Und nun schaffe ich es

  • Hallo Elke,

    Zitat von Elkeli

    Gestern hatte ich wieder so eine Phase da hätte ich saufen können bis zum Umfallen, aber ich habe mir immer gesagt "denke an dein Kind" und ich habe es geschafft. Es war schwer, sehr schwer sogar.


    Ich finde es klasse, dass Du an Dein Kind gedacht und nichts getrunken hast ! Bitte nimm aber trotz Schwangerschaft Deine Alkoholkrankheit sehr ernst und arbeite daran. Denn: Was passiert, wenn Du nicht mehr schwanger bist ? Ich spreche da aus eigener Erfahrung: Meine Schwangerschaften waren meine Trinkpausen ! Nicht mehr, nicht weniger.

    Liebe Grüße
    Biene

  • Hallo Biene,

    ich arbeite ja schon jetzt an mir dass ich auch nach der Schwangerschaft nichts mehr trinken will.

    Denn nach der Schwangerschaft muss ich dann für das Krümelchen da sein.

    Und ich habe auch sehr viel Unterstützung von meinen Kindern, meiner Schwester und auch von meinem Arzt.

    Ich werde morgen übrigens mit meinen Mann mitgehen zu dem Arzttermin, ihm geht es genauso wie es mir ergangen ist er hat Angst davor.

    LG

    Elke

  • Servus Elkeli,

    Zitat

    Denn nach der Schwangerschaft muss ich dann für das Krümelchen da sein.

    bei aller Fürsorge für Dein zukünftiges Kind: Dieser Text klingt für mich mehr nach einer zeitlichen Limitierung einer Trinkpause. Du wiollst nüchtern bleiben, so lange Di Dein Kind braucht.

    Und danach?

    Nein, danach geht's nicht "automatisch" trocken weiter, danach passieren sehr oft Rückfälle.

    Fang an, etwas für Dich zu tun! Und wenn Du's nicht alleine schaffst, dann hole Dir Hilfe (Therapie in jeder Form)! Es gíbt auch Mutter-Kind-Therapien, es gibt Therapieeinrichtungen nur für Frauen, es gibt nahezu alle "Sparten" an Hilfe.

    Nur - nachfragen und sich darum kümmern musst schon Du dich, nachlaufen wird Dir die Hilfe nicht. Genauso wenig, wie uns die Flasche nachgelaufen ist. Die haben wir schon auch selbst beschafft und getrunken...

    LG
    Spedi

  • Hallo Spedi,

    mir ist schon klar dass ich nach der Schwangerschaft weiter an mir arbeiten muss und Hilfe haben muss.

    Ich habe auch nicht vor nach der Schwangerschaft meine Hilfen sozusagen wegzuwerfen. Ich werde weiterhin zu meiner SHG gehen und wenn es sein muss eine stationäre Therapie machen. Mir ist in den letzten Tagen so viel klar geworden.

    Und hier in der Nähe gibt es eine Privatklinik in der Männlein wie Weiblein zusammen mit Kind reinkönnen. Ich sitze nich nur vorm PC um zu spielen, sondern um mich schlau zu machen. Sorry war jetzt evtl. ein bischen hart, aber Schwangere Frauen sind manchmal Zicken <g> es war nicht böse gemeint. Ich werde auch im März wenn das Kind da ist weiter an mir arbeiten. Und wenn ich in diese Privatklinik gehen muss, und evtl. meinen Mann mitnehmen muss. Wir müssen für das Krümelchen da sein.

    LG
    Elke

  • Servus Elkeli,

    sorry, keine Zustimmung was den letzten Absatz angeht. Das mit dem "Müssen" ist so eine Sache bei uns Alkoholikern.

    Ich "muss" zum Glück gar nix mehr, alles was ich mache, mache ich freiwillig oder gar nicht. Ich will etwas oder ich lasse es sein.

    Zwang - den habe ich mir in meiner nassen Zei viel zu lange selbst angetan und von Dritten (schadlos) antun lassen. Die Zeiten sind vorbei. Ich bestimme wieder, wo's für mich lang geht. Und nichts und niemand anders.

    Aber das ist nur meine Einstellung, die für mich gültig ist. Du wirst Deinen Weg schon finden, ob mit Zwang und Faust in der Tasche oder locker und zufrieden.

    LG
    Spedi

  • Hallo Spedi,

    ich für meinen Teil meine dass ich in einer Woche sehr viel geschafft habe.
    Ich sag, das ist meine Meinung es werden noch schwere Tage/Wochen/Monate kommen das ist mir bewusst.
    Auch wenn das Krümelchen da ist (mir ist kein anderer Name eingefallen)

    Und ist es falsch wenn ich mir jeden Morgen sage wieder 24 Std. durchhalten wegen Krümelchen ? Die in meiner SHG haben gesagt das ist die Richtige Einstellung.

    Und ich glaube nach 6 Monaten Richtig saufen habe ich Rechtzeitig den Absprung geschafft (so sagte es mein Arzt). Und ich WILL durchhalten, alleine schon wegen dem Krümelchen. Ich habe meine Suchtberaterin, meine SHG, euch und meine Familie und auch noch meinen Arzt. Na gut meinen Mann kann ich noch nicht dazu zählen, aber viell. wird das ja noch.

    LG
    Elke

  • Hallo Elke,

    Diese Sache mit dem 'Ich mache es für ...' ist ja prinzipiell auch gar nicht verkehrt, nur es ermöglicht Dir eben auch noch einen 'Notausgang' zurück in den Suff. Das bedeutet nicht, dass Du diesen auch zwangsläufig nutzen wirst, aber eben, dass er da ist.

    Das bedeutet z.B., dass Du, wenn Du Deine Abstinenz nur für das Krümelchen und nur wegen des Krümelchens in Angriff nimmst, dass Du Dir natürlich darüber bewusst sein solltest, dass spätestens in der Pubertät aus dem zuckersüßen Krümelchen ein ganz schöner Brocken gewachsen sein kann. Also ich zumindest war in diesem Alter sicher kein Grund, das Trinken sein zu lassen :roll: .

    Aber das ist sicher auch eine Frage der Ausdrucks:

    1) Ich lebe abstinent für Krümelchen.

    2) Ich möchte abends mit dem guten Gefühl einschlafen, mich nüchtern den Herausforderungen des Tages und speziell denen meiner Mutterrolle gestellt zu haben.

    Irgendwie das gleiche, aber trotzdem auch ganz anders, oder?

    Alles Gute und liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo JoeDoe,

    ich weiss wie Kinder in der Pupertät sein können, ich habe es schon 2 mal mitgemacht. Meine Tochter wollte mit 16 ausziehen. Mein Sohn hat mit 15 angefangen zu Kiffen. Aber da hab ich auch noch nicht getrunken, habe ja erst so richtig angefangen zu saufen als meine Tochter mit meinem Enkel hier ausgezogen ist.

    Das einzige was ich nun noch versuchen muss aufzuhören zu Rauchen, denn das tu ich noch :oops:

    UNd heute mittag geh ich ja auch mit meinem Mann zum Arzt. Dann werde ich ihn mal fragen wie ich das auch noch schaffen kann.

    LG
    Elke

  • Hallo Elke,

    das war ja auch nur ein Beispiel mit der Pubertät :wink:.

    Wichtig finde ich nur, dass Du vor Allem für Dich trocken lebst, denn nur so kannst Du dauerhaft zufrieden leben und den Anforderungen, die das Leben an Dich stellt, auch gerecht werden. Das schließt Deine Kinder selbstverständlich mit ein, geht aber noch ein kleines Stückchen darüber hinaus!

    Tja zum Rauchen: Ich wollte das auch aufgeben, aber dann war die Abstinenz doch wichtiger und ich hänge da wieder drin. Bei Dir ist das allerdings mit der Schwangerschaft natürlich etwas dringender. Drücke Dir mal fest die Daumen!

    LG

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo,

    ich dachte dass ich das mit dem Rauchen evtl. mit Nikotinpflaster hin bekomm aber darf ich nicht wegen der Schwangerschaft. (So hab ich es zumindest im Internet gelesen) Naja mal sehen was der Doc heute mittag sagt :)

    Ich melde mich wieder

    LG
    Elke

  • Hallo,

    so nun waren wir gestern beim Doc, mein Mann ist schon auf ner stationären Entgiftung. (Geht das immer so schnell ?) Der Doc ist einfach Klasse.
    Mein Mann wollte so schnell als Möglich zu ner Entgiftung und ich finde das gut er denkt solangsam auch nach.

    Nun bin ich hier ganz alleine mit meinem Hund und es ist so ungewohnt. Alles so Ruhig keinen Stress, keinen Streit. KEIN ALKOHOL im Haus.

    Und was das Rauchen betrifft muss ich auch da alleine durch mein Doc hat keine Ahnung was er mir geben kann wegen Krümelchen.

    Ich wünsche euch allen ein schönes und vor allem Trockenes Wochenende

    LG
    Elke

  • Hallo,

    wollte mich mal wieder kurz melden !

    Mir geht es im Moment nicht so gut, aber ich versuche durch zuhalten. Mein Bruder wurde am Montag Tot in seiner Wohnung aufgefunden. Den Schlüssel habe ich mittlerweile von der Kripo bekommen, nur will ich nicht da rein.
    Nun hat die Staatsanwaltschaft die Finger drauf, bis er Freigegeben ist.

    Ich könnte saufen, aber ich muss auch an mein Krümelchen denken. Und bei dem vielen Telefonieren kann ich auch gar nicht richtig darüber nachdenken. Es lenkt mich ab von dem saufdruck.

    So das wär es erst einmal

    LG
    Elke

  • hallo elke

    mein aufrichtiges beileid zum tod deines bruders.

    ich wünsche dir viel kraft für die nexte zeit und hoffe das du nicht alleine bist, leute hast, wo für dich da sind. wir können dich hier "nur" virtuell stützen, wenn du willst, kannst du hier auch über alles schreiben.

    liebe grüße -Summer-

  • Hallo Summer,

    danke für die Anteilnahme. Ich habe meine Schwester und meine Mutter, ja und natürlich meine Kidddis meine Mutter steht noch immer unter Schock. Aber welche Mutter würde das nicht wenn sie erfährt dass Ihr 45 Jähriger Sohn Tot ist.

    Mir helfen auch die vielen Telefonate die ich führen muss, damit alles rund läuft. Mein Mann weis noch nichts von dem Desaster hier, er würde aus der Klinik heim kommen und wieder saufen. Ich hab mich soweit im Griff. Ich habe immer ne Flasche Wasser neben mir stehen. Egal in welchem Zimmer ich gerade bin.

    LG
    Elke

  • hallo elke!

    auch von mir mein aufrichtiges beileid zum tod deines bruders(drück dich).

    habe gerade in deinem thread gelesen das du nach möglichkeiten suchst die dich unterstützen könnten mit dem rauchen aufzu hören.
    mein erster gedanke war dazu.NICHT ZUVIEL AUF EINMAL.deine trockenheit SOLLTE oberste priorität haben,vergiss das nicht.denn wenn wir uns zuviel vornehmen,halten wir sehr sehr oft GARNICHTS durch...

    eine meiner arbeitskolleginnen hat es übrigens mit akkupunktur(in der schwangerschaft)geschafft,nach und nach vom rauchen los zu kommen.

    habe geduld MIT DIR

    ich wünsch dir gaaaaaanz viel kraft und geduld

    liebe grüsse caro

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Liebe Elke,

    auch ich möchte Dir meine aufrichtige Anteilnahme zum Tod Deines Bruders aussprechen!

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit und bitte denke daran, alles ist nüchtern besser zu bewältigen!

    Alles Liebe für Dich
    Speedy

  • Hallo Elke,

    auch von mir mein herzliches Beileid!

    Ich wünsche Dir für die kommenden Aufgaben die notwendige Kraft und innere Ruhe.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo Ihr Lieben,

    danke für eure Anteilnahme. Am schlimmsten ist es im Moment wenn ich nichts zu tun habe, also nicht Telefonieren muss usw. Also Abends wenn ich vor der Glotze sitze. Aber ich hab bis jetzt durchgehalten und will es auch weiter durchhalten.

    Am WE werde ich wahrscheinlich zu meiner Mutter fahren sie weiss aber noch nicht ob sie das auch wirklich will, dass ich bei ihr Übernachte. Sie steht noch immer unter Schock. Und verkriecht sich in Ihr Schneckenhaus.

    Im Moment bin ich dabei das günstige Angebot wegen der Bestattung zu sortieren nach Preis usw. damit ich nicht ins Grübeln komme.

    Aber ich glaube ich muss mein Sparbuch plündern damit wir ihn unter die Erde bekommen.

    LG
    Elke

  • hallo elke!

    nur als kleinen denkanstoss...

    mein mann verlor seinen kleinen bruder im alter von 21 jahren.danach kümmerte er sich um ALLES.die eltern standen sozusagen wie deine mutter unter schock.zu nichts in der lage und so...

    heute 9 jahre später haben wir erkannt das es falsch war von meinem mann alles allein in die hand zu nehmen...

    die eltern KÖNNEN auch!egal wie aber es geht...

    DU solltest DICH bei der ganzen angelegenheit NICHT verlieren.wie ist das mit DIR und deinen gefühlen?wie ist das mit DEINER trauer um deinen bruder?und und und...

    beziehe deine mutter mit ein.es ist für alle ein schwerwiegend einschneidendes ereignis...

    auch in die geldangelegenheiten..

    DU bist neben dem allen,selber in einer schwierigen lebenssituation!

    alles was ich schreib sind "nur"denkanstösse und in keinster weise böse gemeint.ich hoffe du versthest es auch so...

    liebe grüsse caro

    p.s.ich schick DIR gaaaaanz viel kraft und durchhaltevermögen

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Hallo,

    es ist nicht so dass wir meiner Mutter "alles" abnehmen, aber wir helfen Ihr dabei. Haute war ich mit Ihr beim Bestattungsinstitut und haben alles in die Wege geleitet. In dem Moment MUSSTE Sie ob sie gewollt hat oder nicht.

    Als wir dann im Auto sassen und zu Ihr gefahren sind, da hat sie Ihre Trauer erst richtig herausgelassen und das ist gut.

    Und Caro ich bin dir nicht böse über Deine Worte. Du hast in allem waas Du schreibst recht.

    Ich komme solangsam auch mit meiner Trauer zurecht. Ich kann es eh nicht mehr ändern was passiert ist. Mein Bruder wird in meinem Herzen weiterleben.

    LG und ein schönes Wochenende euch allen

    Elke

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