Ganz am Anfang und doch mittendrin

  • Hallo liebe gotti!

    Mache dir mal nicht den kopf unnötig verrückt, denn du wirst sehr erstaunt sein, wie gut dir dieses erste gespräch tut.
    Es wird ein weiterer stein von dir blumsen und du wirst dir sagen, warum habe ich das nicht schon vorher gemacht.
    Die therapeutin hört zu was du möchtest und nichts anderes. Sie wird dir keine fragen stellen die dir unangenehm sind und nicht an dir herumbohren.
    Also kopf hoch und lasse alles auf dich zukommen, denn, was ich von dir lese hört sich doch gut an.
    Mache weiter so und schraube deine erwartungen nicht so hoch, denn falls mal was nicht so hinhaut, ist schmerz nicht so gross.


    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Dankeschön Heinrich, für deine lieben unterstützenden Worte. Wahrscheinlich mache ich mir wirklich unnötige Sorgen. Irgendwie freue ich mich ja darauf, wie du sagst:
    ein weiterer Stein, der herunterplumpst.

    Heute Nachmittag hat mich so ein kleiner :twisted: geritten. Ich musste meinen Mann mal so fragen, ob er in seiner SHG auch über mich lästert, sich über meine "nervigen Nörgeleien und so" auslässt.
    Seine Antwort (eigentlich typisch, jetzt wo er trocken ist): Du nervst doch nicht und streiten tun wir doch auch nicht mehr. Oder, wann haben wir das letzte mal richtig gestritten.? Wir diskutieren doch nur!

    Da war mir erst mal der Wind aus den Segeln genommen, denn so richtig gestritten haben wir wirklich schon lange nicht mehr. Und wenn ich ihn so auf seine probleme beim Trockensein angesprochen habe, hat es ihn also nicht gestört.

    Dann hat er noch erzählt, dass die anderen in seiner Gruppe es immer nicht glauben wollen, dass es ihm so gut geht., dass er so gut wie keinen Saufdruck hatte oder hat.

    Wahrscheinlich liegt es daran, dass er doch noch nicht so tief im Schlamassel gelegen hat.
    Sein Glück. Uns (den Kindern und mir) hats gereicht.
    Aber jetzt freuen wir uns einfach nur. Vor allem die Tochter kann jetzt auch mal mit dem Vater reden. Solange er getrunken hat war da oft Funkstille.

    Vielleicht machen meine Erlebnisse manch einem Mut. Auch konsequente Entscheidungen zu treffen.

    Wenn ein Mann seine Frau, seine Familie liebt, sie nicht verlieren will, dann wird er dafür kämpfen. Gegen alles. Auch gegen Alkohol.

    Wenn nicht .........

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo, Gotti,

    gratuliere zu der wunderbaren Entwicklung in eurer Beziehung!!! :D
    Da kann man ja richtig neidisch werden... :oops:

    Morgen werde ich an dich denken! Die Therapie wird dir gut tun!

    Alles Liebe,

    Oiseau.

  • Hallo Gotti,

    schön zu hören das es dir gut geht. Ich bin auch neidisch.
    Wobei..., hab meinemn Mann allein über Ostern weggeschickt und mach mir jetzt ein paar schöne Tage.

    Sabine

    Nicht ärgern nur wundern!

  • So, da bin ich nun nach meiner ersten Therapiestunde.
    Einstiegsfrage: Was führt sie zu mir?
    Na, da habe ich halt versucht ein bisschen zu erzählen.
    Und dann gings ganz flott. Sie hat zwischendurch nur kurze Impulse gegeben, so dass mein Redefluss nicht stoppen musste.
    Warum habe ich das so lange mitgemacht (das mit meinem Mann)?
    Gute Frage, habe ich schon oft beantwortet: Weil ich blöd, dumm, verrückt, krank,.... war.
    Gewollte Hilflosigkeit.
    "Dabei erscheine ich eigentlich gar nicht so schwach." Habe gewissen "Pfeffer".
    Schauspielerin - das bin ich - (habe selbst während meiner Erzieherinnenausbildung im Laienspiel gut mitgemacht) und ich bin gut. Hat sogar meine zurzeit ärgste Mitarbeiterin gesagt, nachdem wir unser Märchen aufgeführt hatten. Ich habe jahrelang gespielt. WAs ? Alles? Nur nicht mich?
    Wow! Und das nach der ersten Stunde :!::!::!:
    Auf jeden Fall hat die Therapeutin am Schluss, nach meiner stundenlangen Rede, genau das zusammengefasst, was ich auch denke bearbeiten zu müssen.
    Auf ihre Frage, ob ich wiederkommen möchte, konnte ich schon "von einem Stein befreit" (Gruß an Heinrich) mit JA ! antworten.
    Also, nächsten Donnerstag, gleiche ZEit.
    Vielleicht ist es auch ganz gut, dass mein Mann heute zum Dienst ist. Sonst würde ich ihn gleich volllabern oder auch therapieren.
    :lol:
    Habe zwar heute immer wieder Kopfschmerzen, aber sonst
    BIN ICH GLÜCKLICH!

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hi gotti,

    die Therapiestunde hörte sich gut an. Ich muss mich auch mal um so was kümmern.
    Ich hab da auch noch so eine Leiche im Keller, außer meinem Mann (Kleiner Scherz)

    Ich werde mal meine Ärztin fragen,ob sie ein gute Adresse für mich weiß.

    Schöne Feiertage

    Sabine

    Nicht ärgern nur wundern!

  • Hi Karotte,
    Ha, Ha, Sonne!!! Bei uns ist weit und breit keine Sonne zu sehen.
    Macht aber nix, denn ich habe vier ! Tage frei!!! Juchhu.!

    Sabine : Wir machen hier im Forum ja schon viel an Therapie, aber eine persönliche ist wirklich besser. Gerade für die "Leichen im Keller". Die hoffe ich vielleicht ausräumen zu können. In den letzten 24 (oder noch länger) Jahren haben sich sicher etliche angehäuft.
    Mit der Therapeutin zu reden ist doch ein bisschen anders als mit einer Freundin. Sie ist anonymer.
    Meine Ärztin konnte mir keine empfehlen, weil es einfach eine ganz persönliche Einstellung dafür braucht. Ich habe halt mir "angenehm klingende" oder verkehrsbedingt günstige Namen herausgesucht, und dann angerufen. Pech war, dass viele keine Kassenpatienten behandeln. Glück für mich war, dass am Abend und am nächsten Tag gesamt 2! zurückgerufen haben, die micht auf die Warteliste setzten. Na, und dann hatte ich wieder Riesenglück, dass ich schon gestern dran war.
    Heute, nach einem mal drüber schlafen, denke ich, dass ich mit meiner Therapeutin richtig liege, und wir etwas schaffen werden. Also, werde ich mich bei der anderen abmelden.

    @stellina: Wahrscheinlich hat auch kaum einer in meiner Umgebung geahnt, dass ich Probleme habe, weil ich äußerlich "so stark war". Musste ich auch sein, denn sehr viel musste ich erledigen, weil mein Mann entweder nicht da (zum Dienst) oder nicht Fähig war.
    Ich tapezierte alleine, legte Laminat alleine - mein Mann wollte nie die Notwendigkeit für den Erhalt des Hauses (Bjhr. 1958) sehen. Dabei gehört es uns doch.
    Und trotzdem war ich zu schwach, zu feige, micht gegen seine Trinkerei zu stellen.
    Aber :!: Vorbei!! Jetzt bin ich stark für mein/ unser neues Leben. Daran arbeite ich.
    He, ihr alle!!! Macht es mir nach. Ich bin jetzt schrecklich "harmoniesüchtig". Euch allen soll es auch besser gehen.
    Ich wünsche euch gute Stunden und viele Ostereier,
    Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo, taffe Gotti,

    ich glaube, wir Angehörige sind alle gute Schauspieler! Wie wohltuend ist es, wenn diesem Theater endlich ein Ende gesetzt wird und man man selbst sein darf! Jaaa! Aus dem Grund halte ich auch eine Therapie für sehr effektiv: Man "darf" man selbst sein! Man hat dadurch keinerlei Nachteile, sondern fühlt sich freier, weil man endlich mal über Dinge reden kann, die sonst tabu sind und weil man außerdem noch so reden kann, wie man sich sonst auch nicht traut - eben so, wie man ist!

    Ich freue mich für dich, dass du das nun auch kennen lernen kannst und finde es einfach herrlich, wie viel Glück und Zufriedenheit du verströmst! Das kommt richtig "wellenartig" durchs Netz! :o

    Viel Harmonie an Ostern und fröhlich-heitere vier (!) Urlaubstage wünscht dir von Herzen

    Oiseau

  • So, jetzt macht mein Hochgefühl mal wieder Pause.
    Heute gibt es schon wieder ein Kämpfchen mit meiner Co - Abhängigkeit und meinem Mann.
    Das Problem: Das Ostergeschenk für sein Patenkind sollte irgendwie an seine bestimmte Person gebracht werden.
    Natürlich habe ich schon diverse Angebote gemacht, wie und wann, aber er reagiert nicht darauf.
    Blöd wie ich bin mach ich mir Gedanken. Wie immer. Was werden die Eltern des Kindes (Vater ist Bruder m. Ms) denken?
    Sch... solche Sorgen hatte ich auch immer wegen seiner Trinkerei. Das muss ich unbedingt in der Therp. ansprechen. Wie komme ich da bloss raus?
    Warum ist es mir so wichtig, was die anderen denken?

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Ihr Lieben,

    das kenne ich auch nur zu gut: sich ständig n Kopp drummachen was die anderen Denken...ABER ich bin schon besser geworden und versuche mir das jedesmal bewußt zu machen und Abstand dazu zu nehmen...z.B. heute würden sich gern die Schwiegereltern mit uns treffen. Und Leute ich hab keinen Bock dazu...das Thema Alkohol kommt nicht auf den Tisch und ist aber das was mich einfach beschäftigt. Ich hab keine Lust auf irgendwelche oberflächlichen Treffen, wo eh niemand wirklich was von sich erzählt. Hab Ihm vorsorglich schon gesagt das ich kein Treffen will. Da wir beide auch etwas erkältet sind hat er ne gute Entschuldigung...ich geh auf jeden Fall nicht mit.
    Und ich hab auch keine Lust mir Gedanken darüber zu machen was Sie darüber denken...es denkt ja im Endeffekt sowieso jeder was er denken will...Und es ist nicht mein Problem wenn die anderen etwas über mich denken was ich nicht will...Ich werde veruchen mich nicht mehr daran aufzureiben was ich nicht ändern kann.
    Wenn jemand wirklich Interesse an MIR hat wird er mit mir reden.

    Liebe Grüße
    Karotte


    Ps.: Genießt Euren Tag - auf Eure Weise!

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hmja, die Schwiegereltern! Liebe Karotte, du hast es gut,
    meine kommen nachher vorbei und bringen die Osterkleinigkeiten für unsere "Kinder" mit. Sind dann auf dem Weg zu dem Patenkind meines Mannes, also nur kurz bei uns.
    Bin ich auch gar nicht böse drum. Die Schwiegermutter tut mir zwar immer wieder leid, weil sie ja noch viiiiiiiiieeeeel dümmer ist als ich. Sie hält es schon über 50 Jahre mit ihrem Mann aus, der regelmäßig zu seinen Stammtischen geht. Jetzt, da er schon älter ist, geht er NUR noch dreimal die Woche.
    Ich hätte große Lust auf eine Diskussion in Bezug auf Alkoholiker mit ihm.
    Er weiss alles viel besser als ich (Rektor a. D.) und als alle überhaupt. Ich habe auch schon mal geschrieben, dass mein Mann seine dominante Seite von ihm geerbt hat.
    Vielleicht ist das der Grund, dass ich seine Sauferei so lange geduldet habe.
    Bin doch gestern glatt wieder mal mit meinem Mann einkaufen gewesen. Ich Doofe. Und was war: habe wieder alles falsch in den Wagen geräumt, mein armer Mann musste natürlich umbauen.
    Muss das vor der Kassiererin und anderen Leuten sein? Bin aber selber schuld. Warum bin ich mit. Hoffentlich denke ich das nächste mal dran und bleib zuhause.
    Oder habt ihr eine Idee?
    Ich sehe schon: wieder ein Therpiepunkt für mich.

    Heute morgen nach dem Aufwachen (leider wieder sehr früh - 6 Uhr) habe ich aber auch darüber nachgedacht, dass mein Aushalten auch daran lag, dass mein Mann öfter unterwegs war. Dienstliche Schichten, manchmal Einsätze, das waren dann die Zeiten, wo ich Luft holen konnte. Bis sie dann doch nicht mehr ausreichten.
    Jetzt freue ich mich langsam wieder auf sein Heimkommen.

    Inzwischen hat auch das Patenkind sein Osterhäschen bekommen. Ich habe mich beherrscht, nichts mehr gesagt, Päckchen hingestellt und nur abgewartet. Früher hätte er das Nest in irgendeine Ecke geklingelt und alles andere wäre ihm egal. Nüchtern sein ist schon toll.

    Gleich wirds klingeln. Muss mich "mental" noch vorbereiten,
    Tschüß bis heute Abend, Gotti. :roll:

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Gotti,

    will mich auch mal wieder melden. Habe deine Beiträge gelesen und gedacht: Schade, Gottis Höhenflug ist auch schon wieder vorbei. Es hält irgend wie nicht lange an, nicht? Die Sache mit dem Einkaufswagen ging mir nicht aus dem Kopf. Mein Ex-Mann hatte auch diese Marotte, allerdings besonders beim Einräumen unseres Kofferraums!!! Er schaffte es, ALLES, was ich recht passabel und ordentlich hineingeschichtet hatte, wieder auszuräumen und auf seine Weise (dann lag der Koffer halt quer statt zu stehen, die gelbe Tasche stand links statt rechts und die weiße rechts statt links usw...) erneut einzuladen. Ich bin dann jedes Mal zornentbrannt weggerannt!! Kam mir vor wie ein dummes, entmündigtes Kind.

    In deinem Fall ist das ja richtig peinlich, vor allen Leuten!!! Du Arme! :roll:

    Ja, ich überlege hin und her, was ich an deiner Stelle täte. Vielleicht (Plan A) solltest du ihn mal loben, WIE TOLL und GROßARTIG er doch Einkaufswagen einladen kann und dass du froh und dankbar bist, ihn dabei zu haben. Ganz im Ernst: Zeig dich voller Dankbarkeit und Bewunderung! :P Weigere dich, auch nur eine Stecknadel in den Wagen zu legen!

    Andere Variante: Lass dir sein System erklären, übe vor seinem gestrengen Blick - und ansonsten wie Plan A.

    Oder - halt ihm den Spiegel vor: Mach es bei einer entsprechenden ähnlichen Gelegenheit, z.B. bei der Hausarbeit, genau wie er, aber ganz cool und ohne zu streiten. Und wenn er protestiert, frag ihn, ob ihm das alles irgend wie bekannt vorkommt.

    Ist aber auch eine alberne Geschichte. Und trotzdem kann es für dich, besonders beim Einkaufen, demütigend sein.

    Ich wünsche dir, dass er mal irgend wann merkt, wie das für dich ist, wenn er sich so verhält.

    Alles Gute, und du hast das mit dem Geschenk fürs Patenkind gut gemacht! Bravo! Gib Verantwortung ab! Er ist schließlich (meistens :roll: ) erwachsen!

    Ich grüße dich!

    Oiseau.

  • Guten Morgen Oiseau und Karotte,
    vielen, vielen Dank für euere guten Ideen :!::!:
    Oiseau, du hast es wirklich sehr gut beschrieben, genauso fühle ich mich. Das mit dem Lob habe ich schon oft fabriziert. Mein Mann kann wirklich sehr gut Ordnung machen und einräumen und so. Wenn er "früher" mal gut drauf (!) war, hat er z.B. die Speisekammer auf Vordermann gebracht, da kam keiner mit.
    Mit dem Einkaufen ist es halt auch so, dass er oft alleine geht, weil er Freischicht hat und ich auf Arbeit bin. Dafür bin ich ja sehr dankbar, dann muss ich nicht spät nachmittags oder abends los. Aber mit dem Einräumen bin ich einfach nicht so penibel.
    Bloss danebenstehen finde ich aber auch peinlich.
    Mit Plan B könnte ich mich anfreunden. Ihn alles erklären lassen und lernen. Das gefällt ihm bestimmt.
    Ich habe mir schon Gedanken gemacht, ob er zu wenig Selbstbewusstsein hat, ob ich ihm zu selbständig erscheine. Wenn ich ihn hierbei um Rat und Erklärung bitte, wird das sein Selbstbewusstsein schon stärken.
    Dass er sich um meine Gefühle kümmert -
    Ja, schon. Ich kann nicht sagen, dass es ihm egal ist, ob ich glücklich oder traurig bin. Er sieht es mir auch gleich an, wenn ich verstimmt bin. Man kennt sich eben nach so langer Zeit.
    Während der letzten 24 Jahre hat er es, glaube ich, nicht so wichtig genommen, auf meine Gefühle zu achten. Die Sucht war doch sehr oft vorrangig. Ich höre mich noch immer sagen:
    Bitte trinke heute nicht so viel, oder bleib wenigstens bis ... nüchtern.
    z.B. an meinen Geburtstagen.
    Wie oft hat es nicht funktioniert.
    Ach, war das gestern im Gegensatz dazu ein gemütliches Mittagessen mit meinen Eltern und meiner Schwester! Ganz ohne Alkoholstreß
    :!::!::!: Mein Mann war nüchtern lustig und entspannt.

    Gestern Abend hatten wir noch ein Gespräch über Alkohol am Essen.
    Mein Mann ist der festen Überzeugung, dass es ihm nichts ausmacht, wenn er aus Versehen z.B. eine Sosse mit Rotwein isst. Er geht darüber hinweg. Vorsätzlich würde er es natürlich nie tun. Er meint, dass er wahrscheinlich nicht so tief drin war, wie manch andere aus seiner Gruppe, die ja auf totalem Verzicht bestehen. Auch die Sache mit Essig und Apfelsaft ist für ihn kein Problem.
    Andererseits kann er mich und meine Angst aber verstehen, dass ich jetzt nach den Jahren nicht so einfach "den Schalter umklipsen" kann.
    Was mich am meisten betroffen hat, dass er noch ganz genau den Abend und meine Worte und Haltung an diesem bewussten Tag X schildern kann.
    Gut, Alkis sind auch gute Schauspieler (höre ich da den "alten Spritkopf"), aber mich hat es gestern schon sehr berührt.

    Vielleicht habe ich es deshalb so lange an seiner Seite ausgehalten.
    Jetzt liegt es an mir, abzuwarten, ob sich etwas ändern wird, mich zu ändern oder ob sich seine verwirrte Gefühls - Empfindungs -welt ändert.

    Aber ich habe euch alle hier, meine Therapeutin und meine Gebete, die mir helfen und mir Kraft geben, wieder "sonnige Zeiten" zu erleben.
    Ganz lieben Dank, euere Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Bin nochmal da.
    Lütze hat mich gerade auf eine Idee gebracht, als er schrieb, dass es ihm peinlich war, wenn er immer wieder bei den gleichen Verkäuferinnen seine "Flaschen" gekauft hat. Die sind ja auch nicht doof und machen sich so Gedanken, wenn einer jeden Tag Alk. kauft.
    Und jetzt?
    Vielleicht überspielt mein Mann seine Peinlichkeit mit seinem pedantischen Ordnungssinn beim Einkaufen.? ---- Oder suche ich (Co-abhängig) schon wieder eine Ausrede? Oder haben wir doch ein Beziehungs- und kein Alkoholproblem dabei?
    Oh Mann, jetzt aber schnell Pause mit den Gedanken.
    Bis später.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Juliane : Danke. Es is toll das es Dir geholfen hat. Leider hatte ich gar nicht die Möglichkeit so richtig konsequent zu bleiben, da sich die Schwiegereltern nicht gemeldt haben...jetzt also heute dasselbe von vorn. Also weiterhin: AUF DIE KONSEQUENZ...

    Gotti : Find ich ja lustig das Du auch bei Lütze liest. Ich will nochmal zu der Einkaufssituation kommen: So ne ähnliche Sache haben mein Freund und ich auch am laufen und nix is schlimmer für den Betroffenen als vor anderen "blöd angemacht" zu werden. Ich kann mir schon vorstellen das das auch mit seiner Vergangenheit zusammenhängt und er sich mit einer gewissen Beschäftigung in dem Moment ablenkt etc. ABER was ich nicht so gut finde das Du Dir Gedanken über sein aufzubauendes Selbstbewußtsein machst. WER fühlt sich denn in dieser Situation nicht wohl? Du doch, oder? Ich würde mir das an Deiner Stelle nur zeigen lassen mit dem packen wenn Du Dich dabei wohl fühlst...wenn Du es nur wegen Ihm machst - lass es. Vielleicht reicht es auch das Thema mal in nem ruhigen Moment zu thematisieren. Hab ich auch so gemacht, da das jedesmal Streß war an der Kasse. Und dabi hab ich auch festgestellt das ich mir selber den meisten Streß gemacht hab, da ich wieder bei dem Gedanken war wie die anderen das sehen - so auf die Art: Wir sind nicht schnell genug - halten den Verkehr auf etc. - und jetzt klappt das schon besser. Und sonst einfach wirklich jeder nen eigenen Wagen - wär doch nicht so schwierig. Hauptsache Dir geht es dabei gut!

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Karotte,
    du könntest ganz recht haben mit deinen Gedanken. Ich stecke viel zu tief in der "Was denken die anderen? Was hilft dem anderen? Was tut ihm gut? Sch..." drin.
    Leider kennen mich aber auch sehr viele Leute, so dass ich hier bei uns fast nie ungegrüßt wo hin kann. Wenn ich dann mit einem eigenen Wagen einkaufen würde, müsste ich mich dazu äußern. Den Mut habe ich (noch) nicht. Thema: Selbstsicherheit für mich - siehe Therapie.

    Ich hoffe, mir ist niemand böse, dass ich hier im Forum so "taffe" schlaue Sprüche verteile, aber selbst mit mir nicht zurecht komme.
    Auf jeden Fall werde ich immer wieder versuchen, viele viele Gespräche mit meinem Mann zu führen. Dabei muss ich dringend mal wieder das Thema Einkaufen ansprechen.

    LG Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Zitat von Gotti


    Ich hoffe, mir ist niemand böse, dass ich hier im Forum so "taffe" schlaue Sprüche verteile, aber selbst mit mir nicht zurecht komme.

    mmmhhh muß ich grinsen, aber auch mit nem tränenden Auge...WIR bringen doch alle ooch mal Sprüche...is auch einfacher als selber durchziehen. Und selbst wenns nachher nich so klappt wie Sprüche geklopft wurde wissen Wir doch wenigstens schon mal wo lang, ne!
    Is doch oft so das man sich im Sturm der Gefühle äußert und sich hinstellt und was vornimmt...aber wie es dann im Endeffekt wirklich klappt steht immer auf nem anderen Blatt! Dranbleiben!!! Das wird schon!!! Du und Ich und die anderen WIR werden jeden Tag besser...Wenn WIR dranbleiben!!!

    Viele Grüße

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

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