Beiträge von Aurora

    Hallo und willkommen Maya,

    diese Angst, nie mehr trinken zu können, nie mehr "liebe" Angewohnheiten mit Alkohol leben zu können, haben ganz viele Alkoholiker am Anfang. Es ist gut, erst mal in kleinen Schritten zu denken. "Heute trinke ich keinen Alkohol" ist da ein guter Anfang. Und am Abend zu denken, hui, ich habe es geschafft und es war gut. Das motiviert, am nächsten Tag den neuen Vorsatz von " Heute trinke ich nicht" weiter zu leben.

    Hier ist der Link, mit dem du dich für den weiteren Austausch bewerben kannst:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Den Thema wird nach der Freischaltung in den Bereich

    Erste Schritte für Alkoholiker

    Verschoben. Da geht es dann weiter.

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Birgit,

    nein, das ist alles nicht naiv. Es ist das, was du empfindest, das ist doch nicht falsch! Wie können deine Gefühle und Wahrnehmungen falsch sein?

    Es ist häufig so, wie du es beschreibst. Der Abhängige beteuert immer wieder seine Liebe und dass er ohne dich nichts wäre. Im Grunde genommen lädt er dir damit die ganze Verantwortung auf. Und welche Frau oder auch welcher Mann fühlt sich nicht gebraucht und geschmeichelt wenn sie/er hört: ich liebe dich.

    Damit findet aber in einer Beziehung mit Abhängigen eine Manipulation statt. Denn so fühlst du dich halt immer wieder hingezogen. Und bist verwirrt. Denn auf der einen Seite siehst du, wie er trinkt und vielleicht auch im Suff ausfällig und gemein wird. Und wenn der Pegel nicht so hoch ist bist du die Beste. Solch Verhalten verunsichert sehr! Und das soll es auch. Denn du sollst doch bei der Stange bleiben, er braucht dich als Schutz auch vor der Außenwelt. Denn es gaukelt ihm eine gewisse Normalität vor. Und er weiß, er kann in Ruhe trinken und da ist jemand, der ihn versorgt und schützt.

    Es ist aber oft unbewusst, wie das abläuft. Es muss nicht sein, dass er das mit Absicht macht. Es ist ein Verhaltensablauf, wie er in Suchtbeziehungen immer wieder passiert. Auch bei mir war das so.

    Wenn das trinken nur nicht wäre und ich nicht verstehe warum er sich fürs trinken entscheidet und nicht für mich...wenn er mich doch liebt?

    Das habe ich (und du wirst das hier bei ganz, ganz vielen lesen können) auch so gedacht.

    Ich streite nicht ab, dass er dich tatsächlich liebt. Und jetzt kommt das ABER

    er ist abhängig, er ist suchtkrank. Und diese Sucht ist so stark, dass sie an erster Stelle steht. Die Sucht muss, so lange sie nicht zum Stillstand gebracht werden konnte, immer zuerst befriedigt werden, Es entsteht ein übermächtiger Drang und kein Argument kann den aufhalten.

    Du hast dich inzwischen getrennt. Denn es ist ja so, dass du dagegen keine Chance hast. Mit einem Abhängigen gibt es kein zufriedenes, ruhiges, normales Leben. Und Sucht wird immer schlimmer und das Suchtmittel, in diesem Fall der Alkohol, zerstört ja auch massiv nach und nach den ganzen Körper. Darum ist es besser, Abstand davon zu haben. Es sei denn du möchtest das mit ansehen. Und dich so sorgen und für ihn machen, dass von dir selbst nichts übrig bleibt. Es ist schwer, einen suchtkranken Menschen loszulassen. Aber es ist das Einzige, was hilft. Zuerst mal dir, als Mitbetroffene. Manchmal auch dem Abhängigen weil er einsieht, alles zu verlieren. Das ist unterschiedlich.

    Komme mal in Ruhe weiter an. In deinem Leben. Und versuche, Grenzen zu ziehen. Das ist ein Übungsprozess. Das kannst du lernen.

    Und jetzt hab ich dich ordentlich zugetextet :roll: .

    Ich hör mal auf damit.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Oha, Loewenmama,

    du bist eine harte Nuss ^^ (nicht böse gemeint)

    Vielleicht bist du eher eine Holzhackerin... ich kenn dich ja nicht.

    Und ich merke gerade, dass ich (mal wieder) vom alten Frauenbild ausgegangen bin. Stricken Häkeln, gut duften...

    Dazu, also zu diesem Frauenbild, kommt ja: immer für alle da sein, immer machen und es allen schön und bequem machen. Irgendwo am Horizont kommt man selbst.

    Es geht mir zum Teil noch immer so. Wenn rund um mich alle gut versorgt sind, fühle ich mich gleich mit wohl. Vielleicht ist das auch Selbstfürsorge? Hm...

    Letztens hatte ich meine Enkelin zu Besuch, meinen Sohn und seine Partnerin hatte ich auch noch eingeladen. Und mein Mann ist eh da <3 .

    Und zwar habe ich einen Krustenbraten gemacht. Was für ein Aufwand, im Grunde genommen, kochen ist halt auch Arbeit. Der Tisch wurde schön gedeckt undundund. Und dann saßen alle um den Tisch herum, das war für mich unglaublich schön. Und der Braten war suuuper. Und alle haben sich über die Einladung gefreut und es war besonders. Denn es ist nicht mehr selbstverständlich. Es ist lange her, dass ich das hatte. Und somit war diese ganze Arbeit auch Selbstfürsorge...

    Aber leider ist es oft nicht so. Wie oft habe ich alles getan, damit alle es gut hatten und ich selbst konnte es nicht mehr genießen weil ich platt war. Ich hab es früher gemacht weil ich dachte, es müsse so sein und weil ich Anerkennung bekommen wollte für meine Arbeit. Alle haben gefuttert, es als selbstverständlich hingenommen und mir einen Berg Abwasch dagelassen.

    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag Nachmittag

    Aurora

    Hallo Tina,

    erst mal "Hallo, schön, dass du hier bist!".

    Dein Mann ist ja einer... er wartet auf den "Klick" zum Aufhören. Echt mal, da gibt er seine Eigenverantwortung ja klasse ab. Es ist ähnlich als würdest du auf den Prinzen warten, der auf einem Schimmel angeritten kommt und dich auf sein Schloss bringt. Es geht darum in die Puschen zu kommen und selbst aktiv zu werden.

    Und du hast das jetzt gemacht! Super :) .

    Jetzt habe ich eine Frage. Möchtest du dich "nur" durchlesen oder aktiv an einem Austausch mit anderen Mitbetroffenen teilnehmen?

    Es gibt hier ja eine Menge Menschen denen es ähnlich geht wie dir. Und so ein Austausch kann da toll helfen einen Weg zu finden, um wieder ein unbeschwertes, eigenes Leben zu bekommen.

    Wenn du dich also austauschen möchtest, dann klick einfach auf diesen Link:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Füll das Formular kurz aus und dann wirst du freigeschaltet. Dein Thema wird dann von hier in den Bereich:

    Erste Schritte für Angehörige und Co Abhängige

    Dort kannst du dich dann austauschen.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Loewenmama,

    genau DAS ist ein wichtiger Punkt!

    Wo bist DU in Deinem Leben?

    Du machst und sorgst für alle und jeden, nur du selbst hast dich dabei vergessen. Es ging mir anfänglich nach der Trennung von meinem ersten Mann auch so. Ich wurde nach meinen Hobbies gefragt... ach herrje, da war ich völlig überfordert.

    Vielleicht kannst du ganz langsam anfangen in dich reinzuhorchen. Es muss doch nix Spektakuläres sein.

    Dir mal 20 Minuten gönnen in der Sonne zu sitzen, vielleicht mit einem Kaffee...oder dir ein neues Parfum zu gönnen. Wenn du sowas benutzt, eine schöne Körperlotion...

    Vielleicht bist du eine gute Strickerin, hast früher mal gerne Handarbeit gemacht, dann strick dir ein tolles Tuch aus schöner Wolle.

    Oder bleib einfach morgens länger im Bett liegen, rekel dich, atme bewusst...

    Es gibt sooo viel, leider geht diese Selbstfürsorge für uns Cos oft flöten. Zu sehr beschäftigen wir uns mit den Problemen der Angehörigen. Da bleibt keine Energie für uns selbst übrig.

    Ich wünsche dir den Mut, den Fokus auf dich lenken zu können und Schritt für Schritt das Leben für dich zurück zu erobern.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Birgit,

    ich habe es ähnlich erlebt. Nach der Trennung habe ich mich endlich wieder sicher gefühlt, konnte mich langsdam erholen und zu mir finden.

    Auf der anderen Seite aber war da immernoch ein unsichtbares Band...

    Mein erster Mann hatte aufgehört zu trinken als ich mich getrennt habe. Und plötzlich war er die Liebenswürdigkeit in Person.

    Er klebte an mir... und ich an ihm. Er war irgendwie immer präsent, hat mich hier und dort hinchauffiert usw. Und ebenso hat er mich in seine Dinge eingebunden.

    Und nach außen waren wir, trotz Trennung, irgendwie noch immer ein Paar, es war das "alte Bild" von uns. Auf der einen Seite fand ich das gut aber meine andere Seite sagte mir, dass ich es doch eigentlich nicht mehr wollte. Dass es mich wieder an ihn band, was da passierte. Und es hat sich ja vertraut angefühlt, wir waren ja zu dem Zeitpunkt seit 26 Jahren zusammen.

    Im Grunde genommen habe ich auch gemerkt, dass alles so war wie vorher, nur dass er zu diesem Zeitpunkt nicht getrunken hat. Es hat mich sehr verunsichert und unglücklich gemacht aber ich habe es auch zugelassen, es war halt praktisch und vertraut. Es hat viel Energie genommen, ich habe meine Grenzen immer wieder überschreiten lassen. Und mich unwohl damit gefühlt. Weil ich einfach zu feige war, "NEIN" zu sagen. Weil ich mich noch immer verantwortlich gefühlt habe.

    Das schlimme ist, das die dunklen Stunden und die vielen verbalen Verletzungen so im Nebel verschwinden.

    So habe ich es auch erlebt. Außerdem wollte er garnicht darüber reden oder so. Er wollte bei "Null" anfangen, was ich nicht konnte. Im Laufe der Zeit musste ich mir diese ganzen Verletzungen und Gründe für die Trennung regelrecht in's Gedächtnis rufen. Meine Therapeutin hatte es mir auch geraten. Denn es gab ja diese Gründe und die waren auch sehr schlimm gewesen. Ich war wie eingelullt... es half mir aber gut, mir die ganzen Gründe wieder und wieder aufzurufen. Das hat mir gut geholfen, mich dann wirklich lösen zu können.

    Denn mein Exmann war KEIN neuer Mensch geworden, er trank nur nicht. Aber er hat sich genauso verhalten wie immer, mich nicht wertgeschätzt, manipuliert, benutzt. Für SEINE Bedürfnisse.

    Jetzt hat er mich gefragt ob ich mit Ihm eine Wohnung anschauen kann, da er es nicht alleine entscheiden möchte.

    Das hat mich regelrecht angesprungen, es erinnert mich sehr an damals bei mir.

    Das ist genau diese Gemeinsamkeit, die etwas vorgaukelt. Die dich wieder für ihn mitverantwortlich werden lässt. Also ich empfinde es gerade so. Er ist doch erwachsen, im Prinzip sollte er für sich entscheiden können. Oder er kann ja jemanden mitnehmen, warum aber gerade dich?

    Es ist gut, dass du dir das von der Seele geschrieben hast, das sortiert und erleichtert.

    Ich hoffe, es geht dir inzwischen besser. Und ich hoffe du findest eher als ich den Mut, "NEIN" zu sagen...

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo,

    liebe JuSe, ja, ich habe das alles bei dir gelesen und es sooo krass. Diese Krampfanfälle... meene Jüte. Und dieses Null Einsehen.

    Mein Exmann war ja auch krank, er hatte diese Krampfanfälle aufgrund der Hirnblutung. Er nahm viele Jahre ein Antiepileptikum. Und wie nahm er es ein... mit Bier. Ich bin da schier ausgerastet aber es hat nix genutzt... Ich hatte unendlich viel Angst in all den Jahren...

    Und diese Hillflosigkeit hat mich irre gemacht. Ich habe geredet, gefleht, geweint. Es hat nichts genutzt. Da bleibt wirklich nur das Loslassen. Kapitulieren vor der Sucht. Denn sie ist stärker als der Abhängige und stärker als die Coabhängige. Ich dachte lange ich hätte die alleinige Macht, ihn da rausziehen zu können.

    Welch ein Irrtum und welch eine Selbstüberschätzung.

    Ja, es ist gut, dass du den Absprung geschafft hast! Und ich ja damals auch...

    Hallo Kiki,

    bei Süchtigen gibt es nur: trocken oder nass.

    Ja!

    Liebe Elfriede, ach schön, dass du mal vorbeigesaust bist :) . Ich drück dir die Daumen für eine neue Arbeitsstelle.

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    Ansonsten ist alles ruhig bei mir, momentan. Mehr oder weniger. Am Montag gibt es ein paar Tage Urlaub, ich freu mich drauf. Tapetenwechsel ist mal nicht zu verachten.

    Aurora

    Hallo Biene,

    du schreibst:

    Den Kindern ist es eigentlich nicht zumutbar, dennoch spitzt sich die Lage erst immer zu wenn sie schlafen, davon aufgrund ihres Alters noch nicht die Situation eindeutig wahrnehmen können.

    Eindeutig werden deine Kinder das nicht wahrnehmen können aber sie werden wahrnehmen, dass etwas nicht stimmt! Unterschätze nicht die feinen Antennen, die Kinder haben. Sie werden auch die ganzen Streitigkeiten irgendwo mitbekommen. Du schreibst ja auch selbst wie viel ruhiger sie auch sind, wenn dein Mann nicht da ist. Und du schreibst

    Die Kinder sind aufgrund der Stimmung oft sehr verwirrt, die große ist total aufgedreht, sehr frech.


    Du hast eine Wohnung angemietet, warum ziehst du nicht um? Das verstehe ich nicht.

    Ist es unfair jemanden in einer Lebenskrise zu verlassen?

    Empfindest du sein Verhalten als Lebenskrise? Ich empfinde das alles, was du hier aufgeschrieben hast, eher als eine Beziehung, in der die Sucht regiert. Dein Mann steckt da voll drin und zieht dich mit rein. Und die Kinder auch. Dein Leben ist von Kontrolle, psychischer und physischer Gewalt geprägt. Verletzung überall. Und langsam verlierst du Lebensmut und Lebensfreude. Er hat dich und die Kinder quasi schon längst verlassen denn er hat kaum ein Interesse am Zusammenleben, Zusammensein, zusammen was zu unternehmen. Und du magst es zum Beispiel nicht, wenn er betrunken mit den Kindern beim Einschlafen zusammen ist.

    Ich kann dir nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten. Ich habe viel zu lange durchgehalten. In meiner ersten Ehe. Der Kinder wegen. War eines meiner Argumente. Heute weiß ich dass es ganz andere Gründe waren. Und ich würde niemandem empfehlen, das auch so zu machen. Durchhalten bis auf's Letzte weil ich den Alkoholiker doch nicht im Stich lassen konnte (auch er hatte Lebenskrisen), weil er dann ja völlig unterginge, weil - ja warum eigentlich?

    Im Grunde genommen ist nur eins passiert. Ich hatte mich völlig verloren.

    Davor bin ich begeisterte Sportlerin gewesen, wovon heute kaum mehr die Rede ist.

    Ich war keine Sportlerin aber es war eben auch so. Nach und nach war von meinen Dingen nix mehr übrig.

    es fehlt nur mehr dieser kleine Absprung und dennoch fällt es so schwer und fühl sich so falsch an. Und warum fühlt sich das so falsch an??

    Das ist eine gute Frage! Ich weiß nicht, warum es sich für dich falsch anfühlt.

    Für mich hat es sich falsch angefühlt weil:

    ich Schuldgefühle hatte

    ich mich verantwortlich fühlte

    ich zu feige war mein Leben alleine zu meistern

    ich Angst hatte

    Das ist mal ein kleiner Auszug.

    Höre doch einfach mal genau in dich rein. WAS hält dich fest?

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Diego,

    ging mir damals auch so. Es war einerseits total klasse endlich meine Ruhe zu haben. Andererseits kam ich mir vor als wäre ich in einer Ferienwohnung...

    Das dauert eben. Es gibt da so einen Indianerspruch, sinngemäß geht der so:

    Nach einer gewissen Strecke, die ein Indianer zurückgelegt hatte, blieb er stehen und wartete und wartete. Er wurde gefragt warum er nicht weiterginge...

    Er meinte dann, er müsse noch auf seine Seele warten, die wäre nicht so schnell.

    Und so ist das auch...

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Simi,

    Glück bedeutet für mich im Moment, alleine zuhause im Bett liegen zu können und von niemandem angesprochen zu werden. Dass keiner Ansprüche und Erwartungen an mich stellt. Einfach nur Ruhe und für mich sein.

    Das kenne ich auch. Ich fand und finde das total blöd, wenn's bei mir so ist aber andersrum tut es mir unheimlich gut. Einfach die Akkus ein wenig aufladen, das ist es. Alles abschalten und nur atmen. Mehr nicht. Und das tut gut dann.

    Also mach dir nix draus sondern genieße die wenigen Momente, in denen du diese Ruhe hast.

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo unbezwinglich,

    das ist eine außerst schwierige Situation.

    Sich emotional von jemandem zu distanzieren, den man ständig vor der Nase hat, ist so gut wie unmöglich. Es sei denn ihr habt ein großes Haus, in dem ihr euch richtig aus dem Weg gehen könnt. Aber selbst dann bekommt man ja noch was mit...

    Wie sieht es denn aus, ist deine Mutter, bist du, denn bereit, eventuell doch den Weg einer räumlichen Trennung zu gehen? Dann kann zuerst mal ein Gespräch mit einem Anwalt helfen oder auch bei der Caritas oder ProFamilia, einfach um mal zu sehen, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt. So, wie es sich für mich liest ist das kein Leben, was ihr da habt.

    Ich weiß nicht, welche Krankheit du hast. Aber zum Gesundwerden ist solche Lebenslage auch nicht gut geeignet...

    Natürlich ist auch ein Austausch in einer Selbsthilfegruppe, wie wir es sind, hilfreich. Wenn du das magst, kannst du auch freigeschaltet werden.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Liebe Simi,

    ich kenne dich aus dem Forum hier schon gefühlt ewig. Und auch deine Probleme mit D. Das ist ja nicht neu, neu ist jetzt nur die Sucht bei ihm. Leider.

    Er kennt dich seeehr gut, weiß was es braucht um dich auf die Spur zu bekommen. Er weiß auch um deine riesigen Schuldgefühle dass du es als Mutter vermeintlich verbockt hast. Durch deine eigenen Abhängigkeiten. Er nutzt das aus, wie schon immer. Ob er das absichtlich macht weiß ich nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass es euer gemeinsames Muster ist. Ein gut eingespieltes krankes Miteinander.

    Ich stimme Ste in seinem Beitrag zu. Ich weiß, wie unendlich aufgerieben du dich immer hast um D. das Bestmögliche zu geben und zu ermöglichen. Jetzt ist ER am Zug, er ist ja kein kleiner Junge mehr.

    Und - du bist auch nicht gesund. Du hast deine Suchterkrankung, diesen Cocktail aus vielen Drogen. Alkohol ist ja nur eine davon. Und du bist eine "alte Häsin" und weißt, dass Selbstschutz ein sehr wichtiges Standbein für eine stabile Trockenheit, für Cleanbleiben, ist. Also versuche dich im Loslassen. D ist für sich verantwortlich, du hast ihn ja nicht zum Trinken, zum Ritzen gezwungen. Er ist krank, psychisch, das ist nicht von der Hand zu weisen. Aber das heißt nicht, dass du dich lebenslang in Schuldgefühlen wälzen musst. Du hast das gegeben, wozu du fähig warst. Und hast dich selbst inzwischen frei geschwommen.

    Genau dasselbe kann er ja auch tun! Deine Mutter hat es nicht geschafft, dich rauszuholen. Das warst du selbst. Und genau diese Chance hat D auch.

    Ich finde es super, dass du auch autofahren kannst inzwischen. Glückwunsch zum Führerschein, zu dieser Freiheit!

    Und zu deinem beruflichen Erfolg. Ich weiß noch, mit wie viel Liebe du in dieser Einrichtung gearbeitet hast, wie viel du den Menschen dort geben konntest! Und ja immernoch kannst.

    Und deine Tochter - sie scheint auch auf gutem Weg zu sein.

    Ich schick dir liebe Grüße in die Schweiz

    Aurora

    Hallo Lisa,

    ob viel oder wenig, das liegt im Auge des Betrachters. Für dich ist das gerade ein Meilenstein, darauf lässt sich aufbauen. Das alleine zählt. Du kannst darauf zurücksehen und stolz sein, diese Zeit schon gelebt zu haben. Ohne Alkohol, Tag für Tag.

    Lieber Gruß

    Aurora