Stichwort Normal

  • Liebe Skybird...ja sowas kenne ich auch, leichte hyporondrische Züge..manchmal hatte ich auch das Gefühl seine Krankheiten zu kriegen. Denn Ihm gings relativ gut...ich war ständig krank oder hatte beschwerden wie Übelkeit und Kopfweh...etc.
    Liebe Emz, Hallo. Aber sagt mal hebt es Euch nicht an? Findet Ihr es einfach normal?

    Das Ding ist, das der Alkohol schon ewig mein Leben begleitet, erst waren es 2 Onkel, dann mein erster Freund...und hin und wieder Leute die man so traf im Arbeits- und Privatleben (viele aus der Gastronomie, viele Langzeitarbeitslose). Ich wollte von diesem Thema einfach weg und damit nichts zu tun haben...Durch meinen jetzigen Ex-Freund(Ex--komisch das zu schreiben) bin ich wieder auf das Thema gestoßen wurden und frage mich warum ich in meinem Leben immer wieder Alkoholiker treffe. Inzwischen setze ich mich gern damit auseinander und will alles verstehen. Gern möchte ich mich mal in der Prävention engagieren...Und mit Co und Depris ist es ähnlich. Ich seh da viele Parallelen in meiner Familie...und ich glaube nicht das ich da projeziere....seine Eltern trinken auch jeden Tag, und das Sie das wohl schon sehr lange tun sieht er einen gewissen täglichen Konsum als normal an. Er mein er hätte jetzt sogar mal 24 Stunden nix getrunken und wäre dabei nur sehr unruhig geworden...was ja auch der Grund für sein trinken sei...sich beruhigen und schlafen können, sich entspannen...genau wie der Computer..

    Es ist sauschwer zu realisieren, das er es nicht versteht...NICHTS. Da kommt nur immer wieder diese Verteidigungsschiene und irgendwelche Gegenantworten... :(

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Servus Karotte,

    Zitat

    ...überall Co´s und Alkis und Depressionen...

    ja, da fehlt jetzt nur noch jemand mit einem sauberen Helfersyndrom. Der/die kann sich dann so richtig reinwälzen und das Helfen ausleben...

    Zitat

    ...Gern möchte ich mich mal in der Prävention engagieren

    :oops: Ähäm, öhh, also, ich mein ja nur... :oops:

    Karotte, ich kann Deinen Frust verstehen.
    Nur: es hilft dir nicht weiter... Du kannst nicht die Welt retten, schon gar nicht, wenn Du Dich selbst noch nicht in Sicherheit gebracht hast... :?

    Mehr sag' ich nicht, sonst heisst's gleich wieder, ich würde den Leuten hier gepflegt in die Fresse hauen... :P


    LG
    Spedi

  • Ja, Spedi,
    hatte auch grad Angst als ich deinen Namen sah...aber es hält sich ja in Grenzen...stimmt auch, is mir natürlich mal wieder nicht gleich aufgefallen...Ach man, irgendwann in meinem Leben habe ich gelernt das ich ein guter Mensch werden muß, bescheiden und hilfreich und so weiter, das werd ich nicht mehr los.
    Aber die Kinder tun mir am meisten leid. Ich war auch als Kind schon nicht einverstanden mit meiner Kindheit. Die können nicht einfach abhaun. Und ich finde es wird echt zu wenig für die Kinder von Alkis getan und auch zuwenig im Bereich der Aufklärung und wenn man sich dann noch so gewisse Gesellschaftsornungen anschaut und das was die meisten Kinder und Jugendlichen beeinflußt, z.B. die Werbung...na dann grüetzi.
    Yo, da muß ich mir wohl beruflich noch was anderes suchen...laut Horoskop bin ich aber schon sowas in die Richtung: Hilfe etc.? Aber ja, erstmal muß ich für mich SORGEN lernen und SORGEN tun. Vollkommen klar!!!!!!!!!
    Wenn ich die Gesellschaft ändern will muß ich bei mir anfangen...und das gilt auch insgesamt!

    CU Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Boah, bin ich jetzt zum Forumsdrachen mutiert??? :shock:

    Zitat

    hatte auch grad Angst als ich deinen Namen sah


    Ich fress' auch kleine Kinder, Vorsicht! 8)

    Heidanei, die halten alle nix mehr aus, was soll das denn noch werden? Im Schwäbischen, wo noch recht sparsam gelebt und gedacht wird, da kommt auch der Spruch her von wegen dass nicht geschimpft genug gelobt wäre.... Das hat was...

    Ach ja, by the way, mir langt's, wenn ich mich selbst ändere. Tut das jede(r), ist für alle gesorgt... und wir sind wieder bei der Eigenverantwortung...

    LG
    Spedi

  • Spedi *gggggg* - nehmen die Bayern alles so ernst? Bin halt ein sehr sensibler Typ...ich weiß die Bayern sind da deftiger...zumindest meiner Erfahrung nach. JA. SELBSTVERANTWORTUNG - GANZ GROß!!!!!!! :wink:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • und schon wieder ein fettnäpfchen erwischt, liebe karotti. spedi kommt, wie er schreibt, aus dem schwäbischen, und ist kein bayer - grins - grins - grins.

    habe mal eine statistik gelesen, danach sind durchschnittlich 30 % aller mitarbeiter in einer firma alkis. wenn's stimmt, dann ist das etwa jeder dritte.

    übrigens, du bist nicht mutter theresa, schau erst mal wo du bleibt. wusstest du, dass die psychologie-studenten die höchste selbstmordrate aller studenten haben? liegt nicht daran, weil sie mit so viel elend konfrontiert werden, sondern da zieht es viele hin, die selbst ein psychisches problem haben und meinen, die welt verbessern zu müssen.

    jetzt war ich aber hart, oder? weisst aber wie ich es meine.

    die sonne scheint, hurra - eva

  • Liebe emz,

    suchst Du Streit? :shock:

    Das hier

    Zitat

    spedi kommt, wie er schreibt, aus dem schwäbischen, und ist kein bayer


    ist so ziemlich das schlimmste, was Du mir (und den Schwaben) antun kannst! :?

    Der Spruch kommt meines Wissens aus dem Schwäbischen, aber ich doch nicht!!! :shock:

    Wobei mir die Schwaben schon liebt und teuer sind, aber ich bin halt keiner... ich bin und bleibe Oberbayer... mit Leib und Seele... aber wie sollst Du aus NRW das je verstehen... :P

    LG
    Spedi

  • Hui, hier gehts ja ab!!!
    Ja, Karotte, kann dir auch nur raten, erst mal an dir zu arbeiten. Habe auch meine Lehren gezogen. Da in meinem Ehrenamt. Habe keine weitere Unterstützung bekommen und dann halt aufgegeben. Jetzt mache ich für mich Therapie, um auch aus dem "Lehrersyndrom" herauszukommen. ob es je gelingt, weiss der Himmel.
    Ach, liebe Karotte, bleib bei deinen Hobbies und halte so viel Abstand von "diesem Typ", der doch wirklich unmöglich ist.
    Kann aber auch nicht anders, ist jA KRANK!
    Wünsche dir einen schönen Abend, liebe Grüße, gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • schluck, verzeihung, asche auf mein haupt. da habe ich wohl wieder mal nicht genau hingeschaut beim lesen. mein gott ist mir das peinlich. was erschwerend noch hinzu kommt, ich lebe zwar in nrw, bin aber gebürtig - i trau mes fast niad schreibn - aus der oberpfalz.

    äußerst zerknirschte grüße - emz

  • Hallo Ihr lieben, ich hoffe Ihr habt nicht nur den Spaß gelesen sondern auch die Seite vorher...es wäre toll wenn noch jemand was dazu sagen wöllte. Mir wird immer klarer das man mit einem Alkoholiker nicht über seinen Alkoholismus reden kann, auch nicht wenn er nüchtern ist, und schon gar nicht wenn er kein Problem sieht. Er wird und kann es nicht verstehen. Er ist krank!!! Wir reiben uns nur auf mit solchen Gesprächen.

    Liebe Gotti, Dich und deine Sätze in Ehren aber ich mag es nicht wenn über Ihn so schlechte Meinungen da sind. Denn Ihr kennt Ihn nicht...und wenn dann nur von meiner Seite. Und ich bin auch nicht perfekt und habe viele Fehler...und mich auch nicht immer korrekt verhalten, ganz und gar nicht. Er ist ein wirklich lieber Mensch, der eigentlich auch was in der Birne hat. Und wenn er nicht dieses Problem, diese Krankheit hätte, wäre er ein super Typ. Er ist Weltoffen und Kinderlieb. Kocht gern und zeigt Interesse...
    Aber er ist eben krank. Leider sieht er es nicht.

    Sag mal Gotti, und auch Du EMz meint Ihr das ich mir beruflich Pädagogik und ähnliches total abschmincken sollte?
    Aber so ein tröger Bürojob is irgendwie auch nix für mich und ich versteh mich sehr gut mit Kindern...???
    Aber stimmt schon so gewisse Berufsgruppen...mmhhh, die meisten Pädagogen die ich kenne sind ziemlich bäh...wollen immer alles ausdiskutieren auf ne komische unangenehme art...und bei den Psychologen hab ich schon auch so nen Verdacht gehabt, das das viele zur Selbstterapierung machen...
    Auf der anderen Seite, wer kann einen Therapeuten ohne eigene Erfahrung ernst nehmen? Der versteht mich doch dann gar nicht.

    Selbstkontrolle ist das Zauberwort...

    Und sag mal Spedi...dich Bayer zu nennen is wohl OK? Oder bist Du auch einer von denen die noch zwischen Ober- und Unterbayern unterscheidet...Jao mei, die Schwobe und de Bayer send haolt bäide schrääge Voolksgruaopen, gell...hab mit beiden Bundesländern Kontakte...i mog ja die Slangs...

    Servus und Grüetzi
    NachdenklicheKarotte
    :?

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • liebe karotti,

    ich beiß mir selber meist erfolgreich auf die zunge, aber manchmal meine ich zu ersticken, wenn ich ihm nicht erkläre, dass er sich so tode säuft. fakt ist, er versteht mich nicht und ich ihn nicht. ist so und das muss ich auch nicht hinterfragen sondern einfach nur so hinnehmen - punkt.

    also von dem ganzen sozialen und pädagogischen bereich würde ich dir eigentlich abraten. da braucht's schon eine recht stabile seelische konstitution. so mancher sattelt nach jahren um, weil er es nicht mehr verkraftet. hab's bei zwei guten bekannten miterlebt.

    ein arzt muss auch nicht selbst einen bandscheibenvorfall gehabt haben, um seinen patienten diesbezüglich erfolgreich behandeln zu können, er hat ganz einfach gelernt, was bei diesen oder jenen symptomen zu tun ist. gleiches gilt für einen psychotherapeuten. auch der hat gelernt, was bei diesem oder jenen fehlverhalten zu tun ist und das basiert nicht auf eigenen erfahrungen sondern einem studium.

    gute nacht meine liebe - eva

  • Servus Karotte,

    btt heisst es woanders, gut, mache ich.

    Du schreibst, dass im Verwandten- und Bekanntenkreis etliche Suchtkranke zu finden sind. Nun, das ist nicht ungewöhnlich, diese Krankheit "färbt ab", weil sich ein Suchtkranker halt a.) gerne mit seinesgleichen umgibt, da kommt kaum eine "blöde Diskussion" über seine Trinkgewohnheiten auf, und b.) nur wo Alkohol getrunken wird, kann es auch über den Missbrauch zur Sucht kommen. Ein sozusagen "förderndes Umfeld".

    Das ist aber doch hoffentlich nicht ausschlaggebend für eine wie auch immer geartete Berufswahl???

    Und bitte bei latentem/deutlichem Helfersyndrom nicht in einen therapeutischen Bereich, das kann nicht gut gehen... denk mal selber darüber nach, wie Du Dich fühlen wirst, und vor allem wie gut Du Deine Arbeit dann machst, wenn Du auf Grund der persönlichen Betroffenheit "mitleidest" ?

    LG
    Spedi

  • Hallo Ihr Lieben, mein Helfersyndrom ist zum Glück nicht so wahnsinnig ausgesprägt...und bezieht sich meistens auf den Mann an meiner Seite oder hilflose Tiere ... Kinder kenn ich nicht so viele denen es schlecht geht. Aber ich bin schon sensibel was Leid, Gewalt etc. angeht. Ich denke das muß man auch zwischen normaler Zivilcourage und Coabhängigkeit unterscheiden. Das was ich an der Welt besser machen gern möchte ich auch tun, aber nicht auf meine Kosten. Nur soweit ich das kann. Meint Ihr Gandhi und Martin Luther King und solche Leute waren auch Coabhängig?

    Aber Emz stimmt das was Du sagst..wozu ham die sonst studiert.

    Manchmal sind die anderen die besten Beispiele für einen Selber. Muß nochmal zu gestern Nacht zurückkommen. Es hat mich absolut geschockt wie Sie Ihn noch verteidigen konnte, bzw. meinte es sei nicht so schlimm, das hat meine Augen mal wieder ein Stück mehr geöffnet.

    Die Alkis die ich kenne oder mirkriege haben alle nix miteinander zu tun.
    Aber was läuft schief das es so viele davon gibt, und auch soviele Coabhängige und Depressive Menschen?

    Grüße Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Ergänzung:

    Zitat von Spedi

    wie gut Du Deine Arbeit dann machst, wenn Du auf Grund der persönlichen Betroffenheit "mitleidest" ?

    Ich muß sagen ich habe inzwischen schon kapiert das jeder sein Leben selber leben muß. Bei Kindern ist das natürlich anders. Aber ich bin da eher positiv orientiert...fällt mir auch bei anderen leichter, als bei mir selber...ich freu mich immer wenn ich eine gute Zeit z.B. mit den Kids verbringen konnte. War auch der Grund warum es in meiner SHG nicht schön war für mich...dieses ewige gejammer, Coabhängigkeit nicht erkennen und nicht postiv geschaue...in meiner Augen ist es sinnvoll zusammen über eine positive, verbesserte Zukunft zu sinnieren und Stratagien zu entwickeln...das stelle ich mir in einer guten SHG auch vor.

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • LOL

    Zitat von Karotte

    mmhhh, die meisten Pädagogen die ich kenne sind ziemlich bäh...wollen immer alles ausdiskutieren auf ne komische unangenehme art...

    Liebe Karotte,

    Du bist Gold wert! Jetzt schreib ich mich seit Monaten dumm und dämlich hier und hab geglaubt, ich sei besonders hartnäckig Co wenn ich immer alles hinterfragen und ausdiskutieren will - aber ich bin bloss "ziemlich bäh"!!!

    :) :) :)

    Ui, mir geht's gleich viel besser! :)

    Herzliche Grüsse,

    c.

  • abend des nachfragens - grins.

    was meinst du mit:

    Aber Emz stimmt das was Du sagst..wozu ham die sonst studiert.

    (einfügen zitate - weiß, muss ich nochmal nachlesen, jetzt aber nicht)

  • Ich hoffe ja nicht das ich Dich mit diesem Spruch jetzt verkrault habe liebes Crevettchen. Sind ja nicht alle so...aber ich kenn da ein paar eigenartige Typen, wo ich auch schon gedacht hab...amn ist es gut die auf die Bevölkerung loszulassen. Hab in meinem Freundeskreis aber auch andere Beispiele. Aber dieses ständige ausdikutieren fällt mir trotzdem oft auf. Manchmal ist es auch gut etwas stehen zu lassen...oder vielleicht erst mal drüber nachzudenken...ich muß auch nicht alles ausdiskutieren...und manchmal ist man eben verschiedener Meinung, das muß es auch geben....Ich erlebe oft in einem Gespräch, das alles so voller Wiederworte ist oder mir was übergestülpt werden soll...ich berichtete vor 1 oder 2 Wochen...da springt ja mein Anerkennungsicbinechtgutundichgebdir rechtcoprogramm voll an...
    Auch Gotti, bitte sei nicht bös...aber ich kann das nicht mehr hören...da auch in meinem Bkannteskreis solche Aussagen getätigt werden ohne das diese Menschen Ihn kennen...und den Alkoholismus habe ich ja so noch nicht offiziell gemacht...außer hier.

    LG Karotte
    machmal ein echtes Dummerchen

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Na das Du recht hast...so ein Studium muß ja einen Sinn haben...und klar braucht der Arzt nicht selber nen Bandscheibenvorfall um Ihn zu behandeln...

    *gggg* :wink:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

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