Erwartungs-Spannung

  • Zitat

    Ich wusste in der letzten Zeit nicht so recht, ob ich hier weiterschreiben soll oder nicht, weil mich die meisten ja garnicht kennen.
    Freut mich wirklich sehr, dass Du dich für meine Geschichte interessierst.

    Hallo Thelma,

    ich lese von Anfang an bei Dir mit, lese Deine Gedanken gerne, da sie mir weiterhelfen, wie Menschen heute in einer Suchtfamilie miteinander umgehen. Die Kinder sind halt immer noch die Leidtragenden, da sie dieser Situation ausgeliefert sind und sich nicht so einfach von den Eltern scheiden lassen können.

    Zitat


    Ich bin so selbstbewusst, lebe so angenehm im Heute, die Feunde laufen hier ein und aus, wir grillen, spielen, machen Musik.
    Ist das bald vorbei?

    Pass gut auf Dich und Deine Kinder auf, lasst Euch das ja nicht wieder wegnehmen, ist er in der LZT an einem Anti-Aggressionskurs beteiligt?

    Als Mann ist er schliesslich Vorbild für Deine drei Jungs.

    Liebe Thelma ich lese Dich gerne auch in anderen Threads z.B. was Du gestern in "Julchen" Threads geschrieben hast:

    Zitat


    Nein, jetzt ist es zurechtgerückt, Dein Verhalten, das bist Du, nur Du. Vorher warst Du ver-rückt.

    Keine/r hat das Recht andere zu verrücken in ihrem Denken und Fühlen. Ansonsten haben sie ihr Anrecht in einer Familie zu leben, verloren.

    Wünsche Euch als Familie, ein Zusammensein, bei dem Liebe, Achtung und Respekt im gegenseitigen Miteinander gelebt werden kann.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Liebe Weitsicht,
    danke für deine sehr lieben Worte. Gerade wollen so ein paar Tränchen raus aus meinen Augen.

    Du schreibst:

    Zitat

    Keine/r hat das Recht andere zu verrücken in ihrem Denken und Fühlen. Ansonsten haben sie ihr Anrecht in einer Familie zu leben, verloren.

    Du hast so recht, genauso denke ich auch. Hab gerade mit meinem Mann telefoniert. Er siehts das genauso.(!) Er sagte mir ganz klar, dass er gehen wird, falls der Horror für uns auch nur halb so groß werden wird wie lvor der Kur, sprich, wenn er es mit den Kindern wirklich nicht schaffen sollte. Ich war platt.

    Zitat

    ist er in der LZT an einem Anti-Aggressionskurs beteiligt?

    Ja, hat er gemacht. Das hat ihm sehr viel gebracht Er hat Strategien gelernt, mit seiner Wut und seinen Ängsten, die ja auch oft Ursache der Wut sind, klar zu kommen.
    Ausserdem hat er an einem Vater-Kind-Kurs teilgenommen. Auch dort ist ihm so vieles klargeworden. Es hat ihn ganz schön gebeutelt, als er sich die erschrockenen Gesichter unserer Buben vorgestellt hat...die er in seinem Suff nur niedergebügelt hatte.
    Er hat sie im Rahmen dieses Seminars gebeten, ihm ein paar Zeilen zu mailen, wie sie ihn die letzten Jahre erlebt haben und was sie sich von ihm wünschen. Ich bewundere ihn für den Mut, sich dieser gnadenlosen Kinder-Wahrheit auszusetzen. Nr. 2 hat am Schluss geschrieben, er hofft, dass ein netterer X heimkommt.
    Mein Großer wollte nichts schreiben, ist o.k. Er ist fast 17 und macht sein Ding. Er lässt sich nicht mehr sehr beeinflußen von den Launen eines Elternteils. Er ist schon immer den Weg des geringsten Widerstandes gegangen, denkt sich halt seinen Teil im Sinne von"Der /die spinnt sich schon wieder aus..."

    Mir hat das Gespräch heute sehr gutgetan.
    Jetzt hab ich wieder mehr Vertrauen.
    Er wird weiterhin an sich arbeiten.
    Und ich an mir.

    Meine Buben sind großartige Kerle. Ich hab sie so lieb. Sie sind so pfiffig und lebendig.

    Nochmal ein ganz großes Danke an Dich, liebe Weitsicht. Du hast mit Deinen Sätzen so viel Wahres geschrieben.

    Liebe Gotti, Du als erfahrene Trocken-Co hilfst mir auch immer sehr weiter mit Deinen zuversichtlichen Worten. Danke Dir, Du bringst mir immer wieder ein Stück Gelassenheit rüber. Das tut gut.

    Ich schätze meinen Mann für seine Ehrlichkeit und seinen Mut.
    Das wird schon.

    Liebe Grüße,

    Thelma

  • Na, das ist doch schon mal was!
    Guter Ausgang von deinem Tag!
    Da wünsche ich dir nur noch eine sehr gute Nacht und träum was schönes!
    Alles wird gut.
    Ganz liebe Grüßé, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • hallo thelma!

    auch bei DIR möcht ich mich entschuldigen...

    entschuldige meine wortwahl und vergiss "es"..

    hab da wohl nen problem mit dem ich noch nicht umgehen kann

    caro

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Hallo,

    die Spannung steigt.
    Noch drei Tage.
    Am Dienstagabend kommt mein Mann zurück.

    Er sprach mir gestern auf den AB, dass er am Mittwoch das Auto braucht, weil er einen Termin bei der Suchtberatungsstelle hat.

    Gut, dass er dranbleibt und gleich weitermacht in Sachen Trockenheits-Arbeit.

    Schlecht, dass er das Auto braucht.
    Und jetzt komme ich zum Punkt.
    Da braucht plötzlich jemand das Auto.

    Diese AB-Ansage hat mich auf den Boden der Tatsachen geworfen.
    Wir sind wieder zu zweit.
    Ich kann's grad so schlecht erklären.
    Vielleicht fehlen mir einfach grad die Worte.
    Bin schon ganz schön nervös.
    Träume nur noch skurrile Zukunfts-Szenen.
    Szenen des Trocken-Alltags. Und alle verwirren mich.

    Ich hab so viele Gedanken im Kopf und bringe nichts auf den Bildschirm.

    Gelassenheit.
    Super Wort.
    Wie denn, wenn ich ihn nicht kenne, mich in Verbindung mit ihm nicht kenne.
    Wie denn, wenn ich grad mal zu mir gefunden habe und mich so schön an mich gewöhnt habe?
    Ich hab mich in den vier Monaten sehr mit mir angefreundet.
    Vorher war ich ja nur im Dunst, in ihm, im Wahnsinn, in einer ungesunden Verschmelzung.

    Und stelle nun fest, dass mir das Leben mit mir so Spass macht.

    Früher konnte ich mit mir nicht viel anfangen. Stundenweise ja, aber nicht grundsätzlich.
    Ich sehnte mich immer nach einem Partner, über den ich mich definieren kann. Nach dieser Verschmelzung, in der ich mich verlieren kann, um die Einsamkeit nicht spüren zu müssen.

    Und jetzt?

    Ab Dienstag sind wir wieder zu zweit.
    Der Mann, mit dem ich die letzten 13 Jahre durch die Hölle gegangen bin, kommt heim.
    Anders.

    Ich komme mir vor wie ein Kind, das auf den Nikolaus wartet, und nicht weiß, ob er es in den Sack stecken wird oder nicht.
    Nein, das triffts auch nicht ganz.
    Mehr Angst hab ich vor mir selbst.

    Wenn ich ganz ehrlich bin, wären mir getrennte Wohnungen lieber.
    Ganz ganz ehrlich.

    Und das erschreckt mich ein bisschen.
    Ich will noch garn kein WIR.
    Er schon.
    Er freut sich so.

    Es tut weh.

    Jetzt hab ich doch Worte gefunden.

    LG

    Thelma

  • Hallo Thelma

    Du hast Worte gefunden, die haben mich auf eine Zeitreise zurück versetzt. August 2008. Da kam mein Mann von der LZT.
    Deine Worte haben mich sehr berrührt, dasselbe fühlte ich damals. Wenn damals jemand gesagt hätte, die LZT wird nochmal ein halbes Jahr verlängert, ich wär der glücklichste Mensch gewesen.
    Aber Thelma, du hast in der ganzen Zeit so viel an dir gearbeitet, du hast da gute Voraussetzungen daß es klappt. So oder so. Du weißt, was du willst, wie dein weiteres Leben sein soll.
    Mach dich nicht verrückt, du schaffst das!
    Freu dich drauf, einen "neuen" Mann kennenzulernen, ich drück dir die Daumen, daß er dir gefällt.

    Schöne Grüße

    julchen

  • Hallo Thelma!

    Vielleicht solltest du mit ihm über deine "Ängste" reden.
    Meinst du nicht, dass er auch ähnlich fühlt?
    Vielleicht findet ihr einen gemeinsamen Weg, für den "fremden" Anfang.

    Aber Julchen hat recht, du hast doch so gut an dir gearbeitet. Das wird dir schon helfen. Glaube daran!
    Ich glaube an dich!

    Ich schicke dir noch eine große Tüte Geduld und Mut mit einigen warmen Sonnenstrahlen, die dich ablenken und dir Freude machen!
    Liebe Grüße, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Danke für euren Zuspruch,
    liebes Julchen, liebe Gotti,

    dieser Zwiespalt in mir macht mich lange nicht mehr so unsicher und verrückt wie noch vor ein paar Wochen.
    Manchmal bin ich so froh, bald nicht mehr alleine zu sein mit den Kindern.
    Manchmal hab ich eben Angst vor der neuen Zweisamkeit, noch mehr vor der neuen Fünf-Samkeit.
    Aber trotz allem hab ich so viel Freude am Leben, bin viiiieeeeelllll ruhiger als früher.
    Na, dann hab ich ja doch ein Stück Gelassenheit gelernt.
    Bin ja direkt stolz auf mich.

    Ich kann genießen, mich an kleinen Dingen erfreuen, es mir einfach gutgehen lassen.

    Die Erkenntnis, dass ich mich nicht auf ihn freue, und vor allem, diese hier hingeschrieben zu haben, hat mir heut vormittag echt wehgetan.
    Nun habe ich eine Stunde Tennis gespielt und bin schon wieder entspannter.
    Spannung-Entspannung schwappen zur Zeit noch oft hin und her.
    Aber ich hab einfach mal Verständnis dafür.
    Das wird sich schon beruhigen, wenn wir ein paar Wochen Alltag gelebt haben.

    Ich bin lange nicht so durchgeknallt wie Anfang des Jahres, innerlich gefestigter.

    Nen riesen Bammel hab ich, klar.

    Soll er halt da sein. Der Bammel.

    Miteinander reden wird ganz wichtig sein.
    Aber nichts zerreden.

    Leben, jeder für sich und manchmal zusammen.
    Zwischendrin die Jungs.
    Das ist die große Herausforderung.

    Ich hoffe, ich schreibe nicht all zuviel Schmarrn, aber mir tut es gut, in die Tasten zu hauen, um das innere Kribbeln ein bisschen rauszuklopfen.
    Ein Ventil wie das Tennisspielen.

    Liebe Grüße

    Thelma

  • Liebe Thelma,

    ich weiß noch ganz genau, wie es mir vor gut einem Jahr erging, als ich meinen Mann von der Kur zurück erwartete!

    Und jetzt ist er seit insgesamt 15 Monaten trocken und führt ein aktives und weltzugewandtes Leben. Wir haben uns gut zusammen gerauft und alle meine Befürchtungen, die mir während seiner Abwesenheit im Kopf herumgeisterten, waren eigentlich umsonst.

    Meine während seiner Abwesenheit wiedergewonnene Selbstständigkeit und Freiheit habe ich aber weitgehend beibehalten. Das heißt, dass wir uns auch mal aus dem Weg gehen. Das brauchen wir beide. Und es läuft gut.

    Euch wünsche ich alles erdenklich Gute. Mach dir nicht so viele Sorgen. Gedanken sind gut, aber Sorgen belasten nur. Es ist normal, dass du dich nicht unbedingt auf ihn freust, denn du weißt ja noch gar nicht, worauf - auf WEN - du dich eigentlich freuen sollst. Drum lass es auf dich zukommen.

    Dass alles so wird, wie es für euch alle gut ist, das wünscht dir von Herzen

    Oiseau

  • Guten Morgen vor Tag X :D ,

    Doro, ich danke Dir für Deinen lieben Wunsch, hat mir gutgetan.
    Oiseau, ich kannte Deine "Geschichte" nicht, wusste nicht, dass Du mit Deinem trockenen Partner zusammenlebst. Umso mehr freue ich mich über Deinen Zuspruch. Bist ja ein alter Trocken-Co-Hase :) Würde mich sehr freuen, mehr von deinen Erfahrungen zu lesen.
    Auch wenn ich Gotti lese, gibt mir das Hoffnung auf ein mögliches, nein, nicht Happy-End (was soll das sein? Gemeinsam und glücklich gestorben???),
    Gelingen...klingt auch verschroben.
    Was soll denn gelingen?
    Leben in ruhigeren Bahnen, ja das triffts besser. So ein Hauch Normalität. Zu ruhig ist auch nichts. Wär ja langweilig. Ein bisschen Herausforderung brauche ich schon. Aber da mach ich mir bei uns keine Sorgen...

    Heute werde ich sein Zimmer herrichten, morgen schöne Blümchen besorgen, vielleicht finde ich irgendwo eine schöne Karte...Da hab ich meine Ansprüche 8). Eine Karte ohne Worte soll es sein, eine, die mich anspricht.
    Das schaffen nicht viele. Viele Motive sind so bemüht romantisch, pseudo-intellektuell oder gezwungen künstlerisch, gepaart mit einer Holzhammer-Harmonie, die ich selber jahrelang erzwingen wollte und die mich jetzt auf Karten richtig anwidert.

    Überhaupt kann ich garnichts mehr ertragen, was gekünstelt ist.
    Meine Sinne sind geschärft, seit ich mich Stück für Stückselbst entlarve.
    Schon lustig, ich spüre jede zur Schau getragene Harmonie. Darin hab ich mich selbst jahrelang verbogen.
    Seit ich ehrlich und so authentisch wie möglich lebe, geht's mir viel besser. Durchaus auch mal richtig unharmonisch.
    Ich fühle was ich fühle und höre auf, das zu werten oder gar zu verurteilen. Die Schuldgefühle werden weniger. Das tut so gut. Macht mein Leben leicht.

    Ich hab nichts zu verbergen und sehe um mich herum, wie gelogen, verbogen, vertuscht und versteckt wird.

    Zu sagen:"Mein Mann ist trockener Alkoholiker", macht mich fast stolz :oops::)
    Ich gehe aufrecht durchs Leben.

    Ich kann mir noch garnicht vorstellen wie es sein wird, keine Angst mehr haben zu müssen.
    Wenn er spazieren geht...keine Angst zu haben, dass er besoffen heimkommt.
    Wenn er von der Arbeit kommt, wird er nüchtern sein!!!

    Wie oft hat er mich angelogen, Geschichten erfunden, z.B. ...
    dass ihm die S-Bahn vor der Nase weggefahren ist und er somit den nächsten Zug nicht mehr erwischt hat,
    dass er wegen Schneesturm, Hagel, Regengüssen, Orkanen und sonstiger Naturgewalten nicht weg kam und leider den Zug nicht mehr erwischt hat...(komisch, dass hier, ca. 50 km weiter, keinerlei Unwetter, sondern reinstes Kaiserwetter herrschte...)
    dass sich jemand vor den Zug geworfen hat und dieser stundenlang in der Pampa stehenbleiben musste :roll: (stand zwar niemals was davon in der Zeitung, aber Sachen gibts...und so oft???)

    Die Flunker-Liste könnte ich noch uferlos fortsetzen.
    Auf jeden Fall sind diese armseligen Lügen jetzt nicht mehr notwendig.
    Es ist sehr traurig, in welchem Lügenwirrwarr sich ein nasser Alkoholiker Tag für Tag verrenken muss. Ich stelle mir das höllisch anstrengend vor. Und irgendwo das lauernde Wissen, dass man eh durchschaut wird.

    Wie geht's mir heute?
    Nicht nervös, nicht ruhig, nicht aufgeregt, aber auch nicht gelassen.
    Wahrscheinlich bin ich alles auf einmal :shock: und kann bloß keinen der vielen Teilzustände orten.

    Ich glaube, ich muss heute Tennisspielen, Putzen, Rasenmähen, Bäume fällen, Unkraut ausreißen :twisted: , damit ich richtig fertig bin und garnicht mehr überlegen kann, wie es mir eigentlich geht.

    Na dann mal los 8)

    Thelma

  • Ein Omen?
    Vorher hätte ich auf einem Supermarkt-Parkplatz fast einen Mann übern Haufen gefahren, der gerade dabei war, einen Kasten Lieblingsbier meines Mannes zum Auto zu tragen :shock:

    Kein Witz.

  • Liebe Thelma,

    lies doch mal ein bisschen in meinem Thread, wie es mir so ergangen ist. Dann brauche ich nicht alles zu wiederholen... :wink:

    Auf alle Fälle: Wenn ich über dein Schicksal lese, kann ich sagen, dass es bei uns nicht sooo schlimm und furchtbar war wie wohl bei dir. Außerdem haben wir keine gemeinsamen Kinder, und meine beiden sind schon groß und leben nicht mehr bei uns. Das macht alles vielleicht doch ein wenig einfacher.

    Niemand kann dir im voraus sagen, dass alles gut wird und keiner weiß, ob dein Mann trocken bleibt.
    In meinem Fall war es so, dass ich eine ganze Weile gebraucht habe, um die Lügen der vorangegangenen Jahre zu vergessen und ihm neu zu vertrauen.
    Dabei half mir das Forum hier und das Verständnis vieler Partner von Alkoholikern, die auch genau an diesem Punkt große Probleme hatten.
    Mir erging es auch zwischendrin noch mal so, dass ich einen richtigen Panikanfall bekam (dazu hatte ich auch einen Thread eröffnet), weil mein Mann viel später heim kam und ich alles schon wieder innerlich so erlebte, wie es gewesen war, wenn er nicht nach Hause gekommen war in seiner nassen Zeit.
    Die vielen Antworten, die ich daraufhin von den Foris bekam, halfen mir wirklich sehr, mich auf solche "Attacken" entsprechend vorzubereiten. Ich war verblüfft, wie einfach manches wäre, wenn man nicht in solchen eingefahrenen Denkmustern denken würde.
    Inzwischen hat sich an der Lebenssituation meines Mannes einiges verändert, sodass allein dadurch schon die Gefahr eines Rückfalls geringer ist.
    Wer weiß, wie es ihm/uns erginge, wenn er genauso weiter gearbeitet hätte wie damals!?
    Ihr werdet sicherlich Zeit brauchen, euch wieder aneinander zu gewöhnen. In der Therapie sollte dein Mann gelernt haben zu reden! Nutze diese (vielleicht neue?) Fähigkeit aus und redet, in entspannter Atmopsphäre. Gebt die Kinder mal zu Freunden, nehmt euch zu zweit Zeit! Seid behutsam und geduldig, ehrlich und liebevoll. Dann habt ihr gute Chancen.
    Ich weiß genau, wie du dich heute fühlst und ich finde es süß, wie du deine Aufregung schilderst und in Aktivitäten umsetzt! Du machst es genau richtig, finde ich. Beim Sitzen und Abwarten wird man wahnsinnig, kenne ich alles. Karte kaufen, Blumen, Geschenk, alles schön machen für den Neubeginn...
    Also, morgen ist der große Tag und hoffentlich ändert sich euer Leben wirklich positiv! Ein "happy beginning" wünsche ich euch.

    Oiseau, der "Trocken-Co-Hase" (eigentlich VOGEL!) :P

  • Liebe Thelma!

    Ich freue mich so für dich, weil du so eine doch freudige Erwartung hast!
    Es wird auch sicher spannend bleiben, zumindestens die ersten Wochen.
    Ganz genau wie dus schreibst, wenn er nach Hause kommt - nüchtern.
    Wenn er keine Ausreden braucht - weil nüchtern.
    Wenn ihr euch jeden Tag wieder in die Augen schauen könnt - weil Vertrauen wieder kommt.
    Am besten wäre es, wenn ihr zwei - wie Oiseau schreibt - eine Auszeit nehmen könntet. Für uns zwei war unser erster alleiniger Urlaub letztes Jahr das I - Tüpfelchen unseres neuen Kennenlernens.
    Ach, ihr macht das schon.
    Du machst das schon. Vertraue dir!

    Viel Spaß beim vielleicht noch "Auspowern"! Ich werde nachher beim Fitnessen an dich denken. Und heute abend mit ins Gebet nehmen.
    Liebe Grüße und eine Gute Nacht!!!!!, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Oiseau, hallo Gotti,

    Mensch tut das gut, Euch zu lesen. So liebe Worte. Danke.
    :oops:

    Liebe Oiseau, ich bin Deiner Aufforderung gefolgt und habe begonnen, Deinen Thread zu lesen.
    Wurde direkt ein bisschen traurig, als ich Jenny las. Sie hat mich sehr liebevoll empfangen und begleitet, als ich hier ziemlich kopflos aufschlug im November.
    Am Tag vor der Rückkehr deines Partners hab ich jetzt einen Stop eingelegt.
    Du hast geschrieben:

    Zitat

    heute ist mein letzter Tag allein - vor der Rückkehr meines Mannes!

    Ich bin seit ein paar Tagen schon äußerst nervös, viele Gedanken gehen mir immer wieder im Kopf herum und ich zeige auch massive psychosomatische Störungen...

    Gestern habe ich unser Haus aufgeräumt, geputzt, gewaschen, es wohnlich gestaltet. Nur, um mich zu beschäftigen. Nun warte ich auf morgen. Ich muss morgen Vormittag arbeiten, aber es kann sein, dass er schon zurück ist, wenn ich heimkomme.

    Blöd ist, dass ich seit einigen Tagen so viele Zweifel habe, ob ich mich überhaupt freue, dass er wieder hier sein wird. Kennt ihr diese Zweifel auch? Selbst an meinen Gefühlen zweifle ich.

    Ich musste echt schmunzeln.
    Dir ging es damals wie mir heute.
    Na, dann bin ich ja beruhigt. :P

    Liebe Grüße
    von
    der
    hibbeligen
    Thelma

  • Hallo Thelma

    Ich glaube,das halbe(mindestens!) Forum ist gedanklich morgen bei Dir!!!:-)


    ....und bei sooooooooooooooo viel mentaler Unterstützung

    WIRD ALLES GUT!!!!

    Ganz herzliche Grüsse
    von
    Backmaus(die auch bei den "Co's" liest)!;-)

  • Hi Backmaus,

    danke, danke, danke für Deinen Gruß.
    Mensch, ich werde immer hibbeliger statt ruhiger.Pppppffffff.
    Zum Tennisspielen und Holzhacken ists jetzt zu dunkel...

    Ich hab grad in meinem TB geschrieben, dass ich die vielen lieben Wünsche mit ins Bett nehme und mich darin einkuschle.
    Sie geben mir Halt und Wärme.

    Ach Mensch, seid Ihr lieb.
    :oops:

    Thelma

  • Guten Morgen, am Tag X!

    Ich schicke dir einfach nur gaaaaaaaaaaaaaaaaannnzzzz liebe Grüße!!!!!
    und wie Backmaus schreibt, bin ich auch in Gedanken bei dir!

    Ich schreibs einfach: Alles wird gut!

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!