Hallo Biene,
ich habe mal einen Satz rausgepickt:
Je mehr man liest desto mehr muss man sich auf dem Kopf greifen wie viel Zeit man verstreichen lässt. Was tut man sich selber an? Den Kindern?!!
Und da ersetze ich jetzt mal "man"
Je mehr ich lese desto mehr muss ich mich auf dem Kopf greifen wie viel Zeit ich verstreichen lasse. Was tu ich mir selber an. Den Kindern?!!
Ich weiß ja auch, wie schwer das ist. Diese Trennung. Ich habe es ja selbst auch erlebt und konnte nicht sofort vollumfänglich handeln. Aber ich hatte keine kleinen Kinder mehr. Ich habe mich hinterher selbst gefragt, warum ich nicht eher gehandelt habe. Schon Jahre vorher, in denen ich sehr unglücklich war.
Ich dachte, ich hätte es eben nicht besser verdient. Und hatte Angst, was passiert, ich so alleine. Au weia.
Tja, und was ist passiert? Die Welt hat sich weiter gedreht und ich war einfach unglaublich frei. Habe Rotz und Wasser geheult weil ich es nicht längst eher gemacht hatte. So viel verschwendete Lebenszeit. Und ich habe so viel Energie verbraucht, dass ich noch heute und nie wieder meine Akkus so weit aufladen kann.
Und das alles nur weil ich dachte, ich könne ihn doch nicht im Stich lassen. Ich könne ihm doch nicht weh tun. Ich könnte ja finanziell bankrott gehen. Ich könnte doch "meine" geliebte Wohnung nicht verlassen.
Ach wie blöd ich doch war!
Das Leben ist viel zu kurz um es an einem Menschen zu vergeuden, der dich schlecht behandelt, dich unfrei macht, dich klein macht, dich körperlich und geistig verletzt.
DAS HAT NIEMAND VERDIENT!
Und schon garnicht Kinder. Kinder sollen lachen und springen und sich sicher fühlen. Sie brauchen Geborgenheit, Liebe und Verständnis. Und Ehrlichkeit.
Biene, ich weiß, wie schwer das ist. Aber es ist nicht unmöglich. Und die Welt dreht sich danach weiter. Und zwar bunter, heller und schöner als vorher.
Ich möchte dir Mut machen. Für dich und deine Kinder einzustehen.
Liebe Grüße
Aurora