die richtige Entscheidung

  • Weißt Du, liebe Gesche,
    ich stelle jetzt als Teenagerspätlese fest, es gibt auch andere Wege sich kennenzulernen, als die die ich früher kannte. Vielleicht zuverlässigere. Ängstlichere, ganz sicher, vorsichtiger und dennoch geprägt von dieser Vorsicht zeigt sich wer in meinem Dunstkreis bleibt und mit welchem Verhalten.

    Nein sagen ist im privaten Bereich ebenso wichtig wie in allen anderen. Da vielleicht sogar besonders, weil es unser Heim ist - unsere Burg "unser Castle". Das ist etwas was ich jetzt gerade ganz extrem gegen Eindringlinge (einen!) verteidige.

    Ich selber habe Angst, muss ich leider zugeben, vor den Schmetterlingen oder dem Gefühl "der könnte es sein". Zwar bin ich jetzt befähigt im Vorfeld die Grundlagen auf Übereinstimmung zu prüfen ohne in Schwärmereien zu verfallen. Wenn es aber passt, dann ist so ein Gefühl da von "Flugzeuge in meinem Bauch".

    Lieben Gruß von Dagmar

    die nun die FLugzeuge wegschickt und sich einen Backcamembert genehmigt :)

  • Hallo Dagmar,
    einen schönen Gruß in den Sonntag. Teenagerspätlese, das klingt richtig gut....

    Ich habe mich länger nicht gemeldet, war zu einem Familienbesuch. Leider war der Besuch nicht so erfreulich für mich. Ich musste das ersteinmal alles für mich verabeiten. Der Besuch hat mich auf der einen Seite an wirklich schöne Zeiten erinnert, auf der anderen Seite aber auch wieder viele schlechte Erinnerungen hervorgerufen.

    Eigentlich, und da sind wir dann wieder beim nicht nein sagen, wollte ich dort nicht hinfahren. Ich bin dann überredet worden und ich bin schon mit einem schlechten Bauchgefühl, ja einem Anflug einer Panikattacke losgefahren und mein Gefühl hat mich nicht getrogen.
    Es hat meine Vorahnungen nur bestätigt. Ich habe dort das gleiche Verhalten wie bei meinem Mann festgestellt. Sie ist seine Schwester....Könnt Ihr auch vorstellen, wie ich mich gefühlt habe?

    Ich möchte es hier nicht genauer ausführen, aber ich bin schon sehr traurig und auch verwirrt...

    Liebe Grüße Gesche

  • Hallo mein lieber Pfad,

    da musste ich jetzt lange stöbern und suchen, um meine Anfänge wiederzufinden...

    Motiviert durch den Weihnachtschat und einige freundliche Fragen dort, wie es mir geht, was ich mache, habe ich hier noch mal zurückgeblättert.

    Im geschlossenen Bereich führe ich ein Tagebuch.
    Dort steht viel über mich und wie es mir bis heute mit meiner Entscheidung ergangen ist.
    Ich habe mir aber vorgenommen, einige meiner Posts hierher zu übertragen.

    Mittlerweile geht es mir gut.
    Das ist aber noch nicht wirklich lang so.
    Mein 50. Geburtstag, den ich so verbracht habe, wie ich es
    mir gewünscht habe, der hat ganz viel in mir zur Ruhe gebracht.

    Der Weg bis dahin war nicht leicht, nicht einfach,
    er hat sich gelohnt. Das ist mir heute ganz wichtig.
    Ich lasse mich nicht mehr manipulieren und benutzen.

    Ich bestimme selber wie es mir geht.
    Das habe ich hier mit Hilfe viele liebe Menschen gelernt.
    Ich habe hier viel gelesen, viel geschrieben.

    Ganz wichtig ist für mich auch immer wieder,
    meine Gefühle zuzulassen.
    Das habe ich wieder für mich entdeckt.
    Ich weine, wenn ich traurig bin,
    beschwere mich, wenn ich ungerecht behandelt werde
    und ich LACHE, wenn ich das möchte.

    Meinen Gefühlen und meinen Empfindungen kann ich wieder
    trauen, mir vertrauen und mir was zutrauen.

    So, das war es jetzt erstmal von mir.

    Herzliche Grüße

    Gesche

  • Hallo lieber Pfad,

    gern möchte ich meinen Eintrag vom 13.05.09 hierherkopieren:

    Zitat

    Ich muss mich sehr an das Alleinsein gewöhnen. Ich habe bisher nie allein gelebt. Bin aus meinem Elternhaus mit einem Freund zusammengezogen, dann habé ich eine Zeit mit einer Freundin zusammengewohnt, meinem Mann kennengelernt ja und nun wohne ich das erste Mal so richtig allein.
    Ich finde es schwer, so abends nach der Arbeit so allein zu sein und mich mit niemandem austauschen zu können. Ich kann nicht jeden Abend zum Sport gehen, mich mit Freunden treffen, dazu fehlt mir nach einem anstrengenden Arbeitstag dann auch der Elan. In meiner Fantasie entwickle ich mich zu einer frustrierten Singelin die richtige Marotten entwickelt.......hoffentlich nicht

    Putzen das ging bei uns. Bei mir war es das Thema Mahlzeiten. Mir hat es immer Freude bereitet am Wochenende einzukaufen und dann nett zu kochen, nicht immer tolle Sachen, ganz normale Hausmannskost. Mein Mann hat mein Essen immer sehr gerne gegessen und irgendwann hat er dann gesagt, er ißt lieber mein Essen als in ein Restaurant zu gehen. Es war eine gemütliche Atmospäre, ich koche, er sitzt dabei, hilft und wir unterhalten uns. Ich habe dieses anfänglich auch als ein Kompliment gesehen. Irgenwann aber nicht mehr, es gab keine gemeinsamen Abende mit Freunden z.B. beim Griechen mehr, dazu war er viel zu nervös, angespannt, das wurde dann rigoros eingestellt und ich durfte kochen. Zu den Essenszeiten trafen wir uns dann wieder, nachdem ich gekocht hatte, den Tisch gedeckt hatte, habe ich dann in den Keller gerufen, Essen ist fertig. Ja, und dann wieder dieser halbbetrunkene Anblick......irgendwann habe ich einfach nur noch gekocht, weil ich meine Ruhe und was zu essen haben wollte. Dann immer wieder dieser Streit, warum musst Du schon trinken bevor das Essen fertig ist. Gerne habe ich zum Essen am Wochenende auch mal ein Glas Wein getrunken. Ich habe diesen betrunkenen Zustand als Missachtung meiner Mühe und meiner Person empfunden, einfach ein schreckliches Gefühl. Ich spüre dieses Gefühl jetzt gerade wieder und mir kommen mal wieder die Tränen.

    Ich habe in den letzten zwei Nächten sehr viel geträumt und als ich aufwachte und mich umsah war ich froh in meinem! Schlafzimmer zu sein.

    Ja, so ging es mir zu dieser Zeit.

    Liebe Grüße

    Gesche

  • Liebe Gesche
    Ich habe mich jetzt auch bei dir ein bisschen durchgelesen und es berührt mich immer sehr , wenn ich lese was für ein unendliches Leid und welch furchtbare Schmerzen manche Menschen durchmachen müßen.
    Eine Ehe , nach so vielen Jahren am Ende , welch ein schmerzvoller Weg zu gehen das bedeutet das kann ich sehr gut nachvollziehen . Ich kann mir vorstellen durch welches tiefe Tal du gehen mußtest und wie groß das schwarze Loch war in dem du dich befunden hast . Sorry, ich hoffe ich hab das nich zu blöd geschrieben , aber genauso habe ich das damals bei mir empfunden . Deshalb kann ich diesen Schmerz so gut nachvollziehen .
    Genau deshalb , ist es so bewundernswert wie du das bis heute gemeißtert hast . Glückwunsch , das hast du ganz toll gemacht .
    Liebe Gesche ich hoffe das ihr alle hier , ganz besonders die die sich schon mal bei mir gemeldet haben , mir nicht böse seid das von mir so wenig zurück kam . Soweit ich mich erinnere , habe ich auch im Chat am meißten von mir gesprochen und viele vergessen zu fragen wie es ihnen geht . Ich fühl mich im Moment noch ein bisschen überfordert , und ich muß auch aufpassen das ich die vielen Geschichten die es hier zu lesen gibt , nicht durcheinander werfe.
    Ich werde mich so gut es geht hier durcharbeiten , und mich so nach und nach mal bei den Leuten hier zu Wort melden . Kann aber zur Zeit wahrscheinlich haupsächlich hier mitlesen , mitfühlen an euch denken , aber für Tipps zu geben dazu fühle ich mich im Moment leider nicht in der Lage.
    Ich würde gerne viele Menschen hier kennen lernen und ich bin sehr dankbar dafür , das ich schon einige kennen lernen durfte . Es tut so unendlich gut , mit Menschen zu reden die einem verstehen können und die wissen wie schmerzhaft unsere Wege oft zu gehen sind .
    Dir liebe Gesche wünsche ich von Herzen alles Liebe und Gute auf deinem weiteren Lebensweg.
    Ganz herzliche Grüße Ulrike

  • Hallo mein lieber Pfad,

    liebe Mo, liebe Ulrike,

    vielen herzlichen Dank für eure Worte.

    Jede von uns geht ihren Weg, so wie es für Jede von uns gut
    und richtig ist.
    Was wir tun können, wir können uns unterstützen,
    indem wir zu(hören)lesen :wink:
    uns gegenseitig Mut machen.
    Rat geben und annehmen.

    Ich habe hier gelernt, Tränen kann man auch virtuell trocknen.

    Liebe oxalis, mache Dir bitte keine Gedanken darüber, wann Du
    wem was schreibst.
    Du bist für Dich hier, deine Erlebnisse, Erfahrungen sind wichtig.
    Das Schreiben hier, das hilft Dir ganz bestimmt, Du wirst es los.
    Andere nehmen es an, indem sie lesen und somit auch von Dir lernen
    können.

    Die Zeit war schwer, klar, aber das war sie schon für viele andere
    vor mir und wird es auch für viele andere nach mir sein.
    Ich finde, das Schwerste an schweren Zeiten ist, sie anzunehmen.
    Dann auf einmal sind sie gar nicht mehr so schwer.

    Klingt jetzt vielleicht pathetisch, aber so empfinde ich.

    Liebe Grüße
    Gesche

  • Liebe Gesche, wenn du wüsstest, wieviel Mut du uns mit deinen Worten gibst.
    Und nur dadurch, dass ich sie lese.

    Liebe Grüße Elke

  • Liebe Gesche,

    wie schön, von Dir hier im offenen Forum etwas zu lesen. Als ich Deinen Bericht vom Mai gelesen habe, hat mich das so berührt und auch traurig gemacht. Es holte diesen ganzen alten Schmerz wieder hoch und irgendwie schlich sich auch Ärger und Wut ein. Ich musste das Forum für den Rest des Tages verlassen und in die Selbstempathie gehen.

    Du machst so ein fürsorglich liebevollen Eindruck und Du hast das echt nicht verdient, was Du erlebt hast.

    Ich erlebe hier so viele wirklich starke, tolle liebevolle Menschen, meistens sind es ja Frauen. So viel Mitgefühl, so viel Anteilnahme, soviel Herzblut und dann kommt wirklich Wut hoch, warum wir unsere Energie an diese "blöden nassen Saufnasen" vergeuden.

    Sorry, ich muss das mal eben so schreiben. Bin heute gar nicht gut gestellt. Habe heute Schwierigkeiten, bei mir zu bleiben und die ganze Alkoholwelt ist doof, die macht alles kaputt.........grrrrrr

    Liebe Gesche, ich wünsche Dir einen schönen Abend und Danke, dass Du Dich mitgeteilt hast und Danke dass ich mal eben bei Dir Dampf ablassen durfte.

    Herzlichst Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Liebe Gesche
    Genau das was du hier schreibst , gibt einem wieder Kraft , Hoffnung und Mut .

    Sich gegenseitig unterstützen , ( zuhören ) lesen, uns gegenseitig Mut machen und Rat geben .

    Was kann es schöneres und hilfreicheres geben ! ?

    Vielen Herzlichen Dank , für diese lieben Worte .
    Herzliche Grüße Ulrike

  • Hallo Gsche

    Ja, ich finde es auch immer schön mitzulesen. Auch wenn ich oft mit mir selbst beschäftigt bin und es nicht schaffe, bei anderen mitzudenken bin ich aber immer da, wenns darum geht einwenig mut zuzusprechen.

    Auf der anderen Seite bin ich froh, wenn es solche Menschen gibt wie dich, die dann die richtigen aufmunterenden Worte schreibt wie du es schaffst.Danke dir dafür.

    Gruß Mel

  • Hallo Gesche,

    wie schön, von Dir zu hören und Danke für Deine Wünsche für 2010, wie lieb.

    Ich wünsche Dir auch ein wunderschönes neues Jahr mit viel Kraft, Mut und Zuversicht, Deinen Weg weiterzugehen.

    Ich freue mich auf einen weiteren gemeinsamen Austausch - gemeinsam sind wir stark :)

    Herzlichst Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Hallo Gesche
    Ich wünsch dir ganz viel Gesundheit , Glück und Zufriedenheit 2010
    Und ganz viele Erfolgserlebnisse .
    Sorry dachte das hätte ich länst gemacht .
    Oder hab ich es etwa in einen falschen Thread geschrieben .
    Ich denk nämlich viel an dich und ich freue mich das ich dich kennen lernen durfte :-). und auch im Weihnachtschat wieder sehen konnte .
    Ganz Herzliche Grüße Ulrike

  • Hallo Ihr Lieben,

    ganz herzlichen Dank für eure so lieben Wünsche.

    Ich freue mich sehr darüber.

    Euer Zuspruch, der gibt mir Kraft und Ausdauer.
    Ich wünsche uns Allen ein gutes, zufriedenes und mit Freude
    gelebtes Jahr 2010.

    Wenn ich an Silvester 2008 denke, da bekomme ich gerade
    mal wieder Gänsehaut, wie schlecht ging es mir da.
    Mal liebsten hätte ich alles hingeworfen und wäre einfach
    wieder dahin zurückgelaufen, wo ich drei Monate vorher
    weggegangen bin.
    Ich war traurig, verletzt und einsam.
    Der gange Schmerz drohte wie eine Welle über mir zusammenzuschlagen.
    Irgendwo hier habe ich gelesen, das der Schmerz in Wellen kommt.
    Ich finde das ist ein gutes Bild.

    Die Wellen schlugen damals sehr hoch.
    Heute nicht mehr, sie kommen in immer größeren Abständen,
    und sie sind viel, viel kleiner geworden.
    Manchmal komme ich mir so vor, als würde ich meinen
    Schmerz nur noch beobachten und dann denke ich,
    nein das brauchst Du nicht mehr.

    Liebe Grüße

    Gesche

  • liebe gsche,

    Zitat

    Die Wellen schlugen damals sehr hoch.
    Heute nicht mehr, sie kommen in immer größeren Abständen,
    und sie sind viel, viel kleiner geworden.
    Manchmal komme ich mir so vor, als würde ich meinen
    Schmerz nur noch beobachten und dann denke ich,
    nein das brauchst Du nicht mehr.

    Ich frage mich zur Zeit oft, wie lange ich diese Schmerzen noch haben werde und ob es wirklich stimmt, das sie gehen werden. Jetzt habe ich ein Bild vor Augen und kann es mir vorstellen. Dein Beispiel zeigt mir, das es sich lohn abzuwarten.Das die Zeit diese Wellen abflachen wird, wie, wenn ein Stein auf die Wasseroberfläche geschlagen hat. Die Wellen am Anfang sind hoch, verlaufen sich ins nichts.

    DANKE dir, das gibt mir Hoffnung.

    Alles liebe Melanie

  • Hallo Melanie,

    es freut mich sehr, das Du etwas mit dem Bild anfangen kannst.
    Das Bild vom Stein im Wasser ist sehr schön, beschreibt es doch auch ganz genau die Wellenbewegungen.

    Liebe Martha,

    hier habe ich jetzt noch mal eine Passage aus meinem Tagebuch kopiert, vielleicht erklärt das mein "Geschreibsel" bei Dir ein wenig besser:

    Es geht dabei wie schon bei Dir geschrieben, um seine Reaktion auf
    meine Versuche eine Aussprache herbeizuführen.

    Ich möchte hier im offenen Bereich nicht so viele Situationen beschreiben, bitte hab Verständnis dafür.

    Herzliche Grüße

    Gesche

    Erst habe ich meine Panikattacken beschrieben, in meinem Tagebuch und dann seine Reaktion darauf.


    ...Du hattest keine Zeit musstest arbeiten, da vorne ist die Bushaltestelle oder kannst Du jetzt nicht mal mehr Busfahren, das war seine Frage an mich, Gesche

    Nein, das konnte ich nicht mehr, ich hatte Panickattacken im Bus, habe mich von Haltestelle zu Haltestelle gekämpft, immer mit dem Gedanken, Du kannst jederzeit aussteigen
    Ich habe Dir immer erzählt, wie ich mich fühle, wie es mir geht. Ich habe gehofft, das Du es einfach akzeptierst, das es mir nicht gutgeht, ich konnte nachvollziehen, das Du es nicht nachvollziehen konntest, welche Krankheit ich habe. Äußerlich war ja auch nichts zu erkennen.
    Da habe ich mich dann wieder rausgekämpft, mit professioneller Hilfe.
    Ja, und dann habe ich mich verändert und hier steht sie nun, deine Reaktion auf meine, für mich so positive Veränderung:

    Zitat

    Da Du mir niemals im Leben gleichgültig gewesen bist, hab ich mich nächtelang vor die Maschine gesetzt, und versucht rauszukriegen, ob ich, bzw. Du, der oder die, die einzigen sind, die ein solches Problem haben. Du hast eine Art Ambivalenz, doch aus dieser Phase scheint mir eine Persönlichkeitsstörung entstanden zu sein. Da Du nach unserer Trennung das große Glücksgefühl nicht empfunden hast, steht ja wohl irgendwie fest, dass ich nicht der Schuldige, der Gegner und auch nicht der „Böse“ war.
    Ich möchte Dich in deinem eigenen Interesse höflich bitten, Dich mal über die Suchmaschine nach „Borderline Persönlichkeitsstörung" schlau zu machen. Ich bin der Meinung, dass Du ohne therapeutische Hilfe aus der Nummer nicht wieder rauskommst

    Martha, das ist ein Teil meiner Geschichte, wie ich versucht habe,
    ihn zu verstehen und wie er damit umgegangen ist.

  • Liebe Gsche,

    Der letzte Abschnitt war denke ich für Martha bestimmt.. Ich habe ihn mir dennoch durchgelesen, weil ich selbst uter einer Angststöhrung leide und auch proffessionelle Hilfe in Anspruch nehme. Was mir auffällt ist, das hier scheinbar ein Mensch, der dir sehr nahe stand/oder steht suggerieren mag, das du eine Psychische Stöhrung hast. Ich möchte dir meine Meinung zu solchen Aussagen mitgeben.Auch im Sinne für all die anderen, die hier lesen und durch die Möglichkeiten die heute bestehen, sich über Psychische Krankheiten zu Informieren.

    Ich habe eine lange Ausbildung gemacht. In dieser Ausbildung wurden mir auch solche Krankheitsbilder vermittelt, diese zu erkennen, zu betreuen, zu verstehen. ABER NIEMALS um bei anderen Menschen DIAGNOSEN zu erstellen. Wir wurden eindringlich dafor gewarnt, das Fachwissen zu MISSBRAUCHEN. Was ich gelernt habe ist, das es viel mehr zu verstehen braucht , den Mensch an sich in seine Ganzheitlichkeit zu sehen, als einen kleinen Bericht in einem Buch oder in der Zeitung.Oder aber in einer Suchmaschiene im Internet.

    Oft genug versuchen Menschen andere Menschen zu diagnostizieren, doch Diagnosen stellen immer nur Ärzte und Therapeutetn, die dafür ausgebildet sind.

    Zitat Maier Psychologe am Institut an dem ich lernte.

    Zitat

    *Jeder Mensch hat sein Neuröschen*

    Stellvertretend für alle Psychischen Krankheitsbilder die es gibt kannst du jedes hier mit einer Neurose ersetzten. Sprich, jder Mensch hat einen Knacks, es ist immer nur die Frage, wie sehr er darunter leidet.

    Leidet er nicht, wird er damit weiterleben. :wink:
    Gelernt habe ich das hier im Forum....bin darüber stolz wie oskar...lach :wink:

    In diesem Sinne alles liebe Melanie

  • Liebe Melanie,

    vielen Dank für deine Ausführungen, sehr interessant für mich.

    Selbstverständlich war es nicht nur für Martha bestimmt.
    Martha war der positiver Auslöser, es hier aufzuschreibe.

    Zitat

    Ich habe ihn mir dennoch durchgelesen, weil ich selbst uter einer Angststöhrung leide und auch proffessionelle Hilfe in Anspruch nehme.

    Ich habe auch professionelle Hilfe in Anspruch genommen.
    Unter anderem während meiner Reha im Dezember 2006.
    Dort habe ich auch eine bestimme Entspannungstechnik gelernt.
    Die Therapeutin hat mich dann mit einer Mitpatientin zusammengebracht, die mir freundlicherweise ihre Panik- und Anstzustände geschildert hat
    und mir vieles erklärt hat.

    Zitat

    Was mir auffällt ist, das hier scheinbar ein Mensch, der dir sehr nahe stand/oder steht suggerieren mag, das du eine Psychische Stöhrung hast.

    Oh ja, Melanie dieser Mensch stand mir sehr nahe, ich bin noch mit ihm verheiratet.
    Ich habe immer versucht mir gegen diese Art von Suggestion zu wehren.
    In meinem 35. Lebensjahr hatte ich eine Totalop., darauf schloss sich dann eine bestimmte Hormom-Therapie an.
    Ich hatte Glück, mein behandelnder Arzt war Experte auf dem Gebiet.

    In seinen Augen war ab da jede meiner "Verstimmungen" auf meine Hormone zurückzuführen.
    Hatte ich mal schlechte Laune oder wir hatten einen Streit, dann kam der Satz, lass Dich untersuchen, mit deinen Hormonen stimm was nicht.
    So ging es dann immer weiter.
    Sein Alkoholkonsum wurde natürlich auch auf meine schlechte Verfassung geschoben und ich war ja überhaupt nicht bereit, mir helfen zu lassen.

    Meine Panikattacken und die Angstzustände kann ich mittlerweile gut zuordnen, hab es auch fast immer gut im Griff.

    Nach meinem Reha-Aufenthalt habe ich mich verändert, ich habe nicht mehr alles hingenommen und geschluckt , aber seinen Alkoholkonsum immer wieder, immer öfter thematisiert.
    Alles was damit zusammenhing auch.
    Somit hatte ich mich in seinen Augen natürlich zu seinem Nachteil verändert. Diese Veränderungen musste doch eine Ursache haben.

    Er hat die Ursache dann gefunden.
    Nächtelange, wein- oder bieseelige Recherchen bei Doktor Internet haben dann zu dem oben zitierten Ergebnis geführt.

    Ich habe deine meine Hausärztin befragt und ihre Aussage:
    Wie lange wollen Sie das noch aushalten?
    Was glauben Sie, wann wieder eine Panikattacke zu Besuch kommt?

    Melanie, Du hast gerade meinem Selbstbewusstsein eine richtigen Schub gegeben. DANKE

    Liebe Grüße

    Gesche

  • Liebe Gesche,

    wollt Dir einfach mal ganz liebe Grüße da lassen :)

    Danke für das, was Du geschrieben hast, da kamen so viele Fragen in mir hoch....wollt Dich aber auch nicht weiter löchern, da ich total verstehen kann, dass Dir der Raum hier zu öffentlich ist und so habe ich gar nichts gesagt. Es sollte keine Missachtung an Dich sein und ich hoffe nicht, dass es so bei Dir rüber gekommen ist.

    Herzlichst Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

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