Liebe Thelma,
nun komm ich auch noch ![]()
Ich kann Dich so verstehen, was Du Dir wünscht, was Du Dir für Mühe machst, all die Hoffnungen, die natürlich darauf basieren, gemeinsam einen Weg zu finden.
Ich denke auch nicht, daß jemand dir diese Wünsche nehmen möchte, aber.....
Nur aus meiner eigenen Erfahrung, sind Deine Vorstellungen, wie es nachher sein wird, sein soll, etwas, was Deinen Mann stark unter Druck setzen kann, denn wie Du selbst schreibst, wird er schon genug damit zutun haben, seine Zeit jetzt anders zu gestalten.
Ich kann Dir nur sagen, daß mein Ex so stark mit sich selbst beschäftigt war, daß ihm die Kraft, etwas an unserer Basis zu tun, regelrecht ausblieb. Meine Enttäuschung darüber, setzte ihn so unter Druck, weil nämlich auch meine Blicke, mein Gesichtsausdruck ein Spiegel meiner Selbst ist.
Alles, was ich Dir schreibe, dient nicht dazu, Dir zu vermitteln, daß es alles sinnlos sei, aber vielleicht, um ein bißchen Entschleunigung in Dein Vorhaben, das Leben nach seiner Therapie gestalten zu können, zu bringen. Es macht mir so sehr den Eindruck, daß dies nur ein weiterer Teil eines Kontrollverhaltens ist, was wir Co-Abhängigen so gut können.
Dein Gedankenkarussel dreht sich immer noch so stark um das, was sein wird, sein soll. Laß es doch einfach mal laufen, denn dies ist auch etwas, was gelernt werden möchte: Gelassen die Dinge laufen zu lassen, keine Kontrolle auszuüben, und sei es nur in Gedanken. Es kommt wie es kommt.
Ich wünsche Dir, daß Du weiterhin Deine Wunschvorstellungen loslassen kannst, Dich wieder mehr in den Vordergrund stellst und nicht an etwas festhältst, wa Du nicht festhalten kannst: Die Zeit!
Lieben Gruß
S.Käferchen