Hallo Ihr Lieben,
ich habe mich jetzt ein paar Tage nicht gemeldet, nehme aber allen Mut zusammen und tue es heute. Wenn irgendjemand mich verstehen kann, dann nur einer von euch.
Am 24. habe ich mich mit meinem "Ex"Freund getroffen, eigentlich nur um ihm mein Geschenk zu geben und einen Kaffee zu trinken. Zuerst haben wir versucht, normal miteinander umzugehen, aber das hat natürlich nicht funktioniert. Er hat nicht verstehen können, warum ich mich trennen wollte und war wütend bzw. verletzt. Er sagte, er hätte es die ganze Zeit über verstanden, wenn ich mich getrennt hätte - aber nicht jetzt. Dieser Glühwein - bei dem hätte er sich nichts gedacht und ihm war aber auch während des Trinkens bewußt, dass es gefährlich wäre, einen zweiten zu trinken. Er würde nicht noch einmal so tief stürzen. Mit der Trennung würde ich alles aufgeben - das könne er nicht verstehen. Schlußendlich kam heraus, das es nicht nur der Glühwein gewesen ist, der mich bewegt hat, so zu reagieren. Ich habe ihm auch von meinen anderen Befürchtungen und auch meinen Wünschen erzählt. Ich glaube, zu der Angst betreffend den Alkohol hat sich auch viel Frust bei mir aufgebaut, dass ich nicht mehr alles alleine machen möchte und einen starken Partner an der Seite haben will. Ich habe noch nicht aufgegeben daran zu glauben, dass er dieser Partner sein kann. Ich habe vielleicht einfach zu viel auf einmal verlangt. Dass nach der Einsicht gleich alles besser wird und er in der Beziehung gleich voll da sein kann. Aber da gibt es ja noch das Problem der Arbeitslosigkeit und andere Sachen, die gelöst werden wollen.
Vielleicht mach ich mir nur was vor, aber ich versuche trotzdem mich mit meinen Ängsten zurück zu halten und ihm wieder zu vertrauen. Ich hoffe wir können beide an der Beziehung arbeiten und dass es doch noch funktioniert.
Ich weiß, ihr haltet mich für verrückt, dass ich es wieder mit ihm versuche. Aber irgendetwas hält mich und ich kann ihn nicht aufgeben. Ich habe natürlich immer noch Angst. Gestern abend war er alleine bei einer Freundin, heute will er lieber bei sich bleiben und nicht vorbei kommen. Da vermutet mein krankes Gehirn gleich wieder, dass er was zu verbergen hat. Aber solange ich es nicht beweisen kann, gilt der "unschuldsgedanke", oder?
Bitte verzeiht mir, dass ich mal so und mal so schreibe. Ich fühle mich einfach sehr verunsichert und weiß nie was richtig und was falsch ist.
Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und hoffe, dass es ein wunderbares wird!
Euer Blaubärchen