Hallo, ich habe mich gestern schon ganz kurz vorgestellt und möchte gerne etwas mehr über mich erzählen.
Ich habe mich vor 2 Tagen von meinem Partner getrennt, und hoffe das ich konsequent bleiben kann. Im grunde genommen war es von Anfang an eine sehr schwierige Beziehung, was ich auch bis vor einiger Zeit sehr auf mich bezog, denn ich wurde immer als Beziehungsunfähig bezeichnet und habe es auch geglaubt.
Ich hatte noch nie eine gute Beziehung, ich wurde geschlagen, ausgenutzt und betrogen. Aus den vorangegangenen Partnerschaften konnte ich mich immer relativ schnell und gut lösen, und hatte das Gefühl eine starke und Selbstbewusste Frau zu sein. Dies ist in meiner jetztigen Beziehung irgendwie verloren gegangen. Ich habe ja auch die letzten 7 Jahre nichts anderes gehört ausser das ich Schuld bin, keine Gefühle zeigen könnte und sowiso keine Ahnung hab.
Als wir uns kennen lernten war immer recht viel Alkohol im Spiel, damals fand ich das nicht schlimm, für mich war es normal. Als ich ihn besser kannte und es immer öfters zu streitereien kam, machte ich mir auch keine Gedanken darüber, denn es lag ja alles an mir und unserem Alltag. Dieser war für ihn immer schwierig, da ich 2 Kinder aus der vorherigen Beziehung mitbrachte. Vor 5 Jahren kam unsere gemeinsame Tochter auf die Welt, er brachte mich zu einer Paarberatung und ich dachte es ändert sich endlich etwas.
Tat es aber nicht, nachdem das Thema in der Paarberatung immer mehr auf den Alkoholkonsum von ihm zur Sprache kam, brach er ab, nun gehe ich seit 3 Jahren alleine hin. Im laufe der Zeit wurde mir bewusst das ich total Co- Abhängig bin. Ich sprach diese Thema immer öfter an und auch das er eine Krankheit hat, leider kann er es bis dato noch nicht sehen.
Ich habe viele Versprechungen, Entschuldigungen und Vorwürfe hinter mir, ich denke jeder in meiner Lage kann ein Lied davon singen.
Anfang diesen Jahres habe ich meinen ersten Schritt zum lösen geschafft, da wir beide getrennte Wohnungen haben ( jedoch im selben Haus), habe ich ihm verboten bei mir zu schlafen- achja, wenn ich recht überlege habe ich den ersten Schritt schon viel früher gemacht, er durfte schon längere Zeit nur bei mir schlafen, wenn er nichts getrunken hatte. Garnicht mehr, war für mich aber ein recht grosser Schritt, geändert hat sich leider nichts.
Im gegenteil,er trank nun noch mehr und es kamen immer mehr Vorwürfe.
Ich habe mich die letzten Monate sehr mit mir und dem Thema Alkohol beschäftigt, weiss das ICH ihn nicht ändern kann, und trotzdem fällt es mir unheimlch schwer. Ich würde auch bestimmt noch eine ganze Zeit leiden, wenn ich meine Kids nicht hätte, denn für sie reisse ich mich zusammen und versuche Stark zu sein. Ich habe zwar immer versucht sie zu schützen, aber leider haben sie doch immer wieder einiges mitbekommen.
Als mein Partner letztes Wochenende wieder mal von der Polizei nach Hause gebracht wurde, und ich noch darum gebeten wurde ab und zu in seine Wohnung nach dem rechten zu schauen, ist mir der Kragen geplatzt, zudem hat die kleinste es mitbekommen.
Er hat sich zwar am nächsten Tag wie so oft entschuldigt und wieder mal versprechungen abgegeben, jedoch kenne ich dies allzu gut.
Ich habe seitdem nicht mehr mit ihm geredet, ich schickte ihm eine Mail, das ich sehr verletzt bin und er nicht mehr bei mir ein und ausgehen kann.
Reaktion habe ich bis jetzt noch keine, schmecken tuts ihm nach wie vor.
Leider merke ich, das ich innerlich unheimlich mit mir kämpfen muss. Soll ich ein Gespräch mit ihm suchen und meine Bedingungen stellen ( hab ich schon oft, habe ihm sogar einen Termin zur Therapie gemacht, den er natürlich platzten lies), sind wir wirklich am ende, lässt sich noch was retten, ist es überhaupt noch Liebe oder nur die Abhängigkeit und die Angst alleine zu sein????????
Mein Wissen und mein Verstand sagen mir das ich meinen Weg gehen soll, doch meine Gefühle sind glaube ich nicht dieser Meinung.
So jetzt hab ich mehr geschrieben als ich dachte, ich hoffe nicht zu durcheinander, aber es brodelte einfach alles so heraus.
Ich habe auch keine Erwartungen an Antworten oder so, wollte es einfach nur mal losschreiben.
Dieser Weg...wird keinleichter sein
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Hallo,
ich verschieb dich mal in den Co-Bereich, dort bekommst du mehr Antworten.
Liebe Grüsse
Elocin -
Hi riverdance - willkommen hier im Co-Bereich...tja, dieser Weg...wird kein leichter sein...guter Einstieg und voll ins Schwarze getroffen!

Dein Nick gefällt mir gut und bringt mich auf Gedankenspiele, riverdance (mal abgesehen vom irischen Musical) könnte ja wohl auch ein Tanz auf den Stromschnellen werden und Du bist so ziemlich mittendrin...mal wirst Du unter Wasser gezogen, mal obenauf, jedoch das wichtigste...in Bewegung bleiben, im Fluss, das heisst nicht immer mit dem Fluss schwimmen - bedenke, nur tote Fische schwimmen mit dem Strom!
Nein, oft genug kämpfen wir Co's gegen die Strömung und falls du mir bis hierhin folgen konntest, so möchte ich Dir sagen, es war mutig, dass Du in den Fluss gesprungen bist - jetzt heisst es sich freischwimmen, egal in welche Richtung - ob gegen oder mit der Strömung - wähle Du... und dann das Gesicht der Sonne zuwenden und sich auf den Stromschnellen treiben lassen... 
Hab Ausdauer, Kraft und Mut und eines Tages entsteigst du diesem Fluss, um zu sehen, dass ein wenig Wasser noch auf Deiner Haut perlt...
Alles Liebe
Skybird -
Hallo riverdance!
Willkommen - und hier bist Du sicher genau richtig gelandet! Wenn ich skybird's Bild aufnehmen darf: hier kriegst Du virtuelle Schwimmflügelchen!

Ich bin nicht die Richtige, Dir einen Rat zu geben, weil ich den Rat selber noch nicht richtig zu befolgen schaffe. Aber wenn Du hier im Forum etwas herumliest, dann wirst Du genau den Rat unzählige Male finden, den Dir Dein Verstand schon gibt: geh DEINEN Weg! Und bei mir ist es auch noch so, dass die Gefühle dem Verstand arg weit hinterherschleichen... aber sie holen auf, bestimmt!
Den ersten Schritt hast Du ja schon gemacht (und eigentlich auch den zweiten und dritten und so, also schon mal nicht schlecht! :)) und hier im Forum zu lesen und zu schreiben wird Dir bestimmt von grosser Hilfe sein!
Ich wünsche Dir alles Gute! Herzliche Grüsse,
c.
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Hi riverdance,
als Co macht man leider immer wieder den Fehler sich zu verhalten wie der Betroffene: Wir kündigen an und ziehen es im 2. Schritt nicht durch. Ich wills erklären. Er: "Oh, entschuldigung, das war ein Ausrutscher. Ich höre mit dem Trinken auf". Was macht er? Er trinkt weiter. Co: " wenn du noch einmal trinkst verlasse ich Dich" Was machen wir, wir verlassen ihn natürlich nicht. usw.....
Ein ganz wichtiger Tipp: Nur das ankündigen, was Du in letzter Konsequenz auch durchziehen kannst. Sonst bist Du genauso unglaubwürdig wie er (auch vor Dir selbst). Das tut natürilch total weh und man ist sich ja auch nicht sicher, ob man wirklich richtig handelt. Jahrelang bekam man eingetrichtert, dass man sowieso eine absolut unmögliche Frau ist. Das Selbstvertrauen ist am Boden. Und genau diese Schwäche lassen wir immer wieder ausnutzen. Wir trauen dem Urteil eines Menschen, dessen Kopf von "psychotropen Substanzen"
vernebelt ist, mehr wie unserem eigenen Urteil mit klarem Kopf. Ist schon strange oder?Ganz wichtig auch. Pass auf die Kinder auf. Ich konnte mich nicht schützen, aber für die Kinder konnte ich den Kampf aufnehmen und die Situation beenden. Auch wieder ein Co-Verhalten. Wir sind für andere irre stark. Aber dadurch, dass ich die Kinder geschützt habe, bin ich letztendlich auch aus der Situation herausgekommen und hatte Distanz um meinen Kopf mal einzusetzen. Und dann konnte ich an mir arbeiten. Ohne mich von bescheuerten Argumenten gaga machen zu lassen.
Ach so, kannnst Du irgendwie aus dem Haus ausziehen? sonst fallt ihr euch ja doch andauernd über die Füße?
Ich wünsche Dir alles was Du im Moment brauchst. Mut, Kraft, Durchhaltevermögen ....
LG
Gigi
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Ach liebe Riverdance,
gemeinsam zu leben ist die Hölle, ich kann Dir nur sagen, ich dachte ich muss hier in dem Haus bleiben wegen meiner Tiere, meiner Pflanzen und weil ich es finanziell - da arbeitslos - finanziell gar nicht anders schaffe. Aber wenn ich leben will - einfach nur überleben - so muss ich gehen und es irgendwie schaffen. Es hat lange gedauert, bis ich soweit kam und nun kann ich es nicht erwarten alleine in mein neues Hexenhaus zu ziehen, jede Woche Warten ist mir zu lange. Weil ich endlich wieder frei atmen möchte ... leben ohne dass er mir über den Weg läuft und endlich die letzte Phase der Abnabelung geschieht.Dieses angekündigte Verhalten durchziehen ist glaube ich wirklich ein ganz wichtiges Thema. Ich habe bei meinem Ex das Gefühl (obwohl ich eigentlich die meisten Dinge umsetzte) dass er erst dann die Dinge registriert wenn sie geschehen sind. Bis zu dem Zeitpunkt glaubt er nicht dass andere mit Aktionen reagieren. Und bei meinem Ex kommt noch etwas anderes dazu: Probleme löst er nicht sondern schiebt sie wie den Gerichtsvollzieher auf die lange Bank, wodurch Zins und Zinseszins entstehen.
Also warum soll es ihn jetzt beeindrucken wenn ich meine Möbel packe noch bin ich da! Warum sollte irgendjemand dem Alkohol abschwören wenn der Partner noch für ihn kocht, ihn morgens weckt oder gar ins warme Bettchen lässt? Einmal überredet - immer überredet - einmal einen Weg und ein Spiel gefunden - immer wieder dem Versuch erlgen uns Co in diese Muster zu bringen. Und wieeeeee klug das passiert, ist wahnsinnig!!!
Riverdance: ich habe Polizeibesuche als so beschämend empfunden wie den Gerichtsvollzieher, ich kenne so was nicht - dennoch blieb ich - also warum sollte er es ändern? Ich habe es ja in den Hintergrund gedrängt. Mir wurde erst jetzt klar "mirgehangen mitgefangen" Häh, was geht mich sein Ärger mit der Justiz an? Was geht mich asoziales Verhalten an, welches die Polizei zum einschreiten bringt?? Warum habe ich mir das angetan??
Gewiss im letzten Jahr war es bei meinem Ex ruhig - aber nicht deshalb weil er dieses Potential und die Gefahr nicht mehr darstellt, sondern weil der Alkohol ihn müde und langsam gemacht hat, er also nicht mal mehr aktiv genug ist für das was er sonst treibt. Also keinesfalls Gefahr gebannt - sondern einfach umgelagert, bis zu einem Zeitpunkt X - wo dann die Nichtbezahlung von KFZ-Steuer und Versicherung ebensolche Konsequenzen bringt wie das alkoholisierte Autofahren. Diese trügerische Ruhe hat mir vorgegaukelt : Normalisierung.
Weißt Du eigentlich in welche Gefahr wir uns begeben. Mir kommt es erst langsam in den Kopf - alle seine illegalen Taten bspw. am PC können mich betreffen - selbige IP - und dann??? Ich bin fällig als 100% gesetzestreuer Bürger weil er das macht wie immer : Regeln verletzen.
Was willst Du durch ein Gespräch bewirken? Ich denke mir auch oft, das und das muss ich ansprechen, aber für was? Es kommt entweder nicht an, wird als Quatsch abgetan oder mit jeder Menge "Notlügen" in andere Richtungen gebracht. Wir verzweifeln weil wir uns nicht mitteilen können und geben dem anderen sogar noch die Möglichkeit der Rechtfertigung.
Wir bieten ihm quasi noch die Präsentationsfläche sich in ein gutes LIcht zu stellen oder evtl. uns die Schuld zu geben.
Nein, ich für meinen Teil gebe ihm keine Bühne mehr, und auch kein Scheinwerferlicht kommt von meiner Seite auf einen nassen Alkoholiker, der sich selber nicht einmal mehr spürt - also auch keinesfalls spüren kann oder will dass er uns verletzt....
Lieben Gruß von Dagmar
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Hallo Elocin, skiybird, gigi, dagmar007 und crevette,
danke für die Anworten, hätte nie damit gerechnet. Ich freue mich sehr das es diese Forum gibt, fühle mich hier total verstanden und aufgehoben.Aus meiner Wohnung ausziehen sehe ich nicht ein, ich wohne hier schon mehr als 13 Jahre, und ich denke er als arbeitender Singel hat es leichter eine Wohnung zu finden, als ich allein erziehende von Harz 4 lebende mit 3 Kindern.
Mit ihm geredet habe ich noch nicht, es brodelt zwar in mir ein gespräch zu suchen, aber andererseits wäre es ja wieder wie ein Zugeständnis und er könnte es als betteln auffassen.
Leider werde ich aber nicht drumherum kommen, denn er ruft an und möchte gerne die kleine sehen. Prinzipiell habe ich auch nichts dagegen, nur muss er nüchtern sein, und ich denke zum Wohle der kleinen sollten wir feste Zeiten ausmachen.
Ich muss mir wohl einen Plan machen, was ich mit ihm bespreche und welche Forderungen ich stelle. Meine grösste Angst ist, das er mich wieder kleinredet und ich mich einlullen lasse.Momentan fühle ich mich recht stark, und solange ich beschäftigt bin, habe ich mich recht gut im Griff.
Abends und Nachts wirds aber dann schlimm, ich kann meine gedanken einfach nicht abschalten und alles dreht sich um ihn.
Ich kann nicht verstehen warum wie man für Alkohol alles aufgeben kann.
Klar- ich habe viel gelesen über Sucht, und ncht anders können und so, trotzdem geht es absolut nicht in meinen Kopf.
Er trinkt einfach weiter!!! Denkt sich womöglich " die spinnt halt" oder "die ist ja selber Schuld weil das und das..."
Wie weit muss es noch gehen bis er seine Krankheit erkennt?
Als ich ihn nach der Polizeiaktion fragte, ob diese mal klingeln muss weil er jemand totgefahren hat, meinte er " Nein, da kann ich mich dann erschiesen"
Eigentlich hat er sich die Kugel schon gegeben, oder???Jetzt schreibe ich schon wieder so viel, wollte mich doch nur für die Antworten und Zusprüche bedanken, naja egal. Auf jedenfall tut mir das sehr gut und ich fühle mich hier echt wohl, bin nämlich auch nich gerne alleine.
Liebe grüße eure riverdance
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Hallo riverdance!
Wieso hast Du denn nicht mit Antworten gerechnet? Wir sind doch alle hier alles andere als schreibfaul!

Dass Du nicht aus der Wohnung raus willst kann ich gut verstehen, aber wenn er aus seiner nicht rausgeht, dann werdet Ihr weiter im selben Haus wohnen - ist das wirklich gut für Dich und Deine Kinder? Wenn ja, dann ist das ok. Wenn nein, dann musst Du auf das achten, was Du ja schon sonst in Bezug auf den Kontakt ansprichst: das Wohl der Kleinen! Und Deines!
Und auch dass es in Dir brodelt, weil Du ein Gespräch willst kann ich sehr gut verstehen! Du hast in Dir so viel, das Du rauslassen möchtest, weil Du meinst, sonst daran platzen zu müssen. (So ging's/geht's mir auf jeden Fall so oft. Aber jetzt fühle ich das irgendwie auch nicht mehr so häufig... ich mach vielleicht doch auch Fortschritte! :)) Aber bringen die Gespräche etwas? Ich glaube Dagmar bringt es gut auf den Punkt: sie bringen im Endeffekt wohl sogar dem anderen mehr als uns selber! Du sagst es ja selber, er könnte Dich wieder "kleinreden" oder "einlullen" oder Deine Initiative zum Gespräch als "Betteln" auffassen - gib ihm nicht die Möglichkeit dazu, Dir auf diese Art und Weise zu schaden! Wenn Du was organisatorisches mit ihm besprechen musst (z.B. feste Besuchszeiten), dann mach Dir wirklich besser einen Plan, was genau zu besprechen ist oder mach das schriftlich aus.
Und ich versteh auch Dein "es geht absolut nicht in meinen Kopf"! In meinen auch nicht! Kann es ja auch nicht! Wie soll das in irgendeinen Kopf gehen, dass man für den Alkohol alles aufgeben kann? Das ist ja der springende Punkt: es ist krank, nicht logisch, es ist Sucht, nicht nachvollziehbarer Wille! Aber auch wenn man das weiss geht es nicht in den Kopf.
Aber es geht ja eigentlich auch nicht in den Kopf, was wir Cos so alles machen, oder? 
Und ich versteh das mit den Gedanken, die sich nicht abschalten lassen auch nur zu gut. Kannst in meinem Thread nachlesen, wie ich mich im Kreis drehe mit den Gedanken und allem. Aber hier gibt es super Leute, die Dir von Zeit zu Zeit das Hamsterrad blockieren
und dann dreht sich mal nichts und Du kannst Dich um die wirklich wichtigen Gedanken kümmern: die Gedanken an Dich und Deine Kinder!So, und jetzt hast nicht Du viel geschrieben, sondern ich!
Schrieb weiter, lies fleissig weiter und dann wird das schon werden!!!Herzliche Grüsse und bis bald,
c.
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Ach Mädels - es geht hier einfach "nur" um Sucht, da können wir versuchen zu erklären wie wir wollen. Auch ich habe begriffen, ich kann es nicht verstehen - wie sollte ich auch - mein Ex sagt von sich, er verstehe sich selber nicht.
Bei einigen Menschen läuft hier nun eine selbständige Maschinerie namens Sauf-/Suchtdruck, die sie vielleicht selber liebend gerne stoppen würden - es aber nicht können. Wenn sie es selber nicht können, wie denn um Gottes Willen wir?
Müssen wir es verstehen? Ich dachte anfänglich ja - und es hilft mir auch meinen Weg zu finden - aber .... wichtig ist was ich will und nicht will. Das für mich zu erfahren und beginnen zu leben, auch wenn es zaghaft Schritt für Schritt ist.
Laß dich von Kommentaren wie "da kann man ihn erschießen" mal nicht zu sehr beeindrucken, diese Sätze kenne ich im 100er-Pack. Dann kommt noch: ich lebe eh nicht mehr lange, ich bin so und so krank, ich penne eh demnächst unter einer Brücke, ich will eh nicht mehr leben..... und ganz viele denkbare Varianten. Die haben nichts mit "Begreifen" zu tun sondern mit Selbstmitleid - würde ich sagen.
Natürlich drehen sich unsere Gedanken um unsere "Probleme" das haben sie ja viele Jahre. Von heute auf morgen schalten wir das nicht ab - aber freuen wir uns über jeden Zeitabschnitt, der nicht ihnen gehört sondern uns selber!
Reden .... hm, war von mir auch ein Herzenswunsch. Ist nicht realsierbar, da meiner wohl nie nüchtern ist. Ich werfe ihm Kommentare zu "Dein Leben scheint Dir gerade selber aus den Händen zu gleiten, Du kannst Orte und Menschen austauschen, aber Dein Problem wird sich nicht austauschen lassen". Dann seine provokative Frage: "Welches Problem habe ich denn?" Darauf konnte ich nur sagen: "Das musst Du für Dich wissen, ich bin genug mit mir beschäftigt und meinem Wohlergehen".
Er bekam beim Zahnarzt eine Spritze, die nicht wirkte. Ich sagte ihm, dass er selber am besten wissen müsse, warum diese nicht gewirkt habe. Seine Gegenfrage "Wieso?". Da kann ich dann auch nur sagen, wenn es Dich interessiert, dann informiere Dich.
Ich persönlich biete den Streitpunkt Alkohol nicht mehr an - ich habe auch NULL Lust über die Verletzungen an mir zu sprechen, die durch den Alk oder ihn ausgelöst wurden. Ich will die Zeit lieber nutzen mich "zu heilen" als noch weitere unnötige Gespräche und Zeit zu investieren.
Es sind doch immer dieselben Spiele, die gespielt werden - les die Geschichten hier - und Du wirst Dich vermutlich in jeder erkennen - oder sein Verhalten.....
Viel Kraft wünscht Dagmar
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Hallo zusammen,
ja ihr habt recht, lesen tut man sich hier immer wieder und je mehr ich das tue und sozusagen mein Spiegelbild lese, umso mehr fühle ich mich auf meinem Weg bestätigt.
Ich hatte heute einen Termin bei meiner Beraterin, es hat mir sehr gut getan. Sie sagte auch zu mir das ich das richtige tue, und das ich jeden Tag geniesen soll und nicht zu weit in die Zukunft blicken sollte ( z.B. Oh Gott, Weihnachten alleine...),
sondern Schritt für Schritt ein kleines bisschen weiter. Alles braucht seine Zeit, und ich werde auch diesen Trennungsschmerz über kurz oder lang überstehen.
Es ist für mich trotz allem nicht leicht, ich höre und lese Worte die mich bestärken und ein wenig sicherer machen, trotzdem quäle ich mich mit den Gedanken was passieren muss das er kapiert das er hilfe braucht, oder was mache ich wenn er eine neue findet, komme ich mit meiner eifersucht zurecht, wie löse ich die Kids von ihm ohne ihnen weh zu tun?
Ich bin wütend auf mich selber, das ich es zulassen konnte, mich sooo klein machen zu lassen.
Was denkt er, wie fühlt er???
Ich werde ein Gespräch mit ihm führen, werde mir einen genauen Plan machen was ich absprechen und klären möchte und wähle einen Zeitpunkt an dem ich mich sehr stark fühle um mich auf nichts anderes einlasse. Denn das brennenste ist für mich, das ihm bewusst ist, das er sein Papa dasein nicht mehr nach Lust und Laune führen kann, sondern sich nach mir richten muss und nicht nach dem Willen seiner Sucht.
Ich habe heute auch nach sehr langer Zeit Besuch empfangen, ohne mich nach ihm zu richten, mir war es egal das wir bis 21 uhr auf den Balkon saßen und das die Kids ausnahmsweise mal länger wach blieben, im Gegenteil, ich habe es genossen. Ich habe nicht überlegt ob es ihm recht sein könnte oder was er dazu sagen würde, denn ihm ist ja auch egal was ich dazu sage wie er sich das Fussballspiel heute gestaltet ( was ja für mich eh nur ein perfektes Alibi zum saufen ist, denn sonst kümmert ihn ja auch kein Spiel).
Naja, es ist nach wie vor nicht einfach, und Gefühle lassen sich nicht einfach abschalten, ich werde weiterhin kräftig in meinem Spiegelbild lesen und Kraft und Mut daraus schöpfen. Und bekanntlich heilt die Zeit ja alle Wunden.Ich grüße euch ganz lieb, riverdance
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Richtig so, riverdance! Schritt für Schritt ein kleines Bisschen weiter! Und wie mir Tihaso einmal so schön gesagt hat: zwei Schritte vor, einen zurück, das ist normal. Du sagst es ja selber, es braucht einfach Zeit und die nimmst Du Dir, den Weg, den Du eingeschlagen hast ist auf jeden Fall der richtige!
Aber die Frage "Was denkt er, wie fühlt er???" ist dabei nicht wichtig, sondern die, was DU denkst und was DU fühlst!!! Nicht vergessen, es geht um DICH!!! (Und um Deine Kinder natürlich. Und ausnahmsweise länger wach bleiben dürfen ist doch etwas vom allerbesten, super gemacht! :))
Herzliche Grüsse,
c.
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Ohhh crevette,
wie recht du nur hast. Gestern fühlte ich mich sooo stark- heute muss ich aufpassen das ich nicht zusammen breche.
Er hat das Spiel gestern wohl ausgiebig gefeiert, denn heute ging er nicht zur arbeit ( Urlaub genommen, kein Ahnung ob ers schon geplant hat, oder kurzfristig anrief). Ich erhielt nur einen kurzen Anruf von ihm ob ich das Auto brauche, seitdem ist er außer Haus. Ich bin mir fast 100% sicher, das er on Tour ist.
Es macht mich total nervös, wütend und gleichzeitig unsagbar traurig- er hat nichts kapiert.
Ich versuche trotz meinem Gefühlchaos abzulenken, werd nachher mit den Kids zu ner Freundin Kaffe trinken gehen und hoffe das es mich nicht reist. Tja, an die Kids denke ich natürlich, und sie stehen zweifellos an erster Stelle. leider habe ich in solchen Phasen wie heute absolut keinen Nerv für sie, ich bereite ihnen wie mechanisch das esen zu, versorge sie und hoffe das sie mich so viel als möglich in ruhe lassen. Wie beschämend, da rückt jemand der alles hinwirft in den Vordergrund und die Kids sollten am besten unsichtbar sein.
Ich muss mich heute echt zwingen an mich und die Kids zu denken und einen klaren kopr zu behalten.
Nicht mal Schuhe kaufen heute Vormittag hat mich glücklich gemacht, obwohl ich sie mir schon so lange gewünscht habe.
Warum tut es nur sooooo weh, wo ich doch genau weiss, das ihm meine Trauer Sch...egal ist? Womöglich macht er sich noch lustig darüber.riverdance
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Ich glaube, liebe Riverdance, so geht es vielen von uns - heute stark, morgen schwach - aber nächste Woche sind wir stärker, nächsten Monat gefestigter! Gib Dir die Zeit, erlaube Dir die Schwachheit besser gesagt das schwach fühlen, ich zumindest erlaube es mir und lasse ich darauf ein.
Vorallen Dingen Riverdance, überleg mal, die Kiddies tun Dir das nicht an und müssen hinten anstehen, während er im Rampenlicht Deiner Aufmerksamkeit ist. Eigentlich konfus, oder?
Es tut saumässig weh, und das vermutlich noch länger - aber immer ein bischen weniger. Ob er sich lustig macht? Dazu wäre erst einmal erforderlich, dass er begreift was passiert, und da bin ich mir nicht so ganz sicher. Ich erlebe hier immer das negative oder unangenehme Dinge einfach nicht gesehen werden. Egal, ob Gerichtsvollzieher oder KFZ-Steuerrechnung. Die liegen halt hier und liegen und liegen. Es gibt ja keinen Druck zu zahlen ... Und wieder Druck ... Und wieder Tiefpunkt ... Es trifft sich alles wieder an der altbekannten Stelle, die wir Co's nicht wahrhaben wollen, oder?
Weißt Du, selbst wenn ihm Deine Trauer nicht scheißegal sein sollte, so kann er weder damit umgehen, noch etwas ändern oder ihr gemeinsam so aus dem hier und jetzt neu anfangen. Ich dachte auch immer, das muss er doch im Hirn verstehen. Mittlerweile glaube ich dass das zuviel verlangt ist. Auch deshalb zu viel verlangt, weil ich ja noch da bin. Richtig klar wird es erst dann wenn Du oder ich oder Crevette, fish oder oder gehen. Wenn sie nicht mehr sichtbar sind und dadurch bewiesen haben dass sie autonom für sich selber sorgen können.
Lieben Gruß von Dagmar
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Hallo Dagmar, und alle die hier lesen
für sich selber sorgen!?!Lach.
Nachdem ich heute mittag einen ziemliche Tiefpunkt hatte, geht es mir heute abend wieder relativ gut. Ich war Kaffetrinken, war abgelenkt und bin nicht zusammen gebrochen.
ABER ER- Als cih wieder zuhause war, dauerte es nicht lang bis er an meine Tür klopfte und um einlass bat, mir fielen fast die Augen aus, er hat auf einmal einen Gipsfuss, und er wollte dringend mit mir reden.
Ich gab ihm bestimmt und ruhig gesagt, das ich zuerst die Kids versorge und auf ein Gespräch zu ihm kommen würde, und das ich nicht in meiner Wohnung und vor den Kindern mit ihm reden würde.
Erst wurde er wütend und meinte wenn ich Krieg wolle, könne ich das haben, aber als er merkte das ich mich nicht beeindrucken lies, gab er sich zufrieden.
Nun, ich ging zu ihm und? Er war brav wie ein Lämmchen, voller Scham und Selbstmitleid.
Keine Ahnung was in mir plötzlich diese Ruhe und Gelassenheit ihm gegenüber auslöste, bin ich schadenfroh, fühle ich mich bestätigt das er ohne mich nicht kann? Ist mir grad egal, denn mir gehts komischerweise wieder besser.
Ich habe ihm keine Predigt gehalten, noch ihn bemitleidet.
ER wollte vom Fahrrad stürzen und sich das Bein brechen, ER wollte das die Polizei dazu kommt und ihm noch dazu den Führerschein nimmt.
Es kam nur ein stammeln " blöde Bullen", ich fragte warum die blöd sind. Haben die ihn vom Rad gezogen und ihm das Bier eingeflöst?- Keine Antwort.
Zu was für einem Preis, was gerade alles passiert?- Keine Antwort.Hey Leute, ich habe mich nicht einlullen lassen, ich bin NICHT auf sein Mitleidsgefassel eingegangen. Super, aber wie lange?
Kaum sitze ich bei mir, da frag ich mich schon, wie weit gehe ich darauf ein, wenn er hilfe benötigt bei alltäglichen Dingen ( er läuft mit 2 Krücken), ich bin von Natur aus hilfsbereit.
Ich habe beschlossen nur dann zu helfen, wenn er konkret danach fragt, von mir aus werde ich nichts anbieten. Das ist ja nur fair- oder?Versprechungen kamen natürlich auch wieder, ich habe sie schön überhört, ich denke es ist noch nicht geug passiert das er es einsieht. Sollte ich mich täuschen,wäre ich natürlich froh, wir werden sehen.
Jedenfalls bin ich froh, das es mich nicht geschmissen hat heute, im Gegenteil, ich fühle mich ihm gegenüber sogar etwas überlegen.
Boah, jetzt hab ich wieder so viel geschrieben, musste es halt loswerden.
Es tut so gut heir zu sein. Danke.gruß eure riverdance
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Prima gemacht, riverdance! Klopf Dir auf die Schulter und geniess das Gefühl!
Aber lass Dich auch nicht in falscher Sicherheit wiegen. Sorry, wenn ich das so sage, aber das ist mir glaube ich ein paar Mal (zu viel) passiert.
Man hat dieses komische Gefühl, dass man die "Überhand" gewonnen hat, man bleibt ruhig, lässt ihn nicht an sich ran, geht gestärkt aus so einer Begegnung raus - und das nächste Mal geht man mit diesem Gefühl der Stärke in die Begegnung, ist nicht mehr so wachsam und schon ist's passiert.
Man lässt sich wieder manipulieren, man gibt nach, man ist bereit, wieder auf ihn statt auf sich selber zu schauen. Grrr!!! 
Du sagst, Du wirst nur helfen, wenn er konkret danach fragt. Genau das würde ich auch sagen, leider.
Aber überleg mal: würde er im umgekehrten Fall auch helfen? Vielleicht wenn er grad nicht betrunken wäre? Oder wenn er kurz Zeit hätte, bevor er etwas "dringenderes" wie etwa Trinken zu tun hätte? Oder gar nicht, einfach so? Klar, Du willst nicht so sein, Du bist hilfsbereit und das ist ein ganz phantastischer Charakterzug - aber nicht in dieser Konstellation von Sucht und Co!!!Ich glaube, diejenigen hier, die die Sache im Griff haben (und zu denen zähle ich mich noch lääängst nicht
aber vielleicht schaff ich's irgendwann mal soweit?!) werden Dir sagen, dass Du nur ja die Finger davon lassen sollst, ihm einmal mehr mit Deiner Hilfsbereitschaft aus der Patsche zu helfen! Du würdest ihm damit einmal mehr keinen Grund zu geben, auch nur ansatzweise eine Lehre aus dem zu ziehen, was er sich ja selber eingebrockt hat!Sorry, dass ich Dir jetzt so etwas negatives geschrieben habe, wo Du Dich grad so gefreut hast.
Aber ich hab wirklich das Gefühl, dass mir das manchmal genauso passiert ist und nach der Freude war der Reinfall danach umso übler und das soll Dir nicht passieren!Also nochmals Glückwunsch zur prima Leistung, aber: Holzauge, bleibe wachsam!!! Herzliche Grüsse,
c.
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Ich werde sehr wachsam sein, danke dir liebe crevette für deine bestärkenden Worte.
Möchte heute gerne berichten, wie es mir erging.
Noch habe ich meine Stärke behalten, ich wurde von ihm 2 mal um kleine Hilfen gebeten ( Artzfahrt und Krankmeldung abgeben ).
Und ich habe es geschafft ihn nicht zu fragen, ob ich ihm irgendwie helfen kann.Trotzdem bin ich unzufrieden, wütend und traurig zugleich.
Zum ersten findet er noch genug Hilfe von freunden und vor allem seinen Eltern- och das arme Söhnchen.
Zum zweiten gab er mir auf meine Frage, ob er denn jetzt was tun würde und erkannt hat das er krank ist, nur die ungenügende Antwort, das er das jetzt auch noch nicht wisse, da er sich ja jetzt erstmal um die anderen Dinge kümmern müsse.
ÄHHH HALLO, er hat doch nun den ganzen Tag Zeit, da kann man sich doch mal Gedanken machen, oder so wie ich, wenigstens mal im Internet stöbern.
Und zum dritten, er wird jetzt von unserer kleinen voll bemitleidet, seine Eltern reagieren als seien sie die co's.
Ich habe mit ihnen geredet, und sie über den Stand der Dinge aufgeklärt, aber ich glaube, sie wollen die Wahrheit nicht sehen. Und ich bin natürlich der buhmann, denn ich kann ihn ja JETZT nicht hängen lassen.Aber keine Sorge, ICH habe mir TROTZDEM ein paar schöne Tage gemacht, Freundinnen eingeladen ( upps, gestern bis nachts um eins), und ich habe meine restliche Woche schon total mit Spielplatz gehen, Kaffe trinken und Bummeln gehen verplant.
Ich muss das aber auch, denn ich merke, sobald ich Zeit habe, werde ich schwach und grüble.
Mir geht es ohne ihn besser, trotzdem ist mein größter Wunsch, das er seine Krankheit erkennt und wir eine neue, bessere Zukunft finden.
Ich sehne mich nach Partnerschaft, Geborgenheit, Liebe und Wärme. Und ich sehne mich nach einer stützenden Schulter. Denn wie soll ich diese Stärke und Kraft ohne Unterstützung beibehalten?
Natürlich habe ich meine Kiddis, aber ich bin eben auch eine Frau und nicht nur Mutter.
Naja, ich hoffe mal, das diese Phasen ganz normal sind, auf jedenfall strenge ich mich an, und hoffe das ich es weiterhin so gut hinbekomme.Liebe grüße bis bald riverdance
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Zitat von riverdance
Möchte heute gerne berichten, wie es mir erging.
Noch habe ich meine Stärke behalten, ich wurde von ihm 2 mal um kleine Hilfen gebeten ( Artzfahrt und Krankmeldung abgeben ).
Und ich habe es geschafft ihn nicht zu fragen, ob ich ihm irgendwie helfen kann.Daumen hoch..TOLL!!!
Zitat von riverdance
Trotzdem bin ich unzufrieden, wütend und traurig zugleich.
Zum ersten findet er noch genug Hilfe von freunden und vor allem seinen Eltern- och das arme Söhnchen.Haste echt geglaubt, er fällt ohne dich gleich ins Bodenlose?? Nee, ich glaub, sie schaffen schnell Ersatz....Du bekommst grad dein eigenes handeln von früher gespiegelt... komisch, dass wir da sofort bereit sind zu erkennen, dass dies nicht gut ist... haben es aber selber lange (ich sogar Jahrzehnte) getan..
Zitat von riverdance
Zum zweiten gab er mir auf meine Frage, ob er denn jetzt was tun würde und erkannt hat das er krank ist, nur die ungenügende Antwort, das er das jetzt auch noch nicht wisse, da er sich ja jetzt erstmal um die anderen Dinge kümmern müsse.
ÄHHH HALLO, er hat doch nun den ganzen Tag Zeit, da kann man sich doch mal Gedanken machen, oder so wie ich, wenigstens mal im Internet stöbern.Sollte dich aber doch gar nicht belasten... NICHT deine Baustelle... du könntest ihm damit das Gefühl geben, dass du iohn noch immer brauchst.. verstehst du? Ist ja eine Sorge hinter deiner Frage versteckt.. Paß auf dich auf.. an diesen Punkten hat mein Mann es durch das geschickte Bedienen einiger Knöpfe ganz schnell wieder gezeigt, welchen Platz wer von uns in der Bezieung inne hat .. und Patsch hing ich am Fliegenfänger....
Zitat von riverdance
Und zum dritten, er wird jetzt von unserer kleinen voll bemitleidet, seine Eltern reagieren als seien sie die co's.es ist natürlich auch für die Kids eine enorme Belastung.. sie müssen auch einen wertfreien Raum bekommen, wo sie alles rauslassen können Wut auf mama, die nun ihr Ding durchzieht und die Familie entzweit.. wut auf OPap, der sich in seiner Krankheit ergibt.. Trauer um das Verlorene.. usw. ich denke, ie Kinder brauchen eine neutrale Person...meine haben jeweils ne eigene Therapeutin...
Und von seinen Eltern erwartest du sehr viel...selbst wenn sie es schon länger geahnt haben.. sie werden nun konfrontriert...sollen sich stellen.. sollen hinschauen.. klar ists da die einfachste Lösung einen Schuldigen auszugucken...Laß ihnen Zeit zu erkennen, was da geschieht..Ich bin an einem Punkt angekommen, da ists mir schnurze, was seine Familie drüber denkt (und auch meine) ich muss meine Leben leben und mich und die Kinder schützen...Zitat von riverdance. Und ich bin natürlich der buhmann, denn ich kann ihn ja JETZT nicht hängen lassen.
Aber er dich??? Er kann nur allein daraus ..genau wie du nur allein aus deiner Co-Abhängigkeit kommen kannst..
Zitat von riverdance
Mir geht es ohne ihn besser, trotzdem ist mein größter Wunsch, das er seine Krankheit erkennt und wir eine neue, bessere Zukunft finden.
Ich sehne mich nach Partnerschaft, Geborgenheit, Liebe und Wärme. Und ich sehne mich nach einer stützenden Schulter.
natürlich ..da hat ja auch mal viel Liebe gewohnt...Leider neigen wir aber auch dazu zu glauben, dass wenn das Problem Alkohol aus der welt geschaffen ist, haben wir die superdupaPartnerschaft... man lernt sich neu kennen... wir müssen auch an unsere Sucht arbeiten.. vielleicht entwickelt man sich ganz auseinander...Sicher, es kann auch Chance bedeuten, aber ich glaube, dass sehr oft auch noch andere Probleme da sind, die der Alkhol überlagert.. Sieh mal Alkoholkrankheit und Co-abhängigkeit bedingen sich ja auch.. wenn nun das eine wegfällt, muss man eine neue gemeinsame ebene schaffen..Auch ich sehne mcih nach einer Partnerschaft... will mal ausruhen ..mich fallen lassen...brauche auch mal ne Insel zum Auftanken..all das kann man aber auch auf anderer ebene erfahren..wie sagte die Thapeutein in der Kur.. ein neues Ziel.. das bedeutet nicht unbedingt einen Partner...
heut versteh ich sie...(war letzten Oktober)Ich wünsche dir weiterhin viel Krat und wollte dir malein paar meiner Sichtweisen schreiben.. hoffe, sie regen zum Nachdenken an..
GvlG Tihaso
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Mir ist in den letzten Wochen aufgefallen, in denen ich mich zwangsläufig um dieses Thema kümmern muss und mich selber auf den richtigen Weg bringen muss, dass erst ab dem Moment wo wir selber uns leben sich überhaupt etwas ändern kann.
Du sprichst davon, liebe Riverdance, dass Dein Partner noch viele Helfer hat. Klar, die machen es so wie wir (sagt Tihaso schon richtig) nun aber haben wir die Chance uns zu erkennen. Und auch zu verändern. Andere Helfer wird es immer geben, mal mehr mal weniger - Abstürze können wir nicht forcieren. Ich dachte am Anfang voller Wut: Mensch, so viel Schrott wie der bringt, müsste der doch jeden Tag darauf selber ausrutschen. Geschah nicht, ein paar Helfer oder Deckende blieben.
Nun ist es aber so, dass scheinbar sein Leben alles an Stabilität verloren hat, was durch meine frühere Anwesenheit da war. Ich wollte mich in den 8 Jahren der Beziehung fallen lassen und stürzte ins Bodenlose. Nun will ich es nicht mehr - ich brauche es nicht mehr, in lasse mich in mich fallen und versuche mein Leben und meine Gefühle zu leben und siehe da, die Gegenseite muss sich umstellen. Sie muss überlegen, einfach weil alte Spiele nicht mehr gehen. Auch ein alkoholkranker muss nun in sich herein hören und sei es nur um die Spiele zu ändern und uns gefügig zu machen, aber auch das ist schon ein Schritt, der Stress bedeutet und somit auch evtl. den Leidensdruck etwas zu ändern.
Vielleicht sehe ich das falsch, da bin ich froh über Infos von Betroffenen.
Ich selber merke hier dass mein Ex seit einiger Zeit kämpft wie ein Löwe, derzeit versucht es es gar mit NULL Alkohol (davon halte ich nichts, aber es ist seine Entscheidung, evtl. dann auch sein heftigster Rückfall). Hoffnungen oder Erwartungen bringe ich damit keine in Verbindung. Aber es stellt sich Bewegung ein. Ist das nicht schon viel in einer kranken Beziehung? Meiner Meinung nach ist es so, da wo Bewegung und Leben ist können und müssen sich Änderungen ergeben. Ob diese positiv sind oder negativ ist für mich im ersten Moment egal.
Wochenlang wollte ich wie Du, Riverdance, Antworten. Warum hat er was getan, wieso ist das so und überhaupt, warum schmeisst er mich so einfach weg. Es kam immer nur "ich weiß es nicht". Ich konnte das nie verstehen, man/frau muss doch wissen was er/sie will.
NEIN - in meinem Fall wirklich klares NEIN - das Wissen um die Gewohnheit und die Sicherheit meiner Gegenwart sorgte dafür es nicht wissen zu müssen! Es gar nicht hinterfragen zu wollen! Alles lief gleich weiter, denn ich kämpfte um eine verlorene Beziehung.
Als ich den Kampf eingestellt habe und nunmehr nur noch für mein Leben kämpfte da kam Bewegung in die Sache. Und eines Riverdance, habe ich ganz schnell begreifen müssen: für mich persönlich ist eine Ortsveränderung nötig um mein Leben zu leben. Sollte es Chancen für eine solche Partnerschaft geben, dann hätte ich diese nur eine räumliche Veränderung, der zuvor eine räumliche Trennung voraus geht.
Erstens glaube ich jeder Co muss sich auf sich selber besinnen, was bei der Eigenverantwortung für den Müll und die eigene Wohnung beginnt (es war für mich immer bequem zu sagen "Nimmst Du den MÜll mit?")
Wenn wir Gespräche in dem Haus führen, in dem unsere Suchtkariere lebt, dann sind diese zu oft begleitet von alten Mustern und Schmerzen und führen oft in Einbahnstraßen.
Gespräche an neuen, wertfreien Orten oder der Natur laufen anders. Keiner von uns hat Heimvorteil oder kann sich durch Handy ect. ablenken.Ich will damit sagen, egal ob es eine Chance des erneuten Zusammenkommens gibt oder nicht, bei Menschen wie bei mir muss zuvor eine Trennung erfolgen. Das heißt nicht zwangsläufig das Ende einer Beziehung, aber das Auflösen alter Muster und Lebensweisen, die eingefahren sind.
Ich habe in den letzten Wochen begriffen was Stagnation aus mir und meinem Leben gemacht hat. Da hat der Alk nichts damit zu tun. Ich bin stehengeblieben !!!! Diese Stagnation galt auch für andere Bereiche. Nun lebe ich mit meinem Umfeld in Übereinkunft und gemeinsamer Entwicklung. IN wie weit mein Ex mit dabei ist kann ich nicht sagen - ist auch derzeit nicht interessant. Und das, obwohl ich lange nicht loslassen konnte......
Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dagmar
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Zitat von dagmar007
Als ich den Kampf eingestellt habe und nunmehr nur noch für mein Leben kämpfte da kam Bewegung in die Sache. Und eines Riverdance, habe ich ganz schnell begreifen müssen: für mich persönlich ist eine Ortsveränderung nötig um mein Leben zu leben. Sollte es Chancen für eine solche Partnerschaft geben, dann hätte ich diese nur eine räumliche Veränderung, der zuvor eine räumliche Trennung voraus geht.
Ich denke auch, dass eine Ortsveränderung sehr hilfreich sein kann.. Zumindest denke,ich, dass eine räumliche Trennung nötig ist, um sich aus dem Dunstkreis des Partners zu befreien und dies meine ich wechselseitig!
Zitat von dagmar007
Erstens glaube ich jeder Co muss sich auf sich selber besinnen, was bei der Eigenverantwortung für den Müll und die eigene Wohnung beginnt (es war für mich immer bequem zu sagen "Nimmst Du den MÜll mit?") .
Ganz genau..sehr treffend beschrieben
Wieder mal ne Menge guter Denkanstösse....
DANKE.........lG Tihaso
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Danke, liebe Tihaso,
weißt Du, ich denke manchmal - unabhängig vom Alkohol - macht man in lange laufenden Beziehungen den Fehler sich nicht mehr zu bemühen. In Co-Beziehungen kann man sich noch geschickt rausreden.Alles was ich nun lerne über den Weg Co kann mir für mein späteres Leben hilfreich sein. Vielleicht gibt es irgendwann mal auch eine gesunde Partnerschaft, die dann gepflegt werden muss und sich nicht wieder durch Berufsdruck und Alltagsstress - und das nur um allen von anderen auferlegten Druck zu genügen - kaputt machen lässt.
Über den Kopf war schon lange klar, dass auch Gespräche nur an fremden Orten gehört werden. Die Bereitschaft sich dort einzulassen und zumindest zuzuhören (vom kapieren spreche ich nicht mal) ist da.
Gestern habe ich mit meiner neuen Vermieterin telefoniert, sie wird demnächst den Mietvertrag fertig machen. Ich war mir zwar sicher, dass die Leute ihr Wort halten, fühle mich aber schon mit richtigem Vertrag etwas wohler.
Ich habe dort sogleich meinen Gartenanteil geregelt, weil mir das soooo wichtig ist für meine ganze umfangreiche Botanik einen geduldeten - oder sogar gewünschten - Platz zu bekommen.
Es ist schon komisch, was man als Mensch für Gefühle hat, die geimpft werden bzw. genährt. Das alles hat gar nichts mit dem Alk zu tun sondern dem Mensch sein. Deshalb denke ich nicht, dass die Jahre in der Co-Abhängigkeit verschwendet waren. Sie zwangen uns uns zu beleuchten und bewußt zu leben. Ist der Schmerz mal erträglich besteht dadurch eine Chance viel besser für sich selber durchs Leben zu gehen.
Lieben Gruß von Dagmar
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