Beiträge von Morgenrot

    Hallo Helleh,

    ich müsse auf jeden Fall meinem Mann von dem Besuch erzählen, dass ich mir Sorgen mache etc.

    du mußt nichts erzählen, dein Mann kennt deinen Standpunkt, du hast mit Sicherheit genug geredet.

    Ratschläge die von Menschen kommen, die nicht im "System" Alkoholismus stecken, habe ich im nachhinein immer als Schläge empfunden. Du weißt, was du erlebt hast, "keiner von denen auch nur 10m in deinen Schuhen gelaufen". Deshalb kannst du dich um dich selbst zu kümmern, und schauen was für dich am besten ist. Wichtig ist nur, dass du konsequent bist und deine Ankündigungen auch umsetzt, denn sonst machst du dich unglaubwürdig.


    lg Morgenrot

    hallo saltsoul,

    Herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Warum schäme ich mich für ihn so?

    ich kenne dieses Fremdschämen auch. Das ist überhaupt kein schönes Gefühl. Bei mir hat es lange gedauert, bis ich es ablegen konnte. Aber Gedanken in die Richtung kommen immer mal wieder. Gib dir Zeit, es geht nicht alles auf einmal

    Bei der Sozialarbeiterin würde ich ehrlich sein, versuch da bitte ohne Schamgefühl hinzugehen. Das ist wichtig für dich und deine Tochter. Diese Alkoholismusachterbahn sollte unterbrochen werden.


    lg Morgenrot

    Hallo twazwerg,

    Herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Du kannst nichts tun, wenn keine Krankheitseinsicht vorhanden ist.

    bei einem Telefonat mit dem Krankenhaus erfuhr ich, er habe sich selbst entlassen....mehr Auskunft kriege ich nicht.....und nun.....?

    Das Recht hat jeder Patient, er kann frei entscheiden ob er bleiben möchte oder nicht. Es sei denn, er wäre Eigen- oder Fremdgefährend. Ist er dass alles nicht wird ihn keiner halten. Es kann ihn niemand zu einem Entzug zwingend.

    Du brauchst deine Pläne nicht aufzugeben, und kannst dir ein eigenes Leben aufbauen. Du kannst nicht helfen, ich schätze dein Mann macht erst einmal da weiter, wo er aufgehört hat.

    Was kannst du für dich tun, damit es dir besser geht.

    Wenn du dich hier austauschen möchtest, folge dem Link und schreibe noch einen kurzen Satz dazu, dann schalten wir dich für die offenen Bereiche frei.

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    lg Morgenrot

    Hallo Schmiddty,

    Jetzt könnte ich ja wenigstens mit Geld einen Ausgleich für alles schaffen.

    mir scheint, deine Familie hat nichts kapiert und sich mit dem Thema Sucht auch nicht beschäftigt. Es ist eine Veränderung für alle, wenn ein nasser Alkoholiker trocken wird. Da startet die Auseinandersetzung mit dem Thema noch mal neu. Sie sollten sich mal an eine Beratungsstelle für Angehörige wenden und sich informieren.

    Es war auch für mich schwer, als mein Mann trocken wurde. Da konnte ich nicht mehr schalten und walten, wie ich es ja in der Trinkerzeit mußte, da war plötzlich wieder jemand der sich einbringen wollte. Das hat mir auch nicht so gefallen, obwohl ich wußte, dass diese Phase kommt.

    Mir kommt gerade ein vielleicht etwas "böser" Gedanke, such mal nach " der Trinker", von Friedrich von Bodelschwingh. Das ist ein altes Gedicht, aber immer noch aktuell. Stelle mir das gerade vor, wenn du es der Familie zum Frühstück servierst.

    Es macht mich wütend, wenn jemand Menschen so würdelos behandelt.


    lg Morgenrot

    Hallo Schmiddty

    Ja, und mein Sohn hat mich schon mehrfach pusten lassen wenn er sich nicht sicher war.

    Ich bin entsetzt, dass ist total übergriffig, entwürdigend und demütigend. Das würde ich mir nicht bieten lassen. Auf die Idee wäre ich im Leben nicht gekommen. Es ist dein Sohn und nicht die Familienpolizei. Wenn ich kein Vertrauen mehr aufbauen kann, muß ich auch bei mir hinsehen, warum es so ist.

    Teilweise wird auch mein Handy kontrolliert, für den Fall, dass ich mit meinem ExPartner wieder Kontakt aufgenommen hätte. Kassenzettel werden kontrolliert. Das ist so entwürdigend.

    Das kann ich mir vorstellen, hier helfen nur klare Ansagen. Du verlierst deine Würde nicht, nur weil du Alkoholikerin bist. Mir zeigt es sehr deutlich, dass der Rest der Familie bei sich selbst mal genau hinschauen müßte.

    Mein Vorschlag wäre,täglich mit dem alkoltester, unaufgefordert zum Sohnemann zu gehen und zu sagen:ich möchte pusten, nur zu deiner Sicherheit, damit du mir nicht dauernd auf den Wecker damit gehst.

    würde ich überhaupt nicht machen, da fühlt er sich vielleicht noch bestätigt. Ich finde es gut, dass du dich hier darüber austauschst. Denn das sind Situationen, wo ich durchaus eine Gefahr für deine Trockenheit sehen würde, weil es dich zermürben könnte.

    Versuch bitte klare Ansagen zu machen.


    lg Morgenrot

    Hallo,


    als ich hier ins Forum kam, hatte ich genug geredet. Meine Meinung und meine Haltung kannte er, nur umgesetzt hatte ich bis dahin nicht viel. Immer wieder habe ich mich auf seine Versprechungen eingelassen.

    Ich habe dann irgendwann begonnen mein Ding zu machen, habe nichts mehr großartig angekündigt. Bei manchem hat er nachgefragt bei anderen Dingen nicht.


    lg Morgenrot

    Man muss das ja eigentlich nicht vorher ankündigen, was man tun wird, wenn .

    ich denke dass du es schon oft angekündigt hast, und deine Frau deinen Standpunkt kennt. Durch ständiges wiederholen ändert sich nichts. Es ist wichtig, dass du konsequent bist und das angekündigte auch umsetzt, sonst wirst du nicht mehr ernst genommen.


    lg Morgenrot

    Hallo Michi,

    herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Aber der ständige Kampf gegen den Alkohol

    diesen Kampf kannst du nicht gewinnen, trotz aller deiner Bemühungen. Es ist sehr schwer, einen an Demenz erkrankten Menschen zuhause zu versorgen. Da mit sind Angehörige sehr oft überfordert, dann bleibt nur noch der Weg in ein Heim. Das ist dann auch kein wegsperren oder abschieden, sondern für Angehörige eine Notwendigkeit. Es gibt spezielle Heime, die alkoholkranke Menschen mit Demenz versorgen.

    Wenn du dich hier austauschen magst, klicke bitte unten auf den Link, und schreibe noch einen kurzen Satz dazu. Dann werden wir dich für die offenen Bereiche freischalten.

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    lg Morgenrot

    Hallo,

    Ja, aber, wie gesagt: Es geht vielleicht gerade noch so.

    Das finde ich einen sehr gefährlichen Satz für Angehörige. In meinen Augen führt es dazu, dass du deine Grenzen immer weiter aus dem Blick verlierst und damit auch weiter steckst. So können ganz schnell Jahre an der Seite eines nassen Alkoholikers vergehen. Da kommt dann nämlich immer mehr, was " vielleicht gerade noch so geht. "


    lg Morgenrot

    Aktuell warte ich darauf ihn bei seiner Tat zu ertappen, und zwar so, dass er mir keine Lügengeschichte auftischen kann

    mein Mann stand vor mir mit der Pulle in der Hand, roch nach Alkohol und wollte mir erzählen, dass er die volle Flasche im Garten gefunden hatte. Er ließ sich immer etwas einfallen, was mich immer wieder zum nachdenken brachte. Dann war ich wieder mit mir und meinen Gedanken beschäftigt, und er konnte in Ruhe weiter trinken. Täuschen, tarnen und tricksen das beherrschen nasse Alkoholiker sehr gut.

    ich liebe ihn und würde ihn ungerne im Stich lassen, wenn ich ihm die Trennung androhe sitzt er weinend vor mir. Fleht mich an, er würde nie wieder trinken.

    diese Schwüre kenne ich und sonst noch viele Versprechungen mehr. Sie sind nichts wert, und du kannst nichts tun. Er selbst muß einsehen das er Alkoholiker ist.

    Ich war immer bestrebt, meinen Kindern eine heile Welt zu erhalten, die es schon lange nicht mehr gab. Die Kinder spüren sehr früh, dass etwas nicht in Ordnung ist, und sie werden mit hinein gezogen in diese Familienkrankheit Alkoholismus.

    Hallo Mariella,

    Dann wirft er mir vor, ich lasse ihn im Stich, das sind meine Depressionen nicht der Alkohol

    ja, ja dass sind die bekannten Sätze. So wird versucht dich in diesem System Alkohol festzuhalten. Eines ist ganz sicher, bevor er seinen Alkoholismus nicht angeht, und nüchtern wird, kann er auch seine Depressionen nicht behandeln lassen. Dazu braucht er einen klaren Kopf.

    Noch ein Tipp: bitte kündige ihm nur dass an, was du auch wirklich umsetzen kannst, wozu du schon bereit bist. Deine Konsequenz ist wichtig.


    lg Morgenrot

    Hallo Mariella,

    herzlich Willkommen hier in unserer Selbsthilfegruppe.

    Ich kenne dieses abstreiten, beschwichtigen und die ganzen Versprechungen aus eigener Erfahrung. Es ist nichts davon eingetroffen, solange der nasse Alkoholiker keine Krankheitseinsicht hat. Er scheint ja trotz MPU nichts verstanden zu haben, sonst hätte er diese nicht mit Bier begossen.

    Es ist wichtig, dass du deinen Wahrnehmungen vertraust und dem traust was du vor dir siehst.

    An sich, nicht schlimm, denn ich ahnte nicht das Ausmaß, welches es angenommen hat

    hier verharmlost du etwas, er hatte einen Rückfall bzw. er hat nur wegen der MPU eine Trinkpause gemacht, und braucht sicherlich nicht lange um wieder auf sein früheres Level zu kommen.

    Ich kann dem nicht mehr lange Stand halten, alle leiden darunter.

    das stimmt und besonders die Kinder, die bekommen nämlich schon sehr viel mit. Die Antwort, was du tun sollst, hast du dir doch damit schon gegeben.

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    lg Morgenrot

    hallo Schmidtty,

    wie lange hat es bei Euch eigentlich gedauert, bis Eure Familie Euch wieder vertraut hat, nachdem ihr trocken wart?

    ich bin Angehörige, und bei mir hat es Jahre gedauert, bis ich wieder ein gewisses Vertrauen fassen konnte. Es war zuviel gelogen und getäuscht worden. Nachdem es immer länger wurde mit der Trockenheit, hat es sich auch gefestigt.

    Dann hatte er noch ein paar Tage bis zu seinen 6 Jahren Trockenheit und baut einen Unfall mit Alkohol. Es ist sehr schwierig, da eine Prognose abzugeben.

    lg Morgenrot