Beiträge von Morgenrot

    Hallo Chris,

    Und hab im gleichen Zug auch alle Medikamente abgesetzt. Die Medikamente habe ich genommen weil ich das letzte halbe Jahr eine sehr schlechte Zeit hatte. Es waren Antidepressive, Neuroleptika und am Ende sogar Benzodiazepine.

    ich hoffe du bist unter ärztlicher Kontrolle, alles andere wäre in höchstem Maße fahrlässig.


    lg Morgenrot

    Hallo tapfere,

    Herzlich willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe

    Die wichtigste Erkenntnis daraus ist: ich bin wieder mal "Opfer".

    und genau aus dieser Rolle mußt du raus. Erst als ich das begriffen habe, konnte ich mir Hilfe holen und bekam sie auch.

    Opfer sein lähmt, ich fühlte mich dabei miserabel und war sauer auf alle die, die mir nicht geholfen haben.

    Helfen konnte ich mir aber nur selbst, eben indem ich für mich aktiv wurde.

    Deine Vorsätze klingen gut:

    Ich bin fest entschlossen: ab jetzt nicht mehr. Hier in meinem Haus ist absolutes Alkoholverbot.

    Und bevor mein Partner nicht zu der Erkenntnis gelangt, dass ER ein Problem und daher was zu tun hat, lass ich ihn auch nicht mehr rein.

    dazu brauchst du Konsequenz, die ist gerade bei nassen Alkoholikern sehr wichtig, sonst wird man nicht ernst genommen. Also am Ball bleiben. !!!


    lg Morgenrot

    Hallo Schari,

    herzlich Willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Er scheint sich wirklich zusammenreißen zu wollen

    Zusammenreißen genügt nicht, weniger trinken auch nicht.

    Ein nasser Alkoholiker kann sich nicht zuzammenreißen, da es die Sucht ist, die sein Leben bestimmt.

    Da sollte aktives arbeiten zu erkennen sein. Arztbesuch, Entgiftung usw. Das ist aber nicht deine Aufgabe das zu beobachten, er muß an den Punkt kommen, wo er etwas ändert.

    Fahren ohne Führerschein spricht auch nicht für eine Einsicht. Ich habe mich auch früher nicht getraut meinen Mann anzuzeigen wenn er alkoholisiert gefahren ist, heute würde ich es tun.

    Hast du genug getan? Hast du das richtige getan?

     

    Ich sage ja, denn du selbst bringst ja ( d ) eine langjährige Alkoholismusgeschichte aus der Familie mit.

    Du mußt nichts nacharbeiten und nichts besser machen, du darfst endlich mal auf dich sehen, damit es dir besser geht. Hast du eine Ahnung, was du für dich tun könntest?

    Elly, hatte dir in ihrer Begrüßung einen Bewerbungslink für den offenen Bereich geschickt. Magst du dich bewerben, da beginnt dann der richtige Austausch. Wir sind ja hier noch im Vorstellungsbereich.


    lg Morgenrot

    hallo Zoe,

    Ist das nun eine Trinkpause bei ihm? Ich habe die Hoffnung, dass er begriffen hat, dass es so nicht weitergehen kann.

    ich kann dich eigentlich nur warnen, gleich wieder zuviel Hoffnung zu haben.

    Wie oft bekam ich versprochen, das er nichts mehr trinken würde. Die Tricks die ein nasser Alkoholiker anwendet, um zu trinken sind unerschöpflich.

    Da passieren Sachen, die ich nicht für möglich gehalten habe.

    Deine Aussagen klingen erst einmal danach, das auf Distanz gehen willst, hast du auch die Kraft für die Konsequenzen?

    Lass dich nicht von ein paar Tagen ohne Alkohol blenden, denk daran, was er dir angetan wurde.

    lg Morgenrot

    Hallo Franzi,

    Was kann ich da den Kindern denn sagen?

    die Wahrheit, dem Alter entsprechend. Kinder haben so feine Antennen, die spüren schon sehr früh, wenn etwas nicht passt.

    Konsequenz ist sehr wichtig bei einem nassen Alkoholiker, nur durch Ankündigungen machst du dich unglaubwürdig. Da wiederum wird gnadenlos ausgenutzt.

    Kündige am besten nur das an, was du auch wirklich bereit bist zu tun.

    lg Morgenrot

    hallo Lotta,

    Was sagt Ihr dazu,dass er nun täglich mehrere Flaschen alkoholfreies Bier trinkt?

    Wie hab ich das zu bewerten?

    in meinen Augen ein weiteres Indiz dafür, das er nichts kapiert hat. Ein Alkoholiker sollte die Finger vom alkoholfreien Bier lassen. Er ist nur mal wieder dabei dir Sand in die Augen zu streuen und dich zu beruhigen. Es ist keineswegs ein alkoholfreier Januar eingeläutet.

    lg Morgenrot

    hallo Nova,

    Es tat so gut, endlich wieder geliebt zu werden.

    wie gut ich das Gefühl kenne.

    Ich habe mich immer wertlos gefühlt, und vor allem nicht liebenswert. Dann kam jemand, der mich trotz meiner PTBS, meinen anderen Makeln und den damit vorhandenen Problemen "genommen" hat, da konnte ich doch nur dankbar sein und nicht gleich wegzulaufen wenn es schwierig wurde. "Nur" weil er trank, da konnte ich ihm doch helfen, war ja vom Fach.

    Aus dem nicht gleich, wurden Jahrzehnte und ich weiß bis heute nicht, was mich in erster Linie daran gehindert hat zu gehen.

    Natürlich habe ich immer gedacht, es ist Liebe. Ich bin mir aber da nicht mehr so sicher, vielleicht war es auch "nur" Dankbarkeit, das ich wertloser Mensch von jemanden gesehen wurde.

    Mittlerweile ist er trocken, aber vorher wurde sehr viel Vertrauen durch die Trinkerei zerstört.

    Ich kann dir den Tipp geben, mal genau auf deine Gefühle zu schauen, was ist es, was dich scheinbar zurückzieht?


    lg Morgenrot

    Hallo Tiger,

    herzlich Willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Leider kannst du deinem Mann nicht helfen, so lange er keine Einsicht in sein Problem zeigt.

    ich will ihm nicht den finalen Stoß geben, indem ich ihn verlasse.

    den finalen Stoß gibt er sich selbst, wenn er weiter trinkt, dafür bist du nicht verantwortlich.

    Wofür braucht er dich? Hast du dir das mal überlegt?

    Ich habe auch immer gedacht, das er mich braucht, ja er hat mich gebraucht, aber nur damit er weiter in Ruhe trinken kann.

    Hast du eine Idee, was du für dich zun kannst, damit es dir besser geht? Darauf darfst du dein Augenmerk richten, denn es hat niemand verdient, sich so behandeln zu lassen. Verbale Schläge verletzen genauso wie körperliche, spiele es bitte nicht herunter.

    Du hast ihn ganz bestimmt nicht dahin gebracht, das hat er ganz alleine getan.

    Wenn du dich bei uns weiter austauschen möchtest, schicke ich dir schon mal die Bewerbung für den offenen Bereich:

    Bewirb dich kurz mit ein oder zwei Sätzen, dann wirst du im Laufe des Tages freigeschaltet.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    lg Morgenrot

    Hallo Tara,

    herzlich Willkommen in unserer Onlineselbsthilfgegruppe.

    Ich bin mit einem alkoholkranken Vater aufgewachsen.

    Du schreibst auch von der Coabhängigkeit zu deinen Lebenspartnern. Oft sind es unbewußt übernommene Muster, die uns oft erneut zu solchen Partnern führen.

    Du kennst sie ja dann schon aus deiner Jugend. Damit kennst du dich aus, das ist deine "Sicherheit."

    Wenn er betrunken ist, dann ist er lustig und unterhaltsam. Er trinkt nicht täglich, aber sicher 3 Mal pro Woche.

    und trotzdem fühlst du damit nicht wohl, oder interpretiere ich das falsch?

    Nasse Alkoholiker können durchaus mitten im Leben stehen. Dein Gradmesser sollten deine Empfindungen sein, wie du dich damit fühlst.

    Du kannst niemandem helfen, das Trinken zu lassen, der sich des Problems nicht bewußt ist.

    Ich lasse dir schon mal den Bewetrbungslink für den offenen Bereich da, du hast ja schon geschrieben, dass du mehr Kommunikation brauchst.

    Einfach anklicken und kurz schreiben, das du erwachsenes Kind bist.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    lg Morgenrot


    PS: sollte dies dein richtiger Name sein, überlege es dir, ob du ihn wirklich hier im Forum behalten willst. Es geht um die Wiedererkennung.

    mein Mann ist seit 5 Jahren trocken, aber dann fing auch die "Arbeit" wieder an. Ich hatte ja kein Vertrauen mehr, also dann kam die Arbeit die von beiden zu tun war. Es ist immer noch nicht alles gut, aber es ist ein anderes Leben.

    Meine Tochter hat mir beim Angehörigenseminar in der Langzeittherapie meines Mannes erzählt, das sie so grob ab Grundschule Dinge wahrgenommen hat, die sie von Freundinnen anders kannte. Das betraf das Verhalten der Eltern als Paar. Ich war ziemlich geschockt, weil ich das ja gerade verhindern wollte.

    Bei meinem Sohn war es anders, der war immer Mamakind, und ist von klein auf seinem Vater irgendwie aus dem Weg gegangen, das wurde mir aber auch erst viel später richtig klar, ich habe mir immer Gedanken gemacht wegen männl. Bezugs- und Orientierungsperson. Da hat er sich meinen Vater auserkoren und ist dafür bis heute dankbar, das er ihn ein Teil seines Lebens begleitet hat.

    Kinder spüren also sehr früh, wenn etwas nicht passt.

    Mein Enkel ist meinem Mann als sehr kleines Kind schon aus dem Weg gegangen, als er trocken wurde, kuschelte er auf einmal mit ihm . Mein Mann hat dann nachgefragt und bekam zur Antwort: Opa du stinkst ja auch nicht mehr. Da war er 5.


    lg Morgenrot

    Hallo,

    Darf ich fragen warum Du nicht getrennt hast Morgenrot ?

    Ja darfst du, obwohl ich da eigentlich immernoch nicht richtig klar sehe.

    Meine Kinder konnten es beide nicht verstehen, und ich war schockiert wieviel sie mitbekommen haben.

    Ich habe einen Beruf und wäre sicher mit dem Verdienst zurecht gekommen.

    Alleine sein kann ich auch gut, und ich war auch mit einer Freundin aus Al Anon bei einer Wohnungsbaugesellschaft. Die Wohnung die ich gebraucht hätte, wurde damals mit einer immensen Wartezeit bis zu 2 Jahren datiert. Ich weiß noch, dass mir diese Wartezeit sehr zugesetzt hat, und ich in der damaligen Situation vielleicht einfach aufgeben habe.

    Wir haben dann quasi im Haus "getrennt" gelebt, und ich habe nichts mehr für ihn erledigt, weder waschen noch kochen oder sonstiges.

    Was auf jeden Fall eine große Rolle gespielt hat, war mein kaum vorhandenes Selbstwertgefühl und der vernichtende Gedanke, ich müsse froh sein, das ich überhaupt einen Mann bekommen habe, also auch noch verkappte Dankbarkeit.. :roll:


    lg Morgenrot

    pädagogisch klug ... wäre der Versuch, das Leergut mit deiner Frau zusammen wegzubringen.

    warum sollte das ein Angehöriger tun, liegt alleine in der Verantwortung dessen, der es anghäuft hat.

    Auf diese Idee wäre ich sogar in der schlimmsten Zeit meiner COabhängigkeit nicht gekommen.

    achelias ,

    als Kind mag es anders sein, da würde man sicher sehr viel mehr tun um sich das "normale" zu erhalten. Ich hatte eine Schulfreundin deren Mutter trank, da war nichts mit Spontanbesuchen, sie mußte vorher immer aufräumen. Heute weiß ich, was es zu bedeuten hatte. Erst als Erwachsene konnte sie darüber reden.

    lg morgenrot

    ich bin die letzte, die dir zu einer Trennung raten darf, ich war nur im gleichen Haus "getrennt" und habe nichts mehr für ihn getan.

    Die Gründe warum ich keinen endgültigen Schritt machen konnte, sind mir bis heute nicht klar. ABER:

    Deswegen wäre es umgekehrt viel sinnvoller.

    bei diesem Satz von dir, war ich irgendwie alarmiert. Du möchtest die erste Variante, habe ich das richtig verstanden? Das er geht, und alles irgendwie friedlich. Das gelingt nicht vielen.

    Du schaust dir Wohnungen an, was ich sehr sinnvoll finde.

    Du scheinst aber große Angst vor dieser Variante zu haben das du ausziehst. Was ist das bei dir? Hast du das Gefühl, nicht handeln zu dürfen oder zu können?

    Mit einem nassen Alkoholiker sind keine Absprachen möglich und hoffen auf Einvernehmlichkeit ist meist auch Fehlanzeige.