Co-Abhängigkeit, Kontrollsucht, erwachsene Kinder

  • Liebe Martina,

    ich glaube das hast du schon richtig erkannt dass die Lügerei deines Sohnes aus der Not geboren ist wegen deinem Kontrollzwang.

    Sag mal du gehst echt an seine Sachen? Hast du keinen Respekt vor Grenzen? Sein Tagebuch hast du nicht auch zufällig gelesen oder? :(

    Kann es sein dass du deinen Sohn zum Partnerersatz machst und du einfach nur Angst hast verlassen zu werden?

    Was wäre denn so schlimm daran ihn mal alleine machen zu lassen? er ist doch keine 5 mehr und kann sehr wohl schon viel Verantwortung für sich selbst übernehmen.

    Wenn er denken würde du lässt ihn im Stich würde er dir das sicher sagen. Aber je mehr du ihn festhälst, desto mehr wird er versuchen sich zu distanzieren, das hoffe ich jedenfalls für ihn denn das wäre eine normale, angemessene Reaktion.

    Und die Freundin möchte ich in der Situation auch nicht sein. Wie soll man denn mit so einer Übermutter wie dir umgehen? Bitte entschuldige meine harten Worte.

    Grüße,

    Alma

  • Hallo Martina,

    herzlich willkommen hier im Forum. Loslassen um bei Dir zu bleiben ist das Schwierigste. Es gibt keine Schuld.

    LG Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Halllo Martina,

    Dein Sohn ist 21 Jahre alt? Wie du mir deine Beziehung beschreibst ist er für dich immernoch nicht älter als 10.
    Mutter sein ist schwer. Loszulassen tut weh. Allein zu sein ist manchmal grausam.
    Martina doch deine Verantwortung als Mutter ist heute eine ganz andere als bei einem minderjährigen Kind. Und selbst kleine Kinder haben Recht kleine eingenständige persönlichkeiten zu sein und nicht kontrolliert zu werden.
    Er lügt doch nur aus einer Not herraus. Lass ihn leben, vertraue ihm. Er wird sein Leben schon im Griff haben.Du hast ihm doch das Werkzeug zum Leben mitgegeben. Und wenn nicht dann muss er es für sich selbst richten, er ist Erwachsen.Wenn er die Hilfe seiner Mutter braucht kommt er zu dir.
    Martina du selbst musst mit dem alleine sein klar kommen. Klammer dich nicht an deinen Sohn. Baue dir selbst einen Bekanntenkreis auf in dem du dich wohl fühlst.
    Ich weiss selbst wie schwer das ist. Immer wieder habe ich anderen vertraut und bin auf die Nase gefallen, enttäuscht worden. Meine Wahrnehmung ist gestört, auch das weiss ich. Und trotzdem, unter den vielen schwarzen Schafen in meinen Leben waren wunderbar weisse dabei! Das gibt mir den Mut weiter zu machen und die Kraft das Leben zu Leben.Lass dich da nicht hängen. Mach dich nicht zum Aussenseiter.Versuche wieder Vertrauen zu anderen Menschen zu bekommen.Nur Mut du schaffst das!
    Grüssle Melinak

  • Hi Martina

    Schön hast Du den Mut gefasst wieder zu schreiben.
    Erschüttert habe ich hier gelesen, wie sehr Du Dich über Deinen Sohn definierst. Da bist Du echt ziemlich dick drin in Deiner Co-Abhängigkeit.

    Dein Sohn ist 21. Er ist erwachsen, möchte sein selbständiges Leben leben. Wie furchtbar muss da für ihn eine Mutter mit Kontrollzwang und verlorenem Vertrauen auf ihn wirken? Klar lügt er - nicht, dass ich das entschuldigen möchte, aber verstehen tu ich es.

    Martina, Du hast Dein Problem erkannt, gut formuliert auf den Nenner gebracht in Deinem Thread-Titel. Für mich sieht es so aus, als ob Du ein Verhalten, welches Du Dir in Deiner Kindheit zum Überleben angeeignet hast nun auf Deinen Sohn übertragen hast. Vielleicht wäre es sinnvoll mit Hilfe eines Therapeuten einmal dahin zu schauen, warum diese Sucht gebraucht zu werden und zu kontrollieren bei Dir so stark ausgeprägt ist. Dein Helfen wollen kommt mir wie ein Hilfeschrei vor, der eher lautet:

    Lass mich nicht allein, verlass mich nicht! Ich tue alles dafür, dass Du bleibst und es Dir gut geht.

    Damit setzt Du Deinen Sohn unter massiven Druck und weil er intuitiv spürt, dass er Dich mit der Wahrheit vllt. verletzen könnte und er alles andere als das will, lügt er. Ist der einfachere Weg, oder?

    Vllt. habe ich mich hier mit meiner These auch viel zu weit aus dem Fenster gehängt. Wenn ja, ab in den Kübel damit! :wink:

    LG Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Zitat

    Es ist nicht leicht, aus dem Kreislauf der Co-Abhängigkeit herauszukommen und ihn einfach machen zu lassen.

    Das hat auch niemand behauptet, Martina! :wink:
    Du bist hier um für Dich zu schauen, welchen Weg Du gehen kannst aus Deiner Co-Abhängigkeit. Dieser Weg beginnt und endet bei Dir.

    Nicht Dein Sohn verändert sein Leben, sondern Du kannst aktiv etwas dazu beitragen, dass Heilung einsetzt. Dafür ist es unabdingbar ihn machen zu lassen - es ist sein Leben, seine Arbeit, seine Entscheidungen, seine Freundin. Mit 21 braucht er Erfahrungen, selbsterfahrene, nicht erzählte Erfahrungen mit dem "Hab Achtung..." - Zeigefinger.

    Stell Dich, Dein Leben und Dein Wohlergehen in den Mittelpunkt Deines Lebens. Finde Sachen, die Du gerne machst (Hobbys?...), Sachen, die Dir gut tun (Massagen?...). Beschäftige Dich immer mehr mit dir und immer weniger mit ihm. Vertrau Deinem Sohn, dass er auf Dich zukommt, wenn er dich braucht oder einen Rat möchte und sag ihm das auch. Aber in diesem Sinne, nicht in der "Ich bin immer für Dich da" - Repetition.

    Zitat

    Genau DAS Gefühl möchte ich ihm doch NICHT geben


    Du kannst einem anderen keine Gefühle geben Martina! Das ist Fakt. Gefühle entstehen und nur der, bei dem sie entstehen, weiss oder kann spüren, warum sie so sind wie sie sind.
    Du bist nicht mehr verantwortlich für Deinen Sohn und er nicht für Dich.

    Vielleicht braucht er es einmal zu hören, dass es für Dich stimmt, wenn er sich eine eigene Wohnung sucht, dass Du ihn gehen lässt, um seine eigenen Erfahrungen ohne seine Mutter zu machen.

    LG Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Liebe Martina,
    Du hängst emotional richtig "in deinem Sohn drin".
    Wie kommst Du da raus?
    Ein allererster Anfang wäre, ihn zuhause in die Verpflichtung, sprich VERANTWORTUNG zu nehmen.
    Ihr seid eine Wohngemeinschaft.
    Jeder hat Rechte und Pflichten.
    Indem du ihm alles abnimmst, nimmst Du ihm die Eigenverantwortung, machst ihn unselbständig.
    Lass mal, Mutti macht das schon...
    Das ist das schlimmste, was Mütter tun können. Das ist versteckter Egoismus.

    Stecke deine Grenzen ab und versuche dich von ihm abzugrenzen.
    Er tut das ja schon verzweifelt-durchs Lügen.

    Wenn er nicht zur Arbeit geht, wird er über kurz oder lang seinen Job verlieren.
    Dann muss er aber die finanziellen Konsequenzen selbst tragen.
    Das ist für eine Mutter hammerhart, ich weiß.

    (Wenn ein Alkoholiker nicht aufhören will, wird er abstürzen)
    In Liebe fallen lassen. Immer wieder das gleiche.

    Du brauchst ihn ja nicht verbannen.
    Wenn er das Gefühl bekommt, dass Du ihm vertraust, spürt er eine starke Mutter hinter sich.
    Mit Deiner Kontrolle bist Du schwach. Das weißt Du ja selbst schon.
    Probier doch mal folgendes aus:
    Sag zu ihm:
    Du machst das schon, ich vertrau Dir. Es ist dein Leben. Du hast die Verantwortung.

    Und dann geh.
    Kein weiteres Gespräch und wenn du dir auf die Zunge beissen musst. Lass ihn machen.
    Lenk dich ab, erwähne das Thema Arbeit mit keiner Silbe mehr. Sei am besten garnicht zuhause, wenn er von der "Arbeit" kommt. Und mach morgens Dein Ding. Rede mit ihm über dies und das, aber frage nichts persönliches.
    Einen Versuch ist es wert.

    Ich schließe mich skybird an: Ich würde mir einen Therapeuten suchen.
    Kontroll-Sucht ist tief verankert, da alleine rauszukommen, ist sehr schwer.
    Schön, dass du hierher zurückgefunden hast.
    Lieben Gruß von
    Thelma

  • Oh, mein Beitrag hat sich mit den letzten beiden überschnitten, nimm dir raus, was du bruchen kannst.
    LG Thelma

  • Hallo Martina,
    ich schreib dir jetzt einfach mal von mir und meinem Sohnemann...
    Ich habe ne tochter 27 und meine Sohn ist 25. Meine Tochter hat ihre Schule bis zum Abbi in einem Rutsch durchgezogen und ist dann mit 18 nach Karlsruhe gegangen (700km entfernt) um zu studieren...naja ich habe drei Wochen rumgeheult beim Anblick des leeren Zimmers und dann war gut...
    Mein Sohn, von klein auf Asthmatiker, Hautprobleme, sensibel usw ging auch auf das Gymnasium, er ist nen schlauer Fuchs und hätte seinen Abschluß genauso schnell hinkriegen können...war aber nicht so.
    Ich gebe zu, dass ich ihn ziemlich verpeppelt habe und ihn auch gerne aus der einen oder anderen Misere rausgeholfen habe...Ich hab ihm immer wieder geholfen, beschützt...keine Ahnung...Irgendwann mit 18 fing er an zu schwänzen, ich fands raus (nicht durch Taschenkontrolle, er ist einfach nen schlechter Lügner und hält es auch nicht lange durch)...Ich redete und redete aber er machte es immer wieder. Er hatte in dieser Schule wo meine Tochter so prima zurecht gekommen war, einfach Probleme...er machte alles, nur nicht lernen...Tja, dann blieb er sitzen und er wollte dort auch nicht wieder hin, z.B. um die Klasse zu wiederholen...also, ich redete und redete wieder..Ergebnis, er wollte auf ne andere Schule und dort wiederholen...ich "Mama-Glucke", hab ihm natürlich geholfen, bis wir was passendes hatten...aber er mußte fahren...am besten mit auto. Ich legte mich krumm und versuchte meine dienste so hinzukriegen, dass er mein Auto haben konnte, schaute jeden Tag ob er auch hingegangen ist usw...
    Die 11. hat er dann sehr gut gemacht und in der 12. kippelte es schon wieder mit schwänzen und so aber er konnte noch von der 11. zähren..dann versetzung in die 13. und im März kurz vor der Abbiprüfung schwänzte er nur noch...er ging einfach nicht mehr hin...und wenn ich mich auf den Kopf stellte. Ok, hab ich dann gesagt, dann melde dich ab...er hat dann von März bis Oktober als Schlagzeuger mit seiner Band erstmal die Sau rausgelassen (und ich hab ihn machen lassen) dann wollte er einfach so nach Bremen ziehen, weil er nicht mehr zu Hause wohnen wollte...na da hat Mama wohl erstmal ne Woche geheult (hat er nicht mitbekommen) und dann hab ich ihm klar gemacht, dass er sich um nen Zimmer oder so kümmern muß und eben auch um nen Job oder sonst irgendwie ne Aufgabe (es fiel mir sehr schwer ihm nicht zu helfen). Er hat sich dann ohe Mamis Hilfe nen Zimmer gesucht, einmal nach Bremen und schon hatte er nen Mietvertrag. Dann hat er sich um ein FsJ gekümmert und konnte dann auch in einem Kindergarten anfangen. Er hatte im Monat, nicht mal ganz 400, - euro und die Miete lag schon bei 190,-...er hat es durchgezogen und im Kindergarten war er sehr beliebt...nach dem Jahr wußte er aber immer noch nicht was er machen wollte und da ich ihm gesagt hatte, dass er halt selber für sich sorgen muß, ist er Plakate kleben gegangen...ich kann dir sagen, das ist kein leichter Job, er wog nach kurzer Zeit zeh Kilo weniger....(man rennt sich die Hacken wund) Das hat er dann auch ein Jahr gemacht und eines Tages kam er zu mir und meinte: Mama, ich will nicht mein Leben lang so blöde Lakaienjobs machen...ich würd gerne ne Ausbildung machen. Er hatte noch kurz überlegt ob Erzieher oder Krankenpfleger, dann hatte er sich aber für den Pfleger entschieden, schon deswegen, weil er nich nur die Schulbank drücken wollte sondern auch zwischendurch richtig arbeiten wollte. Er hat die Bewerbung alleine geschrieben, 16 Stück, beim ersten Vorstellungsgespräch: Super Tests abgeliefert, Gespräch mit der Schulleitung, ...die meinten er wäre in der ersten Gruppe und es würde dauern bis er bescheid bekommt, weil noch viele eingeladen wären und sie nur 10% nehmen würden...lange Rede kurzer Sinn...er hatte ungelogen am nächsten Tag die Zusage...ohne Abbi..ok das FsJ war natürlich nützlich...
    Jetzt ist er im zweiten Lehrjahr und in der Praxis hagelt es nur einsen und in der Schule läuft es auch prima...
    Aber er hat seinen Weg erst mit 24 gefunden und zwar weil ich ihm nicht geholfen habe..verstehst du? Es ist seins, von ihm gewählt, von ihm gesucht und nun weiß er für wen er das macht...nämlich für sich...nicht für mich, nicht für seinen Vater und auch nicht für seine Schwester, die auch eine Predigt nach der anderen losgelassen hatte...bis wir ihn losgelassen haben aber nicht verlassen..gell...

    Ich Grüße dich und hoffe es war dir nicht zu lang, was ich geschrieben habe..
    Merlina

  • und noch ein Nachsatz...
    du glaubst gar nicht wie am Anfang seine Bude ausgesehen hat und wie er mich immer versucht hat zum Aufräumen einzuspannen, wenn ich ihn mal besucht habe..Ich habs gelassen, ein wenig später wollte er nur noch, das ich dabei sitze während er aufräumt, das war lustig...ich hab kaum einen Handschlag gemacht...nur zugeschaut..naja jetzt wohnt er in HH und kriegt alles selber hin...außer mein Auto, wenn er sich das leid, krieg ich anschließend die Krise...wie kann man beim Fahren nur so viel essen und trinken...meine Güte...aber ich hab ihhn nu auf den Pott gesetzt und ihm gesagt...noch einmal und das Auto bleibt hier!!
    ...und das hab ich mir auch ganz feste vorgenommen...nix mehr liebe Mami :)
    Merlina

  • Liebe Martina, ich lese heir schon lange Zeit im Forum. aber Dein Thread schriet regelrecht nach Coabhängigkeit, so sehr, dass ich selber schreien könnte, wenn ich es lese.
    Ich spüre schon deine Hilflosigkeit und dass tief im herzen du es ja nur gut meinst mit deinem sohn. aber Martina, ich habe vor kurzem eine Artikel gelesen über Misshandlung. Psychische Misshandlung. Und was da beschrieben war trifft genau zu auf das was du hier schreibst.
    Dein Sohn braucht unbedingt seine Freiheit sich zu entfalten. Und du ja auch, du tust euch beiden keinen gefallen damit.
    Mit dem Aufräumen usw ist imemr schwierig mit Kindern, besonders wenn man sie ein Leben lang verwöhnt hat. Da wirst du jetzt mit 21 wohl auch nichts großartiges mehr ausrichten können. Das wird er dennoch schneller lernen als du denkst, wenne r mal ne eigene wohung hat. Dann ist es aber auch SEINE Sache udn du solltest dich da vollkommen raus halten.
    Ausser den dingen die schon gesgat wurden ist mir noch aufgefallen, dass du deinme sohn anscheinend auch schon einiges vorgelebt hast. Du klebst an ihm, kontrollierst ihn . ER kontrolliert seien freundin. Du hast es versäumt ihm vertrauen zu schenken, so hat er es jetzt auch nicht gelernt loszulassen und kontrolliert seine freundin. und wenn die ihn mal belogen hat dann vielleicht aus eben diesem grund. genau wie er es mit dir macht. Und- ist er in seienm alter überhaupt dazu verpflichtet dir alles zu erzählen? er grenzt sich eben ab und das muß er auch. wahrscheinlich sind das gar keine lügen sondern insgeheim denkt er sich: ich sag es ihr jetzt nciht, denn es geht sie nichts an. so ist es .
    er braucht auch seinen freiraum. du versuchst die ganze zeit ihn durch gezielte fragestellungen auszutricksen. der ist doch nciht blöde mit 21.
    Und letztlich bewirkst du eventuell genau das gegenteil: Du nervst ihn.
    aber da du ja die mutter bist wird er versuchen dich mit diesen gefühlen zu verschonen. denn sicher weiß er dass dein verhalten eskaliert , wenn du die auch nich sorgen machst. Ich an seiner stelle würde es garnicht mal anders machen.
    Und liebe Martina, wie steht es bei dir mit der Ehrlichkeit. Geh doch mal zu deinem sohn und sag ihm klipp und klar, dass es dir einfach zu viel wird, dass du alles alleine machen mußt, dass du am Ende deiner Kräfte bist. Und frage ihn mal was er bereit ist zu übernehmen. so hast du vielleicht mehr erfolg.

    Wenn er tatsächlich vortäuscht, dass er zur Arbeit geht, dann sit es auch seine Sache. Dann muß er die Konsequenzen tragen. DU kannst ihm nciht alles abnehmen. Wer weiß, vielleicht geht es ihm auch wie dir, dass er keine kraft mehr hat. Oder die zeit braucht , um siene freundin zu kontrollieren, oder ihr hinterher zu trauern. Egal was mit dem mädchen ist, er muß da selber durch und seine eigenen erfahrungen machen.

    wenn ihr weiterhin zusammen leben müßt solltet ihr vielleicht wege finden, wie ihr euch ein wenig mehr aus dem wege geht. du kannst ja auch mal wegfahren, bei freunden übernachten. oder er bei seiner freundin.

    Und am besten ist es , wenn du mal anfängst was für dich zu machen.
    Stopf deine tage voll mit aktivitäten, dass du gar keine zeit mehr hast an deinen sohn zu denken. wenn er dich braucht wird er sich schon melden.
    Vertraue ihm mindestens in dieser hinsicht. Udn da kann ich dir auch mein wort drauf geben. Ich kann meine tochter getrost gehen lassen und ich höre manchmal tage nichts von ihr. aber wenn sie was braucht meldet sie sich schon. wenn man von den indern nichts hört geht es ihnen gut sagt man. bei uns trifft das voll zu. Klar macht man sich dann auch mal sorgen, aber meine erfahrung hat mich gelehrt , dass ich mich da auf mein gefühl verlassen kann. Und ich mußte da schon viel aushalten, sie ist schon in ihrer Kindheit oft verreist.

    Dass du seit dein sohn 1 1/2 ist keine Partner mehr gefunden hast, dem du vertrauen kannst spricht auch für sich. Sind denn nun alle menschen schlecht, weil du mal enttäuscht wurdest? Ich weiß selebr wie schwer das sit mit dem vertrauen. Aber auch wenn du mal ne neue erfahrung machst, wo es nicht klappt- auch da kommst du drüber weg.Man muß eben auch ein wenig probieren im leben. Meist hat man doch zumindest auch ein paar gute zeiten zusammen in jeder beziehung. diese schönen erfahrungen willst du dir alle vorenthalten, nur weil du angst hast vor enttäuschungen?
    Also ich kann dir nur sagen, dass ich lieber mein leben in vollen zügen genieße, auch wenn ich letzlich auf die schnauze falle. ich habe einfach gelernt immer wieder aufzustehen. Auch wenn es schwer fällt.
    Glaube mir, auch mir tut es weh belogen und betrogen zu werden oder sosnt wie verletzt zu werden. Aber man darf auch nicht alles zu ernst nehmen. Ich finde, es muß nicht jeder Mensch den man kennen lernt gleich die große Liebe des Lebens sein. Bis man den Deckel zum Topf gefunden hat kann man auch mal aus Schälchen essen, oder?

  • Zitat von Martina1960


    Ich bin und war immer für alle da, mein Ich ist völlig verlorengegangen.

    Dieses Pflänzchen ist völlig verkümmert.

    Möchtest Du ihm (Deinem Lebenspflänzchen) nach und nach ein wenig Lebenselixier zurückgeben, damit es sich wieder aufrichtet? Möchtest Du ihm eine Chance geben, eines Tages wieder zu blühen?

    Zitat von Martina1960


    Auch heute will ich wieder versuchen, nicht zu viel zu fragen und etwas für mich zu tun. Ich weiß im Moment noch nicht, was mir gut tut, auch wenn sich das merkwürdig anhört.

    Das ist doch schon ein guter Ansatz, vielleicht möchtest Du mal in Dich hinein horchen und darüber nachdenken, was Dir gefallen würde?
    Einen Versuch ist es doch wert oder?

  • Hallo, das mit dem sich selber guttun ist mir am Anfang auch schwer gefallen. Was sollte ich darunter verstehen. Inzwischen denke ich einfach an Sachen die Spaß machen oder die mich entspannen ... auch an Träume von früher. Überlege wo ich mich wohlfühle..
    Bei mir ist das ganz doll der Wunsch nach Natur. Versuche täglich meinen Teil abzukriegen mit einem Ausleihhund..., dann habe ich gemerkt das ich Bewegung brauche: z.B. gehe ich momentan in Yoga, das kann ich auch gut zu Hause nachmachen oder TaiChi, Qi Gong..und ähnliches. Gönne mir Seminare z.B. ein Baumseminar oder ein Frauenseminar ... interessiere mich für Kommunikation, gehe viel in die Bücherei. Immer öfter mal ins Theater oder so...gönne mir mal nen Kaffebesuch, geh malen etc. ach es gibt viele Sachen. Und ich habe gemerkt wenn man mal anfängt taucht da immer mehr auf. Ich wurde sicherer in vielen Situation und auch offener. Es fiel mir mit der Zeit nicht mal schwer in Gruppen zu sein wo ich keinen kannte (Seminare). Es gibt Kraft und ich bin für mich...und dann natürlich Therapie, das ist wichtig für mich.

    Viele Grüße
    Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • JAAAAAAAAA, geh` mal bei Dir selbst auf Entdeckungsreise,
    und stöbere nach den verschütteten Schätzen, die Dich glücklich machen.

  • Martina, mal Pause machen - tief durchatmen, mind. 10mal hintereinander. Ich möchte gerne noch etwas wiederholen, was ich Dir schon einmal geschrieben habe. Ich finde es sinnvoll, dass Du Dir therapeutische Hilfe suchst, die Dir dabei hilft, die der Kontrollsucht zugrundeliegenden Ängste aufzudecken.

    Was hast Du denn zu verlieren? Nichts, oder, wenn Du Deinen momentanen Zustand anschaust? Aber alles zu gewinnen... :wink:

    Liebe Grüsse
    Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Liebe Martina,
    Du solltest es dir wirklich wert sein, für dich Hilfe zu holen, ich bin mir sicher , dass du was passenden finden wirst.
    Stöber mal rum in deiner Gegend.
    So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe:
    Du hast etwas zu tun, bist abgelenkt von deinen Gedanken.
    Und du tust es für Dich.
    Es gibt auch tolle Seminare, über mehrere Tage.
    So kämst du mal raus, hättest mal Abstand.

    Ich glaube, in deinen vier Wänden drehst du dich momentan nur im Kreis.

    Gönn dir doch was feines, hmm?

    Innere Veränderungen kann man eh nicht übern Zaun brechen, mach dich ja nicht verrückt. Und wo steht, dass du es alleine schaffen musst?

    Sei lieb zu dir, mach dir keine Vorwürfe.
    Es gibt leider keinen Schalter, den man umlegen kann und schon ist alles in Butter.

    Alles Liebe von
    Thelma :)

  • Hi Martina! Ich hab mich jetzt mal durch deinen Thread gearbeitet und finde es sehr interessant, was du schreibst. Ich kenne das gut, was du da beschreibst - denn als Co dreht sich ja alles um irgendeinen anderen. Du hast deine Co-Abhängigkeit extremst auf deinen Sohn übertragen. Dass der keine Luft mehr kriegt bei dir, ist eigentlich völlig klar. Und du weißt es ja auch. Aber gefühlsmäßig kriegst du es halt (noch) nicht hin. Dein Sohn ist für dich der Partnerersatz. Das heißt, wenn er geht - und das sollte er dringend, finde ich!! Er ist 21!!!!!!!!! - fühlst du dich verlassen. Und das tut dir wahnsinnig weh.

    Das Problem ist, glaube ich: Er traut sich nciht, seine eigenen Wege zu gehen. Auch er ist von dir "co-abhängig". Ich glaube, er macht gerade eine Art Pubertät durch: Er hofft, dass er sich so danben benimmt, dass du ihm irgendwann die Etnscheidung abnimmst udn ihn rausschmeißt.

    Andererseits ist es ja furchtbar bequem, von Mam so betütelt zu werden.

    Also, was soll er tun?

    Wenn ICH seine Freundin wäre, würde ich rasen. Vor Eifersucht auf diese Mutter....

    Ich kann da echt aus Erfahrung sprechen. Ich war acht Jahre lang mit meinem Freudn zusammen, wir träumten (nein: ich) von Kinder, Wohnung, usw..... Und dann, nach 8 (!!!!!!!!!!) Jahren zogen wir endlich beide daheim aus. (Wir waren beide schon 27) Tja, und am ersten gemeinsamen Morgen sagte er zu mir: "Wo ist mein geschmiertes Marmaeladenbrot? Und meine Zeitung? Meine Mama macht das jeden Morgen für mich!" Tja, was soll ichs sagen: In dem Moment war mir klar, dass ich diesen Mann verlassen musss. Wie soll so jemand Verantwortung für sich - oder gar Kinder? - übernehmen?? Als typische Co habe ich ihn natürlich ncith sofort rausgeschmissen. Sondern bin ihm ein halbes Jahr später fremd gegangen. Dann sit er sofrt ausgezogen. Aber ich habe damit großes Leid über ihn gebracht.

    Was ich dir eigentlich sagen will: Mütter und Söhne ist - auch außerhalb von Abhängigkeiten - ein riesiges Thema. Lieben heißt loslassen. Von dem Moment an, wenn das Kind deinen Bauch verlässt. Wenn du ihn so liebst, wie ich glaube, musst du ihn notfalls zwingen, dass er ein eigenes Leben bekommt. Er wird sonst unglücklich!!! Mein Ex-Freudn sit jetzt 40 - so wie ich auch - hat zwar eine Freundin, und sit vor zwei jahren auch mit ihr zusamen gezogen. Ich hoffe, dass er alles so halbwegs auf die Reihe bekommen hat. Aber die Mama ist natürlich hinterher gezogen. In seine Nähe...

    Wenn man es bei anderen sieht, erscheint einem manchdes nämlich klarer, oder?

    LG tini

    Kleine Schritte sind besser als gar keine!

  • Hallo, ich kann deinen "Zustand" in gewisser Weise nachvollziehen. Mir ging es so mit meinem Freund wenn er u Kumpels ist, teilweise zum saufen...
    Ich bin Zuhause panisch geworden, habe blöde Sachen gemacht, teilweise echt kurz vorm durchdrehn und in meinem Kopf ein einziges Karusell.

    Das erste was mir geholfen hat: Gedankenstopp. Sofort wenn ein blöder Gedanke auftaucht Hallo zum Gedanken sagen und dann STOPP - und Dich gezielt ablenken. Das verselbstständigt sich mit der Zeit...irgendwann habe ich dann kaum noch blödes gedacht.

    Mit Ablenkungen ist es aber besser wenn Du was machst was deinen Kopf auch beschäftigt...auf dem Sofa gammeln, auch wenns schön ist, fördert eher das Grübeln und Denken. Spazieren gehen ist schon besser. Such Dir doch vielleicht ein sportliches oder kreatives Hobby... Gibts vielleicht was was Du schon immer mal probieren wolltest oder bei anderen toll fandest?
    Und wenn Du Dir Buntstifte kaufst und zeichnechst oder Handarbeiten, Wohnung renovieren?
    Desweiteren habe ich mir ab einer bestimmten Zeit gesagt: Es ist sein Leben und seine Entscheidungen. Ich habe keinen Einfluß. Es ist sein Leben!!!!!!! Das hilft mir immer wieder wenn ich mit Sachen von anderen nicht einverstanden bin.
    Ich mcöhte Dir auch noch ein kleines Taschenbuch zu GFK (Gewaltfreie/Einfühlende Kommunikation) empfehlen. Diese Art der Kommunikation hat mich mit meinen Bedürfnissen in Berührung gebracht:
    Konflikte lösen durch gewaltfreie Kommunikation - das ist ein Taschenbuch und als Interview mit dem Begründer geschrieben. ZUm Thema gibt es dann noch viel weiterführende Literatur und Übungsbücher und Kurs...kann ich nur empfehlen.

    Alles Gute...
    Ps.: Sprich Ihn doch an und erzähle mal wie es Innen bei DIR aussieht und wie es Dir geht...vielleicht erzählt er dann von sich...achte aber darauf das Du nur die ICH Form verwendest...ich fühle das und das...

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

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