Hey hallo,
ich danke euch für die vielen guten Worte
liebe Stern, Speedy und Cadda.
Speedy53 , lang ist's her. Und du warst eine der ersten, die mich begrüßt hat. Damals warst, du, glaub ich, noch Moderatorin.
Ja, ich bin noch immer hier und ich bin gerne hier. Mir hat das Forum so viel gebracht, dass ich noch immer viel zurückgeben möchte. Vor allem für die Angehörigen. Oft dreht sich alles um den Alkoholiker und als Angehörige(r) fühlt man sich alleine, ungesehen und ungehört. Mir ging es jedenfalls so und ich war glücklich, hier endlich Gleichgesinnte gefunden zu haben. Das hat mir sehr geholfen.
Ja, wir haben eine Menge zusammen erlebt, hier im Forum. Und einmal ja sogar live bei Doro. Das war ja was
. Da war meine "Erbse" gerade geboren, jetzt wird sie nächsten Monat schon 13...
Cadda , deshalb versuche ich ja ab und an mein Fädchen mal hoch zu holen. Um zu zeigen, dass es auch ein gutes Leben nach dem Leben mit einem Abhängigen gibt. Bei uns hat es nun ja nicht hingehauen, wir sind nicht mehr zusammen gekommen und mein Exmann ist inzwischen ja auch tot, hat sich regelrecht totgesoffen... Ich hab halt nie bei ihm gemerkt, dass er es mit dem Trockensein ernst meinte. Damals, nach der Trennung, als er dann nicht mehr trank. Außerdem war er eben auch nüchtern ein Armleuchter... und irgendwann hat er dann gemeint, wieder mal zu probieren...
Ich hab mich weiter entwickelt, aus dem Co-Verhalten raus. So gut es machbar war und ist, meine Persönlichkeit ist aber eher die eines Menschen mit viel Empathie, Hilfsbereitschaft, Harmoniebedürfnis und endloser Geduld. So in etwa. Viele der Co-Eigenschaften sind grundsätzlich sehr schöne Eigenschaften, finde ich. Aber nur so lange sie im Normalbereich sind und nicht in Verhaltensstörungen ausarten.
Ich mach jetzt mal weiter Urlaub.
Aurora
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Hallo,
koda hat diesem Beitrag ein Herz geschenkt und ich habe mal gelesen, was seit meinem Beitrag auf Seite 64 so passiert ist.
Ruhe ist im Hause Aurora ja eher ein Fremdwort, das Leben meint es in der Hinsicht eher stürmisch mit mir.
Aber Dante konnte nun endlich seine Reha antreten, er hatte im August letzten Jahres ein Burnout. Beruflich und familiär war einfach zu viel gewesen all die Jahre.
Er hat ja mich in meinen depressiven Episoden und Angst- und Panikattacken immer mitgetragen. Hat ja dieses ganze Exschwiegersohn Theater auch mitgemacht. Hat mich gehalten, getröstet, unterstützt. Mut gemacht. Er war nach außen immer der starke Bär... Das hat natürlich bei ihm Spuren hinterlassen.
Nun bin ich seit knapp 2 Wochen Strohwitwe mit Enkelinanhang
.
Ich komme dadurch auch etwas zur Ruhe in mir selbst und es kommen viele Gefühle hoch. Die Enkelin ist viel unterwegs und bei ihrem Freund oder ihrer Freundin und ich habe plötzlich Zeit. Das kannte ich jetzt garnicht mehr.
Nun kommen Trauer und Erschöpfung wieder hoch. Und auch Ängste. Immer so schubweise. Na gut, dann lass ich die mal raus, heule rum und dann geht das wieder.
Das Zusammenleben mit der Enkelin klappt gut. Trotzdem denke ich manchmal, ich bin doch Oma, ich hab 2 Kinder durch alles begleitet bis sie erwachsen waren. Und nun setze ich mich nochmal mit Pubertätsproblemen auseinander. Habe Verantwortung für Dinge, die Elternsache sind.
Nicht falsch verstehen, ich liebe meine Enkelin über alles, sie ist ziemlich unproblematisch und ich würde es jederzeit wieder so machen. Aber die Zeiten sind nochmal anders als mit meinen Kindern damals. Die Eltern der anderen Knder sind teilweise helikoptermäßig unterwegs. Dadurch ergeben sich auch für die Enkelin nochmal andere Probleme.
Auch die Lehrer, diese Schulzeit jetzt, ist nochmal anders als damals. Es ist ja normal. Mein Sohn wird jetzt am 28ten 39 Jahre alt, meine Tochter wäre Mitte Juni 42. Da liegen Welten dazwischen. Die Teenies sind ganz anders drauf. Als ich damals in den 70gern, mit Schlaghose, "Bravo" und " Dr. Sommer".
Als meine Kinder in den 90gern, da ging es los mit Computern und so.
Heute regiert " TikTok" die Teeniewelt..., Smart- oder I-Phone. Völlig andere Ansichten und Erwartungen an das Leben, völlig andere Herausforderungen.
Und icke olle Frau jetzt da mittenmang. Da muss man sich erstmal zurechtfinden. Und dann kommt halt diese Trauer, wie sehr mir meine Tochter fehlt.
Aber jut, ich wäre nicht ich wenn ich da nun nicht auch noch mit fertig werden würde.
Aurora