Hallo ich bin Kemo und neu hier

  • Hallo allerseits !
    Ich bin Kemo und neu hier. Für alle die zu meinen Vorstellungsgespräch keinen Zugang haben möchte ich mich hier nochmal bei euch vorstellen:

    Ich komme aus dem Norden genauer gesagt aus dem Hamburger Raum.
    Was ich hier bei euch suche sind Menschen mit gleichen Erlebnissen um sich auszutauschen und zu lernen mit dem Verzicht auf Alkohol umzugehen.
    Zu mir ich habe angefangen mit 16 Jahren mit den üblichen Wochenend- besäufnissen und wenn ich zurückdenke waren das bis dieses Jahr April 20 Jahre ! Ab 1997-2002 kam am Wochenende auch noch regelmäßiger Mischkonsum von Kokain,Ecstasy dazu. Aus beruflichen Gründen habe ich dann 2002 auf Kokain und Ecstasy verzichtet da ich in meinem Beruf Regelmäßigen Tests unterzogen werde. Alkohol habe ich auch immer so getrunken das ich nächsten Tag immer noch ganz Frei hatte um dann am übernächsten Tag dann wieder 100 % Alkfrei meine Arbeit zu beginnen.
    Mit meiner füheren Freundin die ich 2001 geheiratet habe bin ich seit 1994 zusammen. Wir haben 2 Kinder das eine wurde 2004 geboren und das zweite 2006. Es gab nie Probleme mit und vor den Kindern was mir bis heute auch wichtig war. Aber es gab in der ganzen Zeit immer wieder das Problem die Hemmschwelle soweit unten zu haben das man geflirtet hat und mehr passiert ist.Der Alkohol hat mein Selbstbewußtsein vermeintlich so gestärkt das ich dachte mir gehört die Welt. Das gegenteil ist eigentlich der Fall ich habe kein Selbstbewußtsein und deswegen auch so konsumiert und auch nur putschende Drogen wie Koks und Ecstasy genommen um mich toll zu fühlen. Seit 2003 bin ich selber zum Psychiater gegangen und habe mich meinem Problemen angenommen. Herausgekommen ist erst eine Medikation ,da ich auch Symtome wie Kontrollzwang,Mangelndes Selbstbewußtsein sowie Depressionen besaß sonst aber nichts. Dieses hat mir aber auch nicht entgültig geholfen es war 2003 der Anstoß für alles was folgte ich merkte so geht es auf dauer nicht ! aber alles brauch Zeit..... 2006 dann kam ich über einen Bekannten zu einem Therapievorschlag und zwar eine Ambulante Psychotherapie zu machen.Das mache ich jetzt schon 2 jahre regelmäßig und es hilft mir sehr viel in mein inneres zuschauen und sachen zu ergründen warum/weshalb und Änderungen in meinem Verhalten zu erlangen. Mit Alkohol habe ich meine schlechten gefühle versucht wegzuspülen und mich aber dann trotzdem wieder zu weit ausdem Fenster gelehnt und mich danebenbenommen so das ich am nächsten Tag voller Schuldgefühlen und Depressionen schwer aus dem Bett kam. Ab 2002 kamen dann auch noch regelmäßige Filmrisse dazu was ich zuvor nicht hatte.2007 habe ich eine Alkoholberatung aufgesucht in der ich mal meine Verhaltensweisen geschildert habe.
    Man hat mit mal geraten zu Probieren Kontrolliert zu trinken.
    Was auch ging ich habe 2007 bis Aprill 2008 Veranstaltungen/Geburtstage/Feiertage etc. auch ohne Alkohol genossen was anfangs komisch war aber super klappte. Es gab aber da auch mal die ausnahmen heute können wir ja mal wieder und dann wurde nach einiger Zeit wieder richtig gesoffen was 2 oder 3 mal auch gut ging und beim 4ten mal wieder nach hintenloßging und ich mir peinlichkeiten erlaubte ohne Ende. Von da an habe ich mir gesagt ich verzichte ganz auf Alkohol, weil es nur eine Frage der Zeit ist und ich würde mich wieder daneben Verhalten und mich am nächsten Tag dafür schämen und mich nicht mehr aus dem Haus trauen weil ich denke alle reden über mich.
    Seit Ende April habe ich nichts mehr zu mir genommen an Alkohol und es bekommt mir gut. Ich habe dieses ohne einen Arzt gemacht die Entscheidung kam von mir.Die Antidepressiva habe ich bis Ende 2007 ausschleichen können, auch gut möchte man meinen.
    Mein Problem ist aber das ich über alles was in der Vergangenheit passiert ist (Freundin/Frau mehrmals betrogen) mist gebaut weil man breit oder auf Droge war, nicht damit Abschließen kann und immer wieder darüber nachdenke wie schlimm doch alles war und was für ein Arsch ich gewesen bin. Ich muß dazu sagen ich habe ein Super Verhältnis zu meiner Frau wir konnten immer über alles Reden und mit allen Sachen ist abgeschlossen.
    Aber ich sage ihr immer wieder mensch es kommen immer wieder gefühle hoch die mich Depressiv machen wenn nur ein Stichwort von früher fällt etc. dann kommt alles wie ein Film wieder und ich muß mich damit befassen und könnte verrückt werden.
    Wie komme ich von diesen vergangenen Schuldgefühlen frei?
    Meine Psychologin sagt die Sachen sind nicht mehr das Problem weil sie besprochen und abgehakt sind es geht Heute weiter das ist wichtig.
    Die Ursache ist meine Mangelnde Selbwerteinschätzung.
    Ich brauche immer Bestätigung habe Angst nicht gemocht oder abgewiesen zu werden. Ich versuche es allen recht zu machen um Konflikte zu vermeiden. Ich habe es auch von meiner Elternseite nie gelernt mich auseinanderzusetzen oder Konflikte zu lösen bei uns Zuhause würde nur geschwiegen. Ich bin eigentlich ein ängstlicher Typ .
    Wenn ich aber zurückdenke habe ich eine Menge gelernt und geändert und es ist einiges besser geworden. Nur möchte ich von meinen alten Taten und deren gedanken loskommen.
    So es ist echt schwierig mal eben was über sich zu schreiben weil man doch sehr viel zu erzählen hat. Erstmal soviel dazu genaueres schreibe ich gerne. Ich habe in den letzten Jahren (ab 2006) eingesehen das ich Alkoholiker bin von der regelmäßigkeit und dem Symthomen mir gesagt da muß sich was ändern aber sofort gerade mit Frau und Kindern und wegen mir selbst deswegen habe ich es gemacht. Um Alkoholiker zu sein muß man nicht unter der Brücke liegen sondern kann auch noch immer super funktionieren und seinen Job machen aber irgendwann geht noch mehr schief und dieses möchte ich somit vermeiden dieses habe ich erkannt denn ich denke es ist in den Vergangenen Jahren schon genug Mist passiert und ich bin froh so eine tolle Frau zu haben die das alles mitmacht und mitgemacht hat und mit der ich auch über meine ausrutscher sprechen konnte/kann.
    Wäre schön wenn ich hier Leute finden könnte zum Austausch von Schuldgefühlen,wiederkehrenden Depressionen und Ängsten etc. Ich hatte Anfang 2006 schonmal für 3 Monate nichts getrunken zum testen und es ging mir noch nie so gut ! Nur nahm ich da noch meine Medikamente.
    Jetzt habe ich schon 4 Monate rum auch noch nie geschafft oder probiert seit 20 Jahren aber ich werde krank vor Schuldgefühlen diesmal natürlcih nicht vom danebenbehemen sondern immer wieder von vergangenen Sachen und jetzt nehme ich auch schon seit Dezember 2007 keine Medikamente mehr und mir geht schlecht. Eigentlich müßte es mir doch besser gehen aber ich denke zuviel nach und kann leider nicht sagen egal was alle Denken über den alten taten stehe ich drüber es ist jetzt!
    Ich falle gedanklich immer wieder zurück, kennt jemand dieses Problem?
    Und es zerfleischt einen Innerlich !
    Euer Kemo

  • Hi Kemo,

    einige Deiner Gedanken kommen mir sehr vertraut vor. Auch ich habe ein Problem damit, nicht gemocht zu werden. Aber gerade das ist der Grund, Kompromisse einzugehen, nicht man selbst zu sein, und das ist das Fatale. Man "luegt", wenn auch unbewusst, einfach, um ein wenig Achting zu erhaschen....ich selbst bin auf der Suche nach der Loesung dieses Problems, lies Dich hier durch, du wirst Antworten finden. Versuche, sie auch umzusetzen, das ist der Rat, den ich Dir geben kann, bin selbst noch auf der Suche, vielleicht hilft es Dir etwas weiter.
    Drueck Dir dafuer die Daumen, alles Gute Koko

  • Hallo Kemo!

    Irgendwie habe ich das Gefühl, Du dockterst an Dir an zu vielen Baustellen herum, ohne eine davon richtig abzuschließen. Du nimmst Dir die Chance, an Dir selbst zu arbeiten, siehst mehr auf Dein Umfeld und beschäftigst Dich damit, was andere von Dir halten oder was Du anderen angetan hast. So schlimm kann es doch nicht gewesen sein, wenn Du so eine tolle Frau und Kinder hast. Ich denke, das solltest Du als guten Ausgangspunkt für Dich ansehen. Frage doch mal Deine Frau, was sie trotz allem an Dir noch so liebenswert findet, dass sie bei Dir bleibt.
    Außerdem lese ich heraus, dass Du bzgl. Alkohol noch keinen stationären Entzug oder eine Langzeittherapie hinter Dir hast. So schlimm, wie diese Sachen sind, sie geben einem doch die Gelegenheit, sehr viele negative Beispiele anderer mitzuerleben und zu erfahren. Mir hat das jedenfalls sehr geholfen.
    In meiner Gruppe, wir sprachen über Rückfälle, sagte eine sehr treffend, sie würde von jedem in der Gruppe profitieren, der einen Rückfall erleiden muss. So hart, wie das klingt, aber es ist so! Man selber lernt daraus und kann es hoffentlich besser machen!
    Ich habe z. B. einige sehr gute Biografien gelesen. Als Beispiel sei da Eric Clapton zu nennen. Auch sehr gut war das Buch "Trocken" von Augusten Burroughs, bei Amazon 8,90 Euro. Genial zum Lesen und das Buch bringt einem unglaublich viel Ideen zum Nachdenken.
    Vielleicht solltest Du Dir mal eine Gruppe von Alkoholsüchtigen in Deiner Nähe suchen.

    Lobanshee

  • Danke erstmal für eure Antworten !

    Koko : du hast recht wenn man versucht immer kompromisse einzugehen oder sich versucht mit allen gutzustimmen und sein verhalten immer zum positiven (für andere) anpasst belügt man sich selbst.
    Das ist auch eine sache die ich dringend erlernen muß meine Meinung besser zu vertreten und auch mit negativen Reaktionen anderer umzugehen.
    Um dann diesen Situationen gerecht zu werden für mich um dort drüberzustehen. Der mangel an mir liegt am wenig vorhandenen Selbstbewußt sein. Ich wede mich hier mal durchlesen in älteren Beiträgen und schauen was ich zu dem Thema Finden werde.
    Würde mich freuen weitere Leute mit ähnlichem auszutauschen.

    @ lobanshee: Richtig es ist noch zu keiner Stationärenmaßnahme gekommen bei mir aber für mich war das alles schon schlimm genug so das es für mich aufkeinenfall soweit kommen sollte.
    Wie schlimm oder wie weit es für jemanden kommen muß hängt von jeder Person selbst ab. Einige Bekannte von mir sind noch schlimmer drauf und den ist noch nicht mal bewusst das sie überhaupt ein Problem haben.
    Meine Frau liebt mich und ich sie auch sowie unsere Kinder sie ist stolz darauf das ich mich um meine Probleme kümmere und eine Psychotherapie etc. angefangen habe.
    Selbst sie sagt das alles abgehakt ist. Nur das Problem liegt bei mir das ich damit nicht abschließen kann und mir immer noch einen Kopf mache der mir ziehmliche Depris bereitet. Es ist einfach gesagt es nicht zu tun das weiß ich auch aber ich habe damit ein großes Problem. Literatur habe ich vor 2 Jahren auch begonnen zu lesen, eine wirklich gute Sache sich auch zu dem Theman mit verschiedenen Büchern zu belesen. Ich habe mich wirklich ernsthaft damit angefangen zu Beschäftigen die letzten Jahre. Vielleicht gehört dieses alles zum Prozess des geistigen aufklarens ??? und in 1 - 2 Jahren kann ich mit meinen Negativgedanken vielleicht besser umgehen ?

    Danke euch beiden erstmal
    :)

  • Hallo Kemo,

    eine Langzeittherapie, eine SHG und oder dieses Forum können dir helfen, sofern Du willst, Dir bei Deinen Unsicherheiten eine andere Sicht- und Deckweise für Dich zu entdecken.

    Ich hatte auch kein Selbstwertgefühl, aber da ich Sichtweisen anderer angenommen habe geht es mir heute gut.

    Für mich war und ist wichtig mit mir und meiner Umwelt ehrlich umzugehen,nur so kann ich heute sagen was war das war und schaue vorwärts.

    Mach Dich nicht von Deiner Umwelt abhänig und verurteile andere, sondern fang bei Dir an.
    Andre konnte und kann ich nicht ändern, nur ich mich selbst kann mich ändern.

    LG kawi

  • Servus Kemo,

    wenn Du mit Deiner Vergangenheit nicht abschließen kannst - willst du denn überhaupt mit ihr "abschließen"?
    Oder ist da noch was, was raus muss?

    Davon abgesehen: Du lebst jetzt gerade mal 4 Monate abstinent, wenn ich das richtig verstanden habe. Was erwartest Du von Dir?
    Dass sich die letzten zig Jahre in ein paar Wochen "erledigen"???`

    Gib dir selbst die Zeit, Dich selbst überhaupt mal nüchtern kennen zu lernen und "trocken" Deine Vergangenheit zu beleuchten. Dann wirst Du auch feststellen, ob du "reinen Tisch" gemacht hast, oder eventuell noch "Nacharbeit" sein muss.

    Wenn es Dir alleine so nicht gut geht damit, dann suche Dir Hilfe, z.B. hier mit dem Forum oder einer anderen SHG. Aber brüte es nicht alleine aus!

    LG
    Spedi

  • Hallo Kemo,
    jahrelanger Alkoholkonsum hat auch bei mir seine Spuren in der Seele hinterlaßen. Schuldgefühle und anhängende Depressionen, haben einige hier, meiner Einschätzung nach, Und du hast noch Drogen mit ihm Gepäck,aber es geht. Es ist mit nur trinken nicht getan, es hängt mehr dran. Aber alles nach und nach. Es geht nicht so schnell.Les dich mal in Ruhe ein , und schau dich um.Und nihm an, und allein ist es noch schwieriger.
    Herzlich willkommen.
    LG
    Jürgen

  • Vielen Dank für eure Antworten !
    Da ist aufjedenfall was dran an euren Tips wenn ich nachdenke !
    Ich stehe ganz am Anfang und es ist zu viel passiert in den ganzen Jahren die sachen kann man nicht in ein paar Monaten wieder zum guten wenden das braucht seine Zeit und wer weiß wie es in zb. 2 Jahren aussieht dann kann ich zurückblicken und bestimmt hat sich dann mehr zum positiven gewendet !
    Es ist schwierig für mich aber da muß ich jetzt durch und vielleicht erlange ich dadurch auch mehr Selbstachtung und Selbbewußtsein und denke nicht immer was mein Umfeld von mir denkt oder über mich redet !
    Grüße Kemo

  • Hallo Kemo,
    wenn du nicht mehrn denkst was denkt dein Umfeld und denkst an dich, dann steht mehr Selbstachtung und Selbstweßtsein nichts mehr im Wege,
    Mach langsam und geh mit dir sorgsam und achtsam um.
    LG
    Jürgen

  • das denke ich auch jürgen denn es ist erst der Anfang den bestimmt nicht wenige Leute durchlaufen, ein Prozess der seine Zeit benötigt !
    Ich werde mich mal durchlesen in alten Berichten hier da gibt es betimmt einige Parallelen denke ich :)
    Dank dir
    Kemo

  • Hallo Kemo,

    ich habe auch lange mit Selbstvorwürfen und einem miserablen Selbstbewusstsein gelebt und es ist, wie hier schon beschrieben, ein Prozess, der richtig lange dauert, um sein Selbstbild insgesamt wieder an den richtigen Platz zu rücken. Es ist Arbeit an sich selbst.

    Ich arbeite an diesem neuen Selbstbild nun mittlerweile fast bewusste 2 Jahre und noch immer habe ich manchmal das Gefühl, mich dem hingeben zu müssen. Selbstzweifel und Selbsthass. Aber mittlerweile muss ich nicht mehr von jedem "gemocht" werden. Ich mag meine Ecken und Kanten. Diese machen mich sogar aus. Ich mag mich mittlerweile durchaus sehr gern.

    Ich habe für mich festgestellt: Es beginnt bei mir und hört auf bei mir!

    Als Erstes war die Erkenntnis, die Qual, was ich alles falsch gemacht habe (ich denke mal in dieser Phase befindest du dich), das hat mich fast umgehauen.

    Als Zweites das Erkennen, dass diese Selbstquälerei und diese Vorwüfe nicht gut für mich sind, doch wie anders? (auch hier sehe ich dich schon)

    Als Drittes das Betrachten des Kreislaufes für mich. Die Frage warum mache ich das mit mir? Wieviel bin ich mir wert? Liebe ich mich? - und dies ohne zu schauen, wie sich die Taten ansich bei Jemand anders ausgewirkt haben, sondern wirklich ein Schauen zu MIR, was bewirkt es mit mir?! - An diesem Punkt habe ich mein "inneres Kind" entdeckt. Vielleicht schon mal gehört? Ich bin diese Phase übrigens nicht allein gegangen. Ich habe mir Hilfe gesucht.

    Als Viertes die Erkenntnis: Nein, ich liebe mich nicht. Ich hasse mich sogar. Und mir DAS selbst verzeihen. - Ich glaube, dass ist es, was mir am meisten Kraft und Zeit abverlangt hat, wo ich auch heute noch so meine Runden drehe, wenn ich aktuell etwas getan habe, was ich total ätzend von mir selbst finde.

    Als Fünftes die Frage: Wozu brauche ich diesen Hass in meinem Leben? Was überspiele ich damit? Welche Qualität gibt mir diese Selbsthass? Welche Ängste kann ich damit überspielen usw.

    Und Rückfälle passieren mir auch heute - wie gesagt - noch immer wieder. Ich meine eben, Arbeit für das ganze Leben. Sich selbst wertschätzen. Vergangenheit ist Vergangenheit - sie lässt sich nicht mehr ändern. Auch wenn du als Arschloch gehandelt hast, es ist wie es ist. Du kannst die Vergangenheit aber betrachten und du hast die Chance, es in der Zukunft besser zu machen. Für dich ein besserer Mensch zu sein. Man kann nur wirkliche Liebe geben, wenn man sich selbst liebt. Den Spruch hast du sicher schon einmal gehört.

    Das ist mein Erleben, der Weg mich mit dem Thema Selbstzweifel und Selbstbewusstsein auseinanderzusetzen. Und ich arbeite immer noch und werde es noch lange tun, denke ich.

    Lieber Gruß

    k.

  • Hallo Koketterie !
    Erstmal vielen Dank für deine Zeilen !
    Mir ist gleich aufgefallen wie recht du doch hast, vieles ist mir schon bewußt aber ich muß lernen damit umzugehen das ist wohl wahr..... es fällt mir ziemlich schwer aber es ist erst der Anfang mal sehen wie und wo ich in einem Jahr stehe. Wenn so viel schief gelaufen ist im ganzen leben was auch verschiedene Ursachen hat kann ich natürlich nicht erwarten das es in ein paar Monaten alles besser ist. Hilfe habe ich, ich bin seit 2006 in einer Psychotherapie alle 2 Wochen um mein Leben aufzuarbeiten.
    Seit dem ich nichts mehr trinke und auch länger keine Drogen mehr nehme ist der Kopf halt klarer und mein Selbstbewußtsein wieder sehr klein was ich mir natürlich auch erarbeiten muß um mich selber Wertzuschätzen und es nicht nur anderen Recht zu machen um gemocht zu werden.
    Denn ich bin/war ständig auf der suche nach Anerkennung deswegen auch der Drogen und Alkoholkonsum so hatte ich (meinte ich) mein starkes Selbstbewußtsein und man tat viel was einem am nächsten Tag im Boden versinken ließ.... Wie hast du die erste Zeit gemeistert bist/warst du auch in einer Therapie ? Wie oft kommen bei dir manchmal noch die schlechten Gedanken ? Vergangenheit ist Vergangenheit und da kann man nichts mehr dran machen das weiß ich aber ich lasse mich dermaßen davon runterziehen ..... das kennst du ja. Wie geht es dir ohne Alkohol ? Also für mich ist es natürlich das beste weil nur Mittel zum verdrängen nehmen lösen das Problem nicht das ist Fakt, aber es dauert.
    Ich bin aber froh die vielen Schritte auch wenn sie hart sind aufmich zu nehmen. Und sehe natürlich auch Fortschritte.
    Ich habe mit einem Psychiater ohne Therapie 2003 begonnen.
    Viel ist bei mir auf meine Familie zurückzuführen was meine Unsicherheit meine Ängste etc betreffen. Damals hat alles schon begonnen das ich anfing an mir zu arbeiten.....Da kommt halt viel zusammen.
    Ich bin sehr froh hier Leute zufinden mit den ich mich austauschen kann !
    Viele Grüße
    Kemo

  • Hallo Kemo,
    du bist ja schon länger in ambulanter Therapie. Denk mal an so manche Sitzung und grab was aus. Es kommt viel zusammen, wie du sagst. Es müssen nicht immer traumatsische Erlebnisse sein, die Menschen belasten und es sich lange durch Leben so durchzieht. Aber du hastt jetzt die Chance zu dir zu sagen: Es reicht, ich geh die Dinge an, nehm keine Suchtmittel mehr, und fang bei mir an aufzuräumen. Was dann so alles kommt, dazu brauchst du eien gewisse innerliche Grundstärke, die ist erstmal nur durch keinen Alkohol zu erreichen. Alles andere ergibt sich dann.
    Das ist aber ein ganz normaler Prozeß am Anfang, das war bei mir auch.
    Das Forum war und ist mein tägliche Begleiter, in SHG war ich, dann eine ambulante Therapie, die dann in eine LZT mündete, und weiter gehts im trockenen Leben.
    Die Arbeit an sich hört nie auf, nur anfangen das tust du zur Zeit, bleib dran, es gibt noch soviel schönes, wenn man clean oder trocken ist.
    LG
    Jürgen

  • hallo jürgen42,
    Vielen dank für deinen Beitrag ! Aufjedenfall das sehe ich ebenso und ich bin wiegesagt schon gespannt wie ich nach einem Jahr dazu stehe.
    Es ist erst der Anfang und wichtig ist das man erkannt hat und was ändern will ! Und noch wichtiger dran zu bleiben was ich aufjedenfall tun werde.
    Die vergangenheit ist nicht wieder Rückgängig zu machen aber in der Uukunft kann man einiges besser machen! Es ist eine Menge Arbeit die man hat aber ich denke das wird sich irgendwann auszahlen auch wenn man sehr viel dafür tun muß und noch einige Niederschläge vom Befinden her haben wird in der oder den nächsten Zeiten.
    Lg Kemo

  • Servus Kemo !

    Zitat

    Die vergangenheit ist nicht wieder Rückgängig zu machen aber in der Uukunft kann man einiges besser machen!

    Das ist wie du schreibst richtig - vergib dir selbst die Vergangenheit!
    Um es in Zukunft besser zu machen ist natürlich notwendig dass du in der Gegenwart lebst und Tag für Tag 24 Stunden trocken bleibst.
    Darum ist auch der Erfahrungsaustausch sowohl hier im Forum als auch in meiner realen SHG so wichtig für mich, da ich auch alltägliche Probleme die mich belasten ansprechen kann und die verschiedensten Reaktionen darauf erhalte. Das für mich annehmbare suche ich mir dann aus und bisher ist es mir noch immer gelungen es auch umzusetzen.

    Nicht alle Tage sind gute Tage aber auch schlechte Tage sind nüchtern leichter zu überstehen als mit Alkohol betäubt und verfälscht!

    Lg
    Andreas

    carpe diem

  • Hallo andreas,
    Vielen dank für deine antwort !
    Es ist zwar sehr schwierig für mich gerade weil es der Anfang ist, aber schlechte Tage sind aufjedenfall besser nüchtern zu überstehen als wenn man sie sich für einen Moment schön macht mit hilfe von Alhohol oder Betäubungsmitteln das ist es nicht wert .
    Ich hoffe das ich es weiterhin so gut schaffen werde weil ich es will.
    Gruß Kemo

  • Lieber Kemo,

    großes Sorry, dass ich mich erst jetzt melde, habe zur Zeit im realen Leben sehr viele Veränderungen und habe dementsprechend sehr wenig Zeit zum Schreiben. Habe dich aber nicht vergessen!

    Ein Gedanke, der mir immer wieder durch den Kopf gewandert ist: du hast erwähnt, dass deine Frau sehr kulant mit dem Thema umgeht. Du hast schwerwiegende Zweifel an dir, weil du deiner Frau gegenüber wie ein Ar… gehandelt hast. Ihr konntet darüber reden und habt das alles geklärt; sie trägt dir nichts nach..

    Ich mache mal einen Vorschlag, wobei ich nicht weiß, ob er wirklich funktioniert, du kannst das mit deiner Frau ja mal besprechen:

    Ich denke, Du selbst hast das Gefühl aufgrund deiner Taten nicht mehr „dazugehören zu dürfen“. Das sagt dir dein Gewissen. Ich denke, deine Seele hat das Bedürfnis nach einem Ausgleich. Du hast genommen und nichts gegeben. Deine Frau gibt dir und nimmt nichts dafür. (im übertragenen Sinne)

    Vielleicht ist der erste Schritt zu deinem Selbstbewusstsein, dass deine Frau dir etwas als Ausgleich „antun“ muss, damit wieder eine Balance zwischen euch herrscht. Und ich mein das jetzt nicht so, dass sie dich verprügeln soll, sondern dass sie dir eine ordentliche Backpfeife gibt. (im übertragenen Sinne)

    Ihr liebt euch?!. Liebe und das Bedürfnis nach Ausgleich. Ich kann mir vorstellen, dass das funktioniert. Vielleicht probiert ihr das ja mal und du berichtest mir, wie und ob du dich dann besser fühlst.

    Alles andere später mal.. ich muss weg..

    Alles Gute und viele liebe Grüße

    kk.

  • hallo kk,
    vielen dank das du dich gemeldet hast !
    wie gesagt es ist alles besprochen,erledigt etc. nur ich mache mir diese unötigen vorwürfe und schlechen gedanken so das meine frau auch sagt mensch das kann doch echt nicht sein das ist doch alles erledigt.
    ich weiß es ja auch selber aber ich muß lernen davon loszukommen.
    diese phasen habe ich auch gemerkt gehen besser vorbei im endeffekt ohne alkohol den ich seit 5 monaten auch nicht mehr trinke, mit dem ich auch diese gefühle immer betäubt und vormir hergeschoben habe.
    wir lieben uns und ich muß sehen wo ich in 1 bis 2 jahren stehe ich denke und hoffe es wird immer besser und ich kann einen großen abstand zu meinen schuldgefühlen finden.ich brauche nur einen kleinen anhaltspunkt von früher wie worte oder gerüche oder plätze und situationen und schon rattert der filmvorführer im kopf wieder die alten schlechen filme durch.....
    die eigentlich schon abgehakt sind und ich muß wieder drüber nachdenken oder reden......... mein ziel ist es in zukunft davon loszukommen und selber abzuschließen. (es handelt sich aber hierbei nicht um zwangssymthome die ich früher auch hatte ) laut meiner Therapeutin.

    liebe grüße kemo

  • Hallo Kemo,
    das ist eine gute Frage von Micha, insbesondere die Folgeerscheinungen von Sucht in einer Therapie zu bewältigen. Ich war in einer solchen Einrichtung, 12 Wochen suchtnahe Psyschosomatik, weil mich die Schuldgefühle lange nachdem ich keinen Alkohol mehr getrunken habe, auch immerwieder auftauchten wie bei dir.
    Ich konnte in der Therapie diese loslassen, sie tauchen auch immermal wieder auf, aber ziehen mich nicht mehr in tiefe Löcher. Der Umgang ist ein anderer geworden, nicht nur mit den Schuldgefühlen.
    Und eine gewisse Regelmäßigkeit in der Trockenarbeit, SHG,oder hier ist auch hilfreich. Es geht hier vielen so wie dir.
    LG
    Jürgen

  • Hallo Micha Hallo Jürgen !
    Danke für eure Antworten !
    Also mit in 2 Jahren meinte ich nur das ich dort schon sehr viel weiterbin, das merke ich ja schon jetzt das sich etwas verändert und wenn es so weitergeht dann bin ich mal gespannt wie es in 2 Jahren aussieht.
    Das mit dem Kontrollierten trinken ist natürlich völliger Quatsch !
    Man hatte mir dieses mal in einer Suchtberatung am Anfang vorgeschlagen.
    Aber ich bin selber zu dem Entschluß gekommen das sich die Menge nach einiger Zeit wieder steigert sich also wieder das alte einschleicht also "GEHT NICHT " also ganz aufhören habe ich mir gesagt und das ist auch gut so !
    Zur stationären Therapie wegen den Schuldgefühlen, ich befinde mit immer noch in Psychologischer Behandlung in Form einer Verhaltenstherapie.
    Wenns nicht ganz klappt mit den Schuldgefühlen sollte ich mal darüber nachdenken mit der stationären Behandlung.
    Wie läuft den so ein Tagesablauf auf Station ab ? Würde mich sehr interessieren. Die Gefühle bekommt man wohl nicht ganz weg Jürgen oder ? Aber man lernt damit umzugehen und das macht das Leben leichter denke ich. Ich muß immer wieder sagen das ich mich trotz des Phasenweise schlechtfühlens noch nie so gut gefühlt habe in meinem Leben ohne Alkohol ! DOhne ist einfach besser !
    Danke euch ich mach aufjedenfall weiter !!!
    Viele Grüße Kemo

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!