stark sein

  • Liebes Lavendelchen,

    oh, wie schön: malen!

    Ganz viel Spaß und meine volle Zustimmung: mit Geistern will ich höchstens was zu tun haben, wenn Sie sich als solche verkleidet haben und **huuuuhuuuu* sagen :D:D:D:D:D

    Hast Recht: diese Lebensweise kann haben wer will. Ohne die Teilnahme von uns EKA!

    Liebe Löwengrüße.

  • Hallo an alle,

    mein Malkurs war sehrsehr schön - Acrylmalen in der Gruppe, das hab ich eeewig nicht mehr gemacht. Und es hat viel Spaß gemacht und mir sehr gut getan!
    Es sind sehr hübsche Bilder entstanden, habe selbst gestaunt, da ich mal wieder aus dem Blick verloren hatte, dass ich sowas gut kann...

    Für mich war das ein weiterer wunderbarer Baustein zum schönen eigenen Leben, zum tollen Lebensgefühl und eine Bestätigung, dass ich mich doch gut um mich selbst kümmern kann. Entgegen aller Unkenrufe von den "Eltern", die mein Malen schon von jeher abgetan haben als unnütz und schönes, unbrauchbares Beiwerk.
    Von zuhause brauchte ich niemals Anerkennung zu erwarten. Inzwischen ist es mir sowas von egal, ob die eh nicht vorhandenen "Eltern" irgendwas von meinen Bildern halten... Es tut einfach gut, mit andern darüber zu reden und Bewunderung für gut Gelungenes zu erhalten. Hatte schon fast nicht mehr daran geglaubt, dass das noch geschehen würde.
    Na, dann mach ich mich jetzt auf, meinen Glauben und meine Hoffnung auf eigenen Ausstellungen und den Verkauf meine Bilder zu stärken !!!!
    Wünscht mir Glück ;) Habe soooo viele schöne Ideen.

    Liebe Lavendelgrüße!

  • Hallo Lavandula,

    ja, das Thema "stark sein" ist glaube ich ein ganz zentrales Thema bei uns EKAs.

    Ich bin auch die ältere Schwester und durfte nie so richtig ich selbst sein. Die eine Hälfte der Kindheit war ich schwach, krank, immer heischend nach der Zuwendung meiner Eltern und die andere Hälfte war ich Partnerin von meiner Mutter, wenn sie wieder verzweifelt war wegen meinem Alki-Vater.

    Ich weiß noch, wie meine Mutter schlimm krank war und lange ins Krankenhaus musste. Da war ich 11 und mein Bruder 8. Ich ging am Abend immer runter in den Laden und machte den Kassenabschluß. Mein Vater war da meist schon total besoffen. Er hat uns alleingelassen und dann auch noch angepfiffen, als er zurückkam und wir geweint hatten.

    Als meine Mutter noch im Krankenhaus war, ist die Mutter meines Vaters gestorben, mit der er eigentlich nichts mehr zu tun hatte. Aber er brach zusammen, kam weinend in unser Kinderzimmer und heulte auf unserem Bett. Super.

    Und diese Rollen ziehen sich heute auch noch durch mein Leben, mit meinen Ex-Partnern. Bei einem war ich die Mama, die den Bubi tröstet und hätschelt und dann wieder das Kind, das ständig gemaßregelt wird.

    Nur - stark sein für MICH fällt mir total schwer. Da habe ich dann keinen Mut oder weiß gar nicht wo ich anfangen soll. All der Antrieb, den ich für die anderen hatte, ist dann wie weggeblasen.

    Liebe Grüße,

    Sonnenstrahl

    Jeder kleine Schritt führt näher zum Leben.

  • Hallo Sonnenstrahl,

    was Du schreibst, kann ich gut nachvollziehen. Inzwischen habe ich auch einige Beziehungen hinter mir, in denen meist beides auf einmal passiert ist. Ich war zwar die Starke, die 'innen' alles geregelt hat, aber nach außen hin war der viel unfähigere Partner der Starke, der mich auch noch runtergemacht hat. Klar, mein mangelndes Selbstwertgefühl tat das seine dazu...

    Heute schau ich mir die Ursprungsfamilie an und denk mir, wie können Leute nur unter solchen Umständen heiraten, bauen und Kinder in die Welt setzen?? Ohne Herz und ohne Verstand. Alles nur Fassade und unehrlich. EKELHAFT!!!!
    Ich frage mich heute, was der "Vater" von mir möchte, wenn er sich doch eh nie für mich interessiert hat. Ich habe mein ganzes Leben eigenständig aufgebaut und hatte die Suchtmutter noch an mir hängen - das hat diesen "Vater" doch alles gar nicht interessiert. Er denkt nur an sich, an seine Bedürfnisbefriedigung und wirft mir genau das vor. Was ein Schwachsinn!! Er hatte noch nie Achtung vor weiblichen Wesen. Es waren Putzfrauen für ihn oder Hausfrauen oder abfällig tituliert "Weiber" - hallo?! Er hat keinen Respekt vor uns drei Frauen gehabt. Ständig sollte alles laufen, wie er es möchte sonst wurde er aggressiv oder war beleidigt. Ist das das Verhalten eines erwachsenen Menschen? Die "Eltern" haben niemals normal miteinander gesprochen, dauernd war dicke Luft oder eisiges Schweigen.
    Die "Mutter" hat sich ziemlich früh einen Typen zugelegt - und hatte immer als Entschuldigung dafür, dass der "Vater" unausstehlich sei. Wieso zieht sie die Kinder da so mit rein??? Das geht so nicht!
    Die beiden sind absolut unfähig, Entscheidungen zu treffen, die ihnen gut tun und dazu dann zu stehen und dafür dann zu kämpfen. Sie ziehen ständig nur über andere her, machen es aber keinen Deut besser.
    Was soll das??
    Da kann man nur wütend werden und das Weite suchen. Wenn man sich mit ihnen auseinander setzt, gibt es eh nur schlechte Gefühle im mindesten und meistens Zoff. Oder man muss sich dressieren lassen und die Klappe halten. Toll.
    Sie sollen mich alle beide in Ruhe lassen und nicht weiter mit ihren ungelösten Lebensproblemen belasten. Sich lieber selbst aufmachen und mal in den Spiegel schauen.
    Ihr Problem, nicht meins!!
    Ich lass mich nicht mehr aus dem Gleichgewicht bringen von ihnen.
    Die "Mutter" hat's sicher ja sowieso bald geschafft und sich vollends zerstört. Schlimm genug. Sie hat noch nicht einmal was davon verlautbaren lassen, dass sie begriffen hätte, was sie uns Geschwistern damit antut!! Was sie an Grobheiten fabriziert, ist ja immer nicht so schlimm. Soll sie halt weiter ihre Bekannten belagern. Wenn die das mitmachen, deren Problem.
    Als sie ihren zweiten Typen heiratete, hat sie sich ja auch nur darum gekümmert, dass er Geld hat.
    Toll.
    Super Lebenskonzept.
    Kein Wunder, dass dabei Sch... rauskommt!!

    Diese "Eltern" sind alle beide wie kleine motzige, unberechenbare und ungezogene Kinder, die nen Aufstand machen oder sich um nichts und niemanden kümmern. Wie kann man nur so werden??? Das habe ich mich schon 1.000 Mal gefragt. O.k., sie hatten auch jeweils nicht die einfachste Kindheit. Einmal Familienbetrieb(e) mit später alkoholabhängigem Vater ohne Zeit für Kinder und einmal Trennung von der Mutter und Leben mit einer nach einigen Jahren tablettensüchtigen Mutter.
    Sicher waren das die Auslöser.
    Sie haben aber auch alle beide NICHTS aufgearbeitet und immer nur die andern angeprangert, keine Sensibilität entwickelt, waren egoistisch bis zum letzten, nicht den Funken kritikfähig und haben sich nie um die Gefühle von uns Kindern gekümmert. Mein Vater jammerte schon oft, dass sein Vater ja gar nicht mit ihm gesprochen hätte - er macht es ja auch nicht anders. Er ist einfach abwesend. Ich kann mich an kein von ihm initiiertes Gespräch erinnern. Da waren immer fremde Leute bzw. Bekannte, die sich gekümmert haben...

    Es bringt nichts. Ich werde es nie verstehen, wie sie so werden konnten wie sie geworden sind.
    Ihre Sache.

    Das alles macht mich wütend und traurig und ich frage mich oft, ob ich nicht auch so werde wie sie, einfach weil ich sie als Vorbild hatte... Aber da waren und sind ja noch viele andere Vorbilder...

    Heute bin ich ich. Und damit habe ich schon früh genug angefangen.
    Ein einsamer Weg inmitten von... manchmal dachte ich schon Monstern, Aliens, die einfach alle Gefühle in sich abtöten durch Alkohol- und Arbeitssucht.
    Flucht. Weg von den eigentlichen Aufgaben. Ausweichen. Und alles den Bach runter gehen lassen. Ja, so war das zuhause immer. Und egal, was ich für frische neue und schöne Ideen brachte, sie wurden vollgekotzt und abgetan und ignoriert und niedergemacht. Solange bis ich einfach ging und nichts mehr sagte. Dann langsam wurde klar, dass ich anderer Meinung bin. Danach kam die Phase des Nachstellens und des Hinterherjammerns und -kotzens. Toll. Mein Mitgefühl holte mich so oft zurück... Und jetzt ist alles zu spät. Tot. Innen nichts mehr da an Regung für sie. Außer vielleicht ein ganz alter dumpfer Schmerz. Weiter nichts.

    Sie haben ja noch nichtmal gemerkt, was sie alles bei mir kaputt gemacht haben. Alle beide.
    Klar ist bald Weihnachten - und dann? Nur weil der Vater nen jährlichen sentimentalen Anfall bekommt und ihm mal wieder einfällt, dass da ja noch Kinder waren, soll ich wieder herhalten zum heile Familie spielen? Nee. Das hab ich schon so oft gemacht. So oft wurde meine Sehnsucht nach einer Familie enttäuscht durch den Egoismus der "Eltern". Die doofen Kinder sind ja immer gratis zu haben. NEIN.
    Einfach nur nein.

    Bis heute habe ich mich aufgrund der vielen schlimmen Erfahrungen noch nicht getraut, eine eigenen Familie zu gründen. Habe noch nicht mal einen Partner gefunden.
    Schlimm und traurig genug.
    Aber ich bin heute hier und heil und zuversichtlich und eigenständig. Das ist mir viel Wert.
    Ich weiss nicht, wie ich reagieren werde, wenn morgen die Nachricht vom Tod meiner "Mutter" kommt. Ich lass mir nichts vorwerfen. Keiner der tollen Verwandten oder Bekannten war früher bei den Ekelhaftigkeiten dabei, die bei uns hinter verschlossenen Türen stattfanden, hat mich unterstützt bei den Kämpfen, die ich gegen beide ausfechten musste, um nicht unterzugehen.
    Ich geh meinen Weg. In Frieden und mit aller Entschlossenheit. Ohne die "Eltern". Auch wenn sie um die Ecke wohnen. Schlimm genug, dass sie sich um nichts gekümmert haben und mir immer bloß Sorgen, Ärger und Arbeit gemacht haben... Verkehrte Welt. Die "Eltern" waren die Kinder.

    Ich kann nichts dafür, dass sie ihr Leben so gestalteten, wie sie es taten.

    LG,
    Lavandula

  • Hallo ihr alle,

    gerade versucht mein "Vater", nach Jahrzehnten Abwesenheit, obwohl er da war, mal wieder sein Bedürfnis nach Familie an mir zu befriedigen.

    Wenn ich es recht bedenke, sind es nur meine "Eltern", die mich am laufenden Band fertig gemacht haben, enttäuscht haben, mich belogen und betrogen, versucht haben, sich über mich zu stellen und vor allem meinen Willen zu brechen.
    Nun ja.
    Sie haben es nicht geschafft.
    Sind ihren selbstgewählten Weg in ihrer selbstgemachten Überzeugung weiter gegangen. Beschuldigen heute noch andere, sie seien Schuld an ihrem Schicksal und ändern sich nicht.
    Ich bin ja soooo ein schlimmes Kind gewesen.... Soooo schlimm stur und sooooo eigenwillig.
    Dass es Dinge gab, die mich berührt haben, dass ich sensibel war, das hat im Zweifel keinen der beiden "Eltern" interessiert.
    Meine neuen, schönen Ideen fassten sie ständig nur als Kritik an sich auf oder taten alles ab.
    Meine Kunst- und Designinteressen waren für den "Vater" völlig unbedeutend - er konnte seine Ansichten und Gefühle sowieso nicht wie ein erwachsener, klar denkender Mensch formulieren - und für die "Mutter" einfach nur ein Mittel, um vor andern anzugeben. Aber dass sie sich mal mit mir hingesetzt hätten und meine Sachen angeschaut... kam niemals vor. Meine Enttäuschung staute sich über die Jahre an und ich ging zu den kunstverständigen Nachbarn. Mein Glück.

    Egal was sie mir antaten, es war immer "nicht so schlimm". "Stell Dich nicht so an" etc.
    Toll.
    Hauptsache ihre Interessen wurden gewahrt.
    Diese waren:
    .ihre Ruhe vor mir haben.
    .Geld an mir sparen
    .ihre eigenen ekelhaften Hobbies vollführen (saufen, fremdgehen, schreien, lästern)
    .mich fertig machen.
    .meine Schwester fertig machen.

    So, das war meine Welt.

    Als meine liebe Oma, die immer für mich (uns, meine Schwester und mich) dagewesen war, starb, war ich 15 und hatte ab da alle meine Angelegenheiten alleine zu managen. Die Alk.Mutter kümmerte sich um gar nichts mehr, fuhr nur noch zu ihrem Zweittyp und der "Vater" ließ sich sowieso nur noch zur Hausarbeit und zum motzen und schreien blicken. Prima Atmosphäre für mich. Ich war sehr durch dem Tod der Oma, die mich aufgezogen hatte, die praktisch meine Mama gewesen war, schockiert. Statt sich irgendwie um mich zu kümmern, konnte die Alk.Mutter nur motzen und kotzen und saufen und rauchen und mich fertig machen.
    Keine Ahnung, wie ich die Schule geschafft habe. Aber letzten Endes war dort mein Halt. Dort war eine andere Welt. Zuhause war Krieg. In der Schule ging es um klare Gedanken, intelligente Lösungen, Kreativität, Miteinander. Das war eine ideale Umgebung, wo ich mich entwickeln konnte.
    Zuhause gab es nur Zirkus und Zoff.
    Dann das Ganze noch im kleinen Dorf.
    Für mich ein Spießrutenlauf. Bin nur noch von zuhause weg, zu Freunden, in die Stadt, wo ich zur Schule ging... Hauptsache nicht dort, wo das Klima einfach nur noch verpestet war, seit die gute Seele verstorben war.
    Traurig war, dass meine kleine Schwester in der Schule eher Probleme hatte und zuhause erst recht fertig gemacht wurde.
    Nicht ein einziges Mal hatte sich die Mutter zum Hausaufgaben machen dazu gesetzt. Kaum zu fassen. Dieser Sch.... Alk und ihr Ersatztyp waren immer wichtiger. Solange sie finanziert wurde, war ihr das ja egal. Irgendwie lief es ja zuhause.
    Ab und an brüllte der "Vater" mal los, wenn er mal wieder die Faxen dick hatte. Er schaute sich das Trauerspiel an und ignorierte alles.
    Tolle Art, damit umzugehen.
    Klar, er er er er er hatte Probleme.
    Da waren die drei wertlosen Weiber ja nicht weiter wichtig.
    Ein Sohn sollte ich werden. DAS Dilemma. Den Gefallen hatte ich ihm nicht getan. Von vornherein schonmal sch....
    Aber jetzt.
    Jetzt fällt ihm nach mehr als 30 Jahren Nichtkümmern und Nichtdasein mal ein, dass er ja noch eine Tochter hat.
    Suuuuuuuuper Leistung.
    Er kann das Nichtvorhandensein einer Beziehung nun nicht wieder einfach rausreissen. Da ist nunmal nichts. Fremde waren für mich da. Ich habe ihm nichts bedeutet und das kann man nicht einfach wieder überlügen!!!!!!!!!!!!!!!!

    Hach, was eine Erleichterung.

    Er mag zwar ein Mann sein, aber das gibt ihm noch lange nicht das Recht, mich mein Leben lang zu dominieren und im Zweifel durch die Mitleids- und Jammertour für sich einzuspannen.
    Er hat sich genauso wenig um ein glückliches Leben und gute Verhältnisse gekümmert wie die Alk.Mutter. Also darf auch er heute mit dem Ergebnis leben.
    Klar bin ich inzwischen erwachsen geworden, das ist auch prima so. Ist auch nicht selbstverständlich, mir ging es auch schon soso mies - wofür sich selbstverständlich von den "Eltern" auch niemand wirklich interessiert hat. Ihnen ging es ja nunmal von vornherein und ständig schlechter als mir.

    Beide haben nun Jahrzehnte lang an der Herstellung des heutigen Zustandes gearbeitet, sich zugrunde gerichtet und fertig gemacht. Die eine hat sich die Leute vergrault und musste in ihrer Not bei Bekannten unterschlüpfen und lässt sich nun wohl aushalten, der andere hat sich einfach eine neue Familie gesucht, die endlich seinen Vorstellungen entspricht.
    Die hilflosen Versuche, mich anzuzapfen und was von mir zu wollen, basieren auf dem Denken, dass ich ihnen beiden etwas schulde, da sie mich angeblich groß gezogen haben. Dieses Denken kann ich schon deshalb nicht unterstützen, weil es bedeutete, dass sie sich für mich interessiert hätten. Das entspricht nicht der Wahrheit. Vielmehr hat mich meine liebe Oma versorgt. Nur das Geld kam von ihnen. Und auch immer nur widerwillig oder mit Kampf und um mich zu erpressen.

    Jetzt, wo es mir gut geht, kann man ja leicht ankommen und irgendwas wollen. Jetzt, wo alles vorbei ist, was es an Familienleiden gegeben hat in den letzten 20 Jahren!! Jetzt ist es aber zu spät, sich einzubringen. Da der "Vater" mir schon Millionen mal bewiesen hat, wie egal ich ihm bin, kann er mich einfach nicht mehr vom Gegenteil überzeugen. Er hat doch jetzt alles, was er immer wollte.

    Nun ist Stille. Endlich. Endlich Frieden in meinem Leben. Und das werd ich mir nicht mehr nehmen lassen!!!

    Familie ist meine Schwester. Und das ist schön. Erweiterung nicht ausgeschlossen ;) ;) ;) Ich arbeite dran ;)

    Liebe duftende Lavedelgrüße.

  • Hallo Ihr alle,

    am vergangenen Wochenende hatte ich meinen schönen Malkurs und habe auch ein Bild mit vier Personen gemalt - wie eine Familie.
    Vielleicht ist es mir ja doch noch vergönnt, eine eigene Familie zu haben nach all den schrecklichen Erfahrungen. Manchmal befürchte ich, meine Psyche verkrümelt sich vor diesem Thema in die hinterste Ecke, um nicht wieder diesen Horror erleben zu müssen...
    Aber ich versuche, so gut es geht, zuversichtlich zu sein und glaube ja sowieso ganz fest an die Erfüllung von Herzenswünschen. Und die sitzen ja bekanntlich oftmals etwas "tiefer" oder versteckter... :)
    Wenn ich weiter liebe nette Leute kennen lerne und mich gut pflege und erde und bei mir bleibe, kann da, glaub ich, nichts mehr schief geh'n.

    Habt einen schönen Nachmittag,
    liebe Grüße,
    Lavandula

  • Hallo Lavandula!

    wieviel Liebe und Aufmerksamkeit, respektvolles Behandeln und ehrliches Interesse Kinder brauchen, merke ich jetzt als Mutter bei meinen eigenen Kindern. Was haben wir davon bekommen, was ist davon wirklich bei uns angekommen? Es gibt so viele Verletzungen der Kinderseele, so viele schlimme Begebenheiten, die sich ins Gedächtnis eingebrannt haben. So viel Respektlosigkeit dem hilflosen Kind gegenüber, dass es heute noch schmerzt.

    Ich verstehe dich, dass du mit deinen Eltern nichts mehr zu tun haben willst. Vielleicht würde es mir mit meiner Mutter genauso gehen, wenn sie noch leben würde. Aber ich glaube, das hätte ich gar nicht überstanden.

    Herzenswünsche sind dafür da, dass sie sich erfüllen. Habe auch welche und gebe sie auch nicht auf.

    LG Sonnenblume

  • Liebe Sonnenblume,

    dank Dir für Deine lieben Worte.
    Du hast so recht, es tut an vielen Stellen einfach noch weh und das Heilen dauert - aber es geht voran :)

    Mir ist es sehr schwer gefallen, mich von meinen Eltern so zu distanzieren. Trotz all der ekelhaften Begebenheiten habe ich sie immer gern gehabt und mich natürlich auch verpflichtet gefühlt.
    Als ich dann realisiert habe, dass meine "Mutter" mich nur anlügt und versucht für ihre Zwecke zu benutzen, habe ich mich in einem mühevollen, jahrelangen Ablösungsprozess von ihr "getrennt". Sie hatte mit intriganten, fiesen emotionalen Methoden versucht, mich nach ihren Vorstellungen herzustellen. Irgendwann wusste ich gar nicht mehr, wer ich bin und was ich möchte.
    Das ließ sich aber zum Glück herausfinden. Ist schon ein schockierendes Gefühl gewesen, sich in sich selbst nicht auszukennen...
    Aber durch immerwährendes Versuchen und durch viele tausend NEINs habe ich meinen Weg gefunden - und konnte endlich anfangen, die vielen JAs zu sagen :)

    Liebe Sonnenblume, ich wünsch Dir mit Deinen Kindern gaaaanz viel Spaß, eine schöne Zeit und alles Liebe :)

    Lavandula

  • Hallo Lavandula =)

    Habe gerade deine letzten Beiträge gelesen und muss sagen, dass ich dich dafür bewundere wie du dir ein eigenes Leben aufgebaut hast!

    Viele Dinge sind bei mir genauso: Schule ist mein Zufluchtsort und in meiner Freizeit will ich möglicht immer unterwegs sein. Du hast das wirklich treffend beschrieben!
    Nur herrscht in meiner Familie nicht diese eisige Kälte, zumindest von meiner Mutter bekomme ich Anerkennung.
    Mein Vater allerdings ist eher gut darin mir Vorwürde zu machen und mir gemeine Dinge an den Kopf zu werfen, die richtig weh tun und die ich oft nicht vergessen kann.

    Liebe Grüße
    LaChela

  • Hallo LaChela,

    dank Dir für Deine lieben Worte, sie tun mir sehr gut :)

    Ja, es ist schon ein verwirrendes System, diese Alk.Familie. Ständig muss man auf der Hut sein, dass man bloß nichts falsches sagt oder tut und dann noch die nicht zu verachtende Seelsorgerleistung für beide Elternteile...
    Mehr oder weniger stark ist bei mir heute noch die Beziehungslosigkeit von früher her übrig geblieben. Es gibt einfach nicht sehr viele Leute, zu denen ich vertrauen habe oder denen ich mich öffnen kann. Wenn ich verletzt oder enttäuscht werde, ziehe ich mich sehr stark zurück. Dann werden alte wehe Stellen getroffen, an denen niemand was verloren hat...
    Das Kraftschöpfen und mit den Kräften gut haushalten ist m.E. auch eine sehr wichtige Sache.

    Letztens habe ich mal wieder festgestellt, wie sehr ich doch nach dem Belohnungssystem erzogen worden bin. Brav sein, hechel hechel. Dann bekomme ich auch, was ich möchte... Aber das ist ja weit verbreitet in der Gesellschaft und ein Stück weit auch o.k. Nur wenn ich aus der Balance gerate... Und manchmal komm ich mir doch tatsächlich unsäglich egoistisch vor, wenn ich nach meinen Bedürfnissen und Wünschen gehe... Unfassbar. Na, das gute Gefühl für die Richtigkeit der eigenen Auffassung fließt nach und nach in alle Bereiche.
    Es tut jedenfalls sehrsehr gut, hier zu schreiben und ich freu mich auch über Feedback!

    Liebe Lavendelgrüße!!

  • Heute

    ist ein Tag
    an dem Träume
    wieder

    wahr

    werden.

    Eigene Initiative bringt herbstliche Früchte.
    Gerne gebe ich welche ab, ich liebe das Teilen
    und Schenken.
    Habe Freude am Geben.

    Meine
    mir angeborene
    Frohheit - Fröhlichkeit
    darf gedeihen :)

    Meine Wünsche und Träume
    dürfen

    wahr

    werden.
    Immer.

    Mein innerer Novemberregenbogen
    strahlt und leuchtet.

    Schatten werden liebevoll durchleuchtet.

    Es ist ein schönes Gefühl,
    den Mitmenschen
    nur Gutes zu wünschen!

    Liebe duftende Lavendelgrüße

  • Hallo an alle,

    derzeit beschäftigen mich vor allem zwischenmenschliche Beziehungen. Es ist z.B. recht enttäuschend für mich, dass hier mehr gelesen wird und wenig geantwortet. Ich hatte das Forum eigentlich als Austauschplattform verstanden :(

    Und ich kann es auf den Tod nicht ausstehen, wenn jemand Witzchen auf meine Kosten macht. Klar, vom Kopf her steh ich drüber, denk mir meinen Teil, kontere eventuell oder setze noch einen obendrauf. Aber besonders toll fühle ich mich damit nicht. Wahrscheinlich erinnert mich das zu stark an die Alk.Mutter, die sich immer und überall über jeden lustig gemacht hat und versuchte, andere klein zu machen, um sich über sie stellen zu können. Ich durfte damals dazu nichts sagen, obwohl ich ihr Verhalten echt arm fand, sonst war sie beleidigt und kalt zu mir.
    Was mir heute entgegen gebracht wird, ist weniger kräftig und hat im Endeffekt lang nicht die lebensbedrohende Auswirkung wie früher. Aber dennoch denk ich manchmal ängstlich, dass sich andere hinter meinem Rücken zusammen tun und gegen mich intrigieren... Naja, mal ehrlich, passiert ist mir bisher nichts, selbst wenn sich z.B. die Kollegen hinter meinem Rücken über mich hermachen sollten.
    Ich hasse es sehr, über jemanden zu reden, der nicht da ist und versuche so gut es geht, offen zu klären, um was es geht. Aber immer gelingt mir das natürlich nicht - hach, es tut ja auch gut, sich einfach mal auszutauschen, ohne es gerade schlecht mit jemandem zu meinen.
    Am schwersten fällt mir das Reden über bestimmte Missstände oft mit Frauen, wen wundert's, die sich schnell angegriffen fühlen und für meine Begriffe über wenig Selbstwertgefühl verfügen und sich nicht gut um ihre Bedürfnisse kümmern.
    Entweder passiert die große Katastrophe und ich bin die Böse, die Kritik geäußert hat, obwohl ich es so sachlich wie möglich formuliert habe. Oder ich versuche alles, damit mein Gegenüber sich auch bloß wohl fühlt. Bin dann am Ende des Gesprächs ausgelaugt, weil ich alles Verständnis dargebracht habe, das ich besitze...
    Da fällt mir ein Satz ein: 'Das Gegenteil von gut ist gut gemeint' - hart, dachte ich zuerst, aber irgendwie oft treffend. Manchmal muss man sich einfach mal zurück nehmen und sich nicht ständig für die Rettung von Situationen zuständig fühlen...
    Die Alk.Mutter lässt grüßen. Hatte sicher gute Ansätze, ganz früher. Später, als ich Teenie war, hatte sie sich schon völlig aufgegeben und projizierte ihre Vorstellungen eines gelungenen Lebens auf mich.
    Es gab einen immer sehr eng abgesteckten Rahmen von Verhaltensweisen, in dem ich mich zu bewegen hatte, wenn ich etwas mit ihr zu tun haben wollte. Sie bestimmte die Regeln. Wenn ich mich heute auf einen ähnlichen Charakter zu sehr einlasse, geschieht der für mich gefährliche und schmerzhafte Grenzübertritt. Ich möchte irgendwann nur noch brüllen 'was hast Du denn für bescheuerte Verhaltensweisen und Einstellungen?? Was um Himmels Willen machst Du aus Deinem Leben?? Warum gehst Du nicht mal auf mich und meine Situation ein??' - klare Sache, das sind Dinge, die ich meiner Mutter nie sagen konnte. Die als Kind und Teenie üblichen Auseinandersetzungen wurden nie geführt. Sie hat sie im Keim erstickt, nicht zugelassen, umgangen oder mich rigoros 'platt gemacht'.

    So, im Schreiben wird mir wieder mal einiges klar. Deshalb mach ich auch weiter damit, auch wenn niemand antwortet. Ich tu es ja für mich...
    Dennoch würden mich Eure Ansichten ganz brennend interessieren!! Ich hatte nicht vor, hier einen Monolog zu führen.

    LG,
    Lavandula

  • Hallo Lavandula,

    ich schreibe manchmal tagelang vor mich hin und kann auf diese Art meine Gedanken weiterspinnen, meine Gefühle wachsen und konkreter werden lassen.

    Oft ist es das ALTE Bedürfnis nach Resonanz, nach Rückmeldung, was anklopft. Gerade bei EK's ist es oft ein ungestilltes Bedürfnis. Ich kenne das sehr gut, diese Resonanzlosigkeit des Elternhauses.

    Ich schreib hier für mich, ich lese hier für mich. Der Austausch findet in meinem Kopf statt. Im inneren Dialog mit mir selber und in der Auseinandersetzung mit dem, was ich bei anderen lese komme ich weiter. Manchmal ist es schwer, dieses Vakuum in sich selber auszuhalten, aber es ist ja auch der Raum, in dem ich wachsen kann. Klar spürt man sich besser, wenn man ständig Resonanz bekommt, aber spannend ist es, wenn man den Raum in sich selber zuläßt und plötzlich die Resonanz aus sich selber heraus spürt.


    Ganz lieber Gruß, ich les dich immer.

    Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Liebe Linde,

    das sind mal wieder wundervolle Ideen von Dir, ganz lieben Dank!
    Es hatte doch etwas gehakt bei mir ;)

    Ja, richtig, dieses Gefühl von Verunsicherung ist eine uralte Gewohnheit...

    Gänsehaut!!!

    Liebe Lavendelgruüße - duftende natürlich ;)

  • Hallo Lavandula!

    Bei mir ist es so, dass ich meine Gedanken oft nicht richtig in Worte fassen kann und dann zu ängstlich bin, diese Gedanken aufzuschreiben, weil ich auch Angst davor habe, dass ich mich vielleicht blamieren könnte und andere denken, Mensch, was schreibt die denn für einen Quatsch. Ich habe oft angefangen, was zu schreiben, aber alles wieder gelöscht, weil ich mich nicht traue, das abzuschicken.

    Ist wahrscheinlich die alte Angst vor Zurückweisung. Die steckt soooo tief.

    Und dann denke ich, dass gerade ich doch keinem anderen auch nur irgendeinen Rat geben sollte, weil meine Gedanken und Gefühle und Empfindungen ja auch immer noch recht chaotisch sind. Zwar schon "normaler", aber eben noch nicht ganz.

    Trotzdem tut das lesen hier sehr sehr gut, auch wenn mich manche Geschichten hier sehr traurig machen und mich regelrecht erschauern lassen.

    Lass dich nicht entmutigen, Lavandula, du schreibst immer so schön und so lebensbejahend, ich lese gerne, was du schreibst.

    LG Sonnenblume

  • Hallo Lavandula,

    vielleicht gibt es unter uns EKAs eine ganz große Menge stille Leser? So wie ich lange einer war.

    Du, ich lese Dich gerne. Und vielleicht antworte ich auch mal länger, wenn ich mich hier etwas sicherer fühle...

    Und wenn ich rausgefunden habe, wie man Zitate einfügt. :oops:

    LG Smilla

  • Zitat von -Smilla-

    Hallo Lavandula,

    vielleicht gibt es unter uns EKAs eine ganz große Menge stille Leser? So wie ich lange einer war.

    Ja die gibt es :)

    Zitat von -Smilla-


    Und wenn ich rausgefunden habe, wie man Zitate einfügt. :oops:

    Hallo Smilla,

    du gehst oben re auf Zitat bei einem Betrag wo du etwas zitieren möchtest, dann kommt im nächsten Fenster der ganze Text nochmal. Das was du weg haben möchtest kannst du entfernen.

    LG
    Andrea

  • Hallo Lavandula,

    ich hab vorhin mal hier etwas über dich gelesen.

    Irgendwie ähneln sich unsere Schicksale alle.
    Mutter oder Vater oder beide- das hat uns ganz schön geprägt.

    Toll wie du es geschafft hast dich mehr auf dich zu konzentrieren.

    Da bin ich noch nicht so weit, aber ich arbeite dran.
    Nur ist es leichter gesagt als getan.

    Wie hast du das geschafft?

    Jetzt steht wieder Weihnachten vor der Tür.
    Ich weiß nch nicht wie ich mich verhalten soll.
    Am liebsten würde ich Weihnachten ohne die Familie sein. Aber da wäre meine 16 jährige Tochter wohl sehr enttäuscht.
    Ach ich bin froh wenn die ganzen Festtage rum sind.

    Ganz liebe Grüße
    funny

    Ich rieche Lavendel übrigens sehr gerne :)

  • erstmal ein frohes DANKEEEEE Euch allen!!
    ...............................................................
    ...............................................................

    Das hat mir sehr gut getan - es ist eben doch was anderes, wenn ab und zu mal jemand auftaucht ;) Habe natürlich die 'Lesezahlen' registriert.
    Manchmal bin ich einfach verunsichert gewesen über - äh, mich selbst? Ja.
    Nun ja, was soll's. Ist auch o.k. ;)

    Gehe gerade mit großen Schritten die weiteren Neuerungen in meinem Leben. Noch drei Wochen in meinem 'alten' Büro, dann endlich die heiß ersehnte Stelle. Äh, das ist sowas wie ein Berufstraum, der sich erfüllt!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Dafür die ganzen Jahre Vorbereitung, es hat sich gelohnt.

    Das gilt natürlich für alles, was ich bisher gewagt habe.
    NUR MUT steht mit Lippenstift auf meinem Badspiegel, hihi.

    Heute morgen hab ich was echt verrücktes gemacht. Und es hat ne Menge Spaß gemacht. O.k., es war etwas gewagt. Aber heraus gekommen sind die tollsten stimmungsvollen Landschaftsfotos - ich liebe Fotografie immer mehr!

    Habe mal gelesen, dass nur die Dinge getan werden sollten, die einem etwas geben und die, die nur kosten, nicht getan werden dürfen. Sie laugen aus. Das heisst, dass sich der Einsatz von Energie, Geld, Zeit usw. für einen selbst lohnen soll. Vielleicht nicht sofort und 1:1, aber jedenfalls muss einem dieses 'Ding', das man tut, etwas geben. Ob das so ist, kann man nur im Herzen entscheiden.

    Diese Vorgehensweise reduziert unnütze Qualen und Mühe nochmal erheblich. Es ist ein Konzept, das mir nochmal besser beigebracht hat, auf mich zu achten.

    funny :
    Wie ich das geschafft habe? Nun, ich würde sagen, Jahre langes geduldiges Arbeiten an mir selbst. Es wird immer leichter und leichter, wenn Du einmal anfängst, Dir selbst, Deinen Wünschen und Träumen zu vertrauen und wenn Du an das Schöne und Gute im Leben vermagst zu glauben. Im Herzen sind bestimmt, wenn auch vielleicht verschüttet, viele wunderschöne Momente und Ereignisse gespeichert. Auf die schau. Dann mehren sie sich. Denn alles, worauf wir unseren Fokus setzen, kommt in unser Leben. Wir erdenken es uns. Verhalten uns dann danach und erschaffen dadurch jeden Tag unseres Lebens. Glaub an Dich und habe gute Absichten bei allem, was Du tust, denkst, wünschst.
    Meine Kunst hat mich immer sehr gut gespiegelt, mich begleitet und mir Ausdruck verliehen. Malen und Zeichnen ist etwas, das ich seit meiner frühesten Kindheit tue.
    Du hast ein Recht darauf, glücklich zu sein - so wie jeder andere auch!
    Lerne Selbstachtung und Selbstliebe - das sind die Schlüssel zu einem erfüllten Leben.

    Liebe
    Lavendelgrüße :)

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