist dann im Grunde genommen nicht mehr die Fürsorge der Mitbetroffenen sondern eine Art ausnutzen, das da passiert. Das geht über Grenzen, über die Grenzen der Mitbetroffenen. Das macht der Alkoholiker nicht unbedingt aus bösem Willen, er nimmt sich das, was er angeboten bekommt.

    Und da darf und kann sich die Mitbetroffen schützen denn alles andere ist sinnlos.

    Das Loszulassen, sich nicht selbst im Helfen verlieren, das ist wiederum ein Ding der Mitbetroffenen, die da oft ( bei mir war es lange so) auch einen Wert für sich rausziehen, sich gebraucht fühlen. Die was retten wollen, was nicht unbedingt zu retten geht ohne Einsicht des Abhängigen. Die, was auch erstmal verständlich ist, ihr Leben nicht so schnell aufgeben wollen. Aus vielerlei Gründen.

    Das schreibe ich ohne Wertung denn beide hängen da ja auch fest. Aber sich daraus befreien kann nur jeder selbst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Yve,

    Es ist sehr schlimm für mich denn es ist immer noch ein Mensch.... ein kranker Mensch.

    Genau, das ist es, was es so schwer macht als Angehörige. Es geht um einen Menschen. Und zu erkennen, dass du nichts machen kannst außer ihn seinen Weg alleine gehen lassen. Das fühlt sich schwer an und ist es ja auch.

    Aber es ist eben die einzige Möglichkeit nicht selbst mit ihm unterzugehen.

    Du liest dich gut sortiert, das finde ich gut.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Yve,

    solche Taktik kenne ich auch, es soll genau das passieren, was du gerade fühlst. Unsicherheit, vielleicht bisschen Schuldgefühle...

    Du hast ihn überall blockiert, warum kann er dich per WhatsApp Voice erreichen? Ich kenn mich nicht so gut damit aus aber es müsste doch auch da was geben um ihn zu blockieren.

    Oder du hörst dir seine Nachrichten garnicht erst an. Solange du das machst ist es sehr schwer für dich Abstand halten zu können. Aber gerade DAS ist so wichtig damit du zur Ruhe kommen kannst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Nordfriesland, herzlich willkommen,

    ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, du erkennst sie an den roten Nicknamen.


    Ohje, da hat die Sucht voll zugeschlagen, mal salopp gesagt. Das ist sicherlich für dich jetzt ein ziemliches Gefühlswirrwarr. Hast du im Vorfeld schon einen Plan gemacht, was du im Fall des Falles machen möchtest? Erzähl mal ein bisschen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Gudi ,

    ich kann mich Hartmut nur anschließen...

    und hab es als Co erlebt. Ich habe lange genug mit einem nassen Alkoholiker gelebt, er hat es nicht geschafft, trocken zu werden. Er hat aufgehört als ich mich getrennt habe aber er hat seine Suchterkrankung und damit sich nicht ernst genommen. Er hat dann wieder angefangen zu trinken, mit seiner neuen Partnerin.

    Mein 2. Mann hat sich von Anfang an ernst genommen, ist achtsam mit sich umgegangen und ein nasses Zuhause war und ist keine Option für ihn. Und ich selbst kann auch nur so mit ihm zusammensein weil ich keinen abhängig trinkenden Mann mehr will. Mein Mann ist kompromisslos, was seine Suchterkrankung angeht und daher hat er meinen Respekt. Ich hab's lange genug anders erlebt.

    Ich bin jetzt hier auch wieder weg, mich hat das gestern nur so angesprungen weil ich es als falschen Ansatz sehe. Ich hab generell nichts gegen Mutmachen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    ich schreib nur äußerst selten bei euch Alkoholikern aber hier möchte ich mal was dazu schreiben. Ich komme aus der Co-Abteilung.

    Ich habe mich dafür entschieden mich dem ganzen Nassen auszusetzen, durch meinen Partner . Ja.

    Wow! Ich möchte dir an dieser Stelle einfach mal meinen Respekt ausdrücken, wie du unter diesen ganz miesen Voraussetzungen standhaft bleibst!

    Dafür Respekt?

    Ich bin mit einem Alkoholiker verheiratet der letze Woche sein 20tes Trockenjahr hatte. Bedingung für unser Zusammenleben damals, da war er 2 Jahre trocken, war, dass unser Haushalt alkoholfrei ist und bleibt. Anders wäre aus uns nix geworden. Und dafür hat er meinen Respekt bekommen, er hat gut für sich gesorgt, für seine Suchterkrankung und für ein zufrieden trockenes Leben.

    Ich hab gerne mal was getrunken aber ein Zusammenleben war mir wichtiger, ich war auch nicht süchtig.

    Ich hab seither auch keinen Alkohol mehr getrunken. Warum auch, ich toleriere seine Suchterkrankung, warum sollte ich ihm ständig den Suff unter die Nase halten. Und so führen wir eine trockene Ehe, sind glücklich zusammen. Meistern und haben Probleme gemeistert.

    Ich respektiere meinen Mann weil er achtsam mit seiner Trockenheit ist, er ist kompromisslos, was das angeht. Er nimmt seine Suchterkrankung ernst. Das verdient in meinen Augen Respekt. Nicht andersrum.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Honighummel,

    Ich habe für mich entschieden, dass der Alkohol keinen Platz in meiner Familie und meiner Wohnung hat. Und diese Entscheidung ist unumstößlich. Das sind meine Regeln, die ich für mich und meinen Sohn aufgestellt habe.

    Was macht du in dem Fall wenn er nach Hause kommt und schon betrunken auf dem Flur umkippt? Dann hat er in der Wohnung nicht getrunken aber trotzdem ist gewissermaßen Alkohol im Raum.

    Liebe Grüße Aurora