Julchen,
um bei dem Bild des Schwimmers zu bleiben.
Du hältst ihm dein Bein halt noch hin. Darum kann er es greifen.
Der Gedanke, ihn wegzustossen und im schlimmsten Fall absaufen zu lassen, macht Dir sicher Angst.
Aber spür doch mal rein in dich:
Wie ist die Vorstellung, mit kräftigen Arm- und Beinzügen ohne Anhängsel ans Ufer zu schwimmen und dort nicht entkräftet anzukommen.
Wenn Du ihm dein Bein nicht entziehst, wird er nie feststellen können, ob er nicht doch auch selbst in der Lage ist zu schwimmen und das Ufer zu erreichen.
Dass Du das Gefühl hast, hier läuft was falsch, könnte u.U. damit zusammenhängen, dass ein Teil von dir noch Hoffnung auf ein Happy-End hat und dich abhält, klar für DICH und Deine Bedürfnisse Position zu beziehen.
Ohne Erklärungen, ohne Rechtfertigungen. Ohne Wenn und Aber.
Ich kenn das von mir:
Solange ich bezüglich einer Sache noch rumeiere, mir noch nicht sicher bin, geht nix vorwärts.
Erst wenn ich ein klares Ziel vor Augen habe, strahle ich Sicherheit aus, Dinge passieren von selbst, Türen gehen auf und die Sache läuft.
Letztlich hindern wir uns selbst am Vorwärtskommen, da bin ich mir sicher.
Schwester, Therapeutin, Ex, Hinz und Kunz können dir nur im Weg stehen, solange du unsicher bist.
Ein paar Gedanken von Thelma