Liebe Renate,
danke für Deine mitfühlenden Worte, Wut habe ich auf unseren Pfarrer fühlen können, ist ne grosse Schweinerei was sie mit ihren Worten bei uns Kindern ausgelöst haben, schliesslich haben wir ihnen vertraut und geglaubt.
Ja wenn Erwachsene wüssten, was sie mit ihrer Erziehung (Eltern, Kirche,Gesellschaft) bei Kindern auslösen und anrichten können, würden sie sicher bewusster mit ihnen umgehen.
Da sie es selbst so erlebt haben, geben sie meist ihre Ängste und Erziehungsweise an Kinder weiter. Hier ist neues Umdenken und sich Einfühlen können in Kinder, ein wichtiger Prozess in unserer Gesellschaft, umsonst gibt es nicht die vielen suchtabhängigen und dysfunktionalen Familien.
Der Urlaub ist zu Ende, mein Tagesablauf ist anders, kann mich auf eigenes Essverhalten (Emotionen und Gefühle) besser einlassen, da ich nur abends etwas für meinen Mann kochen brauche.
Aus o.g. Buch bekam ich wieder die Bestätigung, das alkoholkranke Mütter, bei ihren Töchtern auslösen, dass sie keine Grenzen setzen können. Wieder das Thema, wo fange ich an, wo höre ich auf. (Wo bin ich noch verstrickt mit meiner
Mutter) Dürfen andere Menschen meine Grenzen die ich setze und ausdrücke, verletzen? Wie schütze ich meine Grenzen? Wichtig ist mir meine Emotionen und meine Gefühle wahrzunehmen, zu akzeptieren und danach zu handeln. Habe jetzt Zeit dafür.
Meiner Spiritualität möchte ich mehr Raum und Zeit geben, uns Frauen wurde mit der Hexenverbrennung unsere Wurzeln vom Frau-Sein auch genommen, unverarbeitete Ängste blieben zurück.
Ganzheitlich leben - Körper, Geist und Seele möchten beachtet sein, sie stillen unseren Hunger nach Lebendigkeit.
Meine manchmal spürende innere Leere, möchte ich nicht mehr mit Essen auffüllen, indem ich mir wenigstens im Magen ein Gefühl von Fülle schaffe.
Das Essproblem lenkt von den ursprünglichen Problemen ab (was hinterlässt eine alkoholkranke Mutter ihrer Tochter), das möchte ich nicht mehr verdrängen, sondern den Schmerz darüber nicht satt geworden zu sein, nicht vorgelebt bekommen zu haben, was Frau-Sein, Schönes sein kann, in unserer Mutter-Tochter-Beziehung.
Das alles nicht gehabt zu haben, kann ich nur bedauern und betrauern.
Ich finde auch, dass gegenseitige Unterstützung uns in unserem Vorhaben weiter bringen werden.
Musst Du heute wieder arbeiten? Ist es dann einfacher oder schwerer für Dich mit Deiner Ernährungsumstellung.
Alles Liebe Weitsicht