Wie kann ich meinen Trockenen Partner unterstützen?

  • Zitat von Ette

    Noch was.....

    dies halte ich für den Kernsatz deines Postings. Er sagt nämlich genau das aus, was ein Leben in Co-Abhängigkeit ausmacht. Für Andere reden und handeln, damit wir uns von uns selbst ablenken können. So ist auch im nicht so guten immer noch was Gutes.... ;)

    Ette

    Hallo Ette,

    was ist die Alternative, immer weniger sich einfühlen könnende Mitmenschen.

    Uns hat es doch schon als kleine Kinder nicht gut getan, dass die meisten Eltern wenig Empathie, sich einfühlen in uns konnten, damit wir uns selbstbewusst entwickeln.

    Zuhören können, gut Rückfragen, bis der andere seine Lösung in sich selbst finden kann, das ist Hilfe zur Selbsthilfe.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Hi,

    Zitat


    Boah und das war jetzt sowas von Co von mir, im Namen von jemand anderen zu reden/schreiben...aber ich brauch das heute für mich zur Ablenkung....:roll:

    Da ich weiß das ich für mich grad besonders gut sorgen muss...um nicht in einen Strudel zu geraten...greife ich auch zu alten,kranken Verhaltensweisen zurück, bewusst, da die neuen noch nicht so effektiv sind, in dieser für mich sehr wichtigen Situation. Da ich es mir aber bewusst halte finde ich es nicht schlimm oder gefährlich, da ich weiß das meine Kraft grad nicht da ist um mich nur auf die neuen Verhaltensweisen zu konzentrieren. Für mich ist es grad richtig und wichtig...

    Liebe Grüsse
    Elo

  • Weitsicht,

    du hast recht: zuhören können und auch lesen können, was der ander meint, sind wichtig. Hier in diesem Forum geht es um Co-Abhängigkeit und die beinhaltet nun einmal zu sehr großen Teilen, für den Anderen zu denken, zu fühlen und zu handeln. Dies nicht zu tun, heißt nicht im Umkehrschluss, nicht empathisch zu sein. Hinter dem Mäntelchen Empathie versteckt sich aber allzu gern die Co-Abhängigkeit.

    Warum reagierst du derart auf mein obiges Posting? Sind für dich eigenständiges Denken Handeln und Empathie ein Widerspruch?

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Zitat von Ette

    Weitsicht,

    du hast recht: zuhören können und auch lesen können, was der ander meint, sind wichtig. Hier in diesem Forum geht es um Co-Abhängigkeit und die beinhaltet nun einmal zu sehr großen Teilen, für den Anderen zu denken, zu fühlen und zu handeln. Dies nicht zu tun, heißt nicht im Umkehrschluss, nicht empathisch zu sein. Hinter dem Mäntelchen Empathie versteckt sich aber allzu gern die Co-Abhängigkeit.

    Warum reagierst du derart auf mein obiges Posting? Sind für dich eigenständiges Denken Handeln und Empathie ein Widerspruch?

    LG
    Ette

    Ette als EKA bin ich so gross geworden, für meine Mutter und andere Familienmitglieder, viel zu früh denken und handeln zu müssen. Ich selbst mit meinen Bedürfnissen kam da wenig vor.

    Empathie brachte mir mein Therapeut erst als ich erwachsen war entgegen. Das war neu für mich, konnte dabei Weite und Wärme in mir entdecken, fühlen, damit ich Schrittchen für Schrittchen meinen wahren Gefühlen näher kam.

    Eigenständiges Denken und Fühlen sind für empathisches Verhalten, Voraussetzung. Wenn ich mit meinen Gefühlen in Kontakt bin, mich gesund abgrenzen kann, hoffe ich, mit Menschen ein Stück meines Lebensweges gehen zu dürfen. Dann ist mir der Mensch an meiner Seite nicht egal. Geben und Nehmen sind gute Eigenschaften am Menschen, wir sind soziale Wesen, nur Liebe kann ich nicht einfordern - nur mich für sie öffnen wollen, dann ist es ein Geschenk - wenn ich sie spüren darf.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Hallo Weitsicht,

    sorry, aber ich kann nicht wirklich dein Anliegen in deinem Posting finden. Ich frage dich noch einmal, warum du derartig reagierst. Und diese Frage meine ich nicht auf deine Vergangenheit bezogen sondern darauf, was gerade JETZT bei dir abläuft. Was genau ist dein Problem, das du in den vorliegenden Posts zu sehen meinst?

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo,
    ob Co abhängig oder Alkoholiker,ich bin nicht für meinen Partner und dessen Tun und Handeln verantwortlich!!!

    Zitat

    Das es ihr nicht egal ist, sich auf den Menschen bezieht, aber nicht auf IHRE GEFÜHLSWELT.

    Wenn mir etwas,ein Mensch ect pepe nicht egal ist,hat es immer etwas mit Gefühl dem Individium gegenüber zu tun,denn es macht ja etwas mit mir oder haben wir da verschiedentliche Ansichten?

    Ich spreche hier ja nun von mir,und kann nur dieses wiedergeben wie das hier geschriebene/erlebte auf mich wirkt,und welche Erfahrungen ich gemacht habe.


    Zitat

    Uns hat es doch schon als kleine Kinder nicht gut getan, dass die meisten Eltern wenig Empathie, sich einfühlen in uns konnten, damit wir uns selbstbewusst entwickeln.

    Meine Eltern haben mir keine Buddel in die Wiege gelegt,ferner haben sie sich um mich gesorgt und mich behütet so wie es eben Ihre Kräfte und Ihre Liebe mir gegenüber zuließen,und das war nicht wenig!!!

    Wir wollen doch hier nicht zu Anklägern werden,weil wir in einigen Lebenssituationen nicht mit unseren Leben klarkommen/klarkamen,oder??


    Zitat

    Ich habe jedoch eingesehen, dass ich mit all meinem Sorgen und Kontrollieren keinen Einfluss darauf habe. Wenn er trinken will, wird er es tun. Egal, ob ich mich wieder in ein schlechtes Gefühl reißen lasse oder nicht.

    Dann verstehe ich nicht warum Du Ihn weiter kontrollierst,wenn Du dich doch auf der Gefühlsebene so hast von Ihm lösen können Ette???Warum tust Du es denn weiterhin?


    Zitat

    Hier in diesem Forum geht es um Co-Abhängigkeit und die beinhaltet nun einmal zu sehr großen Teilen, für den Anderen zu denken, zu fühlen und zu handeln. Dies nicht zu tun, heißt nicht im Umkehrschluss, nicht empathisch zu sein. Hinter dem Mäntelchen Empathie versteckt sich aber allzu gern die Co-Abhängigkeit.

    :?::?::?:

    Zitat

    Allerdings fühle ich mich von dir mehr verstanden als von Andi.

    Das nehme ich so hin Ette,und kann es gut nachvollziehen,aber hier wurden auch die trockenen Alkoholiker aufgefordert zu schreiben wenn ich mich recht erinnere:wink:

    Und folgedessen schreibe ich auch hier,versuche meine Erfahrungen miteinzubringen,denn was nützt es wenn ich immer nur die eine Seite höre/lese wo ich auf vollstes Verständnis stoße,dann kann ich nichts dazulernen!

    Wenn ich Krank bin,dann tue ich alles daran um zu gesunden,wenn ich allerdings gerne Krank bin,dann brauch ich auch nichts zu verändern :wink:

    Lieben Gruß,Andi

  • Zitat von Ette

    Hallo Weitsicht,

    sorry, aber ich kann nicht wirklich dein Anliegen in deinem Posting finden. Ich frage dich noch einmal, warum du derartig reagierst. Und diese Frage meine ich nicht auf deine Vergangenheit bezogen sondern darauf, was gerade JETZT bei dir abläuft. Was genau ist dein Problem, das du in den vorliegenden Posts zu sehen meinst?

    LG
    Ette

    Hallo Ette,

    weil in mir Bedenken hochkamen als ich folgendes von Dir gelesen habe:

    ZITAT
    Für Andere reden und handeln, damit wir uns von uns selbst ablenken können.

    Was ist die Alternative, Ette, wie lernen wir so miteinander uns auszutauschen, dass der/die andere sich ernst genommen und verstanden fühlt.

    Ich möchte mich doch nicht von mir ablenken, sondern mich weiter hier entwickeln und hinsehen was die Folgen sind, wenn ich in einer Suchtfamilie oder dysfunktionalen Familie aufgewachsen bin.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Zitat

    Meine Eltern haben mir keine Buddel in die Wiege gelegt,ferner haben sie sich um mich gesorgt und mich behütet so wie es eben Ihre Kräfte und Ihre Liebe mir gegenüber zuließen,und das war nicht wenig!!!

    Wir wollen doch hier nicht zu Anklägern werden,weil wir in einigen Lebenssituationen nicht mit unseren Leben klarkommen/klarkamen,oder??

    Hallo Andi,

    ich habe schon mitbekommen, dass hier einige nicht in dem EKA-Bereich lesen können, ich weiss nicht ob Du dazu gehörst.

    Lies einmal, vielleicht änderst Du dann Deine Meinung.

    Ich bin nicht dafür und hier, um anzuklagen, aber dafür, dass die Wahrheit auf den Tisch kommen darf und nicht mehr unter den Teppich gekehrt wird.

    Ängste wie psychosomatische Leiden sind bei EKA´S vorhanden, nicht weil sie sich darinnen wohlfühlen, sondern weil Eltern ihr Leben ohne Alkohol nicht auf die Reihe bekommen haben. Das ist unsere Wirklichkeit als EKA, das zu verändern, damit wir gesund leben dürfen, deshalb sind und schreiben wir hier.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Hallo Andi,

    Zitat

    Das es ihr nicht egal ist, sich auf den Menschen bezieht, aber nicht auf IHRE GEFÜHLSWELT.

    Wenn mir etwas,ein Mensch ect pepe nicht egal ist,hat es immer etwas mit Gefühl dem Individium gegenüber zu tun,denn es macht ja etwas mit mir oder haben wir da verschiedentliche Ansichten?

    schwierig manchmal das auszudrücken wie ich es meine, mit Händen und Füssen usw. geht es das viel besser oder mit Bildern :wink:. Ich versuch es aber noch einmal weil ich denke das es etwas sehr sehr wichtiges ist.

    Verschiedene Ansichten haben wir da nicht,Andi, vielleicht differenziere ich das anders weil ich als Co sonst gar nicht klar komme. Mal schauen ich denke wir werden uns hier schon verständlich machen :wink:

    Ich denke da spielt der Unterscheid zwischen Mitleid und Mitgefühl eine Rolle. Es ist mir nicht egal ob er trinkt....Mitgefühl aber nur bis zu einem gewissen Maß, genauso wie ich es bei jedem Menschen habe dem etwas z.B. zustößt und Mitleid wäre wenn ich mich dann wieder da hineinsteigere und meine Handlungen danach richte.

    Aber was ich hier grad noch interessanter finde und grad übersehen wird ist...z.B. Meine Erklärung für MICH und dann schildert Andi sein emfinden auf Ette ihre Aussage wie sie bei ihm angekommen ist.

    Also ich als Co, denke so für mich richtig zu handeln, beim Alkoholiker kommt aber was ganz anderes an, ich fühle mich mit meinem Verhalten für mich gut und der Alkoholiker nimmt es als Hintertür auf zum weiter trinken.

    Mh, wer hat denn nu das Problem?

    Der Alkoholiker der sich von den Aussagen "seines" Co abhängig macht um wieder weiter zu saufen?

    Stimmt am Ende ist immer der Co Schuld :wink: :lol:

    Liebe Grüsse
    Elocin

    P.S.
    Elo die sich nun mal wieder mit neuen Verhaltensweisen versucht über den Tag zu bringen.

  • Liebe Weitsicht und Ette,

    ich klinke mich hier nur ganz kurz ein,denn ich hätte da mal die Idee, in diesem Zusammenhang einen Extra-Thread über das Thema *Empathie und die Verbindung zur Co-Abhängigkeit , Für andere handeln und Co-Abhängigkeit...oder ähnlich aufzumachen, denn dies verwässert zu stark diesen Thema hier, worum es ja eigentlich geht, oder? :wink: Ähm, ich glaube, es hieß: *Wie kann ich den trockenen Alkoholiker unterstützen?*

    Lieben Gruß

    S.Käferchen

  • Hallo Elo,

    Zitat

    Mh, wer hat denn nu das Problem?

    Der Alkoholiker der sich von den Aussagen "seines" Co abhängig macht um wieder weiter zu saufen?

    Ich als Alkoholiker zu nassen Zeiten habe mich nicht abhängig gemacht von den Aussagen meiner/meines Co,meine Erfahrungen waren dahingehend,das ich meiner Gier,meiner Sucht nach Alkohol,meinem Suchtmittel fröhnte.

    Da war es mir letztendlich egal was mein gegenüber dachte und sagte,letzten Endes war meine Sucht immer vordergründig,aber ich habe viele Partnerinnen gehabt die ich mit meinem schauspielerischen Talent welches ich mir durch die Sucht antrainierte so beeinflussen konnte das Sie nach meiner Pfeife tanzten bishin zu deren Selbstaufgabe!!!
    Aber Titel dieses Thread's heisst ja"Wie kann ich meinen trockenen Partner unterstützen"

    Lieben Gruß,Andi

  • @ Andi:

    irgendwie habe ich das Gefühl, du möchtest etwas lesen, was ich gar nicht geschrieben habe. Ich habe NICHT kontrolliert, aber einen angetrunkenen Anruf erhalten und dieses Angetrunkensein registriert. Und Menschen sind mir schon vom Grundsatz her nicht egal, einerlei, ob ich mit ihnen eine Partnerbeziehung habe oder nicht. Mir ist auch meine Nachbarin nicht egal, die aufgrund einer Operation nicht mehr richtig laufen kann. Ich weiß nicht, wie du mit Menschen umgehst oder welches Verhältnis du zu ihnen hast. Wenn ich die Verantwortung für meine Gefühle SELBST übernehme, heißt das nicht, dass ich den Kontakt zu anderen Menschen und das Einfühlen gänzlich einstellen muss.

    Ich weiß nicht, ob du nachvollziehen kannst, was ich für und an mir und meinem Verhalten geändert habe. Ich kann das bei dir auch nicht. Wenn ich jedoch das Empfinden habe, dass meine Worte bei dir nicht so angekommen sind, wie ich sie meinte, erläutere ich dir das gern näher. Ich bin mir aber auch im Klaren darüber, dass du immer das aus meinen Worten lesen und annehmen wirst, was DU möchtest.

    @ Weitsicht:

    Ja, dass Bedenken hochkommen wenn der Kernpunkt der Co-Abhängigkeit angesprochen wird, kann ich gut nachvollziehen. Es hat eine Weile gedauert, bis ich überhaupt akzeptieren konnte, dass sich hinter meinem ständigen Helfen und mich in Andere einfühlen bis zur Selbstaufgabe die Angst vor der eigenen Minderwertigkeit versteckte. Einer Minderwertigkeit, die mir in einer dysfunktionalen Familie mit auf den Lebensweg gegeben worden ist und die ich heute für mich nicht mehr annehme. Meine Eltern haben mich als Kind so gut oder schlecht behandelt, wie sie es eben konnten. Ich selbst bin jetzt dafür verantwortlich, anders mit mir umzugehen. Und dazu gehört für mich, dahin zu gucken, wo es schmerzt, denn da ist es für mich sinnvoll zu arbeiten.

    So, und jetzt geh ich spazieren.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • hmmmm....

    hi andi,

    du schreibst:

    Zitat

    Da war es mir letztendlich egal was mein gegenüber dachte und sagte,letzten Endes war meine Sucht immer vordergründig,aber ich habe viele Partnerinnen gehabt die ich mit meinem schauspielerischen Talent welches ich mir durch die Sucht antrainierte so beeinflussen konnte das Sie nach meiner Pfeife tanzten bishin zu deren Selbstaufgabe!!!

    also, war dir bewusst zu deinen nassen zeiten dass du manipulieren kannst / wirst / willst den menschen x, weil dieser es mit sich machen gelassen hat / lässt ?
    ich finde, dies würde sehr gut in den letzten thread von maddison passen...

    darf ich fragen, inwiefern du dir bewusst ein "schauspielerisches talent" angeeignet hast, ich denke potential hat jeder mensch in sich stecken...

    ich glaube, ich habe einen für mich gewissen aspekt soeben verstanden...
    bin mir aber nicht ganz sicher... :roll:

    lg
    fuego

  • Hallo Zusammen,


    um für mich einen nicht ganz uninteressanten Gedanken mal hier mit einzubringen, heißt ja das Thema :*Wie kann ich meinen trockenen Partner unterstützen?*
    Die Frage an sich finde ich schon sehr grenzwertig, dies unabhängig von meinem Partner zu beantworten, denn dann beginne ich ja wieder, in meinem co-abhängigen Gedanken zu erahnen, was für den süchtigen Partner *richtig* sein könnte. Also, wieder voll *co*! :roll:

    Daher empfinde ich es als sehr positiv, daß sich hier unter anderem auch trockenen Alkoholiker, wie Andi, Erdling, Kawi u.a. hier mit einbringen, Ihre Sichtweise mit einbringen, wie das Denken eines Co´s in diesem Zusammenhang funktioniert und auf einen Alkoholiker wirken könnte. Dies nenne ich mal tollen Austausch und nicht Angriffe auf die einzelnen Posts der hier Schreibenden.

    Dabei ist für mich auch der Gedankengang sehr wichtig, daß ich als Co-Abhängige eine verzerrte Wahrnehmung habe aus der Zeit, in der ich ja als auch abhängige Partnerin eines Süchtigen, meine *nassen* Gedanken auch nicht von heut auf morgen verändere, sie mich weiterhin *täuschen* können, was für den anderen gut sein könnte.

    Woher kann ich dann, ohne meinen trockenen Partner da in erster Linie mit einzubeziehen, mir sicher sein, was denn an Unterstützung für den Partner wichtig ist, als daß ich mit ihm darüber ins Gespräch gehe? Und nicht wieder im Alleingang glaube zu wissen, was ihm/ihr gut tut?

    Und nichts anderes findet doch gerad hier statt: Co-Abhängige tauschen sich mit Alkoholikern aus, wie diese Aussagen hier aufeinander wirken, was sie beim Partner auslösen können.

    In diesem Sinne

    S.Käferchen

  • Hallo fuego,

    Zitat

    darf ich fragen, inwiefern du dir bewusst ein "schauspielerisches talent" angeeignet hast, ich denke potential hat jeder mensch in sich stecken.

    Dieses entwickelte sich in den 25 Jahren meiner Sucht,ich musste mir ja ständig "neues"ausdenken um an mein Suchtmittel und an das notwendige Geld hierfür zu gelangen,hierfür habe ich Dinge getan/tun müssen,die der normalen Vorstellungskraft eines gesunden Menschen's in dieser Form wohl nicht zugänglich sind.

    Jene Grenzen die ich damals übertrat haben nichts mehr mit "normalen"Potential des Rollenspiels oder etwaigen Notlügen im alltäglichen Leben zu tun.

    Lieben Gruß,Andi

  • Hallo,

    das Thema heisst ja, wie kann ich meinen "trockenen" Partner unterstützen und ich denke, dass kann man schon... ohne in Co-Verhalten zurückzufallen.

    Mein Mann wurde "trocken" als ich ihn verlassen hatte und als er gezeigt hatte, dass es ihm wirklich ernst ist, bin ich... entgegen vieler Meinungen hier, zurückgegangen.

    Ich hatte zwei Befürworter und ich habe bis heute nicht bereut, dass ich den Schritt gegangen bin und auf sie gehört habe.

    Aber zum Thema; ich habe meinen Partner unterstützt, einfach das ich für ihn da war... ihm zugehört habe, wenn ihm nach reden war oder auch mit ihm zusammen geschwiegen habe.

    Ich habe nie gesagt, mach dies oder das.... alles, was er gegen seine Sucht unternommen hat, lag bei ihm.

    Es war nicht immer leicht.... das gebe ich gerne zu, aber es hat sich gelohnt.

    Ich habe Verantwortung, die ich über 25 Jahre getragen habe, wieder abgegeben und mein Partner hat sie übernommen.

    Ihm war die ganzen Jahre überhaupt nicht bewusst, dass er sich in allem völlig auf mich verlassen hatte (ich war ja da.... und gut).

    Mein Mann ist jetzt 2 Jahre trocken und ich kann es nicht anders sagen.... unsere Beziehung ist glücklich und stabil!

    War er ein anderer "Alkoholiker"? Ich denke nicht!

    Ich musste ihm zwar die Pidstole auf die Brust setzen, aber dann hat er (nicht sofort) erkannt, was er sich und auch mir angetan hat.

    Als ich gegangen bin, habe ich gesagt, wenn er etwas tut gegen seine Sucht, werde ich ihn unterstützen.

    Heute sagt er mir, dass er es ohne mich nicht geschafft hätte.

    Hat er es nur für mich getan? Nein..... aber auch!

    Er wusste, er würde mich verlieren, wenn er so weitermacht!

    Also habe ich zwar den Schubser gegeben, aber die Initiative hat er ergriffen!

    Heute leben wir wie ein ganz "normales" Paar zusammen.... und ganz sicher habe ich immer noch meine Co-Anteile in mir. Aber sie sind nicht mehr krankmachend!!!

    Lieben Gruß
    Speedy

    lieben Gruß

    Speedy

    Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt

  • Hallo Ette,
    hier findet ja ein Erfahrungsaustausch statt der sowohl den Alkoholiker sowie die Co abhängigen betrifft.

    Für mich wäre es keine Unterstützung für mich zu sehen das ich von meiner Ex Patnerin weiterhin Mitgefühl empfinde ohne klare Grenzen aufgezeigt zu bekommen.

    Ich zitiere:

    Zitat

    Ich denke da spielt der Unterscheid zwischen Mitleid und Mitgefühl eine Rolle

    Wenn ich als noch trinkender Alkoholiker auch nur Ansatzweise eines der beiden oben genannten Gefühle registriere,dann geht alles weiter seinen Gang,weil ich so keine klare Abgrenzung aufgezeigt bekomme die mich zum eigenen Denken anregt und schon gar nicht zu Veränderungen!!!

    Denn das,erledigt ja dann irgendwann wieder meine Co für mich in dem Sie/Er mir suggeriert das da ja noch was ist, was mich als nasser aufhorchen lassen würde,aber Hallo!!

    Die Nachbarin nach der Operation hat hier ja nun auch schon eine tragende Rolle :wink:

    Genauso wie das tragende Beispiel der gemeinsamen Unternehmungen und der gleichen SHG!!!

    Zitat

    Ja, dass Bedenken hochkommen wenn der Kernpunkt der Co-Abhängigkeit angesprochen wird, kann ich gut nachvollziehen. Es hat eine Weile gedauert, bis ich überhaupt akzeptieren konnte, dass sich hinter meinem ständigen Helfen und mich in Andere einfühlen bis zur Selbstaufgabe die Angst vor der eigenen Minderwertigkeit versteckte.

    Und?????

    Ich kann nur die Veränderungen hier lesen die Du für dich lebst,und ich lese weissgott nicht nur das was ich lesen möchte,sondern das was Du hier schreibst,und teile dir mit,wie es für mich herüberkommt,nicht mehr,aber auch nicht weniger,und mein Eindruck ist,keine klare Abgrenzung deinerseits.

    Ich für mich habe momentan das Gefühl,das Du dich von mir angegriffen fühlst,aber das ist deins,ich teile hier nur meine eigendst gemachten Erfahrungen mit,für den/der einen passt's für den anderen eben nicht.

    Titel des Thread's lautet:"Wie unterstütze ich meinen trockenen Partner",und nicht,wieviel Mitgefühl gebe ich meinen noch trinkenden Partner :wink:

    In diesem Sinne
    lieben Gruß,Andi

  • danke dir lieber andi für deine antwort !!

    und liebe speedy, schön zu lesen, dass ihr beiden als paar stark seid und ein jeder für sich selbst "gesundet" ist ...

    lg
    fuego

  • Hallo ihr alle,
    ich möchte auch noch kurz was zu dem schreiben was Ette schrieb.
    Ich bin nicht der Meinung das es irgendetwas mit Co zu tun hat wenn man auch mal nach dem Befinden anderer Menschen fragt oder eben auch mal den alk.kranken "trockenen" Ex darauf anspricht... Es ist einfach nur menschlich und wenn einem Menschen am "Herzen" liegen ist es einem nun mal nicht egal. Ich denke aber das der Suchtkranke diesbezüglich die Sache anders sieht, ich erlebe es ja selbst seit Jahren. Zum Einen ist der Suchtkranke ja eigentlich ein Egoist (soll nicht böse klingen), das Suchtmittel stand immer an erster Stelle, oft sind sie selber auch in Verhältnissen aufgewachsen wo viell. wenig Zuneigung und Liebe auch dem Anderen gegenüber da war. Man kann sich auch gut um sich kümmern, aber sind Menschen beliebt die es nicht interessiert wie es anderen geht(z.B. das eigenen Kind oder Mutter, Partnerin etc)? Selber tut es einem doch auch gut wenn man nach seinem eigenen Befinden gefragt wird, ich seh das nicht als Kontrolle,...aber der Betroffenen anscheinend schon :( Ich denk auch wenn es der Ex ist, man hat sich ja auch mal geliebt und er war mal ein Teil seines Lebens. Es ist einfach das Mitgefühl Anderen gegenüber,...so seh ich das für mich. Aber da sind wir wohl etwas vom eigentliche Thema abgekommen,... :wink: wollte mich aber auch gern dazu noch äußern,
    liebe Grüße an euch Nele

  • Hallo zusammen,

    ich möchte mal wieder auf die eigentliche Frage zurückkommen und sie beantworten:

    Wie kann ich meinen Trockenen Partner unterstützen?

    Ich für meinen Teil möchte sagen, dass ich von meiner Partnerin, bezüglich meiner Krankheit, keine Unterstützung brauche/will. Dafür habe ich meine SHG- Kollegen/innen und/oder meine Therapeutin/Therapiegruppe.

    Mir ist aufgefallen, dass hier viel über Mitgefühl geschrieben wird. Dazu möchte ich sagen, dass Mitgefühl das allerwenigste ist, was ich während meiner nassen Zeit gebraucht habe! Auch jetzt noch sträuben sich mir bei diesem Wort die Nackenhaare.
    Denn wer überhaupt, ist denn in der Lage echtes Mitgefühl zu empfinden? Höchstens diejenigen, die alles am eigenen Leib erlebt haben. Und auch selbst dann, ist es meiner Meinung nach, nur teilweise möglich.

    Ich bin zwar süchtig, dennoch habe ich das Recht leben zu dürfen, ohne das sich ständig Leute um mich sorgen, oder mir ihr Mitgefühl geben wollen.

    VG
    Oliver

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