Zwei Schritte vor und einen zurück

  • hallo liebe thelma,
    ich habe respekt vor dir. du bist mit dir so wie ich sehe ins reine gekommen, du weist was du willst gehe diesen weg weiter so. nur eine glückliche mutter kann auch glück und liebe ihren kindern auch weitergeben und deine kinder brauchen das jetzt erst gerade. wenn das so ist wie du schreibst dein mann die kinder als mittel zu seinem zweck benutzt ist dies keine feine methode.
    zu deiner frage. ich kenne keinen alkoholiker wenn er nicht seinen verstand gerade versoffen hat das er zu irgendwelchen phantasien oder nicht mehr nachvollziehbaren gedanken neigt. wenn sein gehirn nach ein ein paar wochen entgiftet ist dann ist es entgiftet.
    LB Harald

    Liebe Grüße
    Harry

  • Guten Morgen Harry,
    deine Antwort auf meine Frage hab ich nicht so ganz verstanden.
    So:?
    Diese Phantasien und extremen Stimmungsschwankungen reduzieren sich im Laufe der Entgiftung?
    Ich kenne ihn ja nicht anders als derpr. oder aggr.
    LG Thelma

  • hallo thelma,

    also ich weiss nicht ob dir das weiterbringt aber ich erzähl dir von meiner mutter. sie ist seit 5 monaten trocken. in der zeit als sie so sehr zugedröhnt war hab ich mit ihr kein einziges sinnvolles gespräch führen können und hab ihr gesagt dass ich mich mit ihr zukünftig in diesem zustand nicht mehr reden werde.weil ich das was sie sagte icht mehr ernst nehmen konnte. inzwischen ist das gift wohl aus ihr draussen und ich kann wieder gut mit ihr reden und ihre argumente haben wieder sinn.vielleicht ist es ja das was harry da meint.

    davon mal abgesehen ist die sucht meiner mutter sicher noch in ihr, die strukturen sind festgelegt und sie muss sicher noch viel an sich arbeiten um nicht wieder in die alten strukturen zurrückzufallen. aber das nur am rande und zur erklährung deiner frage.

    ansonsten gebe ich harry recht geben, denn nur eine glückliche und zufriedene mutter kann eine gute mutter sein. das scheinst du ja auch umzusetzen und die kinder werden sicher darauf positiv reagieren.das wirst du sicher an ihnen merken, wenn der druck nachlässt und die entspannung kommt.

    meine erfahrungen sind, dass wenn wir wie jetzt einige wochen keinen kontackt zum vater haben die kinder viel entspannter sind und weniger aggressiv.mein ex macht genau den gleichen fehler, dass er ständig die kinder volltextet was für eine schlimme mutter ich sei.er lässt seine enttäuschung und seinen frust an den kindern raus. ich würde ihnen nur mist beibringen, weil sie bei ihm nicht so funktionieren wie er es will.

    gerade meine jungs werden dann so lebhaft und hören nicht , werden aggressiv wenn sie bei ihm sind, das liegt wohl damit zusammen.auch das er ihnen keine grenzen setzen kann, keine struktur bietet ist eine grosse schwierigkeit.mein grosser und auch mein kleiner haben adhs, das bedeutet das beide darauf angewiesen sind einen klar strukturierten tagesablauf zu haben.das kann er ihnen nicht bieten. die kinder leiden doch nur darunter. und ich muss dann montag und dienstag den ganzen frust zu hause abfangen und ihnen wieder einen sicheren rahmen schaffen und sie wieder positiv aufbauen. das strengt mich dann schon an.bisher hab ich das auch geschafft aber für mich wäre es angenehmer wenn das aufhören würde und ich meine kraft anderst investieren könnte.wie gesagt ich merke immer bei längeren pausen was für eine glückliche familie wir hier sind, und wie schön das leben ohne ihn sein kann.

    dann wünsch ich dir noch viele schöne stunden, lass es dir gut gehen. alles liebe melina

  • Hi melina,
    diese entspannte Stimmung hier im Haus ist so schön.
    Die Kinder halten sich z.B. auch nach dem Abendessen noch hier im Wo.zi auf. Sie schleichen nicht durchs Haus.
    Wir machen manchmal Percussion mit allen möglichen Gegenständen, die so rumliegen, wunderbar!!! Ach, ich könnte viele Dinge aufzählen.
    Es läuft hier wie geschmiert.
    Sie haben ihre Aufgaben, das klappt auch gut, weil ich drauf bestehe.
    Mein Mann macht mich nicht schlecht, auf keinen Fall.
    Ich hab das Gefühl, er will jetzt mit Gewalt den Familienvater geben und schmiedet so pseudoharmonische Zukunftspläne, auch wieder fern der Realität. Und der Kleine klammert sich so dran.
    Nach dem Motto: Alles wird gut, wenn diese Kur vorbei ist.
    Ich will halt realistisch sein und mir alle Möglichkeiten offen halten.
    Und mich vor allem eben nicht mehr davon abhängig machen, wie er sich entwickelt.
    Ich gönne ihm von Herzen ein Leben mit sich im Reinen.
    Aber mir auch.
    Melina, ich hoffe sehr, dass so schnell wie möglich Ordnung reinkommt in euer System.
    Ich halte mich durch Lesen bei dir auf dem Laufenden und wünsche dir ganz ganz viel Kraft.
    So, wie du den Ist-Zustand beschreibst, kann es auf keinen Fall bleiben.
    Wenn du dauernd damit beschäftigt bist, Schadensbegrenzung zu betreiben, bleibst du auf der Strecke. Aber das weißt du selbst.
    Umarmung, Thelma

  • hallo thelma,

    das ist ja auch schlimm für die kinder. wenn sie permanet versprechungen gemacht bekommen die dann nicht eingehalten werden können.kannst du das mit deinen kindern besprechen, dass sie sich nicht so viele hoffnungen machen und nicht zu sehr entteuscht werden? oh das ist auch nicht schön.

    meiner macht das auch immer wieder mit irgendwelchen versprechungen, sei es geschenke die sie nie bekommen oder aktionen die er plant und sie nicht durchzieht. kannst dir ja denken warum sie inzwischen auch die nase voll haben.

    also ich wiederhole mich ständig aber ich glaube mann kanns nicht oft genug lesen,ich wünsch dir noch so viele schöne stunden und geniess die zeit. vielleicht gewöhnst du dich noch schneller ans allein sein wie du glaubst und willst dann gar nicht mehr ins alte leben zurrück.

    umarmung zurrück und ganz doll gedrückt melina

  • hallo thelma,ich glaube das du mich falsch verstanden hast.
    ich kenn dein mann nicht und seine vorgeschichte, ich weiss auch nicht was er alles schon dir angetan hat da ich nur die letzen einträge gelesen habe,aber ich kenne aus erfahrungen die ich schon bei mir gemacht habe bzw. von anderen süchtigen. ich kenne süchtige die erfolgreich schon therapien gemacht haben und was danach war.
    dazu muss ich auch sagen, man kann nicht alle über einen kamm scheren da jeder auf alkohol anders reagiert. ich kenne menschen und es brauchen keine alkoholiker zu sein, die wirklich nach ein paar gläser ausrasten, schlägereien anzetteln andere werden depressiv und gehen bald vor leider selbstmitleid auf usw. nach dem rausch sind sie wie ausgewechselt, entschuldigen sich bei jeden usw. als kind sah ich wenn mein vater heim kam schon an seinen augen was los war es war die hölle. grundlose schläge waren an der tagesordnung. als kind konnte ich das nie begreifen, weil er nüchtern der liebste vater war. was da in einem gehirn abspielt keine ahnung.
    schau doch einfach in die welt. berühmte schriftsteller geben sich weil sie keinen ausweg mehr finden den gnadenstoss, andere bringen im säuferwahn mitmenschen um usw.

    ganz einfach gesagt, ein mensch der ständigt und täglich unter alkoholstress steht fühlt sich irgendwann an die wand gestellt weil es ihn unmöglich ist irgendwelche geistigen und körperlichen kräfte in seinem körper zu mobilisieren er steht immer im konflkt angriff oder resignation da kommen die urinstinkte auch bei nicht alkoholkranken zum vorschein. natürlich verändern sich biologisch im körper, in den zellen im gehirn so einiges bei ständigen alkoholkonsum.

    das verhalten wie dein mann derzeit reagiert ist mir auch nicht ganz verständlich ich kann nicht oben schweben wenn ich ganz unten bin und bis ich mir selben auf die schulter klopen kann da vergeht noch eine lange zeit. er befindet sich auf kur, ihm müsste jetzt klar sein, was er angerichtet hat.
    er bekommt auf der kur erstmal gehkrüken mehr nicht und bis er laufen kann das wird noch eine harte zeit.
    und das was er gerade macht, ich sage es mal ganz einfach, er nimmt das schwächste glied in der kette und das sind leider die kinder die können sich am wenigsten wehren. vielleicht bin ich auf dem holzweg, das musst du aber selber wissen.

    von mir aus kann ich sagen, meine frau hat sich mir gegenüber fair verhalten wo ich unfair ihr gegenüber durch mein trinken war heute habe ich vieles wieder gutzumachen.
    mir wurde dies auch erst richtig bewusst wo ich eure beiträge hier in diesem forum las ich wünsche euch allen sehr viel kraft und gott steh euch bei
    LG Harald

    Liebe Grüße
    Harry

  • Danke, Harry
    für deine Mühe, die du dir gibst.
    Bist ein Schatz.
    Wenn was ist, kannst du mir jederzeit schreiben,
    ich freu mich.
    LG Thelma

  • guten morgen thelma!

    wir kennen uns NOCH nicht...und trotzdem hab ich das bedürfniss DIR heut zu schreiben... :roll:

    hab DEINEN post bei kabilie gelesen...

    konntest DU "die lawiene"zum stoppen bringen?

    wie geht es DIR?

    liebe grüsse caro :wink:

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Hi Thelma,
    ich habe mich heute durch Deinen Thread durchgelesen - alles auf einmal und mag Dir gerne sagen, was hängen geblieben ist oder wo ich hängengeblieben bin:

    So wie Du Deinen Mann und Euer familiäres Zusammenleben beschreibst, kam mir der Ausdruck Diktator in den Sinn. Jedoch Diktator auf einer unbewussten Ebene. Er hat es geschafft mit seinem Trinkverhalten und den daraus resultierenden Folgen alle, und damit meine ich alle in Eurer Familie - zu beeinflussen. Psychosomatische Symptome an der Tagesordnung mit eingeschlossen.

    Kaum ist er weg, geht hier ein Ruck durch diesen Thread - grosses Aufatmen - der Hauch :wink: von Freiheit, welche sich wie eine weiche schützende Decke über die Restfamilie legt. Symptome verschwinden, allgemeines Wohlbefinden. Gleichzeitig beginnst Du die Tage, bzw. Wochen bis zu seiner Rückkehr wieder zu zählen. Angstaufbau - unbewusst.

    Thelma, ganz ehrlich. Wenn ich Dich fragen würde momentan "Was brauchst Du?", wie wäre Deine Antwort? Und wenn ich Dich fragen würde "Kannst Du Dir ein weiteres Leben mit Deinem Mann vorstellen? Unter welchen Voraussetzungen?", was käme dann?

    Bei mir kommt folgendes an auf der emotionalen Ebene, wenn ich hinter Deine Worte spüre:

    Was Dir am besten täte, wäre...

      momentan eine strikte Kontaktreduzierung
      eine Thera für Dich zur Aufarbeitung und Weiterentwicklung
      wenn er entlassen wird getrennte Wohnungen und eine ganz langsame Annäherung von beiden Seiten
      beim Zusammenbleiben eine Paartherapie

    Vielleicht auch nicht. Dann les drüber... :wink:

    Liebe Grüsse
    Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Liebe skybird,
    ich bin sprachlos.
    Erstens, weil du alles, was mir im Kopf rumgeistert, auf den Punkt bringst.
    Zweitens, weil du dir die Mühe gemacht hast, meinen Thread ganz durchzulesen. Dafür danke ich dir von Herzen.
    Drittens, weil du das genau heute getan hast.
    Denn seit gestern überrollen mich sämtliche Gefühle, Erinnerungen kommen dauernd hoch, und immer immer wieder ein Gedanke:
    Ich will frei sein, selbstbestimmt leben, mich nicht mehr beleidigen und verletzen lassen.

    Ich hege starke Zweifel, dass dieser diktatorische Zug an meinem Mann durch diese Kur verschwindet.

    Therapie habe ich im Januar begonnen.
    Den Kontakt habe ich bereits auf ein Minimum reduziert.
    Getrennte Wohnungen wären wirklich das, was ich eigentlich will.

    Sch..., mir gehts grad nicht gut.
    Nochmal danke, liebe skybird,
    LG Thelma

  • Liebe Thelma,

    geht grad nicht gut - glaub ich Dir gerne, denn was steht nun an, damit Du Deine Bedürfnisse erfüllen kannst?

    Ein Mitteilen an Deinen Mann als erstes, aber wie formulieren, damit er es versteht und nicht gleich verletzt ins andere Extrem zurückfällt, gell?
    Dann auch ein Dir klarwerden, was von dem was Du willst, kannst Du auch durchsetzen und wie? Die Infos an die Kida als nächstes und sich dieser Auseinandersetzung stellen.

    Aber die wichtigste Grundfrage bleibt für Dich:

    Will ich mit diesem Mann, auch wenn er trocken ist, überhaupt noch zusammenbleiben?

    Und niemand, rein gar niemand nimmt Dir die Entscheidung ab. Da, liebe Thelma, gehst Du ganz alleine durch. Gut, dass Du Thera-Hilfe hast. Nutze sie - für Dich, nicht gegen ihn. Das ist das, was für ihn am schwierigsten zu verstehen sein wird. Dass Du etwas für Dich und nicht gegen ihn machst.

    Drück Dich mal und schick ne Portion Sonntagsenergie!
    Herzlich
    Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Liebe skybird,
    danke für deinen Energieschub, den kann ich grad gut gebrauchen.
    "Komischerweise" rief gestern abend mein Mann an und fragte mich im ersten Satz, wie es mir geht.
    Das geschah zum ersten Mal, seit er weg ist, sonst erzählt er nur von sich.
    Anscheinend hat er über die 700 km hinweg irgendwie gespürt, dass es gewaltig in mir arbeitet.

    Ich hab ihm gesagt, dass ich momentan Probleme mit der Vorstellung an eine gemeinsame Zukunft habe.

    In vielen kleinen Situationen wird mir bewußt, dass ich ganz anders handle und entscheide, weil ich nicht darauf Rücksicht nehmen muss, wie er reagiert usw.

    Ich habe so lange gegen mich, meine Wünsche und Bedürfnisse entschieden, nur um den Stress so klein wie möglich zu halten.

    Er meinte dann, seine Aggressivität kam zu 90 Prozent vom Alk.
    Ich soll uns doch ne Chance geben.
    Er versprach mir, wenn er weiterhin mit den Kindern nicht klarkommt, zu gehen. Hmm.

    Das Thema Alk steht garnicht mehr zur Debatte, da hab ich auch Vertrauen, ich weiß auch nicht, warum, ist einfach so.

    Ich will ihm auch nicht das Gefühl geben, die nächsten Jahre im Büßergewand rumkriechen zu müssen, wegen all der Dinge, die im Suff passiert sind.
    Dann müsste ich wirklich gleich gehen, das wäre ja albern.

    Ich will aber nicht mehr gegen mich entscheiden, ich will zu mir ja sagen.
    Keine faulen Kompromisse um des lieben Friedens willen eingehen.
    Und da wird es unter Umständen sauber krachen.
    Du schreibst:
    Das ist das, was für ihn am schwierigsten zu verstehen sein wird. Dass Du etwas für Dich und nicht gegen ihn machst.

    Oh ja, da ist was wahres dran.

    Ich will es wenigstens ausprobieren, jetzt sind wir so weit gekommen, zum ersten Mal steht der Alk nicht mehr zwischen uns.

    Er klang gestern so zuversichtlich und ist so guter Dinge, er arbeitet so hart an sich.

    Ich will uns diese Chance geben.
    Und bis dahin genieße ich die Ruhe und Freiheit.
    Immer wenn ich zu sehr in die Wenns und Abers der Zukunft abdrifte, hol ich mich ab jetzt bewußt zurück und schau, was jetzt möglich ist, was mir jetzt guttut.

    Danke, liebe skybird, für deine Gedanken,
    LG Thelma

  • Liebe Thelma

    Da fielen mir doch wieder ein paar Sachen zu Deinem Post ein, die lass ich mal da. :wink:

    Zitat

    In vielen kleinen Situationen wird mir bewußt, dass ich ganz anders handle und entscheide, weil ich nicht darauf Rücksicht nehmen muss, wie er reagiert usw.

    Du musst nicht Rücksicht nehmen, denn niemand zwang Dich dazu. Du wolltest Rücksicht nehmen, denn eine vorgegaukelte stressarme Harmonie war Dir wichtiger als Deine eigenen Bedürfnisse. Zeit für Änderung! :P

    Zitat

    Er meinte dann, seine Aggressivität kam zu 90 Prozent vom Alk.

    Ich meine dazu, dass eine Aggressivität bereits im Menschen veranlagt ist, nur der Alkohol nimmt die Hemmschwelle sie auszuleben.

    Zitat

    Ich soll uns doch ne Chance geben.
    Er versprach mir, wenn er weiterhin mit den Kindern nicht klarkommt, zu gehen. Hmm.


    :shock::shock::shock:

    Wieso schiebt er jetzt die Kinder vor? Um von sich, von Dir abzulenken? Sein Versprechen an Dich sollte besser lauten: ich gehe, wenn ich mit meiner Trockenheit nicht klarkomme.

    Zitat

    Das Thema Alk steht garnicht mehr zur Debatte

    Das nenn ich einen perfekten Verdrängungsmechanismus und gefährlich, wenn das Thema totgeschwiegen wird. ein erster Schritt auf dem Weg zu einem Rückfall - bei ihm UND bei Dir!

    Zitat

    Keine faulen Kompromisse um des lieben Friedens willen eingehen.

    Du machst bereits den ersten faulen Kompromiss, indem Du billigst, dass das Thema Alkohol totgeschwiegen wird und es unter dem Co-Mäntelchen des Vertrauens und des Verzeihens versteckst.

    Zitat

    Ich will es wenigstens ausprobieren, jetzt sind wir so weit gekommen, zum ersten Mal steht der Alk nicht mehr zwischen uns.

    Logisch, wenn Ihr über das Thema nicht mehr redet. :(

    Zitat

    Ich will uns diese Chance geben.
    Und bis dahin genieße ich die Ruhe und Freiheit.


    ...weil ich nicht bereit bin, die Hoffnung auf ein Zurückgehen in den früheren Zustand aufzugeben, weil ich daran klammere, bis die Knochen brechen. Im zweiten Satz bis dahin kommt Deine Angst und Unsicherheit zum Ausdruck. Bis dahin geniesst du, denn danach? Wird wieder alles anders?

    Verzeih meine Offenheit, ich lese auch zwischen den Zeilen und benenne das, was ich zu spüren glaube. Nimm Dir das daraus, was für Dich stimmt, den Rest ab in den Kübel... :wink:

    Liebe Grüsse
    Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Liebe skybird,

    Da fielen mir doch wieder ein paar Sachen zu Deinem Post ein, die lass ich mal da. :wink:

    Danke, lieb von dir.


    Du musst nicht Rücksicht nehmen, denn niemand zwang Dich dazu. Du wolltest Rücksicht nehmen, denn eine vorgegaukelte stressarme Harmonie war Dir wichtiger als Deine eigenen Bedürfnisse. Zeit für Änderung!

    Stimmt.

    Ich meine dazu, dass eine Aggressivität bereits im Menschen veranlagt ist, nur der Alkohol nimmt die Hemmschwelle sie auszuleben.

    Stimmt auch, deshalb gehts mir ja so besch... in bezug auf dieses Thema.

    Wieso schiebt er jetzt die Kinder vor? Um von sich, von Dir abzulenken? Sein Versprechen an Dich sollte besser lauten: ich gehe, wenn ich mit meiner Trockenheit nicht klarkomme.

    Stimmt.

    Das nenn ich einen perfekten Verdrängungsmechanismus und gefährlich, wenn das Thema totgeschwiegen wird. ein erster Schritt auf dem Weg zu einem Rückfall - bei ihm UND bei Dir!

    Das Thema wird nie und nimmer totgeschwiegen, da hast du mich falsch verstanden, skybird. Das ist Thema Nr 1, aber ich habe zur Zeit irgendwie das Gefühl, dass er wirklich trocken sein WILL. Daher mein Vertrauen.

    Du machst bereits den ersten faulen Kompromiss, indem Du billigst, dass das Thema Alkohol totgeschwiegen wird und es unter dem Co-Mäntelchen des Vertrauens und des Verzeihens versteckst.

    Wie gesagt...

    ...weil ich nicht bereit bin, die Hoffnung auf ein Zurückgehen in den früheren Zustand aufzugeben, weil ich daran klammere, bis die Knochen brechen.

    Absolut nicht. NO no never.

    Im zweiten Satz bis dahin kommt Deine Angst und Unsicherheit zum Ausdruck. Bis dahin geniesst du, denn danach? Wird wieder alles anders?

    Keine Ahnung.

    Verzeih meine Offenheit, ich lese auch zwischen den Zeilen und benenne das, was ich zu spüren glaube. Nimm Dir das daraus, was für Dich stimmt, den Rest ab in den Kübel... :wink:

    Ich danke Dir für deine Offenheit, skybird. Bitte viel davon!!!!!
    Genau das brauche und will ich hier,
    Kuschel-Kuschel-Sprüchlein bringen mich nicht weiter.
    Ich bin absoluter Verfechter der Offenheit.
    Keine Angst, ich schone mich nicht- und meinen Mann auch nicht.
    Ich rede Klartext.
    Schon lange.
    Sonst wäre er jetzt nicht auf Kur. Es hätte sich sicher noch eine Weile hingezogen, wenn ich nicht so gnadenlos ehrlich gewesen wäre.
    Ich hatte absolut nichts mehr zu verlieren, weil ich am Ende war.
    Liebe Grüße
    Thelma

  • hallo thelma,

    ich bin skeptisch wie all die anderen hier ob deine hoffnung die du in die kur steckst dann auch wirklich zu dem ergebnis führen welches du dir wünscht. faktum ist das er alkoholiker ist und es sein leben lang bleiben wird. da hilft die kur vielleicht ein stück aus dem teufelskreis herrauszukommen doch was nach der kur kommt ist harte arbeit. arbeit die er an sich haben wird um nach vorne zu kommen. es langt nicht einpaar wochen in kur zu gehen und hinterher ist alles seeliger sonnenschein.er wird ambulant weitere therapien benötigen um seine festgefahrenen strukturen aufzudröseln. ob er das dann tatsächlich macht wenn er heim kommt ins gewohnte umfeld ist nicht sicher. und ob du weiterhin es schaffst ihn zu übereden wie du es schon getan hast wage ich zu bezweifeln, da es im endeffekt nicht nützt.
    er muss doch das von sich aus machen. er für sich und sonst für niemanden.

    und du für dich. jetzt hast du ruhe fühlst dich pudelwohl. deine kinder haben endlich den frieden den sie zum gesunden sich entwickeln brauchen. und du brauchst ihn nicht. dafon geh ich aus. denn kein mensch darf sich von einem anderen menschen so abhängig machen, das er diesen zum leben braucht. du bist eigenständig und zeigst doch im moment das du dein leben mit den kindern gut gemeistert bekommst.seh das als chance dich mal anders zu orientieren. ein leben weg von ihm ganz eigenständig .

    mir tun die kinder leid, wenn ich lese dass sie immer nur rücksicht auf den mann nehmen mussten.ich kann mir nicht vorstellen das das anders wird, wenn er wieder da ist. das hällt er möglicherweise einpaar wochen aus und fällt wieder ins gleich muster zurrück.jetzt schreibst du sind die kinder glücklich.genau das ist das was ihnen gefehlt hat, was die kinder brauchen. wiso willst du an was festhalten was dir bisher nicht gut getan hat. er muss sich wie gesagt erst mal selber in den griff bekommen.

    deine aufgabe ist es dich dennoch zu lösen und deinen weg zu gehen. fange an dein leben zu leben.machs für dich und deine kinder. ich weiss nicht ob es gut ist für die kinder wenn sie so hin und hergerissen werden. da stecken sie zu viele hoffnungen rein und bekommen frust und entteuschung. schon der gedanke daran es könnte zur entteuschung kommen sollte dich bewegen die kinder dafor zu bewahren.mach dir gedanken dazu. wäge für dich ab was das beste ist. du musst dich dabei an vorderster stelle setztn und deine kinder. nicht er ist wichtig sondern du!

    alles liebe melina

  • Hallo Thelma,

    zu dieser Frage von Skybird:

    Zitat

    Aber die wichtigste Grundfrage bleibt für Dich:

    Will ich mit diesem Mann, auch wenn er trocken ist, überhaupt noch zusammenbleiben?

    ..möchte ich Dir mal diesen Thread empfehlen.

    Liebe Grüße
    S.Käferchen

  • Vielen Dank,
    liebes Käferchen.
    Ich hab mir den Thread gerade durchgelesen.
    Dessen letztes Posting endet mit:

    "Grübel"

    Genau.

    Liebe Grüße,
    Thelma

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