Traurige Geschichte

  • Hallo live20088,


    ich lese dich schon einige Zeit, und ich will Dir nicht zu nah tretet und schon gar nicht verletzten, aber hat denn dein Sohn auch gute Seiten? Wenn ich dich so lese und das ist jetzt nur mein persönliches Empfinden dann ist es wirklich besser für deinen noch nicht erwachsenen Sohn auszuziehen und in Obhut von Jugendamt sich zu begeben.

    LG Maria

  • Hallo Live,

    ich hoffe,du verstehst mich nicht falsch und auch ich möchte dir nicht zu nahe treten oder mich rein hängen.Aber hast du mal versucht,das alles aus der Sicht deines Sohnes zu sehen?Kinder gehen durch die Hölle,wenn Eltern trinken.Dein Sohn hat erst jetzt,wo er dich nüchtern erlebt die Chance,an dich ran zu kommen und seine Wut raus zu lassen.
    Ein Auszug seinerseits in eine Wohngruppe könnte auch eine Chance für euch sein,euch wieder aufeinander zu zu bewegen.
    Ich selbst bin Alkoholikerin und wie ich inzwischen weiss auch Co.

    Ich wünsch dir einen weiteren trockenen Tag und das du genug Kraft aufbringen kannst für die nächste Zeit.

    LG sunmoon

  • Live,

    ich möchte nur noch sagen,dass ich auch deine Sicht der Dinge sehe.Ich habe eine Tochter von 15 Jahren und ähnliche heftige Auseinandersetzungen erlebt.

    Liebe Grüsse sunmoon

  • Hallo!

    Maria : er hatte schon gute Seiten, aber die sind alle weg, manchmal ist er auch hilfsbereit aber die negativen Eigenschaften, die überwiegen, stellen die guten in die Ecke.

    sunmoon : leider ist das keine Wohngruppe, deshalb habe ich ja so gezögert. Das Jugendamt hat ihm gleich Wohnung nur für ihm angeboten, die Betreuer wären da nicht immer da und deshalb war meine Sorge, wenn er das volle Freiheit hat, dass er die Schule vernachlässigen könnte, und überhaupt. Die Liste der Nachteile war in meinen Augen für ihm größer als der Vortele.
    Wie bist du mit den Auseinandersetztungen mit deiner Tochter fertig geworden?

    Schöne Grüße an alle!
    live2008

  • Hallo Live,

    so blöd es klingt,aber ich habe sie gelassen,obwohl ich nervlich am Ende war.Ich weiss selber,wie es ist,wenn die Mutter trinkt.Da entsteht viel Hass,aber vor allem Ohnmacht.Da braucht es verdammt viel Zeit,wieder Vertrauen aufzubauen.Und ich denke,dass du euch diese Zeit geben solltest.
    Dein Sohn ist jetzt 17,er könnte also eh in einem Jahr ausziehen.Er musste doch auch reif genug sein,dein trinken zu ertragen.
    Ich hoffe,du verstehst,wie ich das meine.

    LG sunmoon

  • Servus live2008,

    bei allem "Ungemach" das Du momentan so siehst kann ich Dir nur nahelegen, Dich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

    Wir sagen dazu auch: bleib bei Dir.

    Ich weiss, ich weiss: als "Gegenargument" kommt jetzt wieder: Du bist die Mutter = Erziehungsberechtigte und Du musst Dich darum kümmern, was in der Familie passiert...

    Ich sage Dir: bleib bei Dir. Wenn es nicht anders geht, mit externer Hilfe. Aber kümmere Dich um Deine Suchterkrankung und erst danach um alles andere.

    LG
    Spedi

  • Hallo live,

    ich spreche heute mal weniger als Alki, vielmehr als Kind einer Alkoholikerin.
    Ich kann absolut nachvollziehen, dass die Sache mit deinem Sohn dich belastet, aber genauso gut kann ich auch deinen Sohn verstehen.

    Ich kann seine Wut fühlen, denn auch ich war und bin wütend auf meine Mutter.
    Bei mir war es damals ein wenig anders als vielleicht zwischen dir und deinem Sohn. Ich bin mit 12 ins Heim gekommen, wegen der Alkoholsucht meiner Mutter und mit 17 hatte ich schon eine eigene Wohnung.
    Doch ich kann mich gut daran erinnern, dass ich schon als Kind keinerlei Respekt vor ihr hatte. Ich habe mir von meiner Mutter rein gar nichts sagen lassen. "DU willst mir sagen was ich machen soll? SIEH DICH DOCH MAL AN! Gestern lagst du noch besoffen auf dem Boden und heute willst du mir sagen, was ich tun soll???" Genau so habe ich gefühlt und auch reagiert.
    Ich hätte mir von meiner Mutter mit 17 - so wie sie war- auch nichts mehr sagen lassen. Zu dem Zeitpunkt hatten wir dieses Thema aber auch schon irgendwie durch, sie hat es nicht mal mehr versucht.
    Heute bin ich selbst Alki und so wie ich war, hatte ich auch vor mir selbst keinen Respekt. Es gibt einige Leute, die auch mir gegenüber keinen Respekt gezeigt haben. Und ich nehme es ihnen auch nicht übel. Vielmehr wundere ich mich darüber, dass einige Leute mich tatsächlich noch respektvoll behandelt haben.

    Aber weißt du was, du hast nur eine einzige Möglichkeit das zu ändern: Trocken bleiben.
    Anders hast du keine Chance!
    Ich habe wirklich vollstes Verständnis für deinen Sohn und kann seine Wut vollkommen nachvollziehen.
    Aber du kannst es von heute an besser machen: Nicht trinken und Geduld haben. Dein Sohn ist noch wütend und sicher auch skeptisch. Aber du kannst sein Vertrauen wiedergewinnen.
    Habe Verständnis für ihn, er braucht seine Zeit und du auch! Es bringt nichts, jetzt etwas zu überstürzen, wenn du dich damit wieder in Gefahr bringst. Du kannst es nicht von heute auf morgen ändern.
    Das heißt aber natürlich nicht, dass du jetzt seine Putzfrau oder Köchin oder oder bist...
    Grenze dich ab! Sage klar, wozu du nicht bereit bist und bleibe dabei. Sei klar und zieh es stringent durch. Gott, wie hätte ich das damals gebraucht!
    Und wer weiß, vielleicht ist eure Beziehung durch eine Vergangenheit wirklich so extrem vergiftet, dass es besser ist, wenn ihr Abstand habt...Wenn du unsicher bist, dann hole dir Hilfe, gehe zum Jugendamt oder zur Erziehungsberatungsstelle.

    Und ich kann mich Spedi nur anschließen: Bleibe bei dir. Trocken bleiben ist das Allerwichtigste und die Grundlage für alles kommende. Für alles schöne kommende. Und wenn du das Gefühl hast, dass du auf wackligen Beinen stehst, dann vergiss alle anderen Sorgen um dich herum, lasse alles andere stehen und liegen, und kümmere dich einzig und allein darum: Nicht saufen.

    Das sind so meine Erfahrungen und Eindrücke und ich hoffe, ich konnte mich verständlich ausdrücken, da bin ich mir nicht ganz sicher. Im Zweifelsfall einfach nachfragen.;-)

    Du bist heute trocken und das ist das Wichtigste. Keep on, live!

    Liebe Grüße
    Clare

  • Danke sunmoon, danke Spedi, danke Clare!

    Langsam habe ich weniger Zeit hier im Forum zu sein (einerseits positiv-habe einen Job, anderseits negativ-habe mich an das Lesen und Schreiben mehrmals am Tag gewöhnt und es hat sehr geholfen).
    Gestern abend habe ich eure Nachrichten noch gelesen, war aber zu müde, um zu schreiben.

    sunmoon : ich versuche es zu lassen, aber es ist schwer. Ich versuche nicht aufbraused zu sein, aber es ist auch schwer, wenn er mich auf die Palme bringt. Ich versuche und langsan klappt es.

    @Spedi: das ist meine höhste Priorität jetzt-bei mir bleiben und nüchtern sich in Richtung Trockenheit und Abstinenz zu bewegen. Manchmal wenn ich hier Stress habe, fange ich bewusst in meinen Gedanken selbst mit mir zu reden. Dann sage ich mir: du bist wichtig, das ist dein Leben, lass dich nicht ärgern, jeder Stress kann doch einen Rückfall auslösen.
    Es hilft. Und ich bleibe standhaft bei meinem Entschluss nie wieder Alkohol, nie wieder Entzug, und vor allem nie wieder verlorene, besoffene Tage!

    @Clare: ich denke auch, er ist wütend, entäuscht und braucht Zeit. Irgendwie kann er das vielleicht noch nicht glauben, dass ich hier abends vom PC oder auf der Sofa nüchtern sitze. Geduld war noch nie meine Stärke aber ich versuche geduldig zu sein, was nicht immer klappt.

    So jetzt muss ich los.

    Allen wünsche ich einen wunderschönen Tag!
    live2008

  • Hallo Live,
    wenn es dich so mit deinem Sohn runterzieht, dann ist das nicht gut für dich. So wie du Hilfe annihmst und gegen deine Sucht was unternihmst, so gibt es auch Unterstützung für Dich unmd deinen Sohn in dieser für euch alle schwierigen Situation.
    Jeder brauch seine Zeit, um dieser neuen Sitution umzugehen, du dein Sohn. Es dauert.
    LG
    Jürgen

  • Hallo, Live :)
    Habe heute nachmittag in Deinem Thread gelesen, weil ich mitbekommen hatte, dass Du Probleme mit Deinem Sohn hast.
    Mein Sohn ist erst 13, aber auch ich habe große Schwierigkeiten, wieder Vertrauen aufzubauen, auch ich habe ihn enttäuscht, habe versprochen, nicht zu trinken und habs doch nicht eingehalten, das Ende vom Lied war schließlich, dass er bei mir in der Wohnung sehr schlecht schlief, Angst ahtte und unsicher war. Ich habe mich im Juli letzten Jahres von meinem Mann getrennt, und mein Sohn war sehr zerrissen- bleib ich bei Papa, ist Mama traurig, bleib ich bei Mama, ist Papa traurig, und ich habe Angst bei Mama. Aber ich wollte, dass er genauso viel Zeit bei mir verbringt wie bei seinem Vater. Heute sehe ich das als puren Egoismus meinerseits.
    Ich habe selbst eine trinkende Mutter erlebt und sollte wissen, was ich da meinem Kind antue. In diesem Jahr habe ich meinemMann gebeten, sich um ihn zu kümmern, er muß nicht mehr bei mir schlafen, wenn er nicht möchte und auf keinen Fall soll er bei mir sein, wenn ich trinke. Es ist mir unglaublich schwer gefallen, ich vermisse ihn sehr und bin sehr ungeduldig(kannst Du in meinem Thread lesen), manchmal möchte ich ihn einfach ganz doll drücken, ihm sagen, jetzt ist alles gut, ich trinke nicht mehr, ich bin für dich da- aber das hat er alles schon mal gehört. Warum sollte er mir jetzt, nachdem ich gerade mal 2 Monate nicht mehr trinke, plötzlich glauben? Das kann ich ihm nur beweisen, und jeder Rückfall entfernt ihn weiter von mir.
    Mein Sohn hat seinen Vater als Konstante, als Halt in seinem Leben, dein Sohn hat aber niemanden, er war allein mit seiner Angst, mit seiner Wut, seiner Ohnmacht, seiner Hoffnung- und jetzt soll sich plötzlich alles ändern? Ich glaube, er w i l l Dir vertrauen, aber er traut sich nicht, er ist wütend, auch auf den Kleinen, denn als er so alt war, hast du nicht versucht, mit dem Trinken aufzuhören, er mußte es ertragen. Er will zu dir zurück und doch wieder nicht. Er kommt nicht zur Ruhe .
    Sicher ist er sehr extrem, aber ich denke, dass es nicht gut geht, wenn er bei dir bleibt.Du brauchst eine Auszeit von ihm und er eine von dir.
    Ich wünsche dir, dass du mit Hilfe von Jugendamt oder ähnl. Einrichtungen eine Lösung findest, die euch beiden gut tut.
    Ein Ertrinkender kann einen Ertrinkenden nicht retten, jeder braucht einen Retter, der schwimmen kann.
    Ich finde es toll, wie du hier im Forum immer wieder offen über deine Gefühle und Situationen geschrieben hast, dass du dran geblieben bist und sehr ehrlich warst und bist.
    Drücke dir ganz fest die Daumen, dass es bald eine Lösung für dich und deinen Sohn gibt,
    liebe Grüsse, Laufschnecke

  • Hallo zusamen!

    Laufschnecke : danke für deine Worte. Schön von dir etwas zu hören auch n meinem Thread.

    Ich bin heute früher aufgestanden und habe etwas "Bauchschmerzen".
    Ich treffe mich mit dem Chef aus Wien und bin innerlich zerrissen. Ich habe sehr viel darüber nachgedacht.
    Der Job, Angestelltenverhältnis, Gehalt, jeden Tag das selbe 8 Std., jeden Monat das selbe Geld auf dem Konto-nicht mehr und nicht weniger.
    Manche von euch, die seit Jahren so arbeiten werden mich jetzt bestimmt nicht verstehen.
    Ich war jahrelang sebständig, ich habe selber mir meine Arbeitszeiten geplant, ich hatte immer die Möglichkeit mir selber zu sagen, ob das Geld jetzt reicht oder will ich( manchal muss ich) mehr am Ende des Monats zur Verfügung haben.
    Ich war unterwegs, hatte sehr viel mit Menschen zu tun, der Job war abwechslugsreich.
    Wenn ich jetzt 5 Tage 8 Std. jeden Tag im Büro sitzte und nur Papier und PC vor mir habe? Kann ich das überhaupt? Wird es nicht langweilig, frustrierend?
    ich habe mich selber gefagt, wozu war ich bei dem Vorstellungsgespräch? Nun ja-ich wollte, glaue ich, mir vieles anhören, neue Möglichkeiten kennenlernen, nach Alternativen suchen.
    Ausserdem dachte ich am Anfang (jetzt wo ich nüchtern bin) ich bräuchte für mich mehr Ruhe und Stabilität. Aber bin ich so ein Mensch? Ich glaube doch nicht.
    Ich will glücklich sein und trocken leben. Alte Vehatensmuster?! Beziehen diese sich auch auf das berufliche? Doch nicht bei allen, und nicht in jedem Fall. Oje, wie soll ich dem Chef sagen, ich habe mich anders entschieden und werde ich diese Entscheidung bereuen? Anderseits habe ich noch die 4 Semester Studium vor Augen und ich weiss, dass bessere Zeiten kommen und ich endlich das erreichen werde was ich immer schon wollte. Und im Büro jeden Tag? Das würde schon im Probemonat (1. Oktober) mit meinen Vorlesungen koliedieren.
    Ooopppsss! Thema beiseite.

    Ansonsten geht es mir gut, mein Sohn war gestern ruhiger, mal sehen.

    Ich war gestern in meiner Bertaungsstelle zum Einzehlngespräch. Da habe ich sehr viel wieder zum Nachdenken mitgenommen.

    Ich freue mich schon auf morgen, da kann ich laut sagen und auch hier schreiben: seit 4 Wochen kein Alk und es beginnt die 5. Woche.
    Und ganz ehrlich: es füllt sich nicht mehr als Trinkpause. Es ist ein anderes Gefüll.

    Ich wünsche euch einen schönen trockenen Tag!
    live2008

  • Hallo Live!

    Hast Du nicht mal geschrieben,dass du Dich währen Deines Studiums nicht selbstständig machen könntest?Wegen der zu grossen Belastung.

    Du warst selbstständig,o.k.
    Warum bist Du es nicht mehr?

    Was ist in alldem das Wichtigste für Dich?

    Und warum stört Dich das Regelmässige an der Arbeit?
    Das würde Dir doch bei der Tagesstruktur helfen.

    Das sind meine Fragen,wenn ich Dich lese heute.

    Herzliche Grüsse
    Yvonne

    ichbinda123

  • Hallo Live,
    lern dich erstmal selber trocken und nüchtern kennen, dann kannst du erst von dir sagen, was will ich, was bin für ein Mensch. Und aus einer guten Position, läßt sich doch leichter und ohne Druck darüber nachdenken.
    Und alte Verhaltensmuster ziehen sich so durch ganze Leben durch, das sollte dir bewußt sein.Erst dann wenn du sie und dich kennst, kannst du an diesen arbeiten.
    Dann weißt du was du willst, vorher ist alles wilde Spekulation und enden in Schnellschüßen.
    Und wenn man dauernd unterwegs ist, ist man vielleicht auf der Flucht vor irgendwas.
    Ich war jahrelang auf der Flucht vor mir, das hab ich für mich erkanntl, und noch so ein paar andere Dinge.
    LG
    Jürgen

  • Hallo!

    @Jürgen42: unterwegs bedeutet mir keine Flucht sondern Aussendienst

    @Yvonne@ ich habe vor ein paar Monaten die selbständigkeit erstamal aus gesundheitlichen Gründen (OP) zweitens weil ich den Job in der Autobranche bekam, denn ich vor 3 Wochen verloren habe.
    So wie es sich herrausstellt, wird mir eine Festanstellung mehr Steine in die Wege des Studium legen als ich vermutet habe.
    Die Selbständigkeit ist anstrengender aber ich kann meine Zeit anteilen was bei Festanstellung nicht gehen würde (von 9.00 bis 17.30).
    Yvonne: Tagesstruktur, Regelmäßigkeit an der Arbeit-ne ohne mich. Ich bin ein Mensch, der in Bewegung bleiben muss und Action im Beruf braucht, neue Herausforderungen, Flexibilität und Freiräume.
    Papierkram, 4 Wände 8 Std. das ist doch nichts für mich.

    Lange Rede kurzer Sinn hat sich erledigt.
    Kurzes schmerzfreies Gespräch mit dem Chef und unsere Wege habe sich getrennt.
    Aber wenigstens weiss ich jetzt mehr über mich, was ich will und was ich von einem Job erwarte.

    LG
    live2008

  • hi live2008, bin zwar auch frischfleich hier im laden, aber dafür schon eine kleine weile durchgetrocknet.

    frage: deine action im beruf, die herausforderungen - kannst du das in deinem zustand leisten? auf mich wirkst du ziemlich gehetzt und ausgepowert, so gar nicht relaxed, und auch überhaupt nicht zufrieden.

    tut dir das wirklich gut, was du da machst? wenn ja, viel glück. wenn nein, gang runter, umkehren - marsch, marsch.

    cu
    dryandhappy

  • Hallo live,

    manchmal habe ich dass Gefühl überliest die Fragen von uns?
    Schnell, schnell willst Du Dich rechtfertigen, - WARUM?????

    Warum merkst Du nicht dass sich Dein LEBEN - sorry noch sehr oberflächlich mit Deinen inneren Ängsten und mit Deinem wirklichen Problem beschäftigst?

    Es gibt Momente, jetzt .., ne der Tag muss so gut gelaufen sein, dass am nächsten Tag alles vergessen ist.

    Live, ich weiss eine Mutter muss in die Zukunf schauen für Ihre Kinder, aber Live wichtiger wäre für Dich an DEINE nächsten 24 Stunden zu denken.

    LG kawi

  • hallo

    @dryundhappy: meinem Zustand? wenn du genau weisst in welchen Zuschand ich mich derzeit befinde, dann schreibe es bitte.
    Natürlich bin ich nicht zufrieden, war noch nie arbeitslos, seit 3 Wochen habe ich nichts zu tun.
    Gang runter habe ich schon geschaltet , ein Schritt zurück bin ich gegengen, um neu zu starten aber umkehren??? wohin denn bitte? hinter mir liegt nichts anderes als Ärger, Alkohol, versoffee Tage.
    Umkehren ist glaube ich ein Wiederspruch.

    kawi : wenn ich Frage überlesen habe-sorry. Und das stimmt, wenn der Tag gut gelaufen ist, dann ist man doch zufrieden, aber ich vergesse es nicht am nächsten Tag. Ich nehme es auf, denke viel nach.
    Keine Ahnung-manchmal kommen meine Gedanken, meine Gefühle nicht so rüber wie ich es möchte, liegt bestimmt daran, dass Deutsch nicht meine Muttersprache ist und ich das nicht immer alles so ausdrücken kann wie ich es gerade in Gedanken habe. Ich habe das schon öfters hier gemerkt (und auch i realen Leben).

    Ich freue mich schon auch auf morgen.
    4 Wochen ohne Alk. Ich bin echt zufrieden mit mir.

    So jetzt mache ich mir eine riesen Schüssel Popcorn und ziehe mir ein gutes Film rein.

    Liebe Grüße, wunderschönen Abend
    live2008

  • Hallo Live2008,

    Zitat von live2008

    4 Wochen ohne Alk.

    Herzlichen Glückwunsch dazu !

    Wenn Du jetzt über die vergangenen 4 Wochen nachdenkst. Was hat sich verändert ? Worin hast Du Dich verändert ? Es würde mich interessieren.
    Nur nichts trinken reicht schließlich nicht. :wink:


    Lieben Gruß
    Biene

  • Hi Biene!

    Was hat sich verändert?

    Als erstes habe ich endlich anerkannt, dass die Versuche alleine es zu schaffen nichts gebracht haben-also habe ich Hilfe gesucht. Die Gruppentherapie und die Einzehlngespräche in der Beratungsstelle helfen mir schon sehr viel sowie dieses Forum.
    Eine reale SHG Gruppe, in der ich mich gut fühlen würde habe ich leider noch nicht gefunden. Darüber habe ich mit meinem Berater gesprochen. Er meinte, es wäre vielleicht gut wenn ich eine Frauengruppe hätte, bzw. zwei Frauengruppen. Ein Problem-Alkoholkrankheit, zweites Gewaltopfer.
    Ich wurde 19 Jahre von meinem Vater geschlagen, danach 6 Jahre von meinem Mann (EX).
    Ob eine LZT nötig ist oder eine Massnahme sinnvoll wäre wollen wir mit dem Berater durch weitere Sitzungen und Gespräche noch klären .

    Worin habe ich mich verändert?

    Auf jedem Fall bin ich etwas ruhiger und standhafter geworden. Ich versuche nicht mehr zu grübeln sondern realistisch denken. Ich versuche mit den Schwierigkeiten des Leben anders umzugehen, vor allem sich nicht ärgern und durch die Rückschläge meine Psyche nicht provutzieren lassen.
    Es fällt mir oft schwer, weil ich nie besonders ruhiger, gelassener Mensch war, ganz im Gegenteil.
    Und was sehr wichtig ist, ich versuche Schritt für Schritt die Probleme zu lösen statt die mit Wein zu verdrängen und beteuben.
    Und noch etwas-und das habe ich hier im Forum gelernt.
    Ich bin wichtig! Es ist mein Leben und ich bin für mich selbst verantwortlich, ob ich trocken lebe, ob ich glücklich bin, ob ich endlich Zeit für mich habe. ICH!!!
    Ich versuche auch manchen unnütigen Dingen bzw. Situationen aus dem Weg gehen, damit ich mich nicht aufrege, nicht traurig bin, nicht weine. Damit verletzte ich vielleicht (zB meine Eltern) aber das nehme ich in Kauf. Die haben mich Lebenlang verletzt, krietisiert, nicht unterstützt, egal was ich gemacht habe, war sowieso falsch. Also rufe ich die nicht mal an. Früher hatte ich 2 Tage Stress wenn ich nur wusste, es gehört sich jetzt bei den anzurufen, um zu fragen wie es den geht.
    Ich versuche meine Sohn zu verstehen, versuche mich besoffen auf der Soffa mit seinen Augen zu sehen, versuche seine Gefühle nachzuvollziehen- das geht nur mit kleinen Schritten aber da wieder versuche ich geduldig zu sein.
    Was vielleich noch wichtig wäre: ich schaue zurück auf mein Leben, zähle die versäumte, versoffene Tage und versuche alles positiv zu sehen in dem ich es mir sage: "sso musst du nicht leben, du kannst jeden tag, jede Stunde, jede Minute jetzt geniessen, weil du nüchtern bist, alles siehst, alles fühlst, alles bemerkst und es ist so ein wunderschönes Gefühl-lass dir es nicht von Alk berauben. Er soll da schön auf den Regalen im Laden bleiben, den ohne ihn bin ich besser dran, ohne ihn habe ich noch Zukunft. Mit ihn wäre ich früher oder später gestorben"
    und ich schaue zurück bewusst auf meinen letzten Entzug wie es weh tat, wie dermütigend es war, wie sich alles drehte, wie ich in der Psychiatrie war-das will ich nicht vergessen, nicht verdrängen. Diese Gefühle möchte ich behalten, weil diese zeigen es mir zB jetzt wie schön es ist nüchter, trocken und mit Lächeln im Gesicht durch das Leben zu gehen.

    Und jetzt die "etwas" von den schlechten Veränderungen:
    ich rauche sehr viel (wird sich bestimmt mit der Zeit legen)
    ich fresse und nehme zu (egal Sommer ist gleich zu Ende)
    ich habe manchmal große Probleme einzuschlafen

    Liebe Grüße
    live2008

  • Guten Morgen, Live :D
    Wünsche dir einen schönen,trockenen Tag :!:
    Ich finde, du hast schon viel erreicht,mach langsam, zieh mal die Bremse und genieße, was sich verändert hat.
    Denke auch oft an meine Entgiftung und wünschte, ich hätte ein Photo von mir mit dem Zustand, in dem ich am Einlieferungstag war. Weiß es nur von Erzählungen meiner Mitpat., ich muß fürchterlich ausgesehen haben. :roll: So will ich nie wieder in einem Krankenhaus aufschlagen :oops:
    Wenns dich tröstet: ich rauche auch viel zu viel, meine Hosen wollen einfach nicht mehr passen ( hab sie wohl zu heiß gewaschen,hihi) und ich habe oft Albträume nachts, schlafe nicht durch und bin morgens wie gerädert. Aber wie ich hier im Forum so lese, ist das alles normal und wird sich mit der Zeit geben :) Und außerdem: ist alles besser als trinken :!:
    Genieß den Tag heute und freu dich einfach, dass du nicht trinkst :D ,alles Liebe, Laufschnecke

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