Hallo allerseits !
Ich bin Kemo und neu hier. Für alle die zu meinen Vorstellungsgespräch keinen Zugang haben möchte ich mich hier nochmal bei euch vorstellen:
Ich komme aus dem Norden genauer gesagt aus dem Hamburger Raum.
Was ich hier bei euch suche sind Menschen mit gleichen Erlebnissen um sich auszutauschen und zu lernen mit dem Verzicht auf Alkohol umzugehen.
Zu mir ich habe angefangen mit 16 Jahren mit den üblichen Wochenend- besäufnissen und wenn ich zurückdenke waren das bis dieses Jahr April 20 Jahre ! Ab 1997-2002 kam am Wochenende auch noch regelmäßiger Mischkonsum von Kokain,Ecstasy dazu. Aus beruflichen Gründen habe ich dann 2002 auf Kokain und Ecstasy verzichtet da ich in meinem Beruf Regelmäßigen Tests unterzogen werde. Alkohol habe ich auch immer so getrunken das ich nächsten Tag immer noch ganz Frei hatte um dann am übernächsten Tag dann wieder 100 % Alkfrei meine Arbeit zu beginnen.
Mit meiner füheren Freundin die ich 2001 geheiratet habe bin ich seit 1994 zusammen. Wir haben 2 Kinder das eine wurde 2004 geboren und das zweite 2006. Es gab nie Probleme mit und vor den Kindern was mir bis heute auch wichtig war. Aber es gab in der ganzen Zeit immer wieder das Problem die Hemmschwelle soweit unten zu haben das man geflirtet hat und mehr passiert ist.Der Alkohol hat mein Selbstbewußtsein vermeintlich so gestärkt das ich dachte mir gehört die Welt. Das gegenteil ist eigentlich der Fall ich habe kein Selbstbewußtsein und deswegen auch so konsumiert und auch nur putschende Drogen wie Koks und Ecstasy genommen um mich toll zu fühlen. Seit 2003 bin ich selber zum Psychiater gegangen und habe mich meinem Problemen angenommen. Herausgekommen ist erst eine Medikation ,da ich auch Symtome wie Kontrollzwang,Mangelndes Selbstbewußtsein sowie Depressionen besaß sonst aber nichts. Dieses hat mir aber auch nicht entgültig geholfen es war 2003 der Anstoß für alles was folgte ich merkte so geht es auf dauer nicht ! aber alles brauch Zeit..... 2006 dann kam ich über einen Bekannten zu einem Therapievorschlag und zwar eine Ambulante Psychotherapie zu machen.Das mache ich jetzt schon 2 jahre regelmäßig und es hilft mir sehr viel in mein inneres zuschauen und sachen zu ergründen warum/weshalb und Änderungen in meinem Verhalten zu erlangen. Mit Alkohol habe ich meine schlechten gefühle versucht wegzuspülen und mich aber dann trotzdem wieder zu weit ausdem Fenster gelehnt und mich danebenbenommen so das ich am nächsten Tag voller Schuldgefühlen und Depressionen schwer aus dem Bett kam. Ab 2002 kamen dann auch noch regelmäßige Filmrisse dazu was ich zuvor nicht hatte.2007 habe ich eine Alkoholberatung aufgesucht in der ich mal meine Verhaltensweisen geschildert habe.
Man hat mit mal geraten zu Probieren Kontrolliert zu trinken.
Was auch ging ich habe 2007 bis Aprill 2008 Veranstaltungen/Geburtstage/Feiertage etc. auch ohne Alkohol genossen was anfangs komisch war aber super klappte. Es gab aber da auch mal die ausnahmen heute können wir ja mal wieder und dann wurde nach einiger Zeit wieder richtig gesoffen was 2 oder 3 mal auch gut ging und beim 4ten mal wieder nach hintenloßging und ich mir peinlichkeiten erlaubte ohne Ende. Von da an habe ich mir gesagt ich verzichte ganz auf Alkohol, weil es nur eine Frage der Zeit ist und ich würde mich wieder daneben Verhalten und mich am nächsten Tag dafür schämen und mich nicht mehr aus dem Haus trauen weil ich denke alle reden über mich.
Seit Ende April habe ich nichts mehr zu mir genommen an Alkohol und es bekommt mir gut. Ich habe dieses ohne einen Arzt gemacht die Entscheidung kam von mir.Die Antidepressiva habe ich bis Ende 2007 ausschleichen können, auch gut möchte man meinen.
Mein Problem ist aber das ich über alles was in der Vergangenheit passiert ist (Freundin/Frau mehrmals betrogen) mist gebaut weil man breit oder auf Droge war, nicht damit Abschließen kann und immer wieder darüber nachdenke wie schlimm doch alles war und was für ein Arsch ich gewesen bin. Ich muß dazu sagen ich habe ein Super Verhältnis zu meiner Frau wir konnten immer über alles Reden und mit allen Sachen ist abgeschlossen.
Aber ich sage ihr immer wieder mensch es kommen immer wieder gefühle hoch die mich Depressiv machen wenn nur ein Stichwort von früher fällt etc. dann kommt alles wie ein Film wieder und ich muß mich damit befassen und könnte verrückt werden.
Wie komme ich von diesen vergangenen Schuldgefühlen frei?
Meine Psychologin sagt die Sachen sind nicht mehr das Problem weil sie besprochen und abgehakt sind es geht Heute weiter das ist wichtig.
Die Ursache ist meine Mangelnde Selbwerteinschätzung.
Ich brauche immer Bestätigung habe Angst nicht gemocht oder abgewiesen zu werden. Ich versuche es allen recht zu machen um Konflikte zu vermeiden. Ich habe es auch von meiner Elternseite nie gelernt mich auseinanderzusetzen oder Konflikte zu lösen bei uns Zuhause würde nur geschwiegen. Ich bin eigentlich ein ängstlicher Typ .
Wenn ich aber zurückdenke habe ich eine Menge gelernt und geändert und es ist einiges besser geworden. Nur möchte ich von meinen alten Taten und deren gedanken loskommen.
So es ist echt schwierig mal eben was über sich zu schreiben weil man doch sehr viel zu erzählen hat. Erstmal soviel dazu genaueres schreibe ich gerne. Ich habe in den letzten Jahren (ab 2006) eingesehen das ich Alkoholiker bin von der regelmäßigkeit und dem Symthomen mir gesagt da muß sich was ändern aber sofort gerade mit Frau und Kindern und wegen mir selbst deswegen habe ich es gemacht. Um Alkoholiker zu sein muß man nicht unter der Brücke liegen sondern kann auch noch immer super funktionieren und seinen Job machen aber irgendwann geht noch mehr schief und dieses möchte ich somit vermeiden dieses habe ich erkannt denn ich denke es ist in den Vergangenen Jahren schon genug Mist passiert und ich bin froh so eine tolle Frau zu haben die das alles mitmacht und mitgemacht hat und mit der ich auch über meine ausrutscher sprechen konnte/kann.
Wäre schön wenn ich hier Leute finden könnte zum Austausch von Schuldgefühlen,wiederkehrenden Depressionen und Ängsten etc. Ich hatte Anfang 2006 schonmal für 3 Monate nichts getrunken zum testen und es ging mir noch nie so gut ! Nur nahm ich da noch meine Medikamente.
Jetzt habe ich schon 4 Monate rum auch noch nie geschafft oder probiert seit 20 Jahren aber ich werde krank vor Schuldgefühlen diesmal natürlcih nicht vom danebenbehemen sondern immer wieder von vergangenen Sachen und jetzt nehme ich auch schon seit Dezember 2007 keine Medikamente mehr und mir geht schlecht. Eigentlich müßte es mir doch besser gehen aber ich denke zuviel nach und kann leider nicht sagen egal was alle Denken über den alten taten stehe ich drüber es ist jetzt!
Ich falle gedanklich immer wieder zurück, kennt jemand dieses Problem?
Und es zerfleischt einen Innerlich !
Euer Kemo