Hallo, Julchen,
kann ja nicht immer alles gut sein. Dann könnte man das Schöne ja nicht mehr würdigen. Hast Du auch oft das Gefühl, für die gute Laune der Anderen zuständig zu sein? Mir gehts oft so mit den Kindern, wenn sie sich langweilen. Es fällt mir schwer, dann zu denken: Ist eben ihre schlechte Laune und Langeweile und nicht meine. Sie nerven ja dann auch und fordern mich.
Im Moment ist Ruhe. Kinder sind noch im Garten.
Schönen Sonntag!
GLG
Gartenarbeit ![]()
Der Weg in mein Leben
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Julchen148 -
1. Februar 2009 um 13:52 -
Geschlossen
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Hallo Gartenarbeit
ich hab das Gefühl, nicht nur für die gute Laune der Kinder zuständig zu sein, sondern für alles!
Mein Großer kommt nie mit seinem Geld über die Runden, will sich ständig was bei mir leihen obwohl er weiß, daß ich selber nicht viel hab.
Daheim ist die Arbeit unter den Kindern aufgeteilt, jeder schaut nur wo er sich drücken kann.
Die Kleine beschwert sich nur noch, ich mach ja nichts mit ihr. Die Lehrerin meiner Tochter bemängelt, meine Tochter ist zu gemütlich beim Sport und in der Schule hat sie auch nachgelassen. Sie hatte schon immer Probleme mit der Figur, derselbe Frustesser wie ich, seit der Trennung ist es schlimmer geworden. Ich kann doch auch nicht ständig sagen, iß jetzt nicht schon wieder.
Grenzen setzen, wie den? Bin im Moment total überfordert.
Ich hab schon das Heulen angefangen, bloß weil du mir geschrieben hast, oh Mann, reif für die Insel!julchen
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Oh, du wirst doch nicht heulen, bloß weil ich schreibe? Manchmal tut es mir gut, zu hören, dass auch bei Anderen nicht alles perfekt läuft. Meine Große will auch immer mehr. Klamotten, obwohl sie welche hat, dann geht sie shoppen und hat wieder Massen neuer Tshirts, aber Keine Schuhe und Keine Jacke, wofür das Geld eigentlich war. Die Kleinen streiten sich und wollen dann spät abends eine Sendung sehen, darf ich eigentlich nicht erlauben und tu es doch. Wieder hat mich das schlechte Gewissen. Das hätte mich aber auch, wenn ich Kein Geld gegeben hätte und Nicht die Sendung erlaubt hätte! Ich kanns ja nur verkehrt machen und das war schon früher mit Mann so, dass ich denke, wie mach ichs ihm recht, dass er keine Übellaunigkeit bekommt. Vielleicht sollten wir uns mal ne Tüte Egoismus kaufen und machen, was wir wollen und das schlechte Gewissen stellen wir eine Weile in den Keller! Und das mit dem Grenzen setzen machen wir nach unserem Gefühl, und das wird nicht täuschen. So.
Sei nicht traurig. Du weißt doch auch, dass es wieder besser wird.
Ganzliebengruß!!!
Gartenarbeit
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Wenn du so eine Tüte Egoismus hast, schick mir bitte unbedingt auch was!
Und das mit den Grenzen setzen, ichglaub eigentlich schon, daß mich mein Gefühl da täuscht. Eben weil ich bei allem ein schlechtes Gewissen hab. Im Prinzip läufts ja wirklich so wie bei meinem Mann. Die Kinder fordern, und ich schaffs nicht zu sagen, Schluss, aus , basta, nicht mein Problem. Und dann bin ich überfordert, weil ich mir das auch wieder auflad.Schönen Gruß
julchen
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Julchen,
ich glaub, wir müssen da umdenken. Ich hab auch immer schlechte Gewissen: Mann, Kinder, Arbeit, sogar bei meinen Eltern, wenn ich nicht anrufe uvm. Weil wir so denken oder so gepolt sind, haben wir es so lange "ausgehalten". Das muss irgendwo herkommen. Wirklich "Nein" , so dass es auch akzeptiert wird, sage ich eigentlich auch nur, wenn ich echt am Ende bin. Fast heule. Auch bei den Kindern. Das können wir aber ändern. Ich denke, mein Gefühl ist schon richtig, nur hinterher das schlechte Gewissen ist verkehrt. Viell. kommt es bei mir aus der Kindheit: Nur nicht auffallen, alles richtig machen, am besten besser sein als die Anderen udgl. Weil ich abgelehnt wurde, wenn ich dagegen verstieß, gegen diese Regeln, die nur nach außen wirken sollen und nicht von Herzen kommen - oder ist das Quatsch? Viell. sollte ich mal versuchen, einen Tag bei jeder Entscheidung ganz genau erst mal mein Gefühl zu befragen.
Den Kindern gehts ja auch nur wirklich gut, wenn die Mutter nicht ständig genervt ist.
GLG
Gartenarbeit -
Hallo Julchen,
hab schon heute Mittag bei dir gelesen, dass es dir nicht gut geht, und hab auch drüber nachgedacht.
Da hörte es sich ja so an, dass du dir den Druck selbst machst. Das kenne ich sehr gut. Ich will davon eigentlich wegkommen. Ich habs einfach so gelernt, dass ohne Druck nichts läuft. Von der Schule, von meinen Eltern.
Dabei ist das, glaube ich, der falsche Weg. Energie muss fließen, dann scdhafft man viel.Jetzt die Sache mit den Kindern, da hab ich geschluckt. Ich hoffe ja irgendwie, dass es mit der Zeit entlastender wird. Meine sind ja noch klein (1 und 3) und ich hab eigentlich auch zum Ziel, dass die später mal ordentlich mithelfen und will da nicht ständig die Meckerliesel spielen müssen.
Jedenfalls ist es echt schwierig mit Kindern. So schön es ist, es ist verdammt noch mal Knochenarbeit. Ich muss mich ständig in meinen Bedürfnissen einschränken, anders bekomme ich es nicht gebacken. Mein Mann hatte einen anderen Stil, aber den lehne ich mittlerweile wirklich ab und ich bin damit auch nie klar gekommen. Er hat einfach sein Ding gemacht und die Kinder liefen nebenher.
Beispiel Ins-Bett-Bringen:
Ich mache daraus eine ellenlange, liebevolle Prozedur, die auch recht friedlich verläuft und den Kindern, glaube ich, viel gibt. Aber dauert halt und ich hab dann viel weniger Zeit.
Er wollte es so haben: Ab ins Bett. Schluss aus. Kinder haben geweint, machte nichts, müssen sie lernen.
Und ich hab gelitten, weil ich das furchtbar fand. Ich mag es so, wie ich es jetzt mache, aber andererseits habe ich auch die Angst, dass sich die Grenzen zu sehr verschieben.Was das Essen bei deiner Tochter angeht: Ich glaube, es bringt überhaupt nichts, ihr das zu verbieten. Ich hab natürlich keine Erfahrung von der Erziehung her, aber ich war als Kind ja auch schon zu dick und ich wollte schon als Kind gerne dünner sein. Ich konnte einfach nicht anders und als Kind ist man noch viel hilfloser, etwas dagegen zu unternehmen. Und von meiner Mutter hab ich mir da nichts sagen lassen oder ich hab mich schrecklich geschämt.
Ich glaube, entweder du findest einen Weg, sie positiv zu bestärken in gutem Essverhalten bzw. Bewegung, oder du kannst eben nichts machen, wenn es zu viel für dich ist.
Bei dem Sohn einer Bekannten von mir (auch Alleinerziehend), da weiß ich noch, dass sie verzweifelt versuchten, den Jungen für Sport zu begeistern. Klappte aber nicht. Was dann funktioniert hat, war eine Kur.
Behalt das mit dem Essen als Projekt im HInterkopf und geh es irgendwann mal an, wenn du wieder Kraft hast. Das muss doch nicht jetzt gleich sein, dann ist sie eben noch ne Weile schlecht im Sport.Mensch Julchen, ist doch auch alles echt nicht so leicht. Was du da alles zu stemmen hast!
(Ich auch, davon abgesehen.
)
Wir sollten einfach ein bisschen gnädiger mit uns sein.
Schritt für Schritt und immer schön langsam.Ganz liebe Grüße
Doro -
Hallo Gartenarbeit
ich glaub schon, daß das was mit unserer Kindheit zu tun hat. Bei mir war es ja ähnlich.
Vielleicht hab ich auch einen Teil meines Co-Verhaltens auf die Kinder übertragen, da auch zu wenig auf mich gemerkt.
Danke fürs Zuhören und Schreiben, hab ich heut gebraucht!julchen
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Zitat
Den Kindern gehts ja auch nur wirklich gut, wenn die Mutter nicht ständig genervt ist.
Den Satz fand ich wichtig, Gartenarbeit.
Ich denk da an meine Kindheit. Meine arme Mama, die hat uns ständig hinterhergeputzt und wir waren so rücksichtslos, das muss ich echt mal sagen. Aber es war kein böser Wille. Wenn ich die Schuhe unterm Wohnzimmertisch liegen ließ, war ich einfach faul. Ich hab nicht so weit gedacht, dass jetzt meine Mama das wieder wegräumen muss.
Und dann stand sie da mit Tränen in den Augen und es hat mir das Herz gebrochen, dass wir sie so fertig gemacht haben, ohne es zu wollen.
Wobei vielleicht gar nicht nur wir gemeint waren, sondern eben auch mein Vater, aber ich hab das eben auf mich bezogen als Kind.Wie gesagt, meine beiden sind ja noch klein, deshalb will ich mich hier auch davor hüten, schlaue Ratschläge zu geben, wie man das am besten anpackt mit der ERziehung.
Aber das Ziel sollte sein, Julchen: Dir muss es gut gehen, das ist auch für die Kinder total wichtig.Liebe Grüße
Doro -
Hallo Doro
ein bisschen gnädiger mit uns sein, wenn das so einfach wär!
Ich bin wirklich froh, Kinder zu haben. Aber mal ein oder zwei Tage ohne wär auch nicht schlecht. Und das fehlt mir so oft, dir wahrscheinlich ja auch. Einfach mal Zeit für mich, wo ich auf nichts merken muss.Das mit dem Gewicht meiner Tochter, die Lehrerin spricht mich an, die Kinderärztin auch, und dann fühl ich mich total unter Druck. Ich verbiet das Essen ja auch nicht, aber bremsen muss ich sie schon. Und ich leb ihr leider auch nicht das beste Essverhalten vor, hatte auch schon als Kind Gewichtsprobleme.
Ich bemühe mich, Schritt für Schritt, immer schön langsam!
Schönen Abend noch
julchen
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Liebes Julchen,
ZitatUnd das mit den Grenzen setzen, ichglaub eigentlich schon, daß mich mein Gefühl da täuscht. Eben weil ich bei allem ein schlechtes Gewissen hab
Ja, das kenn ich auch gut.
Nutzt aber nix.
Und es ist möglich, dieses schlechte Gewissen auf ein Minimum zu reduzieren, glaubs mir.
Ich habs geschafft.
Man kann Kindern schon was zumuten. So gibt man ihnen das Gefühl, eigenverantwortlich zu sein. Das ist ein gutes Gefühl.Sei wirklich gnädiger mit Dir und in Sachen Mithelfen/Aufräumen getrost weniger gnädig mit den Kindern.
Auf manche Dinge und Aufgaben bestehe ich einfach und wenn es nicht funktiniert, stelle ich mich unglaublich taub, wenn sie was von mir wollen
Von selbst läufts selten, ich war ja auch nicht anders
Grenzen setzen ist so wichtig, sonst drehst Du dich immer weiter im Strudel und die Kräfte schwinden immer mehr. Übe einfach weiter, Julchen.
Ich sag den Jungs immer wieder, dass wir hier eine WG sind und jeder Aufgaben hat.
Ich stand auch schon tränenüberströmt vor ihnen, weil nichts lief und ich einfach keine Kraft mehr hatte, wie eine tibetanische Gebetsmühle immer wieder das Gleiche zu sagen...
Wenn die Ego- und Nehmerqualitäten mal wieder überhand nehmen und dann z.B. die Frage kommt:
Darf ich an den Computer/fährst Du mich da oder dort hin...kommt halt von mir ein einfaches "Nein".
Punkt.
Dann kommt das große "WARUM NICHT???"
Und von mir ein lapidares:"Weil ich nicht mag." (He, he, he, ist mir ein Volksfest)Auch was Deinen Großen betrifft, Julchen:
Grenzen setzen. Er muss selbst klarkommen mit seinem Budget. Nur so lernt er mit seinem Geld umzugehen.Das ist so wichtig für ihn und für DICH!!!
Dieses Verschwimmen in der Grenzenlosigkeit zehrt an der Kraft. Unterschätz das nicht.
Und oft genug haben wir Mamas keine Kraft mehr, um so wichtiger sind klare Ansagen. Auch unter Tränen. Egal. Mit der Zeit wirst Du ruhiger werden.Kinder brauchen Grenzen.
Nur an einen starken Baum können sie sich anlehnen.Zwischen Diktatur und "Laisser faire" gibts doch noch was dazwischen.
Sei egoistisch. Gerade jetzt, wo du allein bist.
Das hat doch nichts mit "weniger Liebe" zu tun.
Im Gegenteil. Wenn eine Mutter wegen der Kinder auf alles verzichtet, ihr Leben einzig und allein um die Kinder herum bastelt, in der Grenzenlosigkeit verschwimmt und an Kraft und Energie verliert, entsteht bei den Kindern u.U. Druck und Schuldgefühl, sie können mit nicht greifabaren Gefühlen schlecht umgehen.
Deine Überforderung steht doch im Raum.
Die Kinder spüren alles, wissen aber vielleicht nicht, wie sie mit einer Überforderten Mama umgehen sollen. So entstehen Unsicherheiten und Druck. (Kenn ich)Ich habe mich schon dabei erwischt, dass ich den Jungs durch mein Gejammer unbewusst Schuldgefühle eingeimpft habe. Da bin ich so erschrocken, denn darin war meine Mutter Meisterin. Sie war chronisch überfordert und hat es blendend verstanden, dass ICH mich schuldig und mies fühlte. Das lief ganz subtil.
Sie war wieder mal krank und ICH fühlte mich verantwortlich.
Ich hörte im EG den Staubsauger und fühlte mich schon schuldig.Dann doch lieber die klaren Ansagen.
Im Großen und Ganzen klappt es ganz gut.
Sogar ohne Gemotze.Alles Liebe
Thelma
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Guten Morgen Thelma und alle
Das mit der WG haben wir auch eingeführt, klappt nur nicht so gut. Wir halten auch von Zeit zu Zeit Familienkonferenzen ab, wo alles eingeteilt und besprochen wird.
Ich hab seit gestern viel überlegt und und ich glaub, ich send durch mein schlechtes Gewissen falsche Signale aus. Wenn wir besprechen, wer was macht, entschuldige ich mich im selben Moment dafür. Auch beim Besprechen hab ich Riesenprobleme zu sagen, so und so wird das gemacht. Dadurch machen die Kinder das Nötigste, trau mir ja nciht mehr zu verlangen, und dann bin ich frustriert, daß alles an mir hängenbleibt.
Die Situation erinnert mich an meinen Mann. DA hab ich auch immer gefordert und dann nichts richtig durchgesetzt. Und dann hab ich mich bescheuert gefühlt, keiner tut was für mich.Schöne Grüße
julchen
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Hallo Julchen!
Grenzen setzen ist ein verdammt schwerer Job!
Hart, anstrengend (nicht umsonst komm ich manchmal total fertig von der Arbeit heim!
) und unheimlich nervenaufreibend.
Aber eines sag ich dir:
Wenn du eine Grenze gesetzt hast und die durchgezogen hast, dann fühlst du dich supergut. Denn du warst für dich stark!
Das schreibe ich jetzt hauptsächlich in Bezug auf meinen Mann, dem ich ja eine wichtige Grenze gesetzt habe.Thelma hat das gut beschrieben, das mit dem Baum.
Was ähnliches habe ich damals beim Konfirm.-baum pflanzen gehört.
Kinder sind wie kleine Pflanzen, die einen "Holzpflock" brauchen, an dem sie sich festhalten können, der ihnen einen Halt gegen Wind und Wetter gibt.
Ohne Hilfe sind Kinder nur am ausprobieren, herumirren, .... Wie sollen sie Ruhe finden. Für sich? Für ihr weiteres Entwickeln?Ich schicke dir ganz viel Kraft und Mut, für dich einzustehen, Grenzen einzusetzen und durchzuhalten!
Liebe Grüße für einen schönen Sonntag, Gotti. -
Ja, unsere lieben Grenzen, da kann ich Gotti nur sooooo Recht geben. Beim Partner, beim Kollegen, bei Menschen, die einem nahe stehen. Denn nur so wissen diese Menschen was wir wollen und können uns entgegen kommen oder es lassen!
Ich brauche da auch öfters mehrere Anläufe bis wirklich ganz klar ist was Sache ist. Zuweilen kann ich erst beim dritten Anlauf klar machen "Mensch, Du engst mich ein, ich will das nicht.". Aber es geht, halt langsam und Schritt für Schritt.
Das aber, liebes Julchen, die Grundvoraussetzung Dein Leben überhaupt als Deines gestalten zu können und nicht als Marionette der anderen, die noch nicht einmal etwas dafür können.
Ich habe früher in der Beziehung immer gefragt "Kannst Du bitte" meist war mir schon klar, dass ein maulendes "jaja" kommt und dann doch nichts. Ich also selber tätig wurde, dabei natürlich auch entsprechend mein Wutspiegel stieg.... Aber auch das war mein Problem. Ich hätte gehen können weil eben ein soziales Zusammenleben nicht möglich war.
Du aber kannst Deine Wünsche äußern, ich könnte mir sogar vorstellen, sie werden erfüllt. Aber Hellseher sind nun mal seltenst in unserem Umfeld

Lieben Gruß von Dagmar
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Ich nochmal,
Gotti schrieb:
ZitatGrenzen setzen ist ein verdammt schwerer Job!
Hart, anstrengend (nicht umsonst komm ich manchmal total fertig von der Arbeit heim! Winken ) und unheimlich nervenaufreibend.Ich finde es auf Dauer viel anstrengender, keine Grenzen zu setzen.
Ich hatte Phasen, in denen ich mich sehr schwach fühlte und in einer Grenzenlosigkeit dahinschwomm, die mich echt fertig machte.Umso wichtiger ist es, in solchen Phasen Struktur rein zu bringen.
In kleinen Schritten, sich nicht zu viel zumuten, aber unbedingt strukturiert.Eine klare Linie erleichtert allen Familienmitgliedern das Leben.
Ein NEIN zu setzen, eben OHNE schlechtes Gewissen.
Und ein JA, wenn es sich für mich nach JA anfühlt.Julchen, spür in dich rein.
ZitatWenn wir besprechen, wer was macht, entschuldige ich mich im selben Moment dafür. Auch beim Besprechen hab ich Riesenprobleme zu sagen, so und so wird das gemacht.
Warum?
Du bist die Chefin.
Du deligierst.Du kannst es ja mal folgendermaßen probieren:
Das und das ist zu machen. Wer macht was?
Manchmal funktionierts, machmal nicht.
Wenn nicht, dann verteil ich die Aufgaben halt.In anderen Situationen haben die Jungs das Sagen. Und ich gehe ihnen auch gerne zur Hand.
Einer für alle, alle für einen.Wir haben so viel Spass miteinander, nicht zuletzt, weil ich hier eine klare Linie reingebracht habe.
Letztes Jahr sah das noch ganz anders aus, da ruderte jeder mehr oder weniger für sich im Nirgendwo rum.
Ich war schon da für die drei, aber frag mich nicht, wie anstrengend es war, so in der Grenzenlosigkeit rumzueiern. Ich war so mit meinem Überlebenskampf beschäftigt, dass alles um mich rum zerfloss.Nun gönne ich mir meine kleinen Freiheiten und bin anschließend wieder zu hundertprozent für die drei da.
Wenn ich mir nichts Gutes tue, bin ich nicht so gerne bei der Sache.
Und wenn ich mal nicht will, sag ich es auch.
Das ist doch mein gutes Recht.
Qualität statt Quantität.Manchmal wursteln wir gemeinsam im Haus herum, jeder macht seine Arbeit, der eine saugt, der andere putzt, ein dritter räumt, es läuft laute Musik und alle haben Spass daran.
Hinterher belohne ich uns alle mit einem feinen Eis oder eine Runde Spielen, was auch immer.
Diese Teamwork schweißt uns so richtig zusammen.Julchen, es ist nicht schwer.
Versuchs mal spielerisch.
Und wenns nicht geht, dann hau doch einfach mal für ne Stunde ab.
(Ohne schlechtes Gewissen)Lieben Gruß
Thelma
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Hallo
mir gehts wieder etwas besser, Gott sei Dank!
War gestern bei meiner Therapeutin, da hab ich auch die Sache mit den Kindern angesprochen. Wir machen jetzt Listen, wer was wann macht, danach wird unterschrieben. So ist es übersichtlicher, und ich brauch mich nicht in Diskussionen einlassen, habs ja schwarz auf weiß. Mit den Kindern selber hab ich auch noch mal gesprochen, das wird schon.
Heut hab ich meine Finanzen geregelt, im Mai müssen viele Rechnungen gezahlt werden. Aber ich schaffs! Da hat ich Mordsbammel davor, daß das Geld nicht reicht.
Hab dann meinen Mann angerufen, es wurde am ersten April einiges bei mir nicht abgebucht, muss noch auf seinem Konto laufen. Er hat sich aber nicht gemeldet, jetzt hab ich doch mal nachgefragt. Das weiß er nicht, er hatte noch keine Zeit nachzuschauen!!!!!
Gesundheitlich hab ich bisschen Schwierigkeiten, mal macht der Rücken Probleme, jetzt hab ich seit 2 Wochen Probleme mit Magen-Darm. Trink grad Fenchel-Kümmeltee, mal schauen, obs hilft. Schmecken tuts auf alle Fälle!Ich wünsch euch einen schönen Abend!
julchen
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Hallo Julchen,
danke für deine aufbauenden Worte in meinem Threat und Glückwunsch zu dem, was du heute bewältigt hast.
Ganz liebe Grüße
Doro -
guten Morgen Julchen
Ich hoffe,Magen und Darm sind okay.
Wenn Du das schon 14 Tage mit Dir 'rumschleppst,solltest du doch mal bei einem Arzt vorstellig werden.
Vielleicht bekommst Du auch Massagen für Deinen Rücken verschrieben!?Ich denke,die Magen/Darmprobleme und auch die Rückenschmerzen KÖNNTEN auch durch Stress ausgelöst worden sein.
Angst,diesen Monat mit dem Geld nicht auszureichen.
Versuche Dir zwischendurch Ruhepausen zu gönnen.
Es lastet viel auf Deinen Schultern und es ist toll,wie Du alles schaffst....
Dein Körper zeigt Dir seine Grenzen und wenn's zuviel wird schickt er Warnsigale.Gute Besserung und einen schönen Tag!
Liebe Grüsse
Backmaus
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Ich finde Neues ausprobieren auch immer gut,
ich habe einige Hobbys, außer PC
sauna, Schwimmen, Radfahren, weggehen mit Freundinnen, Gymnastik usw.
habe vor Kurzem auch probeweise Fitness-Studio ausprobiert. -
Hallo
Magen und Darm sind wieder besser, gut noch nicht. Aber es geht aufwärts!
Backmaus, Massagen klingt nicht schlecht, aber das stresst mich schon wieder, wo soll ich das von der Zeit her unterbringen, wer nimmt meine Tochter.
Ich kann mir schon vorstellen, daß die Beschwerden durch Stress ausgelöst werden, aber daran was ändern ist im Moment schwierig. Ruhepausen leg ich ein, sitz ja oft genung am Computer, hab auch wieder die Ruhe zu lesen, ich schlaf wieder besser und vor allem träum ich seit einer Woche nicht mehr jede Nacht von meinem Mann. Es geht vorwärts, halt langsam.
Hab mir heut auch so kleine Fläschchen gekauft, die für Magen-Darm gut sind. Mann, sind die schweineteuer! ABer wenns hilft!
Und das Beste zum Schluss: ich krieg von der Stromabrechnung 140,--Euro zurück!Schöne Grüße
julchen
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Hallo
ich hab heut eine Bekannte getroffen, hab ihr erzählt, daß ich mich von meinem Mann getrennt hab. Ihre reaktion war nur: das hat mich nicht sehr gewundert.
Das ist mir jetzt schon ein paar Mal passiert. Haben die alle schon gesehen, was los war, nur ich nicht? Wir sind doch fast nicht mehr weg gegangen. Woher wissen die was?Abends war meine Nichte da, sie lernt Friseurin, hab ich mir kurzentschlossen meine Haare abschneiden lassen. Ist toll geworden!
Ausserdem hab ich heut noch von einer Firma gehört, die Leute einstellt. Da will ich mich bewerben, aber aber richtig Bammel davor! Nach 20 Jahren wieder Bewerbungen schreiben, evtl. Vorstellen. Hab keine Ahnung, ob ich die Arbeit überhaupt kann. Mensch, da wär jetzt ein bisschen Selbstbewusstsein nicht schlecht! Aber da muss ich durch!
Schönen Abend
julchen
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